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Dr. Härtling und die Nacht der Wahrheit: Cassiopeiapress Arztroman

Dr. Härtling und die Nacht der Wahrheit: Cassiopeiapress Arztroman

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Dr. Härtling und die Nacht der Wahrheit: Cassiopeiapress Arztroman

Länge:
132 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
4. Feb. 2019
ISBN:
9783739696713
Format:
Buch

Beschreibung

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 93 Taschenbuchseiten.

Sie hatten einen wunderschönen Abend bei Freunden verlebt, hatten gescherzt und gelacht - und irgendwann hatte Alexandra dann gestanden, dass sie im dritten Monat schwanger war. Vorgestern hatte Dr. Härtling ihr die Diagnose mitgeteilt.
Ein kleines, glückliches Lächeln lag auch jetzt noch auf ihrem Gesicht, während sie nach Hause fuhr. Zu spät sah sie die Verkehrszeichen, die auf die Baustelle hinwiesen. Der schwere Wagen durchbrach die Absperrung, stürzte drei Meter tief in eine Baugrube und Alexandra wurde von einer rostigen Eisenstange schwer verletzt ...
 
Herausgeber:
Freigegeben:
4. Feb. 2019
ISBN:
9783739696713
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Dr. Härtling und die Nacht der Wahrheit - A. F. Morland

München

Dr. Härtling und die Nacht der Wahrheit

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 93 Taschenbuchseiten.

Sie hatten einen wunderschönen Abend bei Freunden verlebt, hatten gescherzt und gelacht - und irgendwann hatte Alexandra dann gestanden, dass sie im dritten Monat schwanger war. Vorgestern hatte Dr. Härtling ihr die Diagnose mitgeteilt.

Ein kleines, glückliches Lächeln lag auch jetzt noch auf ihrem Gesicht, während sie nach Hause fuhr. Zu spät sah sie die Verkehrszeichen, die auf die Baustelle hinwiesen. Der schwere Wagen durchbrach die Absperrung, stürzte drei Meter tief in eine Baugrube und Alexandra wurde von einer rostigen Eisenstange schwer verletzt ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Erwin Behrenz küsste der attraktiven Frau seines Verlegers galant die Hand. Dann wandte er sich an den Hausherrn und sagte: „Danke für die Einladung, Richard."

„War ein wirklich netter Abend", erklärte Alexandra, die Frau des Autors. Die bildhübsche Neunundzwanzigjährige trug ein Kleid aus lindgrünem Chiffon, das sie eigens für diesen Abend gekauft hatte.

„Kommt gut nach Hause", sagte Sabrina Steinhauer, die Gattin des Verlegers.

Richard Steinhauer hob lächelnd den Zeigefinger und sagte zu Erwin Behrenz: „Vorsichtig fahren. Du wirst noch gebraucht."

„Ich werde fahren, erklärte Alexandra. „Mein lieber Göttergatte hat eurem köstlichen alten Cognac zu sehr zugesprochen.

Der Autor grinste stolz und legte seinen Arm besitzergreifend um ihre Schultern. „Ist sie nicht ein Schatz? Ich finde es großartig, wie sie auf mich aufpasst."

„So soll es sein, nickte der Verleger. „Ich und Hunderttausende von Lesern sind ihr dafür dankbar.

„Also dann, sagte Alexandra Behrenz zu den Steinhauers. „Das nächste Mal kommt ihr zu uns.

„Wird uns ein Vergnügen sein", gab Richard Steinhauer lächelnd zurück. Die Lampe, unter der er stand, ließ seine Glatze glänzen. In seinem schwarzen Maßsmoking sah er beinahe schlank aus.

Das Ehepaar Behrenz begab sich zu seinem Wagen. Alexandra streckte fordernd die Hand aus. „Darf ich um die Schlüssel bitten?"

Erwin Behrenz überließ sie ihr ohne Widerrede. Sie stiegen in ihr Fahrzeug, winkten den Steinhauers noch einmal zu, und dann fuhr Alexandra los.

„Wie fühlst du dich?", erkundigte sich der Autor. Er fragte das nicht ohne Grund, denn seine Frau war im dritten Monat schwanger. Es war ihre zweite Schwangerschaft. Einen Sohn hatte sie ihm bereits geschenkt. Der kleine Oliver war letzten Monat fünf geworden.

„Sehr gut", gab Alexandra zur Antwort. Sie war keine brillante Autofahrerin. Vor allem nachts fuhr sie nicht besonders sicher, deshalb schlich sie mit fünfundvierzig Stundenkilometern durch das halb ausgestorbene München.

„Und wie hat es dir bei den Steinhauers gefallen?"

„Sabrina und Richard sind ausgesprochen nett", sagte Alexandra.

Erwin Behrenz hatte sich in vier Jahren zur Autorenspitze des Steinhauer Verlages hochgeschrieben, und seit drei Jahren waren er und Richard Steinhauer nicht nur Autor und Verleger, sondern darüber hinaus auch Freunde. Und ihre Ehefrauen verstanden sich ebenfalls großartig.

