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PROFESSOR CHALLENGER UND DAS ENDE DER WELT: Ein Roman und zwei Erzählungen

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PROFESSOR CHALLENGER UND DAS ENDE DER WELT: Ein Roman und zwei Erzählungen

Länge:
204 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 20, 2017
ISBN:
9783743833296
Format:
Buch

Beschreibung

Mit Sherlock Holmes wurde Sir Arthus Conan Doyle unsterblich. Aber neben dem genialen Detektiv Holmes schuf er noch andere markante literarische Gestalten, die zu Unrecht fast vergessen sind.Zum Beispiel der hünenhafte Wissenschaftler Professor Challenger – der Alptraum der Presse und der Schrecken der Londoner Gesellschaft.Dieser Band präsentiert einen Roman und zwei Erzählungen über den streitbaren Akademiker: Das Ende der Welt berichtet davon, wie die Erde einen Gürtel giftiger kosmischer Gase durchquert und nur Challenger und seine Freunde verschont bleiben, da sie sich rechtzeitig in einer Sauerstoffkammer verschanzen. Das Ende der Welt ist die grandiose Beschreibung einer Erde ohne Leben, die von so eindringlicher Kraft ist, dass man 1944 in England eine Hörspielfassung absetzte, weil man glaubte, die düstere Geschichte könne die Hörer in Panik versetzen...Auch die beiden anderen in diesem Band gesammelten Geschichten – Als die Erde schrie und Die Desintegrationsmaschine – verweisen auf sehr moderne Ängste: die Furcht vor ökologischer Zerstörung und Massenvernichtungswaffen.
Der Erfinder des Meisterdetektivs Sherlock Holmes brilliert hier als fesselnder Erzähler im Milieu der viktorianischen Science Fiction.
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 20, 2017
ISBN:
9783743833296
Format:
Buch

Über den Autor

Sir Arthur Conan Doyle (1859–1930) was a Scottish writer and physician, most famous for his stories about the detective Sherlock Holmes and long-suffering sidekick Dr Watson. Conan Doyle was a prolific writer whose other works include fantasy and science fiction stories, plays, romances, poetry, non-fiction and historical novels.


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PROFESSOR CHALLENGER UND DAS ENDE DER WELT - Sir Arthur Conan Doyle

DESINTEGRATIONSMASCHINE

Das Buch

Mit Sherlock Holmes wurde Sir Arthus Conan Doyle unsterblich. Aber neben dem genialen Detektiv Holmes schuf er noch andere markante literarische Gestalten, die zu Unrecht fast vergessen sind.

Zum Beispiel der hünenhafte Wissenschaftler Professor Challenger – der Alptraum der Presse und der Schecken der Londoner Gesellschaft.

Dieser Band präsentiert einen Roman und zwei Erzählungen über den Streitbaren Akademiker: Das Ende der Welt berichtet davon, wie die Erde einen Gürtel giftiger kosmischer Gase durchquert und nur Challenger und seine Freunde verschont bleiben, da sie sich rechtzeitig in einer Sauerstoffkammer verschanzen. Das Ende der Welt ist die grandiose Beschreibung einer Erde ohne Leben, die von so eindringlicher Kraft ist, dass man 1944 in England eine Hörspielfassung absetzte,  weil man glaubte die düstere Geschichte könne die Hörer in Panik versetzen...

Auch die beiden anderen in diesem Band gesammelten Geschichten – Als die Erde schrie und Die Desintegrationsmaschine – verweisen auf sehr moderne Ängste: die Furcht vor ökologischer Zerstörung und Massenvernichtungswaffen.

Der Erfinder des Meisterdetektivs Sherlock Holmes brilliert hier als fesselnder Erzähler im Milieu der viktorianischen Science Fiction.

PROFESSOR CHALLENGER UND

DAS ENDE DER WELT

DAS ENDE DER WELT

  I. Die Linien verblassen

Jetzt, da die ungeheuren Ereignisse meiner Erinnerung noch klar verhaftet sind, ist es unerlässlich geworden, sie niederzuschreiben, bevor die Zeit sie verblassen lässt. Noch während ich dies tue, bin ich von dem Wunder der Tatsache überwältigt, dass es ausgerechnet unserer kleinen Gruppe von der Vergessenen Welt – Professor Challenger, Professor Summerlee, Lord John Roxton und mir – vergönnt war, diese verblüffenden Erfahrungen durchzumachen.

