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Tony Cantrell #13: Mord vor hundert Augen

Tony Cantrell #13: Mord vor hundert Augen

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Tony Cantrell #13: Mord vor hundert Augen

Länge:
152 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
1. März 2017
ISBN:
9783739680699
Format:
Buch

Beschreibung

Privatdetektiv Tony Cantrell #13
von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 116 Taschenbuchseiten.

Der erfolgreiche Grundstücksmakler Lester Richard wird im Theater in der Pause vergiftet. Der als Kellner getarnte Mörder entkommt, obwohl er von dem Privatdetektiv Chris Caron verfolgt wird. Als Caron kurze Zeit später ebenfalls kaltblütig ermordet wird, beauftragt seine Freundin den bekannten Rechtsanwalt und Detektiv Tony Cantrell, beide Morde aufzuklären. Warum hatte Richard einen Privatdetektiv zu seinem Schutz engagiert? War er in üble Geschäfte verwickelt oder wollte seine Witwe ihn loswerden? Das Cantrell-Team gerät in ernste Gefahr, als es die Spur aufnimmt und dem Killer immer näher kommt ...
Herausgeber:
Freigegeben:
1. März 2017
ISBN:
9783739680699
Format:
Buch

Über den Autor


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Tony Cantrell #13 - A. F. Morland

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Mord vor hundert Augen

Privatdetektiv Tony Cantrell #13

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 116 Taschenbuchseiten.

Der erfolgreiche Grundstücksmakler Lester Richard wird im Theater in der Pause vergiftet. Der als Kellner getarnte Mörder entkommt, obwohl er von dem Privatdetektiv Chris Caron verfolgt wird. Als Caron kurze Zeit später ebenfalls kaltblütig ermordet wird, beauftragt seine Freundin den bekannten Rechtsanwalt und Detektiv Tony Cantrell, beide Morde aufzuklären. Warum hatte Richard einen Privatdetektiv zu seinem Schutz engagiert? War er in üble Geschäfte verwickelt oder wollte seine Witwe ihn loswerden? Das Cantrell-Team gerät in ernste Gefahr, als es die Spur aufnimmt und dem Killer immer näher kommt ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Der livrierte Kellner kam völlig ahnungslos in die Personalgarderobe. Oben, im Erdgeschoss, ging soeben der zweite Akt von My Fair Lady über die hervorragend ausgestattete Drehbühne des Musicaltheaters. Bald würde die große Pause sein. Dann kam der Run der Gäste auf das Büfett. Deshalb musste sich der Kellner sputen, um rechtzeitig wieder an Ort und Stelle zu sein. Er öffnete hastig seinen Metallspind, nahm seine Brieftasche aus dem Jackett des Straßenanzugs und schloss die Tür wieder. Da sah er für Bruchteile einer Sekunde den Schatten eines Mannes. Beinahe im selben Moment bemerkte er herumfahrend eine Pistole. Sie beschrieb einen Halbkreis durch die Luft und landete haargenau an der Schläfe des Kellners. Die Wucht des Schlages riss den Getroffenen zur Seite. Er krachte gegen den Garderobenkasten und klappte dann mit einem Seufzer ohnmächtig zusammen. Der Mann, der den Kellner niedergeschlagen hatte, lächelte zufrieden. Er schob die Waffe ins Schulterholster.

Der Mann bückte sich zu dem Bewusstlosen hinunter und riss ihm mit ungeduldigen Bewegungen die Uniform vom Körper. Als er den Kellner bis auf die Unterwäsche ausgezogen hatte, stemmte er den leblosen Körper hoch, öffnete das Spind und stopfte den Mann in das schmale Rechteck hinein. Bevor er die Tür zuklappte, schlug er sicherheitshalber noch einmal mit der Handkante zu.

