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Der Würger aus dem Totenreich: Unheimlicher Thriller

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Der Würger aus dem Totenreich: Unheimlicher Thriller

Länge:
207 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
25. Okt. 2017
ISBN:
9783743821309
Format:
Buch

Beschreibung

Unheimlicher Thriller von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 177 Taschenbuchseiten.

Es spukt in Oakwood Manor, aber seine neuen Besitzer wollen das nicht wahrhaben. Denn der Boxer Chester Fox, auf dem Weg zum Europameister, soll sich hier erholen und trainieren. Als sich die unheimlichen Vorfälle häufen, keimt vor allem in Chesters Freundin Linda ein schrecklicher Verdacht: Was, wenn Vorbesitzer Jason Toncer aus dem Jenseits zurückgekehrt ist? Und sein Haus wiederhaben will? Der gesunde Menschenverstand sträubt sich dagegen, so etwas zu glauben. Und doch nimmt das namenlose Grauen immer schrecklichere Formen an und droht sie alle zu verschlingen …
Herausgeber:
Freigegeben:
25. Okt. 2017
ISBN:
9783743821309
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Buchvorschau

Der Würger aus dem Totenreich - A. F. Morland

München

Der Würger aus dem Totenreich

Unheimlicher Thriller von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 177 Taschenbuchseiten.

Es spukt in Oakwood Manor, aber seine neuen Besitzer wollen das nicht wahrhaben. Denn der Boxer Chester Fox, auf dem Weg zum Europameister, soll sich hier erholen und trainieren. Als sich die unheimlichen Vorfälle häufen, keimt vor allem in Chesters Freundin Linda ein schrecklicher Verdacht: Was, wenn Vorbesitzer Jason Toncer aus dem Jenseits zurückgekehrt ist? Und sein Haus wiederhaben will? Der gesunde Menschenverstand sträubt sich dagegen, so etwas zu glauben. Und doch nimmt das namenlose Grauen immer schrecklichere Formen an und droht sie alle zu verschlingen …

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Kaum ein Mensch vermochte die Einsamkeit jemals so gut zu ertragen wie Jason Toncer. Als es mit ihm aber ans Sterben ging, hatte er erstmals Angst vor dem Alleinsein. Schweißnass lag er in seinem breiten alten Himmelbett. Der Raum war unheimlich dunkel. Toncer schien sich die finsterste Nacht für sein allmähliches Ableben ausgesucht zu haben.

Draußen, rund um Oakwood Manor, tobte ein Gewitter, wie es schlimmer noch nie gewesen war. Die Welt schien sich auf ihre Weise von Jason Toncer verabschieden zu wollen. Hinter grell zuckenden, bizarr geformten Blitzen knallten ohrenbetäubende Donner her. Oakwood Manor erzitterte bis in die tiefen alten Grundfesten hinein. Ein starker Sturm pfiff, vom nahe gelegenen Moor herkommend, über den finsteren Eichenwald.

»Nicht!«, presste der alte Mann verzweifelt hervor. »Ich will nicht sterben, noch nicht!«

Mit rasselndem Atem warf er den Kopf hin und her. Ein heftiger Schüttelfrost ließ ihn lange nicht stillliegen. Dumpfe Schmerzen in den Eingeweiden verzerrten sein Gesicht zu einer hässlichen Fratze. Er war beinahe kahl. Die wenigen Strähnen, die seinen schmalen Kopf zu zieren versuchten, waren grau und klebten nun feucht darum herum.

Toncer fühlte, wie ihn die Kräfte des Lebens verließen. Er hatte das scheußliche Gefühl, sein Körper würde sich in diesem peinigenden Moment auflösen.

Wieder durchzuckte ein greller Blitz die Schwärze der unheilvollen Nacht.

Mit verkrampften Händen sträubte Toncer sich gegen das leidvolle Ende, das ihm jedoch nicht erspart bleiben würde. Das Krachen des nächsten Donners erschreckte ihn.

