Erfreu Dich an Millionen von E-Books, Hörbüchern, Magazinen und mehr

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Die entscheidende Aussprache: Arztroman

Die entscheidende Aussprache: Arztroman

Vorschau lesen

Die entscheidende Aussprache: Arztroman

Länge:
145 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
13. Okt. 2017
ISBN:
9783739647159
Format:
Buch

Beschreibung

Arztroman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 115 Taschenbuchseiten.

Die Schriftstellerin Marlene Locker ist am Ende ihrer Kräfte.
Ihr Geliebter Xaver Glaser verlangt etwas Unglaubliches von ihr. Sie soll aus Liebe eine Straftat begehen, die viel Geld einbringen soll. Wird die Frau blind ihrem Herzen folgen?
Herausgeber:
Freigegeben:
13. Okt. 2017
ISBN:
9783739647159
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


Ähnlich wie Die entscheidende Aussprache

Mehr lesen von A. F. Morland

Buchvorschau

Die entscheidende Aussprache - A. F. Morland

München

Die entscheidende Aussprache

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 115 Taschenbuchseiten.

Die Schriftstellerin Marlene Locker ist am Ende ihrer Kräfte.

Ihr Geliebter Xaver Glaser verlangt etwas Unglaubliches von ihr. Sie soll aus Liebe eine Straftat begehen, die viel Geld einbringen soll. Wird die Frau blind ihrem Herzen folgen?

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Cover by pixabay 2016

Die Hauptpersonen des Romans:

Oliver Behrmann- Eine Überraschung am Tag seiner Silberhochzeit kostet ihn fast das Leben.

Dieter Relin - Erst nach dem Tod seiner geliebten Mutter erfährt er den Namen seines Vaters.

Marlene Locker - Ihre Liebe zu einem viel jüngeren Mann bringt sie in Schwierigkeiten.

Xaver Glaser - Als Liebhaber ist er großartig, aber als Mensch taugt er überhaupt nichts.

Gabriel Krüss - Der Literaturagent begreift nicht, warum sich Marlene so sehr erniedrigen lässt.

Sowie Chefarzt Dr. Richard Berends, seine Frau Charlotte und das Team der Wiesen-Klinik.

1

Für eine Frau, die beschlossen hatte, sich das Leben zu nehmen, war Flora Relin erstaunlich ruhig.

Sie blickte sich um und nickte. Es herrschte wie immer peinliche Ordnung in der kleinen Wohnung. Sie hatte ein letztes Mal aufgeräumt, alles stand an seinem gewohnten Platz, Zeitungen und Zeitschriften lagen fein säuberlich gestapelt auf dem gläsernen Lesetisch, die Bücher standen im Schrank, auf dem Teppich war kein Staubfusselchen zu finden ...

Das Wohnzimmer war nicht teuer, aber nett und geschmackvoll eingerichtet. Der Raum verfügte über eine behagliche Atmosphäre. Flora Relin hatte sich Mühe gegeben, ihr Heim trotz der kargen finanziellen Mittel, die ihr zur Verfügung standen, mit Gemütlichkeit auszustatten und das war ihr auch gelungen. Mit sanften Pastelltönen hatte sie eine wohlige Weichheit erzielt, in die der Gast sich gern hinein sinken ließ.

»Aus der Traum«, sagte sie leise und zuckte in tiefer Resignation mit den Schultern. »Ich kann nicht mehr, bin mit meiner Kraft am Ende.«

Vierzig Jahre war sie erst, aber sie sah älter aus. Ihre Schönheit verblasste schon mit dreißig. Heute wies ihre Haut unzählige Fältchen auf - eine Blume, die welk geworden war. Andere Frauen in ihrem Alter sahen noch beneidenswert jung und gesund aus, aber die hatten mehr Zeit und Geld, sich zu pflegen und sie mussten nicht so schwer schuften, denn sie hatten einen Rückhalt, den Verdienst ihres Ehemannes. Wenn ihnen etwas nicht passte, kündigten sie, schließlich hatten sie es nicht nötig, um jeden Preis zu arbeiten.

Flora Relin jedoch musste sich alles gefallen lassen, denn sie war auf das Geld, das sie verdiente, angewiesen. Ihr Chef hatte das gewusst und sich dementsprechend schäbig verhalten. Oft hatte sie in ihrer Hilflosigkeit geweint, doch niemand hatte sie getröstet.

Und nun konnte sie nicht mehr. Jeder Mensch hat eine Schmerzgrenze und die war bei Flora Relin nicht nur erreicht, sondern bereits überschritten. Sie war des Kämpfens müde und wollte endlich Ruhe. Im Tod würde sie sie finden.

Dieter wird mich verstehen, dachte sie mit gefurchter Stirn. Er war ihr Sohn. Dieter ist ein guter Junge. Es tut mir leid, ihn so enttäuschen zu müssen, aber das Leben hat mich ausgelaugt, ich bin leer und verbraucht. Von einer solchen Mutter hätte er ohnedies nichts mehr und ich möchte kein Klotz an seinem Bein sein.

Sie hatte einen Abschiedsbrief geschrieben, in dem sie Dieter zu erklären versuchte, weshalb sie sich zu diesem Schritt entschlossen hatte. Der blütenweiße Umschlag lag bereits auf dem Nachttisch neben ihrem Bett. »Für meinen geliebten Sohn« stand in gestochen scharfer Schrift darauf.

Es wird ein schlimmer Schock für ihn sein, ging es der Frau durch den Kopf. Ich hätte ihn ihm gern erspart, aber leider .. . Die Umstände sind gegen uns, Dieter. Du musst stark sein und du musst deiner armen, vom Leben enttäuschten Mutter verzeihen.