Dann begann er sich hastig umzuziehen. Die Sachen passten ihm wie angegossen. An der Wand, zwischen zwei Spinden, hing ein großer, schmaler Spiegel. Der Gangster betrachtete sein Spiegelbild mit einem kritischen Blick. Als die Prüfung zu seiner Zufriedenheit ausfiel, wandte er sich um und verließ die Garderobe, um oben am Büfett den Platz des eben aus dem Verkehr gezogenen Kellners einzunehmen.

Die Aktion hier unten war erst das Präludium gewesen. Der Gangster führte weit Schlimmeres im Schilde.

2

Zur großen Pause öffneten sich die riesigen Theatersaaltüren, und nahezu sämtliche Besucher bevölkerten das geräumige Foyer.

Man sprach über die Leistungen der Schauspieler. Man verglich die Aufführung mit anderen Inszenierungen und mit der hervorragenden Verfilmung, die vor einiger Zeit mit Rex Harrison und Audrey Hepburn über die Kinoleinwände rund um den Erdball geflimmert war.

Man rauchte und konsumierte so reichlich am Büfett, als befände man sich unmittelbar vor einer Hungerkatastrophe.

Jayne und Lester Richard begaben sich ebenfalls zum Büfett. Ein Mann im weinroten Smoking beobachtete die beiden unauffällig.

„Na, bereust du es, mitgekommen zu sein, Lester?", fragte Jayne ihren Mann. Sie trug ein schwarzes Samtkleid. Tief dekolletiert, eng geschnitten. Das feuerrote Haar war kunstvoll hochgesteckt. Ein kleines Diadem schmückte den Aufbau. Um den schlanken Hals trug Jayne ein diamantbesetztes, wertvolles Band.

Lester Richard drängelte sich in Richtung Büfett vorwärts.

„Ehrlich gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass es so amüsant sein würde."

Er erntete mehrere böse Blicke, weil er die Leute nicht gerade sanft zur Seite schob.

Der Mann im weinroten Smoking kümmerte sich immer noch mit wachem Interesse um das Ehepaar.

„Möchtest du auch etwas trinken, Liebling?, fragte Richard seine Frau. „Oder darf es nur ein Kaviarbrötchen sein? Ich komme um vor Durst. Jedes Mal, wenn ich ins Theater gehe, was bei Gott nicht oft vorkommt, muss ich in der Pause unbedingt einen Whisky haben.

Jayne lachte. „Für mich bitte auch einen. Und ein Kaviarbrötchen. Lester Richard nickte. „Gut.

Er bestellte die Drinks bei dem Kellner, der ihn nach seinen Wünschen fragte. Sie bekam ihr Kaviarbrötchen. Als sie es gegessen hatte, nahm sie den Whisky in Empfang. Sie kämpften sich vom Büfett weg, um anderen Leuten Platz zu machen, und fanden ein verhältnismäßig stilles Plätzchen.

Neben ihnen schnatterte eine aufgedonnerte alte Dame ununterbrochen. Was die nicht alles über jeden einzelnen Schauspieler zu erzählen wusste. Die verstorbene Hedda Hopper, Klatschbase Nummer eins von Amerika, hätte hier eine ernsthafte Konkurrenz zu fürchten gehabt.

„Auf diesen Abend", sagte Lester Richard zu seiner Frau und klopfte sich die Asche vom Smoking. Er hatte die Zigarette ein wenig ungeschickt gehalten.

„Auf den Abend", sagte Jayne.

Sie hielt ihm das Glas hin. Er stieß mit dem seinen an. Ihr Blick war traurig, als sie das Glas an die kirschroten Lippen führte.

Sein Lächeln erlosch. Er wusste, weshalb sie traurig war.

„Wir sollten öfter mal ausgehen, Lester."

„Leider ist es selten möglich", erwiderte er und wich ihrem Blick beharrlich aus. Er versteckte sich förmlich hinter seinem Glas, hob es hastig hoch und kippte den Drink schnell in den Mund.