Als ich vor ein paar Jahren in der Daily Gazette den aufsehenerregenden Bericht über unsere Südamerikareise veröffentlichte, wäre mir nicht im Traum eingefallen, dass das Schicksal mich dazu ausersehen würde, über ein noch ungewöhnlicheres Ereignis zu berichten – ein Ereignis, das in der Menschheitsgeschichte nicht nur einmalig war, sondern alle anderen, so spektakulär sie auch gewesen sein mögen, weit in den Schatten stellte. Das Ereignis selbst wird für mich immer wundersam bleiben, aber die Umstände, die dazu führten, dass ausgerechnet wir vier beim Eintreffen dieser außergewöhnlichen Episode wieder beisammen waren, erfolgte aus absolut banalen, aber folgerichtigen Beweggründen heraus. Ich will alles, was zu unserem erneuten Zusammentreffen führte, so kurz und knapp wie möglich erzählen, obwohl ich mir natürlich dessen bewusst bin, dass ein detaillierterer Bericht dem Leser mehr geben würde; schließlich ist die Neugier des Publikums heutzutage ebenso unersättlich, wie sie früher gewesen ist.

Am Freitag, dem 27. August – einem Datum, das die Welt so schnell nicht wieder vergessen wird – begab ich mich hinunter in die Redaktion meiner Zeitung und bat Mr. McArdle, der immer noch die Nachrichtenabteilung regierte, mir einen dreitägigen Urlaub zu gewähren. Der nette, alte Schotte schüttelte den Kopf, kratzte seinen immer schütterer werdenden rötlichen Haarkranz und kleidete seine Ablehnung schließlich in Worte.

»Ich glaube, Mr. Malone, dass wir Sie ausgerechnet jetzt am dringendsten benötigen. Ich glaube, wir haben da eine Geschichte, die nur ein Mann wie Sie in die richtigen Proportionen bringen kann.«

»Wie schade«, sagte ich und versuchte meine Missstimmung zu verbergen. »Wenn man mich braucht, sieht die Sache natürlich anders aus. Aber meine Verabredung ist ziemlich wichtiger privater Natur. Wenn Sie mir vielleicht doch freigeben könnten…«

»Leider weiß ich nicht, wie ich das bewerkstelligen sollte.«

Es war natürlich bitter für mich, aber ich musste das Beste daraus machen. Immerhin hatte ich einen großen Fehler begangen, denn damals hätte ich natürlich schon wissen sollen, dass man als Journalist nicht das Recht hat, eigene Pläne zu verfolgen.

»Nun, ich werde die Sache dann wohl besser vergessen«, sagte ich mit so viel Freundlichkeit, wie man einer kurzen Abfuhr gegenüber aufbringen konnte. »Welchen Auftrag soll ich übernehmen?«

»Nun, Sie brauchen bloß diesen entsetzlichen Querkopf in Rotherfield zu interviewen.«

»Sie meinen doch nicht etwa Professor Challenger?«, sagte ich laut.

»Doch, doch, genau den meine ich. Er hat den jungen Alec Simpson vom Courier vergangene Woche an Hinterteil und Kragen eine Meile weit die Hauptstraße hinuntergeschleppt. Möglicherweise haben Sie davon im Polizeibericht gelesen. Unsere Jungs wollen nun alle lieber einen ausgebrochenen Alligator aus dem Zoo interviewen. Aber Sie, denke ich, könnten es schaffen. Immerhin sind Sie seit langer Zeit mit ihm befreundet.«

»Aber natürlich«, sagte ich erleichtert. »Nichts einfacher als das. Zufällig war Professor Challenger nämlich der Grund, weswegen ich Sie um Urlaub bat. Es ist nämlich so, dass wir heute den dritten Jahrestag unseres großen Abenteuers in Südamerika feiern wollen. Er hat uns alle in sein Haus eingeladen, um das Ereignis gebührend zu feiern.«

