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Menschenjagd in New Mexico: Cassiopeiapress Western
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eBook146 Seiten1 Stunde

Menschenjagd in New Mexico: Cassiopeiapress Western

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Über dieses E-Book

Western von John F. Beck

Der Umfang dieses Buchs entspricht 138 Taschenbuchseiten.

Als ein alter Sattelpartner bei Lon Donovan um Hilfe bittet, glaubt der noch an nichts Böses. Doch dann wird Donovan fälschlicherweise des Mordes bezichtigt, und die Frau, die er liebt, verspricht, ihn zu jagen. Wie kann der Mann seine Unschuld beweisen? Eine unglaubliche Menschenjagd beginnt, in der Freund und Feind nicht immer klar zu definieren sind.
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum1. Juli 2019
ISBN9783743837584
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    Buchvorschau

    Menschenjagd in New Mexico - John F. Beck

    München

    Menschenjagd in New Mexico

    Western von John F. Beck

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 138 Taschenbuchseiten.

    Als ein alter Sattelpartner bei Lon Donovan um Hilfe bittet, glaubt der noch an nichts Böses. Doch dann wird Donovan fälschlicherweise des Mordes bezichtigt, und die Frau, die er liebt, verspricht, ihn zu jagen. Wie kann der Mann seine Unschuld beweisen? Eine unglaubliche Menschenjagd beginnt, in der Freund und Feind nicht immer klar zu definieren sind.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1

    Der Reiter hing verkrümmt auf dem Pferderücken und hatte beide Hände ums Sattelhorn gekrallt. Als der Braune mitten in der prallen Hitze auf dem Hof der Pferdewechselstation stehenblieb, stemmte der Mann mühsam seinen Oberkörper in die Höhe und schaute sich benommen um.

    „Lon!, krächzte er verzweifelt. „Lon ... Dann, als sei mit einem Schlag alle Energie aus ihm wie weggewischt, fiel er haltlos vornüber auf den Hals des Braunen. Seine Füße glitten aus den Steigbügeln. Er rutschte seitlich aus dem Sattel und schlug dumpf und schwer in den Sand. Das Pferd stampfte nervös einige Schritte zur Seite. Drüben beim Corral, unter den schattigen Pinien, ließ Lon Donovan das für die bevorstehende Kutschenankunft aussortierte Wechselgespann stehen und rannte langbeinig über den heißen Hof. Der Mann am Boden hatte sich ächzend herumgewälzt und auf die Ellenbogen gestemmt. Sein Gesicht war mit einer Maske aus Staub und Schweiß bedeckt.

    Er hatte seinen Hut verloren. Das dunkle, schweißfeuchte Haar hing ihm strähnig in die Stirn. Der junge Stationshalter erkannte ihn erst, als er sich bei ihm auf die Hacken kauerte.

    „Ray! Menschenskind, wie kommst du hierher? Was ist los mit dir?"

    Ray Bennets Gesicht verzog sich zu einer Grimasse, die ein Grinsen bedeuten sollte. „Hallo, alter Junge! Ein fröhliches Wiedersehen, was? Dann sank er stöhnend auf den Rücken, und die Verzweiflung flackerte wieder in seinen tiefliegenden dunklen Augen. „Lon, Amigo, du musst mir helfen! Sie sind hinter mir her!

    Lon Donovan beugte sich tiefer über ihn. Ray hob zittrig eine Hand und krallte sich wie Halt suchend an Lons ärmelloser Lederweste fest. „Lon! Bei unserer alten Freundschaft: Lass mich nicht im Stich!"

    Lon sah, dass Rays Coltholster so leer war wie die Schlaufen seines breiten Ledergurts. Rays Hemd war zerschlissen und stand vorn offen. Ein dicker verschmutzter Verband wand sich um seine Brust und rechte Schulter.

    „Wer?", fragte Lon heiser.

    „Zwei üble Kopfgeldjäger, die wild auf meinen Skalp sind. Lon, diese Burschen können jeden Moment hier auftauchen." Er versuchte krampfhaft an Lon vorbei zu den mit Pinien und Kreosotbüschen bewachsenen Hügeln zu spähen, aus denen er herausgekommen war. Lons Miene wurde verschlossen. Eine steile Falte schob sich zwischen seine Brauen.

    „Du solltest nicht aus Mexiko zurück gekommen sein, Ray!", murmelte er gepresst.