Sie hatte Rotwein getrunken, weil sie wusste, dass Alkohol die Wirkung des Barbiturats erhöhte. Sie wollte sicher sein, dass es klappte. Es durfte keine Panne geben und sie wollte auf keinen Fall gerettet werden, denn das wäre zu schmachvoll für sie gewesen. Die vielen Fragen hinterher, die unzähligen Vorwürfe... Sie hätte das nicht ertragen.

Sie begab sich in die Küche und schenkte sich noch ein Glas ein. Der fruchtig schmeckende Wein funkelte rubinrot Er war teuer gewesen und er war stark. Flora Relin, die so gut wie nie Alkohol trank, spürte ihn schon im Kopf. Er würde es ihr leicht machen, diese feindselige Welt zu verlassen.

Sie trank einen großen Schluck und holte anschließend die Schlaftabletten. Phanodorm stand auf der Packung. Es ist soweit, sagte sich die verzweifelte Frau und es gibt kein Zurück.

Die Überdosis im Magen, spülte sie noch das Glas, trocknete es ab und

stellte es in den Schrank. Den restlichen Wein leerte sie in den Ausguss. Anschließend begab sie sich in ihr Schlafzimmer und legte sich auf das Bett. Entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit ließ sie die Tür heute offen. Gespannt lauschte sie in sich hinein. Wie würde es sein? Würde es weh tun?

Du bist nicht die erste, die es tut und du wirst nicht die letzte sein, dachte sie. Es wird immer wieder einen verzweifelten Menschen geben, der an den schroffen Klippen des rauen Lebens zerbricht.

Die Frau verschränkte die Finger, eine Hand hielt die andere fest. Ihr dunkles Haar, das mit Silberfäden durchzogen war, war korrekt gekämmt. Niemand sollte an ihr etwas auszusetzen haben, wenn sie gefunden wurde.

Adieu, du grausame, mitleidlose Welt, ging es ihr durch den Kopf. Nur die Harten, Starken überleben. Für Menschen wie mich ist kein Platz. Es ist die natürliche Auslese, der ich zum Opfer falle.

Sie empfand darüber keine Trauer. Sie sah ein, dass das für den Fortbestand der menschlichen Rasse wichtig war. Wenn auch die Weichlinge überlebt hätten, wäre die Welt bald dem Untergang geweiht gewesen.

Nein, es hatte schon alles seine Richtigkeit.

Müdigkeit stellte sich ein. Flora Relin konnte kaum noch die Augen offenhalten. Sie wehrte sich nicht, schloss die Lider und merkte, dass ein seltsam taubes Gefühl von ihr Besitz ergriff.

Habe keine Angst, sagte sie sich. Der Tod wird dich ganz sanft in seine Arme nehmen. Du wirst es kaum merken. Er muss schon im Zimmer sein. Jetzt kommt er näher. Wenn du die Augen öffnest, kannst du ihn sehen.

Aber sie ließ die Augen geschlossen.

Und sie ließ alles mit sich geschehen.

2

Dieter Relin stieg aus dem verbeulten Kleinwagen seines Freundes Hans Schnabel. Sie studierten beide Jura. Dieter mit mehr, Hans mit weniger Erfolg. Das kam daher, weil Hans das Studium nicht so tierisch ernst nahm.

»Hast du am Wochenende Zeit?«, fragte Hans.

»Wofür?«, entgegnete der Freund.

»Wofür, wofür. Bestimmt nicht, um dicke Bücher zu wälzen.«, Hans grinste. »Da wälze ich schon lieber ein schlankes Mädchen.« Er sah gut aus, die Frauen mochten ihn. Er kam mit seiner unbeschwerten, sympathischen Art überall an. »Ich treibe zwei heiße Bräute auf und wir fahren mit ihnen irgendwohin. Was hältst du von meinem Vorschlag?«

Dieter lächelte. »Hört sich verlockend an.«

Der schwarzhaarige Hans strahlte. »Du bist dabei?«, fragte er begeistert.

»Das habe ich nicht gesagt.«

Hans war sichtlich verwirrt. »Aber du sagtest doch eben ...«

»Dass es sich verlockend anhört. Mehr nicht. Du musst besser aufpassen, wenn jemand mit dir redet. Das ist sehr wichtig für einen guten Juristen.«

»Zum Teufel damit. Ich lebe nur einmal und ich will meinen Spaß haben. Nun komm schon, lass dich nicht bitten. Der Ausflug kostet dich keinen Groschen. Treibstoff, Essen und Getränke bezahle ich. Du brauchst lediglich dabei zu sein und es dir gutgehen zu lassen.«

Dieter schüttelte den Kopf. »Tut mir

leid, Hans, ich kann nicht. Ich muss lernen.«

Hans Schnabel schaute seinen Freund entgeistert an. »Am Wochenende? Bist du verrückt? Hast du noch nie davon gehört, dass man den Tag des Herrn heiligen muss? Da kann man doch nicht arbeiten.« Er sagte das so, als würde er von etwas ganz Verwerflichem sprechen.

Der blonde Dieter grinste. »Du wirst einen anderen Begleiter finden. Ich mache mir um dich keine Sorgen.«

»Aber ich mache mir welche um dich, Junge. Wer sogar am Sonntag arbeitet, ist sehr bald reif für die Klapsmühle.«

Hans hatte leicht reden. Seine Eltern waren zwar nicht reich, aber immerhin wohlhabend.

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. , um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Die entscheidende Aussprache denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen