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N.Y.D. - Der Boss der Unterwelt (New York Detectives): Cassiopeiapress Thriller

N.Y.D. - Der Boss der Unterwelt (New York Detectives): Cassiopeiapress Thriller

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N.Y.D. - Der Boss der Unterwelt (New York Detectives): Cassiopeiapress Thriller

Länge:
191 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
23. Juni 2019
ISBN:
9783739619507
Format:
Buch

Beschreibung

Der Umfang dieses Buchs entspricht 154 Taschenbuchseiten.
 
Der ganze Fall ist wie verhext und Bount bekommt das zu spüren. New York verwandelt sich in eine Hölle, aus der es kein Entrinnen mehr zu geben scheint ...

Der Krankenwagen, den niemand bestellt hatte und den eigentlich niemand brauchte, blieb im Internatshof stehen. Zwei Männer stiegen aus und begaben sich mit einer Tragbahre in das Gebäude.
Sie eilten zum ersten Stock hinauf. Sie waren nicht gekommen, um zu helfen, sondern um jemand zu kidnappen.
Ihr Opfer hieß Alice Caron. Sie war die Tochter des berüchtigten Gangsterbosses Richard Caron, der einigen Leuten in New York seit langem ein Dorn im Auge war, denn der skrupellose, geltungssüchtige Mann kannte nur seine eigenen Gesetze.

Titelbild: Firuz Askin
Herausgeber:
Freigegeben:
23. Juni 2019
ISBN:
9783739619507
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

N.Y.D. - Der Boss der Unterwelt (New York Detectives) - A. F. Morland

Der Boss der Unterwelt

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 154 Taschenbuchseiten.

Der ganze Fall ist wie verhext und Bount bekommt das zu spüren. New York verwandelt sich in eine Hölle, aus der es kein Entrinnen mehr zu geben scheint ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

Erstveröffentlichung: 1984

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Der Krankenwagen, den niemand bestellt hatte und den eigentlich niemand brauchte, blieb im Internatshof stehen. Zwei Männer stiegen aus und begaben sich mit einer Tragbahre in das Gebäude.

Sie eilten zum ersten Stock hinauf. Sie waren nicht gekommen, um zu helfen, sondern um jemand zu kidnappen.

Ihr Opfer hieß Alice Caron. Sie war die Tochter des berüchtigten Gangsterbosses Richard Caron, der einigen Leuten in New York seit langem ein Dorn im Auge war, denn der skrupellose, geltungssüchtige Mann kannte nur seine eigenen Gesetze.

Er war ständig bestrebt, sein Gebiet zu vergrößern und verjagte jene, die ihm nicht gewachsen waren, aus ihrem Bezirk. Das gab natürlich böses Blut, was ihn allerdings nicht im Geringsten kümmerte.

Man wollte diesem Mann, der sich nicht an die ungeschriebenen Gesetze der Unterwelt hielt, eine Lehre erteilen, und man sah nur eine Möglichkeit, sich ihn gefügig zu machen: Alice.

Denn an seiner Tochter hing er, seine Tochter liebte er. Wenn man Alice zum Beispiel eine Ohrfeige gab, schmerzte ihn das mehr, als hätte er selbst einen Kinnhaken bekommen.

Die beiden Männer erreichten das Zimmer, in dem sich Alice Caron allein befand. Turnen stand auf dem Programm, aber Alice, die eine fiebrige Erkältung hinter sich hatte, war vom Unterricht befreit worden.

Das war den Gangstern bekannt. Sie fanden, dass dies die beste Gelegenheit war, das Mädchen einfach abzuholen.

Sie stellten die Tragbahre ab. ,,Betäubungsspray!", sagte der eine.

Der andere nickte, holte eine Atemmaske aus der Innentasche seines Jacketts und streifte sich das Gummiband über den Hinterkopf. Dann nahm er die Spraydose in die Hand.

