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Das magische Amulett #84: Die Lady und das Scheusal: Cassiopeiapress Romantic Thriller

Das magische Amulett #84: Die Lady und das Scheusal: Cassiopeiapress Romantic Thriller

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Das magische Amulett #84: Die Lady und das Scheusal: Cassiopeiapress Romantic Thriller

Länge:
117 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 2, 2019
ISBN:
9783739686202
Format:
Buch

Beschreibung

Das magische Amulett Band 84
Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 99 Taschenbuchseiten.

Die Amulettforscherin Brenda Logan ist mit Professor Helen Rotherhide nach Crockwal Castle gefahren, um Artefakte zu begutachten und für das Museum in London auszuleihen. Als sie am Abend das Castle erreichen, will der Butler sie jedoch nicht einlassen. Erst als die Frauen energisch Einlass verlangen, wird ihnen geöffnet und der Butler führt sie eine Wendeltreppe hinauf. Er bittet seine Gäste in einen dunklen Raum zu gehen. Fast zu spät bemerkt Brenda, dass der Raum keinen Boden hat. Im letzten Moment erwischt sie den Mantel von Professor Rotherhide und kann ihren Sturz auffangen...
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Freigegeben:
Jun 2, 2019
ISBN:
9783739686202
Format:
Buch

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Das magische Amulett #84 - Jan Gardemann

München

Die Lady und das Scheusal

Das magische Amulett Band 84

Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 99 Taschenbuchseiten.

Die Amulettforscherin Brenda Logan ist mit Professor Helen Rotherhide nach Crockwal Castle gefahren, um Artefakte zu begutachten und für das Museum in London auszuleihen. Als sie am Abend das Castle erreichen, will der Butler sie jedoch nicht einlassen. Erst als die Frauen energisch Einlass verlangen, wird ihnen geöffnet und der Butler führt sie eine Wendeltreppe hinauf. Er bittet seine Gäste in einen dunklen Raum zu gehen. Fast zu spät bemerkt Brenda, dass der Raum keinen Boden hat. Im letzten Moment erwischt sie den Mantel von Professor Rotherhide und kann ihren Sturz auffangen...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2016

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Prolog

Plötzlich erschien eine unheimliche Gestalt in der dunklen Türöffnung. Zuckendes Kerzenlicht fiel auf sie, ließ ein abstoßend hässliches Gesicht mit tiefen, wulstigen Falten erkennen. Die Augen lagen tief in den Höhlen und glühten rot. Wirr stand das graue schüttere Haar von dem hageren Kopf ab. Die Gestalt trug eine schwarze Toga. Beschwörend bewegte sie ihre dürren bloßen Arme, während sie in ihrem skurrilen Singsang fortfuhr. James Caldon schien das Interesse an mir verloren zu haben. Er ging zu der unheimlichen Gestalt auf dem Korridor und zog die Tür hinter sich zu. Ächzend ließ ich mich auf den Sessel hinter mir fallen. Ich konnte mich nicht länger auf den Beinen halten. Die Gewissheit, dem Mörder nur knapp entronnen zu sein, traf mich wie ein Schock. Meine Beine zitterten, die Knie fühlten sich butterweich an...

1

Wie ein düsteres Monument ragte Crockwal Castle zwischen den laublosen Bäumen empor. Ein schwarzer wolkenverhangener Himmel wölbte sich darüber, aus dem ein Gemisch aus schweren Regentropfen und matschigen Schneeflocken herabstürzte, das die abendliche Landschaft feucht und geheimnisvoll schimmern ließ. Heftige Windböen wirbelten die Schneeflocken durcheinander, ließen sie um die schlanken Türme und die hohen Schornsteine des Castles wirbeln, die in der schummerigen Dunkelheit wie die Schlote alter heruntergekommener Fabriken anmuteten.

Der Wind bog die Zweige der knorrigen Bäume und fuhr heulend über Crockwal Castle hinweg, als wäre er ein wehklagender Geist, den ein düsterer uralter Fluch an das unheimliche Gemäuer bannte.

Dass Crockwal Castle verflucht sei, würde jeder bedingungslos glauben, der dieses finstere Bauwerk an einem verregneten Winterabend wie diesem betrachtete. Die Mauern des Hauptgebäudes bestanden aus mächtigen dunklen Quadern, aus denen oben Zinnen, Türmchen und hoch aufragende Schornsteine empor wuchsen. Zwischen den Ritzen und Fugen wuchsen Moos und Flechten. Nur die hohen Sprossenfenster verliehen der abweisenden Fassade einen etwas freundlicheren Eindruck. Die Fenster waren allerdings bis auf ein einziges alle unbeleuchtet, so dass das alte Gemäuer den Eindruck von Einsamkeit und totaler Trostlosigkeit vermittelte. Es hatte den Anschein, als würde nur ein einsamer verschrobener Bewohner in dem abgelegenen Castle leben, dessen Dasein genau so düster und geheimnisvoll war wie das Gemäuer selbst.

