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Unsichtbare Mission #32: Der Killer-Guru

Unsichtbare Mission #32: Der Killer-Guru

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Unsichtbare Mission #32: Der Killer-Guru

Länge:
140 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
22. März 2017
ISBN:
9783739675268
Format:
Buch

Beschreibung

Unsichtbare Mission - Band 32
von Earl Warren

Der Umfang dieses Buchs entspricht 129 Taschenbuchseiten.

Nach dem Überfall auf eine Cocktailparty der US-Geheimdienst-Führungskräfte durch hypnotisierte Attentäter werden der CIA-Agent Mike Borran und seine Kollegen nach Indien gesandt, um dort einem selbsternannten Guru auf die Schliche zu kommen. Dieser soll sich mit der Vierten Macht verbündet haben, um deren Anführer Doc Alpha mit seinen angeblichen PSI-Kräften zu unterstützen. Im Ashram angekommen, trifft Borran auf seinen Erzfeind: Jon Steel, der eigentlich tot sein müsste. Borran selbst hatte den Alpha-Killer in eine Gletscherspalte fallen sehen … und nun steht dieser lebendig vor ihm und hat nur ein Ziel: Mike Borran zu töten!
Herausgeber:
Freigegeben:
22. März 2017
ISBN:
9783739675268
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Buch

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Unsichtbare Mission #32 - Earl Warren

München

Der Killer-Guru

Unsichtbare Mission - Band 32

von Earl Warren

Der Umfang dieses Buchs entspricht 129 Taschenbuchseiten.

Nach dem Überfall auf eine Cocktailparty der US-Geheimdienst-Führungskräfte durch hypnotisierte Attentäter werden der CIA-Agent Mike Borran und seine Kollegen nach Indien gesandt, um dort einem selbsternannten Guru auf die Schliche zu kommen. Dieser soll sich mit der Vierten Macht verbündet haben, um deren Anführer Doc Alpha mit seinen angeblichen PSI-Kräften zu unterstützen. Im Ashram angekommen, trifft Borran auf seinen Erzfeind: Jon Steel, der eigentlich tot sein müsste. Borran selbst hatte den Alpha-Killer in eine Gletscherspalte fallen sehen … und nun steht dieser lebendig vor ihm und hat nur ein Ziel: Mike Borran zu töten!

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Die Transportmaschine landete um 24 Uhr 03 Ortszeit auf einem Militärflughafen in der Nähe von Santiago de Chile. Alle Vorbereitungen waren getroffen. Ein Kühlwagen stand bereit.

Im Licht der Flutscheinwerfer luden Arbeiter und Techniker den mit einem gläsernen Sarg vergleichbaren Behälter aus, während die Soldaten die Szene abschirmten. Nur wenige Kommandoworte und Anweisungen erschollen.

Vorsichtig verstaute man den länglichen Plexiglasbehälter, in dessen Innern technische Apparaturen arbeiteten, in dem Kühlwagen. Der Oberleutnant, der die Wachtruppe anführte, trat hinzu und reckte neugierig den Hals.

Sofort stellte sich ihm ein untersetzter Mann im dunklen Regenmantel entgegen. Von der Küste her trieb eine Bö Regenschauer über den Flugplatz. In der Ferne, an den Hängen der Anden, grollte der Donner eines Gewitters.

»Sie sollten nicht zu neugierig sein«, sagte der Untersetzte zu dem Uniformierten. »Es könnte tödlich für Sie sein. Oder Ihnen eine Internierung auf die Sträflingsinsel eintragen.«

Der Oberleutnant zuckte zusammen, fing sich aber gleich.

»Wer sind Sie überhaupt?«, fragte er.

Der Untersetzte zeigte ihm seine Dienstmarke.

»Geheimpolizei. Sonst noch Fragen?«

Der Oberleutnant hatte keine mehr. Wortlos drehte er sich auf dem Absatz um und entfernte sich. Wenig später sah er den metallicfarbenen, mit keiner Aufschrift versehenen Kühlwagen davonfahren. Mit gerunzelter Stirn schaute er ihm nach.

Die Transportmaschine rollte mit heulenden Motoren zu den Hangars. Die Soldaten marschierten ab. Auch die Techniker, die Arbeiter und die paar Zivilisten gingen weg. Nur der Oberleutnant zögerte noch eine Weile.

