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Das magische Amulett #88: Todesfalle Regenwald

Das magische Amulett #88: Todesfalle Regenwald

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Das magische Amulett #88: Todesfalle Regenwald

Länge:
112 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 16, 2019
ISBN:
9783743819146
Format:
Buch

Beschreibung

Das magische Amulett Band 88
Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 101 Taschenbuchseiten.

Diesmal führt das Abenteuer Brenda Logan, die Archäologin und Amulettforscherin, in den brasilianischen Regenwald. Professor Helen Rotherhide, die stellvertretende Museumsdirektorin des British Museum in London, hatte sie gebeten, sie bei ihrer Expedition zu begleiten, um ihre Forschung zu Ende zu bringen. Doch das ist nicht der wahre Grund, wie Brenda feststellen muss, als sie auf der Fazenda von Carlos Ruize eintreffen. Hier hört sie zum ersten Mal von den Wanoris, die Helen finden will. Und dann kommt es zu einem mysteriösen Vorfall, der Brenda fast das Leben kostet ...
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 16, 2019
ISBN:
9783743819146
Format:
Buch

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Todesfalle Regenwald

Das magische Amulett Band 88

Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 101 Taschenbuchseiten.

Diesmal führt das Abenteuer Brenda Logan, die Archäologin und Amulettforscherin, in den brasilianischen Regenwald. Professor Helen Rotherhide, die stellvertretende Museumsdirektorin des British Museum in London, hatte sie gebeten, sie bei ihrer Expedition zu begleiten, um ihre Forschung zu Ende zu bringen. Doch das ist nicht der wahre Grund, wie Brenda feststellen muss, als sie auf der Fazenda von Carlos Ruize eintreffen. Hier hört sie zum ersten Mal von den Wanoris, die Helen finden will. Und dann kommt es zu einem mysteriösen Vorfall, der Brenda fast das Leben kostet ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2017

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2017

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Prolog

Ein stechender Schmerz raste mein Bein empor. Auch die Liane schickte sich an, ihre noch zarten Auswüchse meine nackte Wade hinaufzuschicken. Rau schabten die Pflanzenteile über meine Haut und verursachten eine Gänsehaut.

Du musst etwas unternehmen!, hämmerte es in meinem Kopf. Sonst werden dich die Pflanzen bei lebendigem Leib zerquetschen.

Dieser furchtbare Gedanke fegte die Benommenheit für einen Moment aus meinem Gehirn. Ich ließ den Türrahmen los und presste meine Hände gegen die pochenden Schläfen. Der betäubende Duft der Blüten, von denen in rascher Folge immer neue entstanden, drohte mich zu lähmen. Die Gedanken flossen wie zähe Lava durch meine Gehirnwindungen, ohne einen Sinn zu ergeben. Verzweifelt versuchte ich, meinen Fuß zurückzuziehen. Aber meine Bemühungen waren vergebens. Die Liane und der Zweig hatten mein Bein fest im Griff. Sie wuchsen immer weiter, hatten fast meinen Schenkel erreicht, wo sich die Strünken tief in das Fleisch drückten und es abzuquetschen drohten ...

1

Es war alles ziemlich schnell gegangen. Nur eine Woche hatte ich, Brenda Logan, Zeit gehabt, mich auf den Trip in den brasilianischen Regenwald vorzubereiten. Jetzt saß ich in einem verbeulten Jeep und lenkte das röhrende Gefährt über eine holprige staubige Piste, die schnurgerade durch ein grünes Meer aus hohen Bäumen, Lianen, Bromelien, Farnen, Orchideen und Moosen führte.

Neben mir, auf dem Beifahrersitz, saß Professor Helen Rotherhide, die stellvertretende Museumsdirektorin des British Museum in London. Ihr graumeliertes kurzes Haar war zerzaust, ein Netz aus feinen, in der Sonne schimmernden Schweißperlen bedeckten ihre hohe Stirn.

Die Luftfeuchtigkeit im Regenwald war so hoch, dass der Schweiß nicht mehr verdunstete, sondern an unseren Körpern herabrann. Helens anthrazitfarbener modischer Overall klebte an ihrem hageren Körper. Bei jeder tieferen Bodenwelle oder Schlagloch in der Piste lief die Professorin Gefahr, mit dem Kopf gegen das Verdeck des Wagens zu stoßen, denn sie war eine hochgewachsene Frau mit aristokratischem Auftreten.

Bei meinem Kollegen im British Museum, war die stellvertretende Museumsdirektorin nicht sehr beliebt. Helen war streng, unnachgiebig und verfolgte ihre Ziele und Vorstellungen oft über die Köpfe ihrer Mitarbeiter hinweg. In diesem Punkt war Helen ganz anders, als Professor Salomon Sloane, den wahren Museumsdirektor, den sie für ein halbes Jahr vertreten sollte. Das halbe Jahr war nun fast um, und die meisten Archäologen des Museums freuten sich schon auf die Rückkehr von Professor Sloane, der einen sehr ungezwungenen Umgang mit seinen Mitmenschen pflegte; von jedem im Gegenzug aber auch hervorragende Arbeit und Leistungen erwartete.

