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Straße der Verlorenen (Ben Corrigan - die Endzeit-Saga): Cassiopeiapress SF

Straße der Verlorenen (Ben Corrigan - die Endzeit-Saga): Cassiopeiapress SF

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Straße der Verlorenen (Ben Corrigan - die Endzeit-Saga): Cassiopeiapress SF

Länge:
135 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
16. Okt. 2017
ISBN:
9783736803466
Format:
Buch

Beschreibung

Teil 3 der Endzeit-Saga.
Ben Corrigans Abenteuer in einer Welt nach dem Zusammenbruch. Die Apokalypse hat stattgefunden...
Nach TODESZONE und IM BANN DES MEGA-TEC der dritte Band der legendären Endzeit-Saga.
...es war eine zerstörte und völlig veränderte Welt, als Ben Corrigan aus seinem künstlichen Schlaf erwachte und unter vielen Gefahren den Weg über verzweigte Höhlensysteme den Weg ins WEITDRAUSSEN fand. Er entdeckte zu seinem Entsetzen ein Land, das fast nichts mehr mit seiner einstigen Heimat gemeinsam hatte. Das Territorium der Vereinigten Staaten von Amerika wurde längst von neuen Machthabern beherrscht - sie waren aus dem Osten gekommen und hatten im letzten vernichtenden Krieg, den einige machtgierige Politiker gegeneinander geführt hatten, die USA erobert. Das Banner des roten Halbmondes wehte über Amerika, und die neuen Herren regierten mit harter Hand über den einstigen Erzfeind.
Corrigan wußte nicht viel über sich selbst, denn der lange Schlaf hatte ihn große Teile seiner Erinnerung vergessen lassen - er war jetzt nicht nur in diesem Land ein Fremder geworden. Zusammen mit dem Mutanten Kaar-Toom, den man auch den Träumer nannte, machte er sich auf den Weg, um mehr herauszufinden. Es wurde ein Weg ins Ungewisse...
Herausgeber:
Freigegeben:
16. Okt. 2017
ISBN:
9783736803466
Format:
Buch

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Straße der Verlorenen (Ben Corrigan - die Endzeit-Saga) - Alfred Wallon

München

BEN CORRIGAN, die Endzeit-Serie

Band 3

Straße der Verlorenen

von Alfred Wallon mit Marten Munsonius

ALTE RECHTSCHREIBUNG

Created by Alfred Wallon & Marten Munsonius

Exposé Marten Munsonius

© by Authors

© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

...es war eine zerstörte und völlig veränderte Welt, als Ben Corrigan aus seinem künstlichen Schlaf erwachte und unter vielen Gefahren den Weg über verzweigte Höhlensysteme den Weg ins WEITDRAUSSEN fand. Er entdeckte zu seinem Entsetzen ein Land, das fast nichts mehr mit seiner einstigen Heimat gemeinsam hatte. Das Territorium der Vereinigten Staaten von Amerika wurde längst von neuen Machthabern beherrscht - sie waren aus dem Osten gekommen und hatten im letzten vernichtenden Krieg, den einige machtgierige Politiker gegeneinander geführt hatten, die USA erobert. Das Banner des roten Halbmondes wehte über Amerika, und die neuen Herren regierten mit harter Hand über den einstigen Erzfeind.

Corrigan wußte nicht viel über sich selbst, denn der lange Schlaf hatte ihn große Teile seiner Erinnerung vergessen lassen - er war jetzt nicht nur in diesem Land ein Fremder geworden. Zusammen mit dem Mutanten Kaar-Toom, den man auch den Träumer nannte, machte er sich auf den Weg, um mehr herauszufinden. Es wurde ein Weg ins Ungewisse...

Kapitel 1

Grauer Dunst soweit das Auge reichte.

In der Fahrerkabine war es schwül heiß und die Luft war stickig. Doch wenn Corrigan das Fenster runterkurbelte, spürten sie nur einen unangenehm feuchten Wind, der den Männern den Schweiß aus den Poren trieb.

Verdammter Mist! fluchte Corrigan, als er bemerkte, daß der alte Armytruck nun schon zum wiederholten Male zu stottern begann und ein rotes Lämpchen auf dem Armaturenbrett aufleuchtete. Diese Kiste wird doch wohl hoffentlich nicht schlapp machen?

Sein Gefährte, der neben ihm auf dem verschlissenen Sitz hockte, erwiderte zuerst nichts darauf. Es war ihm ohnehin ein Rätsel, daß diese gewaltige Maschine überhaupt funktionierte und Corrigan sogar noch wußte, wie sie zu steuern war. Kaar-Toom verstand nichts von Antriebstechnik und Motoren - für ihn existierten nur das schrecklich laute Motorengeräusch, eine unbequeme Kabine und vier Räder, die auf geheimnisvolle Weise Corrigans Befehlen zu gehorchen schienen.

