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Das magische Amulett #107: Lady der Dämmerung

Das magische Amulett #107: Lady der Dämmerung

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Das magische Amulett #107: Lady der Dämmerung

Länge:
107 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 21, 2017
ISBN:
9783743800168
Format:
Buch

Beschreibung

Das magische Amulett Band 107
Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 94 Taschenbuchseiten.

Brenda Logan, die Amulettforscherin, und Collin, ein begabter Fotograf, sind auf dem Weg nach Blackstone Castle, einem alten Schloss, das der Besitzer dem Kulturministerium in London verkauft hatte. Doch sie scheinen sich verirrt zu haben. In dem Dorf Highparish fragen sie nach dem Weg, müssen aber feststellen, dass man sie irregeführt hat. Als sie endlich Blackstone Castle erreichen, empfängt sie Clarissa, eine junge Frau, die man angeblich beauftragt hat, für den Besuch zu sorgen. Doch Brenda ist misstrauisch.
Und schon beginnt der Spuk, denn auf dem Schloss liegt ein Fluch ...
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 21, 2017
ISBN:
9783743800168
Format:
Buch

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Das magische Amulett #107 - Jan Gardemann

München

Lady der Dämmerung

Das magische Amulett Band 107

Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 94 Taschenbuchseiten.

Brenda Logan, die Amulettforscherin, und Collin, ein begabter Fotograf, sind auf dem Weg nach Blackstone Castle, einem alten Schloss, das der Besitzer dem Kulturministerium in London verkauft hatte. Doch sie scheinen sich verirrt zu haben. In dem Dorf Highparish fragen sie nach dem Weg, müssen aber feststellen, dass man sie irregeführt hat. Als sie endlich Blackstone Castle erreichen, empfängt sie Clarissa, eine junge Frau, die man angeblich beauftragt hat, für den Besuch zu sorgen. Doch Brenda ist misstrauisch.

Und schon beginnt der Spuk, denn auf dem Schloss liegt ein Fluch ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2017

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2017

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Prolog

Wie hypnotisiert starrte ich die Jadehand an, Als Clarissa mich hierher geführt hatte, hatte dieses merkwürdige Schmuckstück noch nicht auf dem Tisch gelegen da war ich mir sicher. Zögernd näherte ich mich dem Tisch, ohne die Jadehand dabei aus den Augen zu lassen. Sie war etwa so groß wie mein Daumen, drei Finger waren wie zum Schwur ausgestreckt. Diese Geste wurde aber auch zum Abwehren von bösem Zauber verwendet. Ich hatte ein Amulett vor mir! Diese Erkenntnis löste ein leichtes Schwindelgefühl in mir aus. Seit unserem Erlebnis in Highparish hatte mich das ungute Gefühl beschlichen, es könnte in dieser Gegend nicht mit rechten Dingen zugehen. Dass ich in meinem Zimmer nun plötzlich dieses seltsame Amulett entdeckte, bestärkte meine Furcht nur noch ...

1

»Halten Sie bitte an, Brenda!«, bat der Mann, der neben mir auf dem Beifahrersitz meines nachtblauen Volvos saß.

»Was ist denn nun schon wieder?«, fragte ich ein wenig entnervt und ließ den Wagen am Rand der Fahrbahn ausrollen.

Wir befanden uns auf einer einsamen Landstraße, die durch ein hügeliges, dicht bewaldetes Gebiet westlich von London führte. Es war früher Nachmittag. Der Himmel ähnelte einem grauen Feld träge wallender Nebel. Die Wolken hingen so tief, dass sie fast die Wipfel der mächtigen Baumriesen streiften. Es herrschte ein schummeriges, graues Zwielicht, so dass ich gezwungen gewesen war, die Scheinwerfer anzuschalten, weil die Sicht auf der Waldstraße so miserabel war.

Als der Volvo stoppte, stieß mein Begleiter die Beifahrertür auf und stürmte ins Freie. Zielstrebig eilte er in die Richtung, aus der wir gekommen waren. Ich schüttelte schicksalsergeben den Kopf, strich mir eine Strähne aus weizenblondem Haar aus der Stirn und stieg dann ebenfalls aus. Lässig an den Wagen gelehnt, stand ich da und schaute dem Mann hinterher.

Sein Name war Collin Claus. Er war ein hochgewachsener Bursche mit blondem glattem Haar und Augen, die in dem blassen Gesicht wie zwei versehentlich dorthin geratene blaue Farbtupfer wirkten. Collin war ein bekannter Fotograf. Er bevorzugte skurrile und unheimliche Motive und hatte bereits in einigen namhaften Galerien ausgestellt.