Alexandra warf einen Blick auf die Uhr am Armaturenbrett. „Schon eins."

Erwin lachte. „Wir sind Superkleber. Wenn es uns irgendwo gefällt, gehen wir nicht nach Hause."

„Irgendwann wird uns niemand mehr einladen."

„Das brauchen wir bei den Steinhauers nicht zu befürchten. Die beiden sind Nachtvögel."

„Sie tun mir ein wenig leid."

Der Autor sah seine schöne Frau verwundert an. „Warum denn? Sie haben alles, leisten sich teure Reisen, können sich kaufen, was ihr Herz begehrt, kennen Gott und die Welt, führen eine gute Ehe ... Sie sind glücklich und zufrieden."

„Sind sie das wirklich?"

„Hast du etwa nicht diesen Eindruck?"

„Als ich erwähnte, dass ich wieder schwanger bin, hatte Sabrina Tränen in den Augen, sagte Alexandra Behrenz. „Ist dir das aufgefallen?

„Ja. Erwin nickte. „Weil sie keine Kinder bekommen kann.

„Obwohl sie schrecklich gerne welche hätte, sagte Alexandra, „aber selbst Dr. Härtling, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Gynäkologie, kann ihr bedauerlicherweise nicht helfen.

„Im Leben ist eben nichts wirklich vollkommen", meinte der Mann. Er wünschte sich, dass seine Frau etwas zügiger fuhr, behielt das aber für sich, um sie nicht nervös zu machen.

„Ein Kind könnte es bei Sabrina und Richard so gut wie kaum woanders haben", meinte Alexandra.

„Das ist wahr", stimmte Erwin ihr zu.

„Ich verstehe nicht, warum die beiden nicht schon längst eines adoptiert haben."

„Erstens haben sie jahrelang gehofft, ein eigenes Baby zu bekommen - bis Dr. Härtling ihre Hoffnung vor drei Jahren mit seiner Diagnose ein für allemal zunichte gemacht hat. Und zweitens möchte Richard kein fremdes Kind haben."

„Wieso nicht?"

„Er befürchtet, es nicht aufrichtig lieben zu können."

„Das ist doch Unsinn, sagte Alexandra. Am Straßenrand standen eine Menge Schilder: Halten und Parken verboten - Achtung, Baustelle, Staugefahr, links abbiegen verboten, rechts abbiegen verboten, Gegenverkehr ... „Richard ist ein herzensguter Mensch, befand Alexandra. „Ich bin sicher, er könnte eine sehr innige Beziehung zu so einem kleinen Würmchen aufbauen."

„Er gibt einer solchen Entwicklung von vornherein keine Chance."

„Das finde ich sehr, sehr schade. Mit einem Kind wären sie eine richtige Familie. Ein adoptiertes Baby würde ihr Glück erst perfekt machen."

Erwin Behrenz streichelte zärtlich den Bauch seiner Frau. „Ich freue mich schon riesig auf unser zweites Kind. Wir hätten uns nicht so lange damit Zeit lassen sollen. Wegen Oliver, meine ich. Er ist immerhin schon fünf. Er wird mit dem Baby nichts anzufangen wissen."

„Vielleicht am Anfang nicht, aber in ein, zwei Jahren werden die beiden schon schön miteinander spielen. Alexandra warf ihrem Mann einen innigen Blick zu. „Wenn man es genau nimmt, sind wir zu beneiden. Manchmal frage ich mich, womit wir eigentlich so viel Glück verdient ha...

„Pass auf!", brüllte Erwin ihr unvermittelt ins Wort.

Alexandra hatte ihn zu lange angeschaut und dabei übersehen, dass die Fahrspur scharf nach rechts wegknickte. Erwins Geschrei erschreckte sie und machte sie so konfus, dass sie nichts mehr richtig machte.

Fehler reihte sich an Fehler. Anstatt das Lenkrad blitzschnell nach rechts zu reißen, hielt sie den Wagen mit verkrampften Händen auf geradem Kurs. Anstatt das Tempo zu verringern, fuhr sie schneller. Anstatt zu bremsen, gab sie Gas. Das Fahrzeug durchbrach eine Absperrung aus Holz und stürzte drei Meter tief in eine Baugrube.

Aus einem betonierten Streifenfundament ragte senkrecht rostiges Baueisen hoch - wie daumendicke Lanzen. Jeden halben Meter eine.

Es durchstieß die Frontscheibe, und Erwin Behrenz wäre davon beinahe aufgespießt worden. Das Eisen verfehlte ihn nur ganz knapp. Seine Frau hatte nicht so viel Glück.

Sie wurde von einer dieser rostigen Stangen durchbohrt.

2

Als Erwin Behrenz sah, was passiert war, drohte er den Verstand zu verlieren. „Alexandra!", schrie er bestürzt.

Sie rührte sich nicht.

„Alexandra!"

Sie wurde, wie

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