Sein Komplize schützte sich ebenfalls mit einer Maske, dann legte er die Hand auf den Türknauf und drehte ihn vorsichtig. Sie brauchten nicht leise zu sein, denn Alice lag mit einem Walkman auf dem Bett und ließ sich durch die Kopfhörer mit Musik berieseln.

Sie hatte ein Bein über das andere geschlagen und wippte mit dem Fuß im Takt zu Rhythmen, die nur sie hören konnte, während sie in einer bunten Pop-Zeitschrift blätterte und sich die Plätze der neuesten Hitparade ansah.

Alice hatte langes, dunkelbraunes Haar und das blasse, hübsche Gesicht einer Madonna, zu der ein Vater wie Richard Caron eigentlich nicht passte.

Er hielt sie aus seinen Geschäften stets heraus, trennte Job und Privatleben sehr streng und versuchte in den Stunden, die er mit Alice verbrachte, nur Vater zu sein. Was ihm zumeist erstaunlich gut gelang.

Manche behaupteten, zwei Seelen befänden sich in seiner Brust, eine gute und eine böse – und sie hatten damit nicht ganz unrecht. Die gute Seele war für Alice da, die schlechte gehörte seinen verbrecherischen Geschäften und seinen Männern, die er mit harter Hand regierte.

Alice blätterte um und blickte dabei zufällig über den Rand der Illustrierten. Sie sah, wie sich die Tür öffnete und ließ die Zeitschrift sinken.

Als sie die beiden maskierten Männer bemerkte, stieß sie einen heiseren Schrei aus, schnellte hoch und sprang aus dem Bett. Sie riss sich die Kopfhörer von den Ohren, wandte sich um und lief zum Fenster. Sie wollte es öffnen und dann aus vollem Halse um Hilfe rufen.

Doch noch ehe sie das Fenster erreichte, packte sie einer der beiden Verbrecher und riss sie zurück. Alice entwand sich seinem Griff, trat ihn vor das Schienbein und schlug ihm eine Nachttischlampe auf den Kopf. Die Glühbirne zerplatzte mit einem dumpfen Knall, die Metalllampe verformte sich.

Jetzt versuchte Alice die Tür zu erreichen. Sie schlug blitzschnell einen Haken, wollte den Gangster, der sie zuerst gepackt hatte, mit der Schulter zur Seite stoßen, blieb an ihm aber hängen und kam keinen Schritt mehr weiter.

Es kam ihr vor, als hätte der Mann acht Arme wie eine Krake. Je wilder sie sich wehrte, desto fester umklammerte er sie. Und dann zischte ihr aus der Düse einer kleinen roten Spraydose eine weiße Wolke ins Gesicht.

Alice begriff, dass sie jetzt nicht atmen durfte. Sie kannte solche K.-o.--Sprays zwar nicht, aber sie konnte sich vorstellen, was für eine Wirkung sie hatten.

Ihr Herz raste, es hämmerte in ihrem Kopf, sie war verzweifelt, denn lange würde sie die Luft nicht anhalten können. Der Sauerstoff wurde ihr schon knapp. Sie spürte ein furchtbares Brennen in den Lungenflügeln, und als sie wieder atmen musste, zischte der Spray noch einmal.

Alice bekam die ganze Ladung ins Gesicht, ihr wurde augenblicklich schwarz vor den Augen, und sie wehrte sich nicht mehr. Ihr Körper erschlaffte, und sie sackte in sich zusammen.

Wenn der Mann sie nicht festgehalten hätte, wäre sie gefallen. Der Gangster, der gesprüht hatte, ließ die Dose in einer seiner Taschen verschwinden und wollte die Tragbahre holen.

Er öffnete die Tür, zuckte aber gleich wieder zurück, denn es kam jemand. Damit hatten die Kidnapper nicht gerechnet. Sie mussten schnellstens auf diese unwillkommene Situation reagieren.