»Sehen Sie sich doch nur einmal diesen Baum an!«, rief er mir zu und deutete auf einen toten, verknorrten Baumriesen am Straßenrand. Laublos und verdreht ragten die Äste in alle Himmelsrichtungen. Moos und Flechten hatten sich auf den ausladenden schwarzen Zweigen angesiedelt. Hier und da war die Rinde weggeplatzt, so dass das graue tote Holz darunter zum Vorschein gekommen war.

»Ich finde dieses Ding ziemlich hässlich, wenn Sie mich fragen!«, rief ich dem Mann zu.

Aber Collin schien meine Bemerkung gar nicht gehört zu haben. Er legte den Kopf schief und änderte seine Position, um den toten Baum aus mehreren Blickwinkeln heraus betrachten zu können.

»Dieser Baum ist die Verkörperung von der menschlichen Vorstellung des Todes«, sinnierte er mit lauter Stimme. »Unsere Erinnerungen an einen verstorbenen Menschen sind genau so skurril und verrottet, wie dieser Baum. Man vergisst all das Üppige und Bewegte, bis nur noch ein karges, unheimliches Bild bleibt.« Er nahm die Kamera, die an einem breiten Band um seinen Hals hing, und fing an, den toten Baumriesen zu fotografieren.

»Ich dachte immer, die menschliche Erinnerung würde genau andersherum funktionieren«, rief ich dem Mann zu, war mir aber nicht sicher, ob er meine Worte durch das Klicken und Surren seines modernen Fotoapparates hindurch überhaupt verstand. Trotzdem führte ich meine Überlegung laut fort, denn ich hatte das Gefühl, seiner verschrobenen Sichtweise etwas entgegensetzen zu müssen:

»Bleibt in unserer Erinnerung nicht nur das Schöne und Einzigartige eines Menschen bestehen, während die Erinnerung an seine schlechten Seiten verblassen?«

Collin ließ die Kamera sinken und sah den Baum nachdenklich an.

»Kommt darauf an, welche Seite in einem Menschen am meisten ausgeprägt war«, erwiderte er dann gedankenversunken. »An einen Menschen mit schlechten Charaktereigenschaften und böswilligen Gebaren wird man notgedrungen nur schlechte Erinnerungen haben.«

»Aber man wird an einen Menschen, den man liebte, immer in Zärtlichkeit gedenken«, hielt ich dagegen. »Man wird in ihm immer den blühenden Baum sehen, der er einmal war.«

Collin drehte sich mit seiner Kamera plötzlich zu mir um, richtete das Objektiv auf mich und schoss gleich mehrere Fotos hintereinander. Er grinste, als der den Fotoapparat wieder sinken ließ.

»Sie sehen ziemlich verführerisch aus, wie Sie da in Ihrem hellen Hosenanzug gegen das nachtblaue Auto lehnen«, schwärmte er. »Ihr weizenblondes Haar schimmert selbst bei schlechten Lichtverhältnissen, als hätte ein Sonnenstrahl sich darin verfangen. Und in Ihren grünen Augen liegt ein geheimnisvoller Glanz, als würden sie von Dingen wissen, die den meisten Menschen verborgen sind.«

Unwillkürlich wandte ich meinen Blick von dem jungen Mann ab und schaute zu Boden. Ich wusste tatsächlich von einigen Dingen, die ein normaler Mensch sich nicht einmal in seinen schlimmsten Alpträumen ausdenken konnte. Ich bin Archäologin und Amulettforscherin. Und mein Interesse für magische Amulette hatte mich in der Vergangenheit in zahlreiche unglaubliche Abenteuer verwickelt. Natürlich hatten diese Abenteuer ihre Spuren in mir hinterlassen. Sie hatten mich reifer und vorsichtiger werden lassen.

War es möglich, dass Collin Claus dies in meinen Augen gesehen hatte? Immerhin war er ein begnadeter Fotograf mit einem besonderen Blick für das Außergewöhnliche.

Ich war fest entschlossen, mir nicht anmerken zu lassen, wie sehr er mit seiner Bemerkung ins Schwarze getroffen hatte. Welche fürchterlichen Dinge ich während meiner Jagd nach magischen Amuletten erlebt hatte, gingen nur mich und Daniel, meinem Ehemann, etwas an. Niemand würde mir glauben, wenn ich erzählte, wozu magische Amulette fähig waren und welches Leid und Unglück sie über die Menschen brachten.

Mit einem dünnen, spöttischen Lächeln auf den Lippen sah ich Colin an, der noch immer neben dem toten Baumriesen stand und mich aufmerksam musterte.

»Machen Sie jeder Frau solche Komplimente?«, wollte ich wissen, wobei

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