Der Motor stotterte erneut, und Corrigan handelte in diesen Sekunden instinktiv. Er trat das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Ein lautes Heulen erklang, während der Truck mit einem heftigen Ruck nach vorn schoß. Seine Kiefer begannen vor unbewuster Anstrengung zu mahlen. Das Fahrzeug schaukelte bedrohlich. Die Vorderräder griffen endlich wieder auf festem Untergrund.

Das geschah so schnell, daß Kaar-Toom förmlich in den Sitz gepreßt wurde. Den Blick, den der vierarmige Mutant dann seinem Gefährten zuwarf, war alles andere als freundlich.

Es scheint geholfen zu haben, murmelte Corrigan, als er sah, daß das rote Aufblinken wieder verschwunden war und der Motor wieder ruhiger lief. Tut mir leid, Kaar-Toom...

Ich traue dieser Maschine nicht, erwiderte Kaar-Toom mit seiner dunklen Stimme. Nicht einen einzigen Augenblick. Wir hätten besser zu Fuß gehen sollen.

Dann brauchen wir Wochen, bis wir an unser Ziel gelangen, hielt ihm Corrigan entgegen und steuerte den Truck im letzten Moment an einem Schlagloch vorbei, das er jetzt erst gesehen hatte. Ich denke nicht, daß wir soviel Zeit haben. Der Vierarmige drückte sich fest in den Sitz und starrte nachdenklich durch die Seitenscheibe.

Was bedeutet schon Zeit in diesem verrückten WEITDRAUSSEN? stellte Kaar-Toom achselzuckend die Gegenfrage, und Corrigan ahnte, was seinem Gefährten jetzt durch den Kopf ging. Kaar-Toom war ein Deformierter, der sein ganzes bisheriges Leben in den Tunneln und Schächten weit unter der Erdoberfläche verbracht hatte. Die Carra und Zoh´n hatten bisher sein Leben bestimmt, das voller Entbehrungen gewesen war. Aber da waren diese Träume gewesen, die ihn eine andere Welt hatten sehen lassen - und genau diese Welt hatte er nun zusammen mit Corrigan vor einigen Wochen betreten. Seitdem war nichts mehr so wie bisher...

"Es gab mal eine Zeit, da kam man auf diesen Straßen bedeutend schneller voran...", murmelte Corrigan, der erneut einem Schlagloch ausweichen mußte. Die Asphaltdecke - oder besser gesagt, das was davon noch übrig war - hatte große Risse und Unebenheiten. Grasbüschel wuchsen heraus und dokumentierten auf diese Weise, daß die Natur auf dem besten Wege war, dieses verlorene Territorium endlich wieder zurück zu gewinnen.

Es war ein rauhes und ödes Land, an dessen Horizont sich graue Wolken zusammengeballt hatten. Die Sonne hatte sich den ganzen Tag nicht blicken lassen, und es sah so aus, als wenn es gleich ein Gewitter geben würde. Dieses trübe Wetter spiegelte sich auch in Corrigans Stimmungslage wider, denn im Grunde genommen hatte er nicht die geringste Ahnung, was ihn und Kaar-Toom auf dem Weg nach Starfox-City so alles erwartete. Sie kannten nur die vage Richtung, die sie einschlagen mußten - aber das wäre zu früheren Zeiten gar kein Problem gewesen. Denn da existierten noch gut ausgebaute Highways mit Hinweisschildern. Aber das war in einem anderen Leben gewesen, wie Corrigan mittlerweile wußte...

Was ist das? wollte Kaar-Toom wissen, als seine wachsamen Augen etwas registrierten, dessen Sinn er sich nicht erklären konnte. Das sieht aus wie... große Tafeln. Was steht darauf geschrieben?

Sowas nennt man Werbung, lächelte Corrigan bitter und bemerkte, daß Kaar-Toom nichts begriff. Er sah die verrosteten und in sich zusammengestürzten Leuchtreklamen, um die sich niemand mehr kümmerte. Vergiß es - das hat ohnehin keine Bedeutung mehr.

Er wollte nicht zu sehr an die Welt denken, in der er aufgewachsen war - sonst hätte er vermutlich weitere Depressionen bekommen. Weil die Erinnerung an seine eigene Vergangenheit nur noch bruchstückhaft vorhanden war. Ich weiß, was eine Cola-Dose ist, schoß es ihm durch den Kopf. Aber wer diese Frau ist, die ich in meinen Träumen sehe und die mich geradezu verzweifelt anschaut - die kenne ich nicht. Obwohl ich sie eigentlich kennen müßte!

Denkst du wieder an deine...alte Welt? wollte Kaar-Toom wissen. Auch wenn er äußerlich sehr grobschlächtig wirkte, so besaß er fein ausgeprägte Sinne, die sofort spürten, wenn etwas nicht in Ordnung war. Natürlich hatte er bemerkt, daß Corrigans Gedanken abgedriftet waren.

Ja, erwiderte dieser knapp. Aber es nützt nichts, an das Gestern zu denken. Wir leben im Heute, Kaar-Toom.