Niemand im British Museum würde Professor Helen Rotherhide eine Träne nachweinen, wenn sie demnächst das Büro des Museumsdirektors räumen musste.

Bei mir war das etwas anders. Helen hatte mich stets mit Achtung und Respekt behandelt. Sie schien sehr viel von meiner Arbeit als Archäologin und Amulettforscherin zu halten und unterstützte mich, wo sie nur konnte. Auch schien Helen zu ahnen, dass ich bei meinen Forschungen oft mit übersinnlichen Phänomenen zu tun bekam. Helen selbst schien auch an die Existenz von Magie und übersinnlichen Kräften zu glauben - nur hatte sie das bisher natürlich nicht offen zugegeben.

Der Jeep hüpfte über ein tiefes Schlagloch, das mit brackigem Wasser gefüllt war. Ein Ruck ging durch den Wagen. Helen zog den Kopf ein und fluchte verhalten, während hinten im Wagen unsere Ausrüstung polternd gegeneinander schlug.

»Sollen wir eine Pause einlegen?«, fragte ich.

Helen schüttelte abwesend den Kopf.

»Nicht nötig, Brenda«, meinte sie müde. »Aber sagen Sie es mir, wenn ich Sie am Steuer ablösen soll.«

»Es macht mir nichts aus, zu fahren«, erwiderte ich. »Derartige Strapazen bin ich gewohnt. Dies ist nicht meine erste Expedition.«

Helen lächelte und tupfte sich dann mit einem Tuch den Schweiß von der Stirn. Dann starrte sie wieder stumm die Schneise entlang, die die Piste durch den Regenwald geschlagen hatte. Links und rechts des holprigen Pfades türmten sich grüne Mauern auf, die sich in der Ferne zu verjüngen schienen und sich dann scheinbar zu einem endlosen grünen Meer vereinigten.

Ich sorgte mich ein wenig um die Museumsdirektorin. Wir hatten einen langen und anstrengenden Flug hinter uns. Die Nacht hatten wir in einem billigen Hotel in Manaus verbracht. Der Straßenlärm der großen brasilianischen Stadt war ungehindert durch die nur mit morschen Läden versehenen Fenster gedrungen. Ich hatte kaum ein Auge zugetan, und Helen, die im Nebenzimmer geschlafen hatte, war es wohl nicht anders ergangen. Am nächsten Morgen hatten wir uns dann einen Jeep gemietet, die Ausrüstung vom Flughafen abgeholt und waren Richtung Wildnis aufgebrochen. Seit mehreren Stunden folgten wir nun schon der Piste. Ab und zu war uns ein verstaubter Laster entgegengekommen, der mit frisch geschlagenem Holz oder Früchten beladen gewesen war. Aber sonst war die Piste verlassen und menschenleer.

Auch der Wald machte einen abweisenden und finsteren Eindruck. Das grelle Sonnenlicht, das in die künstliche Schneise fiel, hatte den rasch wachsenden Pflanzen des Regenwaldes günstige Voraussetzungen geschaffen. Lianengewächse hatten einen grünen undurchdringlichen Vorhang entlang der Wunde gewoben, die Menschenhand und Maschinen dem Regenwald beigebracht hatten. Wie eine grüne, hochaufragende Wand säumten die verfilzten Lianengeflechte die Schneise, und wie ein Theatervorhang verstellten sie die Sicht auf das brodelnde Leben, das sich in dem Wald abspielte. Nur die bunten Schmetterlinge, die sich hinter dem Lianenvorhang neugierig hervorwagten und schillernd über die schmale Lichtung flatterten, ließen erahnen, welche erstaunliche Vielfalt an tierischem Leben der Lianenvorhang verbarg.

Aber nicht nur Tiere lebten in der artenreichen und zum Teil sogar noch unerforschten Pflanzenwelt des Regenwaldes. Es gab auch einige wenige Menschen, die in dem brasilianischen Regenwald hausten - und das seit vielen Generationen. Wegen diesen Indios hatten Helen Rotherhide und ich die beschwerliche Reise nach Brasilien auf uns genommen.

»Ich beabsichtige, meine Forschungen im Regenwald nun endgültig zu einem Ende zu bringen«, hatte Helen mir eröffnet, nachdem sie mich in ihr Büro im British Museum zitiert hatte.

Bevor Helen die Stelle des stellvertretenden Museumsdirektors angenommen hatte, hatte sie mit eigenen Forschungen zu tun gehabt. Ihr Interessengebiet war die archäologische Erforschung des Regenwaldes gewesen. Etliche Jahre hatte sie damit zugebracht, im brasilianischen Regenwald nach Artefakten zu suchen, die Aufschluss über die Geschichte der Indios

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