Einige wenige Handzeichen genügten zur Verständigung. Mehr Zeit blieb auch nicht, denn in dem Moment öffnete sich die Tür, und ein schlankes blondes Mädchen trat ein.

Sie war eine der drei Zimmergenossinnen, Leslie Hall, und sie zählte zu Alices dicksten Freundinnen. Sie trug einen blauen Trainingsanzug und ein breites blaues Frotteestirnband.

Als sie Alice Caron auf dem glänzenden Parkettboden liegen sah, erschrak sie zwar, aber sie dachte nicht im Entferntesten an ein Verbrechen.

Die Gangster standen abwartend hinter der Tür.

„Alice!", rief Leslie Hall besorgt aus. Sie glaubte, ein Schwächeanfall hätte die Freundin umgeworfen, und eilte zu ihr.

Als sie die kaputte Nachttischlampe sah, stutzte sie, und plötzlich spürte sie, dass noch jemand im Zimmer war, doch die Verbrecher ließen ihr keine Chance, auf diese Wahrnehmung zu reagieren.

Einer der beiden katapultierte sich hinter der Tür hervor. Ein einziger, wohldosierter Handkantenschlag genügte, um Leslie auszuschalten.

Wenige Sekunden später lag Alice Caron auf der Tragbahre und wurde von den beiden Männern aus dem Haus gebracht. Sie schoben die Bewusstlose in den Krankenwagen und fuhren ab.

Und für den Gangsterboss Richard Caron begannen damit die größten Schwierigkeiten, die er jemals hatte.

Bount Reiniger war weit davon entfernt, ein Trinker zu sein, aber ab und zu kam es aber doch vor, dass er ein Glas zu viel erwischte. Zumeist war dann auch sein Freund Captain Toby Rogers, der Leiter der Mordkommission Manhattan C/II, beteiligt.

So auch gestern Nacht. Toby war über seinen eigenen Schatten gesprungen und hatte Bount Reiniger zu einem kleinen Umtrunk eingeladen.

Sie fingen im „Crazy Pig an und arbeiteten sich bis zum „Black Devil vor. Die Namen der Bars, die dazwischen lagen, hatte Bount nicht behalten.

Er erinnerte sich nur dunkel an ein Mädchen, das immerzu nervtötend schrill kicherte und lange Zeit an seinem Hals hing. Sie hatte Supermaße gehabt und ließ von Anfang an keine Zweifel aufkommen, dass sie zu allem bereit war.

,,Ich hab‘ eine Schwäche für große, starke Männer wie du, Bount", säuselte sie, und wenn er sich recht erinnerte, hatte er etwas Ähnliches erwidert.

Nach dem „Black Devil" verlor sich die Spur der Erinnerung, und Bount Reiniger vermochte heute nicht mehr zu sagen, wie es danach weiterging.

Da war auch noch ein zweites Mädchen gewesen, deren Namen sich Bount ebenfalls nicht gemerkt hatte. Sie hatte sehr viel für Toby übriggehabt und redete immer von einem Lokal, über dem sich ein Hotel befand, was ungemein praktisch wäre. Es genügte ein kleiner Wink, und der Kellner würde die Drinks auf dem Zimmer servieren.

Bount wusste nicht, ob sie dort schließlich gelandet waren. Er hatte June March, seiner hübschen Assistentin, heute morgen sicherheitshalber nicht in die Augen gesehen, denn ihr spöttisches Lächeln hätte ihm gerade noch gefehlt.

Er erzählte ihr eine glaubhafte Geschichte mit Halbwahrheiten und nahm sich vor, Toby Rogers zu präparieren, damit er keine ganz wahre Story von sich gab.

Mit seinem ersten Anruf hatte Bount den Freund nicht erreicht, was ihm ein schadenfrohes Grinsen entlockte.

Toby ist krank, dachte Bount Reiniger amüsiert. Ich bin – zwar mit dickem Kopf, aber doch – wieder auf dem Posten.