Zu beiden Seiten des massiven Haupthauses erstreckten sich einige niedrigere Anbauten, die neueren Ursprungs zu sein schienen. Wie Kinder, die sich aus Furcht dicht an die Seite ihrer Mutter drängten, muteten die Anbauten an. Ihre Schindeldächer waren fleckig und mit Moos bewachsen. Darüber erhoben sich die düsteren Kronen der mächtigen verknorrten Bäume, die ihre kargen Äste wie Klauen nach Crockwal Castle ausstreckten.

»Habe ich Ihnen zu viel versprochen, Brenda?«, richtete die Frau, die neben mir stand und das düstere Castle ebenso stumm und schaudernd anstarrte wie ich, das Wort an mich.

Gewaltsam riss ich mich von dem schaurigen Anblick des Castles los. »Das Bauwerk sieht wirklich furchterregend aus, Professor Rotherhide«, bestätigte ich und klappte fröstelnd den Kragen meines Mantels hoch. Der Wind zerzauste mein weizenblondes Haar und trieb mir Regentropfen und Schneeflocken ins Gesicht.

»Es ist nicht nötig, dass Sie mich mit meinem Titel ansprechen«, sagte die Frau, der das ungemütliche Wetter kaum etwas auszumachen schien. »Nennen Sie mich einfach Helen.«

Leicht verwundert, aber lächelnd sah ich die Frau an.

Professor Rotherhide trug einen langen grauen Kaschmirmantel. Ihr kurzes graumeliertes Haar flatterte wie eine Fahne im Wind. Über ihre schmale Schulter hing eine ominöse Handtasche, die aus derbem Leder gefertigt war und ziemlich hässlich aussah.

Professor Helen Rotherhide war stellvertretende Direktorin des British Museum in London, und meine Vorgesetzte. Bei den Mitarbeitern des Museums erfreute sich die Professorin nicht gerade großer Beliebtheit. Sie galt als streng und unnachgiebig. Professor Rotherhide legte sehr großen Wert auf einen reibungslosen, minutiösen Alltagsablauf, was in einer Institution von der Größe des British Museums nicht immer einfach zu bewerkstelligen war. Doch Professor Rotherhide war in dieser Beziehung unerbittlich. Nur bei mir machte sie stets eine Ausnahme.

Und nun bot sie mir sogar einen vertraulichen Umgangston an!

»Das Castle sieht ziemlich unbewohnt aus«, merkte ich ah. »Es ist kaum vorstellbar, dass eine ganze Familie darin wohnen soll.«

»Der Anschein trügt«, behauptete die Museumsdirektorin. »Sie werden es gleich selbst erleben, Brenda. Die Crockwals entspringen einer sehr alten und ehrwürdigen Sippe. Vor vielen hundert Jahren erhielten sie einen Adelstitel und als Geschenk dieses Castle, das sogar nach ihnen umbenannt wurde. Doch die Crockwals blieben immer bescheiden. Ihr Bestreben war es nicht, mehr Macht oder Reichtum zu erstreiten, sondern den kontinuierlichen Fortbestand ihrer Sippe zu gewährleisten.

"Wie viele alte Adelsfamilien sind mit den Jahrhunderten ausgestorben, weil ihr egozentrisches Streben nach Macht und Reichtum sie verbittert und einsam gemacht haben. Die Crockwals sind da ganz anders. Sie lieben das gesellschaftliche Leben, beherbergen oft prominente Gäste in ihrem Castle und sind sehr kontaktfreudig. So hat Lady Crockwal auch nicht gezögert, eine Delegation des British Museum zu sich einzuladen, als ich bei der Familie anfragte, ob sie bereit wären, einige der wertvollen Kunstschätze, die in dem Castle versammelt sind, dem Museum als Leihgabe zur Verfügung zu stellen.«

Ich schüttelte mich unbehaglich. »Beim Anblick des unheimlichen Castles kann man sich gar nicht vorstellen, dass es von so freundlichen Leuten bewohnt sein soll. Ich würde eher darauf tippen, dass dort ein verschrobener alter Mann haust, dem Wahnsinn nahe, weil er in den verlassenen Zimmerfluchten überall Geister sieht.«

Helen lachte. »Der Schein trügt, Brenda«, wiederholte sie vergnügt. »Das müssten Sie als Archäologin und Amulettforscherin doch wissen.«

Prüfend sah ich die Museumsdirektorin von der Seite an.

Ich war mir nicht sicher, wie ihre Anspielung gemeint war. Wollte Helen lediglich andeuten, dass hinter jeder Fassade eine Wahrheit verborgen war?

Eine solche profane Äußerung entsprach eigentlich nicht dem anspruchsvollen Intellekt der Professorin. Natürlich wusste sie genauso gut wie ich, dass die vorrangige Aufgabe eines jeden Archäologen darin bestand, die Geschichten und Schicksale zu entschlüsseln, die hinter Artefakten, alten Gräbern und Kultstätten verborgen waren.

Dies zu erwähnen, war eigentlich überflüssig.

Darum vermutete ich auch, dass Helens Worte eine ganz andere Bedeutung hatten, die sich auf

mein Fachgebiet, die Amulettforschung,

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