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Zwei Freundinnen - Popcorn: Mädchenkrimi
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eBook96 Seiten1 Stunde

Zwei Freundinnen - Popcorn: Mädchenkrimi

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Über dieses E-Book

Wer glaubt, in Penzberg bei München ist nichts los, der hat sich geirrt. Anna und Kathrin, beste Freundinnen und begeisterte Radfahrerinnen geraten in einen Kriminalfall, der sie sogar in Lebensgefahr bringt. Mit Mut und detektivischem Spürsinn machen sie sich an die Lösung ...
1. Band der Reihe "Zwei Freundinnen"
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum13. Dez. 2016
ISBN9783730957455
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    Buchvorschau

    Zwei Freundinnen - Popcorn - Andrea Wehr

    München

    Kapitel 1: Popcorn

    Wie jeden Morgen saß ich mit müden Augen vor meiner Kaba-Tasse und sagte nichts. Wie jeden Morgen redete meine Mutter dafür umso mehr. Sie ließ ihren beliebten Frühstücksspruch los: »Früher, als Kind, habe ich Brotwürfel in Milch eingeweicht gegessen, und du willst nicht einmal leckere Frühstücksbrötchen mit Nutella essen. Du könntest ja auch Cornflakes haben, oder ...

    Sie erwartete keine Antwort. Sie wusste, dass sie gegen eine Wand namens Anna reden würde. Gegen mich.

    Doch dieser Morgen war nicht wie jeder Morgen. Ich überraschte meine Mutter mit einer Antwort: »Okay«, sagte ich.

    Ich stand auf und ging an meiner mittlerweile sprachlosen Mutter vorbei, die Treppe hoch und in mein Zimmer. Dort nahm ich die Popcorntüte, die ich gestern auf dem Frühjahrsmarkt gekauft hatte, vom Schreibtisch und begab mich zurück an den Frühstückstisch. Wortlos warf ich eine Handvoll Popcorn in meinen Kaba und löffelte ein Kaba-Popcorn nach dem anderen in meinen Mund. Normalerweise trank ich morgens immer nur eine Tasse Kaba, mein Magen rebelliert um diese Zeit gegen feste Nahrung.

    Meine Mutter blieb sprachlos - ein mittleres Weltwunder - und starrte auf mein erstes richtiges Frühstück seit zwei Jahren.

    Triumphierend schwang ich nach dem letzten Schluck Kaba meine Schultasche auf den Rücken, klopfte meiner Mutter aufbauend auf die Schulter und sagte: »Ciao, Mama.«

    Auf dem Schulweg dachte ich noch einmal über dieses gelungene Frühstück nach - und beschloss von nun an jeden Morgen sieben bis acht Popkörner zu essen. Falls dies meine Mutter von ihrem Frühstücksspruch abhielt, war es das wert. Mein Magen würde es verkraften!

    Zwei Straßen weiter wartete Kathrin auf mich. Sie ist meine beste Freundin und wir sitzen in der Schule nebeneinander. Das ist für schulische Leistungen nicht immer von Vorteil, aber für den Informationsaustausch äußerst wichtig. Irgendetwas Hochaktuelles gibt es immer zu erzählen. Als ich sie heute Morgen sah, hatte ich natürlich das dringende Bedürfnis, ihr von meinem morgendlichen Erlebnis mit meiner Mutter zu berichten. Unser Schulweg ist nicht besonders lang. Von Kathrins Haus sind es noch zwei Straßen und schon sind wir dort. Aber da ich schnell erzählen kann, hat der kurze Weg für die Popcorngeschichte gereicht. Kathrin hat gekichert. Sie kichert immer so laut, dass man es mindestens drei Straßen weiter noch hören kann. In der Schule ist das manchmal peinlich, vor allem wenn sie mitten im Unterricht loskichert. Aber ansonsten ist sie ein prima Kumpel. Gar nicht öde.

    Interessiert es euch, wie alt wir sind und wie wir aussehen, welche Hobbys wir haben und welche Haarfarbe meine Oma hat? Erzähle ich euch später. Wenn ich es nicht vergesse ...

    Heute sind wir wie immer, als es zur großen Pause läutete, wie die Verrückten die große Schultreppe runtergerannt. Kurz vor dem Hauptausgang ist eine kleine Nische, direkt hinter der Garderobe. Dort ist es meistens schön ruhig. Es ist unser Stammplatz. Dort lästern wir über Lehrer und Mitschüler, essen unser Pausenbrot, erzählen uns das Neuste und überlegen, was wir am Nachmittag oder am Wochenende treiben werden. Wir versuchen uns immer etwas Neues auszudenken. Das ist eines unserer Hobbys: Mache keine Dummheit und kein Abenteuer zweimal, das Leben ist viel zu kurz. Heute haben wir etwas länger gebraucht, bis uns etwas eingefallen ist. Wenn man so ziemlich alles schon ausprobiert hat ....