Als die Scheinwerfer erloschen, zündete er sich mit zitternden Händen eine Zigarette an. Niemals würde er vergessen, was er in den wenigen Augenblicken im Tiefkühlbehälter gesehen hatte.

Den völlig nackten Körper eines hünenhaften Mannes mit dem Körperbau eines Mister Universum. Dieser Mann schwamm in flüssigem Sauerstoff. Er war ohne Zweifel tot - oder vielmehr eingefroren.

Der Oberleutnant hatte gehört und gelesen, dass man in den USA und in der UdSSR an der Möglichkeit arbeitete, Lebewesen bis zum absoluten Nullpunkt, Minus 273,15 Grad Celsius, abrupt zu unterkühlen, zu konservieren und dann wieder aufzutauen und zum Leben zu erwecken. In den USA, so hieß es, hatten sich bereits etliche alte oder todkranke Leute für horrendes Geld einfrieren lassen.

Sie hofften auf Fortschritte der Medizin und Wissenschaft in der Zukunft. Bisher war es noch längst nicht so weit, dass man einen solchen Kälteschläfer wieder lebendig machen konnte. Geschweige denn, dass Körper und Geist danach wie zuvor funktionierten.

Den Oberleutnant überlief es kalt. Für eine Sekunde war es ihm, als ob er selber in dem flüssigen Sauerstoff liegen würde. Der Kälteschlaf war der sichere Tod, davon war der Oberleutnant überzeugt.

Er sog heftig an seiner Zigarette. Bisher hatte er noch nicht gewusst, dass solche Experimente auch in seinem Land durchgeführt wurden. Es musste sich um ein streng geheimes, von der Regierung initiiertes und finanziertes Forschungsprojekt handeln.

Der Oberleutnant beschloss, das alles zu vergessen. Die Worte des Geheimpolizisten waren eindeutig gewesen. Wenn der Oberleutnant im Kasino oder sonst wo auch nur eine unvorsichtige Bemerkung fallenließ, konnte das sein Ende bedeuten. Rauchend ging er hinter seinen Soldaten her.

»Santa Madonna«, murmelte er, »wer mag nur der gefrorene Mann gewesen sein? Er kann nicht älter gewesen sein als ich - Anfang dreißig. Doch ich würde mir lieber eine Kugel durch den Kopf schießen, bevor ich mich zu einem solchen Projekt hergeben würde. - Nie!«

In dem Tiefkühlbehälter hatte der Oberleutnant Jon Steel gesehen, den Leibwächter und Top-Killer Doc Alphas, des Leiters der Vierten Macht. Jon Steel wurde unter enormen technischem Aufwand zu einem Forschungszentrum in den Anden gebracht.

Doc Alpha hatte in dem strengstens abgeschirmten und mit allen Mitteln gesicherten Forschungszentrum das Sagen. Wissenschaftler der Vierten Macht wollten ein Projekt durchführen, das noch nie zuvor gelungen war.

Jon Steel sollte wieder zum Leben erweckt werden.

2

Jon Steel erwachte. Er war nackt. Der weißblonde Hüne setzte sich auf, wobei ihm das Plastiklaken bis an die Hüften rutschte. Er reckte und streckte sich, gähnte gewaltig, bevor er seiner Umgebung Aufmerksamkeit schenkte.

Er befand sich in einem kahlen, schmalen Raum ohne Fenster. Indirektes Licht erhellte ihn. Zwei an der Decke montierte Fernsehkameras waren auf Steel gerichtet. Er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ein Teil der Wand von der anderen Seite durchsichtig war, in der Art eines Einwegspiegels.

Jon Steel sah nur die nackte Wand. Doch auf der anderen Seite beobachteten ihn ein Dutzend Wissenschaftler sowie ein hochgewachsener Mann mit energischem Gesicht, kurzgeschnittenem grauem Bürstenhaar und Goldrandbrille. Sein Maßanzug, unter dem er ein am Hals offenes Hemd trug, war unauffällig.

Umso exotischer wirkte die Frau neben ihm. Eine schlanke, rassige Eurasierin mit hauteng anliegendem Hosenanzug. Dieser war blau und mit goldenen Mustern versehen. Der tiefe Ausschnitt gab den Ansatz makelloser Brüste frei. Die schwarzen Stiefel aus weichem Leder reichten der betörenden Frau bis über die Knie.

Sie trug die seidigen schwarzen Haare bis über die Hüften niederfallend. In der Hand hielt sie eine Reitpeitsche, deren silberziselierter Griff ein Stilett enthielt. Außerdem hatte sie noch andere tödliche Waffen bei sich.

»Diesmal scheint er normal zu reagieren, Doc Alpha«, sagte sie zu dem Mann mit der Goldrandbrille.

Man sah durch das breite Sichtfenster, wie Jon Steel sich aufgeklebte Elektroden von den Schläfen, vom Hinterkopf und von der Brust abriss. Die Kabel, an dessen diese Elektroden hingen, verschwanden in der Wand.

Der weißblonde Hüne schaute sich sichtlich erstaunt um, fuhr sich mit der Hand über die Stirn und schwang dann die Beine von der Liege. Auf ihrem Rand blieb er sitzen. Das Laken bedeckte seinen Unterkörper.

Jon Steel neigte sich vornüber und verbarg das Gesicht in den Händen, während er sich zu erinnern versuchte. Hochempfindliche Mikrophone übertrugen jeden Laut, den er von sich gab, ins Nebenzimmer. Und die Videokameras zeichneten jede seiner Bewegungen auf.

»Still, Lucretia!«, sagte der Leiter der Vierten Macht zu der rassigen Frau, der Sektionsleiterin Südasien. »Jetzt entscheidet es sich. Die letzten beiden Versuche sind fehlgeschlagen. Aber diesmal waren die Hirnstromkurven so normal, wie sie nur sein können.«

Jon Steel erhob sich und schaute sich um. Die Augen des nackten Kolosses waren klar, sein Bewusstsein dem Anschein nach ungetrübt. Jon Steel schaute zur Tür, doch sie hatte keine Klinke.

Als er gegen die Wand klopfte, stellte er fest, dass sie aus einem elastischen Material bestand. Er war in einer Gummizelle eingesperrt. Falls er zu toben anfing, konnte man ihn binnen Sekunden mit Gas einschläfern.

»Wo bin ich?«, fragte der weißblonde Hüne, die Fäuste geballt. »Ich habe verdammte Kopfschmerzen wie nach einem fürchterlichen Saufabend. Ich erinnere mich noch undeutlich, was am Nordpol vorgefallen ist. Wir jagten diesen CIA-Hund Ben Copley. Hinter uns hatten die US-Streitkräfte bereits unsere Polarstation erobert, mit deren technischen Anlagen die Polkappe abgeschmolzen und das Weltklima verändert werden sollte. Aber ich ließ nicht locker - Copley wollte ich wenigstens erledigen.«

Der Hüne sprach laut aus, an was er sich entsann, um seine Gedanken zu ordnen. Denn er fühlte sich noch etwas benommen, wie nach einem Ätherrausch.

Die Wissenschaftler, die alle ein großes rotes A auf der Brust ihrer Kombinationen oder weißen Kittel trugen, Lucretia Lee und Doc Alpha schauten sich triumphierend an. Jon Steel dachte und redete logisch. Er tobte nicht wie beim letzten Versuch, und er tappte nicht dumpf und apathisch umher wie beim vorletzten.

Doc Alpha redete in die Sprechanlage.

»Sprich nur weiter, Jon. Hier ist Doc Alpha. Ich höre und sehe dich. Du musst dich erinnern.«

Jon Steel stand automatisch stramm.

»Da ist nicht mehr viel«, antwortete er. »Copley war mit dem Motorschlitten geflüchtet und hatte sich in einer Eishöhle verkrochen. Wir durchkämmten die Polarlandschaft, fanden seine Spuren und stellten ihn. Dann fielen welche von meinen Leuten um, wie von einer unsichtbaren Kraft niedergemäht. Copley schoss auf mich, aber die Kugel prallte von meiner Brustplatte ab. Ich warf ihn in die Gletscherspalte - wenigstens er hat dran glauben müssen.«

Hier irrte sich Jon Steel. Ben Copley lebte noch. Er war nur zwei Meter tief abgestürzt und dann auf einem Vorsprung liegen geblieben. Man hatte ihn rasch geborgen. Doc Alpha wusste,

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