Er wollte nicht weiter darüber sprechen, und Kaar-Toom akzeptierte das. Die nächsten Meilen verliefen schweigend für die beiden Freunde. Irgendwo am fernen Horizont weit hinter ihnen waren die brennenden Ölfelder zurückgeblieben, wo sie sich einen heftigen Kampf mit den Soldaten der Heimstatt der Konföderierten geliefert hatten. Je länger Corrigan darüber nachdachte, umso bewußter wurde ihm, wie knapp sie eigentlich dem Tod entronnen waren.

Ausgerechnet Jack war das Zünglein an der Waage gewesen. Jack, der schon einmal Corrigans Weg in den Tunneln und Schächten gekreuzt hatte, ohne daß Corrigan wußte, was das alles zu bedeuten hatte. Jack haßte ihn - aber warum? Im Chaos der brennenden Ölquellen hatte Jack eingegriffen - aber eigenartigerweise in einer anderen Gestalt. All dies erschien Corrigan jetzt so unwirklich, daß er sich fragte, ob er sich nicht doch getäuscht hatte. Aber die letzten Worte des sterbenden Wesens, dessen verhaßte und blutige Züge ihn angestarrt hatten, blieben in Corrigans Hirn verankert.

...wir werden uns wiedersehen...Bruder...

Paß doch auf! riß ihn Kaar-Tooms besorgte Stimme in die Wirklichkeit zurück.

Gerade noch rechtzeitig entdeckte Corrigan einen breiten Riß in der gesprungenen Asphaltdecke, die dem Truck unweigerlich zum Verhängnis geworden wäre. In letzter Sekunde riß er das Steuer nach rechts, bremste scharf ab und lenkte den Truck dann an dem Riß vorbei. Daß er dabei recht unsanft über einige Geröllbrocken fahren mußte, nahm er in Kauf. Es blieb ihm keine andere Chance.

Das war knapp, murmelte Corrigan, nachdem er gut zwanzig Yards weiter wieder auf die Straße fuhr, die einstmals den großspurigen Namen Highway getragen hatte.

Kaar-Toom erwiderte nichts darauf. Seine Blicke sprachen aber Bände. Er fühlte sich zusehends unwohl in diesem - für ihn völlig fremden - Gefährt. Aber es gab im Augenblick keine andere Alternative, und das wußte der Mutant auch. Manchmal mußte man eben mit den Wölfen heulen, um ans Ziel zu kommen...

Corrigan nahm den Fuß vom Gas, als er bemerkte, daß sich die Landschaft zu beiden Seiten der alten Straße abrupt zu verändern begann. Eben noch hatten breite und verwitterte Felsmassive den Highway umgeben - aber nun öffnete sich vor den Augen der beiden Gefährten eine weite Ebene, die von Geröll und Felsbrocken übersät war. Der Erdboden war trocken und staubig - nur hin und wieder wuchsen vereinzelte Grasbüschel aus dem Boden, die aber schon verdorrt waren. Eine öde und trostlose Gegend.

Aber Corrigans eigentliches Interesse galt der Silhouette am Horizont. Im trüben Licht des Nachmittags - zumindest nahm Corrigan an, daß es Nachmittag war - sahen er und Kaar-Toom die Umrisse einiger Gebäude, die sich vor dem wolkenverhangenen Himmel abhoben. Und gut hundert Yards entfernt entdeckten sie die Reste eines Zauns, der irgendwann einmal hier eine Art Grenze markiert haben mußte.

Was ist? fragte Kaar-Toom etwas nervös, als er sah, wie Corrigan den Truck an den rechten Straßenrand fuhr und dann erst einmal zum Stehen brachte. Hast du was entdeckt?

Warte hier, sagte Corrigan knapp und griff nach der Laserwaffe hinter seinem Sitz. Er fühlte sich besser, als er den kalten Stahl zwischen den Fingern hielt und dann erst die Wagentür öffnete.

Du gehst nicht allein! rief ihm Kaar-Toom nach und war ebenfalls ausgestiegen, bevor ihn Corrigan daran hindern konnte. In seinem unteren Armpaar hielt der Mutant ebenfalls eine Schußwaffe, mit der er in verhältnismäßig kurzer Zeit gelernt hatte, damit umgehen zu können. Mit schnellen Schritten trat er an Corrigans Seite und ließ seine Blicke in die Runde schweifen.

Nur das ( zum Glück ) gleichmäßige Brummen des Truckmotors war zu hören. Weit und breit wies nichts darauf hin, daß sich Menschen in der Nähe aufhielten. Jenseits des Zauns, wo sich die ersten Gebäude vor den Blicken der beiden Gefährten erstreckten, tat sich überhaupt nichts.

Sieht verlassen aus, meinte Kaar-Toom.

Ich kann mir auch denken, warum, erwiderte Corrigan und entdeckte auf einmal ein verwittertes

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