    „Wem sagst du das! Aber ich war felsenfest überzeugt, dass endlich Gras über jene alte Sache gewachsen wäre. Lon, Junge, was siehst du mich so an? Kannst du so wenig wie die anderen vergessen, was damals passierte? Warum glaubt mir denn keiner, dass ich damals nur aus Zufall in diese verdammte wüste Schießerei geraten bin. Ich wollte doch nur ..."

    „Fang nicht wieder damit an!, unterbrach ihn Lon rau. Sein sonnengebräuntes Gesicht wirkte kantig und düster. „Die Postkutsche wird gleich hier sein. In den Stationen zwischen Albuquerque und Quemado hängt noch immer dein Steckbrief aus.

    Rays Finger gruben sich noch tiefer in Lons Lederweste. „Du wirst mich ihnen doch nicht ausliefern? Lon, Amigo, das wirst du doch nicht tun, wie? Du bist der einzige Mensch, auf den ich noch ..."

    „Bevor du damals nach Mexiko geflohen bist, haben wir doch eine klare Grenze zwischen uns gezogen, Ray, nicht wahr?"

    Ray seufzte und ließ ihn los. „Du redest wie alle anderen! Ich Narr! Wie konnte ich nur hoffen, dass eines Tages alles wieder so wie früher sein würde!"

    Lon biss sich auf die Unterlippe. „Halt dich an mir fest, Ray, ich bring dich ins Haus. Wenn die Kutsche weg ist, werde ich nach deiner Verletzung sehen. Dann können wir noch immer weiter reden."

    Von den Hügeln wehte dumpf pochender Hufschlag.

    „Lon, da sind sie schon!", keuchte Ray und wollte wieder hoch.

    Lons Kopf flog herum. In einer Flügelkerbe zerflatterte ein dünner Staubschleier im gleißenden Licht. Dahinter tauchten zwei Reiter auf, die Bügel an Bügel hielten. Gespannt und lauernd spähten sie zum Hof der Relaisstation herüber. Beide trugen staubbedeckte Reitertracht, patronengespickte Waffengurte und tiefhängende Revolver an den Hüften. Der eine zog jetzt ohne besondere Eile ein Gewehr aus dem Scabbard, lud durch und legte an.

    „Los, Ray!", knurrte Lon und riss den Mann, mit dem er vor Jahren Seite an Seite über die Weiden New Mexikos geritten war, schwungvoll empor.

    Ray stöhnte unterdrückt und stützte sich schwer auf den Stationskeeper. Lon zog ihn mit. Rays Stiefelabsätze schleiften im Sand. Drüben bei den Hügeln knallte der Schuss. Eine Staubfontäne spritzte vom Hof.

    Dann war Lon schon bei der offenen Tür des Stationsblockhauses, riss Ray mit sich über die Schwelle in den angenehm dämmrigen und kühlen Raum hinein und schlug die Tür krachend zu.

    „Diese Dreckskerle!, krächzte Ray. „Lon, pass bloß auf, wenn sie kommen!

    Lon wartete auf das Herantrommeln von Hufen. Aber draußen blieb alles still. Er schleppte den Verwundeten zur Holzbank an der fensterlosen Rückfront.

    Ray ließ sich schwer atmend darauf niedersinken.

    „Eine Waffe für mich, Lon!"

    Lon schaute stirnrunzelnd auf sein verzerrtes Gesicht hinab, auf dem die Staub- und Schweißmaske zerbröckelt war. „Dazu ist noch immer Zeit. Bleib jetzt nur ruhig liegen!"

    Er zog seinen Colt und lief zur schmalen Fensterluke links der Tür. Rays struppiger Brauner war in den Schatten der offenen Schmiede getrottet. Jenseits des gelben Bandes der Poststraße nach Quemado lagen die Hügel jetzt leer, wie ausgestorben. Die beiden Verfolger Rays schien es dort nie gegeben zu haben. Wie ein Spuk waren sie verschwunden.

    „Was ist?", fragte Ray beklommen durch den dämmrigen Raum.

    Lons Blick war weitergewandert und folgte der graugelben Staubwolke, die sich hinter den Hügelkämmen vom tiefer gelegenen Land im Osten zur letzten Pferdewechselstation vor Quemado heraufwälzte. „Die Kutsche kommt, meldete er ruhig über die Schulter. „Das hat die beiden Kerle vertrieben. Ray, meinst du nicht, dass du beim Doc in Quemado besser aufgehoben wärst? Er spähte noch immer aus dem Fenster.