Es war kaum eine Sekunde verstrichen, da riss Lester Richard plötzlich bestürzt die Augen auf. Sein Gesicht verfärbte sich schlagartig. Sein Mund öffnete sich, als wollte er schreien. Furchtbare Schmerzen verzerrten seine Züge. Er wankte, fasste sich, nachdem ihm Zigarette und Whiskyglas entglitten und zu Boden gefallen waren, an den Hals, als würde er ersticken, stieß einen röchelnden Laut aus und brach dann wie vom Blitz getroffen zusammen.

Jayne Richard wurde von einer furchtbaren Panik erfasst.

„Um Himmels willen, Lester!", rief sie schrill. Ihre Stimme hatte einen unnatürlichen Klang.

3

Die Putzfrau war ebenso breit wie hoch. Ihr Gesicht war schwammig, die großporige Nase zeigte in Form und Farbe an, dass ihre Trägerin einigen Schnäpschen am Tag nicht abgeneigt war.

Sie betrat die Personalgarderobe mit watschelnden Schritten und betrachtete ihr Konterfei wohlgefällig im Spiegel.

Sie zupfte das weiß-blau getupfte Kleid nach allen Richtungen gerade, strich sich geradezu liebevoll über die prallen Hüften und ging dann weiter.

Als sie den hölzernen Dreibeinhocker erreicht hatte, dem ihr Besuch in der Garderobe galt, sagte sie: „So." Dann nickte sie zufrieden und ließ sich vorsichtig auf den Hocker nieder. Sie war sich ihrer Körperfülle und ihres Gewichts sehr wohl bewusst.

Tief atmend genoss sie die wohltuende Ruhe. Kein Mensch war in der Garderobe. Hier konnte man ausgezeichnet rasten. Und essen. Rasten und essen waren ihr Lebensinhalt.

Sie knöpfte das Kleid über dem prallen Busen auf und holte das Brot, das sie da drinnen stecken hatte, zufrieden lächelnd hervor. Ehe sie es auswickelte, wischte sie sich mit dem Ärmel über die Lippen. Dann raschelte sie mit dem Papier und biss herzhaft in das Brot.

Als die Tür zur Garderobe aufgerissen wurde, wäre die Frau an ihrem ersten Bissen beinahe erstickt, so erschreckte sie das.

Ein quirliges schwarzhaariges Mädchen steckte den Kopf zur Tür herein. Sie war für die Bühne zurechtgemacht, mit Flitter behangen und mit einer buschigen gelben Feder im Haar aufgeputzt.

„Hallo, Sally!", rief das Mädchen.

Die Putzfrau hatte ihr Brot schnell verschwinden lassen wollen. Als sie das Mädchen aber erkannte, ließ sie sich beim Essen nicht weiter stören.

„Hallo!, erwiderte sie mit vollem Mund. Sie war kaum zu verstehen. „Haben Sie Bob gesehen, Sally?

„Ich habe niemanden gesehen. Und ich will es auch nicht. Ich habe Pause und will meine Ruhe haben, verstehen Sie, schönes Kind? Mir geht es nicht besonders gut." Sie griff sich ans Kreuz und verzog das Gesicht, als müsse man sie bald ins Krankenhaus schaffen. „Mich hat mal wieder die Hexe geschossen, verstehen Sie. Ich bin von der Hüfte abwärts wie gelähmt. Konnte mich gerade noch hierherschleppen. Habe schreckliche Schmerzen. Meine Beine scheinen aus Holz zu sein. Sie gehorchen mir kaum. Ich muss einfach eine Weile verschnaufen, sonst schaffe ich es nicht mehr bis zum Dienstschluss. So ähnlich ist es meiner Schwester ergangen. Sie war das blühende Leben. Eine Frau, die niemals krank war. Nicht ein einziges Mal. Vorige Woche: Thrombose. Ssst! Und weg war sie. Kein Mensch konnte sie retten. Sie hat zu viel gearbeitet. Deshalb mache ich ab und zu ’ne Pause, damit es mir

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