Bount saß in seinem silbermetallicfarbenen Mercedes 450 SEL und erreichte soeben den Central Park. Er griff nach dem Hörer des Autotelefons und wählte zum zweiten Mal an diesem Tag Toby Rogers‘ Nummer.

Am anderen Ende meldete sich ein Mann mit zittriger Stimme.

„Ist Captain Rogers schon da?", fragte Bount Reiniger schadenfroh.

„Am Apparat."

Bount lachte. „Toby! Du klingst wie dein Urgroßvater."

„Mein Urgroßvater ist tot, und so fühle ich mich auch, stöhnte der Captain. „Nie wieder mache ich mit dir eine Sause, Bount. Nie wieder.

„Und weshalb nicht? Hat‘s dir nicht gefallen?"

„Es war nicht fair, Bount. Verdammt noch mal, es war nicht fair von dir."

„Was war nicht fair?"

„Tu nicht so, als wüsstest du‘s nicht mehr."

„Ich kann mich wirklich nicht erinnern."

„Du hast mich mit Barbra und Jenny sitzenlassen, das vergesse ich dir nicht. Du hast einen schwer angeschlagenen Freund im Stich gelassen. Es gibt nichts Verwerflicheres."

„Oh, Toby, das tut mir leid ..."

„Ich nehme keine Entschuldigung an, Bount, gib dir keine Mühe. Du hast mich schwer enttäuscht. Diese Mädchen waren ausgehungerte Raubkatzen. Obwohl du das wusstest, machtest du ‘ne Fliege, und ich hatte beide am Hals."

„Ist doch schön, Hahn im Korb zu sein."

„Ich war nicht Hahn im Korb, sondern Opfer im Raubtierkäfig."

„Entsetzlich."

„Es war die schlimmste und längste Nacht meines Lebens, beklagte sich der Captain. „Die Miezen loszuwerden war schwieriger als zehn Mörder zu fangen.

„Du siehst nie wieder ein Mädchen an."

„Das nicht, aber ich traue nie wieder einem Freund."

„Darf ich dich um einen letzten Gefallen bitten, Toby?, fragte Bount Reiniger. „Erzähle June nichts von den beiden Mädchen. Ich habe zwar nichts angestellt, aber June würde das bestimmt nicht glauben.

„Sie traut dir nicht. Recht hat sie."

„Sie würde uns vor allem nicht abkaufen, dass du es bist, dem ein Mädchen nicht reicht."

„Sei froh, dass du jetzt nicht vor mir stehst", schimpfte Toby.

„Zwei Mädchen, Bount Reiniger lachte. „Sag mal, schämst du dich nicht? Wenn sich das im Police Headquarters herumspricht, wird man dich als einen Lustmolch betrachten.

Bount wusste, dass der Captain nun mit einem Donnerwetter loslegen würde. Da er nicht gewillt war, sich all die Beleidigungen anzuhören, die sein Freund in die Membrane zu brüllen gedachte, unterbrach er die Verbindung.

Vier Minuten später war er am Ziel. Er hielt den Mercedes vor dem überdachten Eingang eines Nobelrestaurants an, ließ den Schlüssel stecken und stieg aus.

Der Türsteher winkte einen jungen Burschen herbei, der sich in Bounts Wagen setzte und ihn auf den Parkplatz fuhr. Bount betrat das Restaurant und nannte dem Geschäftsführer, der ihn freundlich lächelnd empfing, seinen Namen.

„Mister Caron erwartet Sie bereits, Mister Reiniger, sagte der elegant gekleidete Mann. „Wenn Sie mir folgen wollen.

Bount ging mit ihm. An den Wänden hingen Hunderte von Fotos, die Berühmtheiten aus aller Welt zeigten. Politik, Finanzwelt, Film, Oper ... alles war vertreten. Die Widmungen, die die Stars geschrieben hatten, ließen fast immer durchblicken, dass sie sich hier sehr wohl gefühlt hatten.

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