    Hinten auf der Bank bewegte sich der Verwundete unruhig. „Solange es ’nen Sternträger in Quemado gibt, wird mich die Stadt nicht zu Gesicht bekommen. Die Erfahrung, die ich mit den beiden Menschenjägern da draußen gemacht habe, reicht mir! Und dann wieder heiser und gehetzt: „Lon, wenn die Kutsche kommt, wirst du mich doch nicht verraten, wie? Du wirst mich nicht für eine Sache an den Strick liefern, an der ich im Grunde schuldlos war!

    „Wirklich?" Lon kehrte seinem ehemaligen Freund immer noch den Rücken zu.

    „Hör zu, Lon!, keuchte Ray atemlos. „Ich will nichts weiter, als wieder über die Grenze nach Mexiko zurück. Du wirst mich nie wiedersehen, wenn du mir jetzt hilfst. Ich verspreche es dir.

    Von Osten her war nun schon das Rumpeln der Kutsche und monotones Hufgetrappel zu vernehmen. Wie eine Rauchwolke zog der aufgewirbelte Staub über die Hügelrücken. Lons Stiefelabsätze tackten zur Tür.

    „Lon, hast du mir denn überhaupt zugehört?, rief Ray Bennet verzweifelt. „Wie du auch über mich denkst, du kannst doch nicht vergessen haben, dass wir mal die besten Freunde waren!

    Lon drehte sich erst um, als die Tür schon offen stand und goldenes Licht herein brandete. „Du solltest nicht immerzu gerade darauf pochen!, erklärte er schroff. „Ich liefere keinen Wehrlosen ans Messer, ob er nun einmal mein Partner war oder nicht!

    Ohne noch eine Erwiderung abzuwarten, trat er schnell ins Freie. Nach einem scharfen Rundblick, der ihm nichts Verdächtiges von Ray Bennets Verfolgern zeigte, ging er der Concord-Kutsche entgegen, die hinter einer Straßenkrümmung aufgetaucht war und auf den Stationshof einbog.

    Der bärtige Kutscher stemmte sich gegen die langen Lederzügel; das Hufgetrappel verlor seine Gleichmäßigkeit.

    „Brrrrhh, ihr alten Haferbäuche!, dröhnte der Bass des Fahrers über den Hof. „Genug für heute! Eure Vettern da drüben wollen sich auch noch ein bisschen warmlaufen. Kein Kunststück bei der verdammten Flitze! Eh, Donovan, keinen kräftigen Schluck für einen armen alten Mann, der sich für die Wells Fargo noch die Knochen aus dem Leibe schindet?

    „Und ob, Buck!, lächelte Lon schmal zu ihm hinauf. „Im Brunnen sind ganze Eimer voll.

    „Wasser!, schnaubte Buck entrüstet. „Du willst mich wohl vergiften, mein Junge, was? Hab ich das verdient, eh? Ein armer alter Mann ...

    „Der sich für die Wells Fargo zu Tode rackert, das weiß er doch schon längst!, grinste der dürre lederhäutige Beifahrer breit. „Donovan, lass dich von diesem alten Jammersack nicht aufhalten. Da, Buck, glotz mich nicht so wütend an, als wolltest du mich fressen! Da ist ja schon die richtige Medizin, damit du armer Kerl die letzten Meilen nach Quemado durchstehst! Er zog eine bauchige Flasche aus der Jackentasche und schwenkte sie vor Bucks Knollennase. Das bärtige Gesicht des Kutschers begann regelrecht zu leuchten.

    „Eddie, mein Freund, so gefällst du mir gleich viel besser! Her mit dem Zeug! Danach werde ich deine Gesellschaft gleich viel leichter ertragen." Er entriss dem Dürren die Flasche, entkorkte sie mit den Zähnen und trank mit weit zurückgelegtem Kopf.

    Aus dem Fahrzeug war inzwischen ein stämmiger grauhaariger Mann gestiegen, über dessen Schulter prall volle Satteltaschen lagen. Er hielt Lon, der die Ersatzpferde holen wollte, am Ärmel fest. „Hallo, Junge! Gar kein Begrüßungswort für deinen zukünftigen Schwiegervater?" Er lachte gutmütig.

    „Dave!, rief Lon überrascht. „Schon zurück aus Albuquerque?

    „Wie du siehst, mein Junge! Und im wahrsten Sinn des Wortes nicht mit leeren Taschen! Er zwinkerte Lon zu und klopfte bedeutsam auf die Satteltaschen, die ihm über der Schulter hingen. „Das Geschäft ist perfekt, die Herde verkauft. Zweiundvierzigtausend Dollar, stell dir das vor! Ehrlich gesagt, soviel Geld auf einem Haufen hab ich noch nie gesehen!

    „Nancy wird

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