Das Sterben es war schlimmer, viel schlimmer, als Toncer es sich vorgestellt hatte. Wenn erst mal das Herz zum Stillstand kam, war es vorbei. Das durfte nicht sein. Er wollte weiterleben. Er hatte Pläne geschmiedet, für viele Jahre. Er durfte noch nicht sterben. Dafür war es noch zu früh. Erst musste noch verrichtet werden, was geplant war. Dann wollte er abtreten. Nicht eher aber. Mit einem Mal glaubte er, dass er noch eine Chance hatte, wenn es ihm gelang, diese eine Nacht heil zu überstehen.

Daran klammerte sich Jason Toncer. Gleichzeitig wusste er aber, dass er diese grauenvolle Nacht nicht ohne Hilfe überleben konnte.

Er brauchte Hilfe.

Und er wusste, an wen er sich in seiner großen Not wenden musste. Es gab nur einen, der ihm diesen grässlichen Tod ersparen konnte. Natürlich war dieser eine kein Mensch. Hier half die Kunst eines Menschen nicht mehr. Alle Ärzte dieser Welt wären in Jason Toncers Fall mit ihrem Latein am Ende gewesen.

Nein, wenn ihm jetzt noch jemand helfen konnte, dann war es der Fürst der Finsternis.

Es regnete heftiger. Die Sintflut schien zu kommen. Der Sturm wurde brutaler, er griff das Gebäude nun feindselig an.

Toncer bäumte sich ächzend auf. Zwar dachte er an den Teufel, aber er war nicht in der Lage, ihn zu rufen. Seine Stimmbänder schienen gerissen zu sein. Seine Zunge quoll immer stärker auf.

Toncer wusste, dass es nichts nützte, wenn er bloß an den Satan dachte. Er musste ihn rufen, ihn beschwören, musste ihn bitten, an sein Sterbelager zu kommen.

Ein furchtbares Feuer glühte in seiner Brust. Ein schreckliches Brausen füllte seinen Kopf. Er war nicht mehr imstande, klar zu denken. Wirkliches vermengte und verwischte sich mit Unwirklichem. Er geriet unversehens mehr und mehr in eine irreale Welt, die von Blitz und Donner beherrscht wurde.

Und plötzlich war es ihm möglich, jene Worte zu sagen, die den Teufel in sein Sterbezimmer zu holen vermochten.

»Satan!«, schrie er, so laut er konnte. Furcht, Hektik, Verzweiflung schwangen in seiner brüchigen Stimme mit. »Satan! Höllenfürst! Ich bitte dich, komm zu mir! Komm zu deinem treuen Diener Jason Toncer, er braucht deine Hilfe!«

Mit rasendem Herzen lag Toncer im Bett. Der Puls hämmerte wie verrückt in seinen sehnigen Handgelenken.

»Satan!«, krächzte Toncer in größter Verzweiflung noch einmal. »Höllenfürst!«

Der Sterbende wartete voll peinigender Ungeduld. Wenn der Teufel nicht schnell kam, kam er zu spät. Das blitzende, krachende Inferno schien Oakwood Manor zerstören zu wollen.

Sogar Toncers Sterbelager bebte gewaltig. Der Alte stieß einen entsetzten Schrei aus, als sein Bett plötzlich von einer riesigen, unsichtbaren Faust gepackt und kraftvoll gerüttelt wurde.

»Höllenfürst!«, brüllte Toncer. »Du bist da! Du bist gekommen!«

Ein Blitz, grell wie tausend Sonnen, fegte durch den Raum und zerrte eine hässliche Dämonenfratze aus der schwarzen Dunkelheit. Das grauenerregende Gesicht grinste. Dunkelrote Glutaugen starrten Toncer böse an. Sie glühten auch dann noch, als das in den Augen schmerzende Licht des Blitzes längst erloschen war. Grausam geformte Lippen schimmerten in diesem abstoßenden Gesicht, das sich nun dem Sterbelager des Alten näherte. Es schien zu schweben. Unter dem Teufelskopf war kein Körper zu erkennen. Im Raum stank es mit einem Mal ekelhaft nach Moder, nach verwestem und verbranntem Fleisch, nach Schwefel und Tod.