»Prächtig!«, schrie McArdle. Er rieb sich die Hände und strahlte mich durch seine Brillengläser an. »Dann werden Sie es auch schaffen, ihn nach seiner Meinung zu befragen. Bei jedem anderen Mann würde ich sagen, dass man Perlen vor die Säue wirft, aber der Bursche hat einmal eine überragende Tat vollbracht, und man kann nie wissen, wann er die nächste vorbereitet!«

»Nach was soll ich ihn fragen?«, fragte ich. »Was hat er denn getan?«

»Haben Sie in der heutigen Times seinen Brief zur Rubrik Wissenschaftliche Möglichkeiten nicht gesehen?«

»Nein.«

McArdle bückte sich und hob die Zeitung vom Boden auf.

»Lesen Sie es mir vor«, sagte er und deutete mit dem Finger auf eine bestimmte Spalte. »Ich würde es gerne noch einmal hören, denn ich bin immer noch nicht sicher, ob ich den Mann richtig verstanden habe.«

Der Brief, den ich dem Nachrichtenchef der Gazette vorlas, hatte folgenden Wortlaut:

WISSENSCHAFTLICHE MÖGLICHKEITEN

Mein Herr, mit ziemlicher Amüsiertheit und auch weniger schmeichelhaften Emotionen habe ich den selbstzufriedenen, gänzlich närrischen Brief des James Wilson MacPhail gelesen, der letztlich zum Thema »Das Verblassen der Fraunhofer'schen Linien in den Spektren von Planeten und Fixsternen« in Ihrer Zeitung abgedruckt wurde. Mr. MacPhail misst diesen Erscheinungen wenig Bedeutung bei. Einer ausgeprägteren Intelligenz wird dies jedoch als von allergrößter Wichtigkeit erscheinen müssen und sollte demgemäß die absolute Aufmerksamkeit jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes dieses Planeten hervorrufen. Da ich kaum zu hoffen wage – und schon gar nicht durch die Verwendung der wissenschaftlichen Sprache –, jene Dilettanten zum Nachdenken zu bewegen, die ihre Ideen aus den Spalten von Tageszeitungen beziehen, will ich mich bemühen, mich dazu herabzulassen, ihre Begrenzungen hinzunehmen und die Situation anhand eines kleinen Beispiels erläutern, das die Intelligenz Ihrer Leser nicht überbeanspruchen wird.

»Mann, der Kerl ist ein Wunder – ein lebendes Wunder!«, sagte McArdle und schüttelte sinnierend den Kopf. »Er würde sogar eine Quäkerversammlung zu Gewalttaten treiben. Kein Wunder, dass ihm in London der Boden zu heiß geworden ist. Es ist ein Jammer, Mr. Malone – ein Mann mit solchen Geistesgaben! Aber kommen wir nun zu seinem Beispiel.«

»Nehmen wir an«, las ich weiter, »dass man während einer Atlantiküberquerung ein kleines Bündel miteinander verbundener Korken ins Wasser geworfen hat. Den sie umgebenden Bedingungen gemäß werden sie Tag für Tag langsam vor sich hintreiben. Wären die Korken mit Intelligenz versehen, könnte man sich vorstellen, dass sie der Meinung huldigen müssten, die Umstände, unter denen sie existieren, seien beständig und unveränderlich. Wir aber, mit unserem überlegenen Wissen, wissen, dass viel geschehen kann, das die Korken überraschen müsste.

Sie können vielleicht gegen eine Schiffswand treiben – oder gegen einen schlafenden Wal; sie können sich aber ebenso gut in Seetang verstricken. In jedem Fall würde ihre Reise aber möglicherweise damit enden, dass die Elemente sie gegen die Felsenküste von Labrador werfen. Aber wie sollen sie sich so etwas vorstellen können, wenn sie Tag für Tag von einem Ozean, den sie für grenzenlos und allgegenwärtig halten, sanft getragen werden?

Ihre Leser werden möglicherweise einsehen, dass der in dieser Parabel erwähnte Atlantik die Stelle jenes mächtigen Ozeans einnimmt, den wir als Weltenraum kennen und die kleinen Korken nichts anderes darstellen, als das winzige und obskure Planetensystem, zu dem wir gehören: Eine Sonne drittrangiger Größe und eine Ansammlung belangloser Satelliten, die unter den gleichen täglichen Bedingungen einem unbekannten Ende entgegen schweben, einer elenden Katastrophe, die uns im Ultimaten Grenzgebiet des Weltraums erwartet, wo wir über einen ätherischen Niagarafall gespült oder an ein unvorstellbares Labrador geworfen werden.