    »He, wie wär᾿s mit einer Fahrradtour, Kathrin?«, schlug ich vor.

    »Langweilig, wir kennen schon jede Strecke in der Gegend. Das ist nichts Neues!« entgegnete Kathrin.

    »Wir suchen eben eine Strecke, die wir noch nie gefahren sind! Wir spielen Expedition! Wir sind heute Erforscher unbekannter Strecken!«

    Kathrin fing Feuer: »Cool! Mit Proviant und so. Und mit Kompass, falls wir uns verirren. Das kann auf unbekannten Strecken ja leicht passieren!«

    »Wir brauchen Pflaster, eine Karte ...« zählte ich auf.

    »... und eine Regenjacke, wer weiß, ob das Wetter hält. Sieht nicht so gut aus«, unterbrach mich Kathrin.

    »Herrlich! Genau das richtige Wetter für eine abenteuerliche Entdeckung! Wir sind genial!«. stellte ich mit seligem Grinsen fest.

    Und so planten wir unsere nachmittägliche Fahrradexpedition. Wir sind beide Fahrradfans. Das ist eines unserer Hobbys. Jede von uns besitzt ein Mountainbike mit 27-Gang-Schaltung, einen blauen Helm, Fahrradhandschuhe ... Eben alles, was man so fürs Fahrradfahren braucht. Am liebsten brausen wir auf unseren Rädern ins Freibad oder wir besuchen meine Oma. Die wohnt im Nachbarort, fünfzehn Kilometer von Penzberg entfernt.

    Natürlich fahren wir jedes Mal eine andere Strecke, denn: Zweimal das Gleiche machen gilt nicht. Jedenfalls nicht in der Freizeit! Langsam gehen uns die Strecken aus. Deshalb habe ich mir bei der letzten Fahrt zu Oma eine riesige Sonnenblume an den Lenker gebunden, das hatte ebenfalls Neuheitswert. Und die Blume war gleichzeitig ein Geschenk für meine Oma.

    Und dass ihr ja nicht sagt: Warum erzählt sie immer von ihrer Oma? Was interessiert mich, welche Haarfarbe ihre Oma hat und wo sie wohnt?!

    Ob sie euch interessiert oder nicht, das interessiert mich nicht. Ich liebe meine Oma! Sie ist super. Bei ihr dürfen wir im Garten zelten, Würstchen über dem offenen Feuer grillen, Mitternachtspartys feiern ...

    Von Oma haben wir auch den Tick mit dem „Nichts zweimal machen". Oma hat uns bei einem Besuch erzählt, dass sie das als Kind so gemacht hat. Zwei Jahre lang. Ein bisschen was ist davon übrig geblieben. Oma hat jedes Mal eine andere Haarfarbe, wenn wir sie besuchen. Am besten gefiel mir bisher Tizianrot und am scheußlichsten fand ich Senfgelb. Die Haarfarbe meiner Oma ist also eines ganz sicher: vielfältig.

    Aber Oma hat mit der Fahrradexpedition dieses Nachmittags nichts tun. Oma kommt erst später in der Geschichte vor. Deshalb zurück zur Expedition. Die sollte noch bedeutend spannender werden, als sie geplant war!

    Nach dem Mittagessen und den Hausaufgaben packten unsere Eltern uns ein Vesperpaket, das für alle Tour-de-France-Teilnehmer gereicht hätte: Wir starteten unsere Tour mit vier belegten Broten, zwei Äpfeln, einer Tafel Schokolade, zwei Wasserflaschen, einer Packung Keksen und zwei Joghurts (Geschmack Maracuja/Orange). Mütter übertreiben immer gleich so.

    Dafür dürfen wir sogar im Winter Fahrrad fahren, bei Schnee und Matsch, eingepackt wie Eskimos. Das liegt wahrscheinlich daran, dass unsere Eltern selbst sportbegeistert sind. Unsere Väter spielen Fußball, Kathrins Mutter hat den schwarzen Gürtel in Karate und meine macht Yoga. Es sieht lustig aus, wenn man nach Hause kommt und eine umgekehrte Tomate hängt an der Wand. Nun ja, damit meine ich, der Kopf meiner Mutter

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