Ich sehe keinen Grund für den seichten und unwissenden Optimismus Ihres Korrespondenten Mr. James Wilson MacPhail, aber ich sehe viele Gründe, warum wir sehr genau und interessiert unsere Aufmerksamkeit allen Anzeichen des Wechsels schenken sollten, die in dem uns umgebenden Kosmos sichtbar werden und von denen letztendlich vielleicht unser Schicksal abhängt.«

»Mensch, er wäre der ideale Prediger geworden«, sagte McArdle. »Er hört sich an wie eine Orgel. Aber nun zu der Sache, die ihm Sorgen bereitet.«

»Das allgemeine Verblassen und die Verschiebungen der Fraunhofer'schen Linien im Spektrum deuten meines Erachtens auf eine ausgedehnte kosmische Veränderung subtiler und einmaliger Art hin.

Das Licht eines Planeten ist das reflektierte Licht der Sonne. Das Licht eines Sternes hingegen ist selbst erzeugt. Aber die Spektren von Planeten und Sternen sind in diesem Fall dem gleichen Wechsel unterworfen. Heißt das also, dass die Sterne und Planeten sich verändert haben? Eine solche Vorstellung ist für mich undenkbar. Welche plötzliche Veränderung könnte gleichzeitig sowohl über Sterne als auch Planeten hereinbrechen? Haben wir es mit einem Wechsel in unserer Atmosphäre zu tun?

Es ist zwar möglich, aber im höchsten Grade unwahrscheinlich, da wir um uns herum keinerlei Anzeichen dafür erblicken können und selbst chemische Analysen keine Ergebnisse gebracht haben. Worin besteht also die dritte Möglichkeit? Kann es sein, dass eine Veränderung im Leitungsmedium am Verblassen der Fraunhofer'schen Linien schuld ist? dass der unendlich feine Äther, der sich von Stern zu Stern erstreckt und sich über das ganze Universum ausbreitet, sich verändert hat? Inmitten dieses tiefen Ozeans treiben wir auf einer trägen Welle dahin.

Könnte diese Welle uns nicht in einen Bereich verschlagen, in dem ungewöhnliche Zustände herrschen und der über Eigenschaften verfügt, von denen wir noch nie gehört haben? Die Möglichkeit besteht. Die Störungen, denen das Spektrum unterliegt, beweisen es. Es kann ein Wechsel zum Guten hin sein, aber auch zum Bösen. Ebenso kann sich die Veränderung als neutral erweisen. Wir wissen es nicht. Oberflächliche Beobachter mögen der Meinung sein, dass man die Sache mit einem Schulterzucken abtun kann, aber ein Mensch wie ich, der über die höhere Intelligenz des wahren Denkers verfügt, muss einsehen, dass die Möglichkeiten des Universums unkalkulierbar sind und sich derjenige, der sich für weise hält, besser auf das Unbekannte vorbereitet. Um ein offensichtliches Beispiel heranzuziehen: Wer würde zu behaupten wagen, dass die unter den Eingeborenenrassen Sumatras wütenden Epidemien, die in der Morgenausgabe Ihrer Zeitung verzeichnet sind, etwas mit der Veränderung des Kosmos zu tun haben? Vielleicht reagieren die Eingeborenen auf diese Veränderung nur schneller als die Völker Europas?

Mit diesem Gedanken sollten Sie sich beschäftigen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wäre die Verteidigung dieser Idee sicher ebenso unprofitabel wie ihre Ablehnung, aber wer nicht erkennt, dass sie sich innerhalb der von der wissenschaftlichen Möglichkeit gesetzten Grenze befindet, kann nur schwer von Begriff und ein phantasieloser Gimpel sein, Hochachtungsvoll, GEORGE EDWARD CHALLENGER, The Briars, Rotherfield.«

»Ein netter, zum Nachdenken anregender Brief ist das«, sagte McArdle nachdenklich und steckte eine Zigarette in die lange Glasröhre, die ihm als Spitze diente. »Was halten Sie davon, Mr. Malone?«

Mir blieb nichts anderes übrig, als demütigst einzugestehen, dass ich mit dem hier angesprochenen Thema nicht das Geringste anfangen konnte. Was, zum Beispiel, waren Fraunhofer'sche Linien?

Da McArdle diese Angelegenheit bereits mit einem seinem Büro zur Verfügung stehenden Fachmann geklärt hatte, zeigte er mir zwei auf der Platte seines Schreibtisches liegende Spektralstreifen. Sie hatten eine gewisse Ähnlichkeit mit den Hutbändern, die die Mitglieder junger und ambitionierter Cricket-Klubs tragen. Er machte mir klar, dass sich zwischen den einzelnen Farbabstufungen – sie waren Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett – schwarze Querbalken befanden, die die Ränder der Farben überlagerten.

»Die dunklen Streifen sind die Fraunhofer'schen Linien«, sagte McArdle. »Die Farben selbst sind nichts anderes als Licht. Wenn Sie Licht mittels eines Prismas in seine Wellenbestandteile zerlegen, weist es keine Farbe mehr auf. Sie können ihm nichts mehr entnehmen. Es sind die Linien, die zählen, da sie sich der jeweiligen Lichtquelle anpassen. Aber anstatt fest zu bleiben, zeigen sie seit einer Woche Auflösungserscheinungen, und nun fragen die Astronomen natürlich nach der Ursache.

Hier ist ein Photo der verblassenden Linien für die morgige Ausgabe. Bisher hat das Publikum noch kein Interesse an dieser Angelegenheit gezeigt, aber Challengers Brief in der Times wird es sicher aufrütteln, nehme ich an.«

»Und was hat seine Bemerkung über Sumatra zu bedeuten?«

»Nun, es erscheint mir zwar ein wenig an den Haaren herbeigezogen, irgendwelche Verbindungen zwischen den verblassenden Linien des Spektrums und einem kranken Nigger auf Sumatra zu ziehen, aber der alte Fuchs hat uns bereits einmal gezeigt, dass er weiß, wovon er redet. Irgendeine komische Epidemie ist dort unten ausgebrochen, das steht außer Zweifel. Heute hat uns ein Kabel aus Singapur erreicht, das besagt, dass die Leuchttürme in der Sundasee ausgefallen und daraufhin zwei Schiffe auf Grund gelaufen sind. Auf alle Fälle wäre es nicht übel, wenn Sie Challenger in dieser Hinsicht ausfragen würden. Wenn Sie etwas Handfestes bekommen, hätten wir den Artikel gerne für die Montagsausgabe.«

Ich kam gerade aus dem Büro des Nachrichtenchefs und dachte noch über den Auftrag nach, als ich hörte, dass unter mir im Wartezimmer jemand meinen Namen rief. Es war der Telegrammbote, den man mir von meiner Wohnung in Streatham nachgeschickt hatte. Die Botschaft, die er mir überbrachte, stammte von dem Mann, über den wir gerade gesprochen hatten, und lautete folgendermaßen:

Malone, Hill Street 17, Streatham.

Sauerstoff mitbringen. Challenger.

»Sauerstoff mitbringen!« Der Professor hatte, wie ich mich erinnerte, einen derben Humor, der zu den ungeschicktesten und schwerfälligsten Purzelbäumen fähig war. War dies einer von jenen Scherzen, die ihn zu einem brüllenden Gelächter veranlassen konnten, wobei seine Augen sich schlossen, und er nur noch aus einem weit aufgerissenen Mund und einem gesträubten Bart bestand, wobei er alle Ernsthaftigkeit um sich herum vergaß? Ich las seine Botschaft noch einmal, aber es war mir nicht im Entferntesten möglich, irgendeinen Ulk aus ihr herauszulesen. Also musste es sich um eine lapidare Anweisung handeln – wenn auch um eine äußerst seltsame. Er war der letzte Mensch auf der Welt, dessen wohlüberlegte Anweisungen ich in den Wind geschlagen hätte. Möglicherweise bereitete er ein chemisches Experiment vor; vielleicht… Nun, es konnte

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