»Du hast mich gerufen, Jason Toncer!«, sagte der Satan mit einer Stimme, die das lauteste Krachen des Donners übertönte.

»Ja«, presste der Alte zitternd hervor.

»Was willst du?«

»Ich sterbe.«

»Hast du mich deshalb gerufen?«

»Ja«, keuchte Toncer. Sein weißes Nachthemd klebte eiskalt an seinem knöchernen Körper.

»Deine Seele ist mir ohnehin gewiss, Jason Toncer«, knurrte der Teufel.

»Ich weiß, Fürst der Finsternis.«

»Soll ich an deinem Bett die Totenwache halten?«

»Nein, nein!«

»Was willst du also von mir?«

»Du weißt es. Du weißt alles, du weißt auch das.«

»Ich will, dass du es mir sagst, Jason Toncer.«

»Ich brauche deine Hilfe!«

»Wozu?«

»Ich will nicht sterben!«, stöhnte Toncer.

Der Teufel grinste widerlich.

»Das will niemand, mein Freund.«

Toncer rang hilfeheischend die Hände. Seine dürren Finger krallten sich ineinander. Er bäumte sich röchelnd auf.

»Ich – ich war dir immer ein treuer Diener«, beteuerte Jason Toncer japsend, »durch viele Jahre hindurch. Ich habe nach deinen Lehren gelebt und gehandelt. Es gibt nicht viele Menschen, die so viel Böses in ihrem Leben getan haben wie ich. Das solltest du mir lohnen.«

»Was hast du für mich getan?«, fragte der Satan mit grollender Stimme.

»Du weißt es.«

»Sag es!«

»Ich habe geflucht, habe meine Mitmenschen gequält, habe gestohlen, geraubt, geschändet und sogar gemordet. Ich habe Satansmessen abgehalten. Ich habe Gott verleugnet, habe Gräber geschändet, Kirchen beschmutzt, Heiligenbilder zerstört. Ich habe alles das getan, was dir genehm ist. Ich habe deine Lehre verbreitet, habe das Böse in junge Menschen gepflanzt, war mein ganzes Leben in deinem Sinne tätig. Ich will weitermachen, Satan! Ich bin mit meiner Arbeit noch nicht fertig. Ich habe noch so viele Pläne, die verwirklicht werden sollten. Es wäre in deinem Interesse, wenn ich noch nicht sterben würde. Beschütze mich! Lasse es nicht zu, dass mich dieser widerliche Tod mitnimmt. Er ist bereits hier. Ich fühle, dass er hier im Raum ist. Schick ihn fort! Sag ihm, er soll in zehn Jahren wiederkommen. «

Der Satan lachte schauderhaft.

»Und was wäre in zehn Jahren, Jason Toncer?«

»Ich, ich verstehe nicht.«

»Würdest du dem Tod in zehn Jahren nicht dieselben Schwierigkeiten bereiten wie heute?«

»Ich bin noch nicht alt genug zum Sterben!«, schrie Toncer. »Ich kann noch viel leisten.«

»Tut mir leid, Toncer.«

»Was soll das heißen?«

»Ich kann dir nicht helfen.«

»Das ist nicht wahr!«

»Doch, Toncer, es liegt nicht im Bereich meiner Macht, dir zu helfen.«

»Das glaube ich dir nicht. Du willst mir nicht helfen. Sag es! Du willst nicht!«

»Ich kann nicht!«, kam es donnernd zurück.

Ein grauer Schatten schälte sich aus der Dunkelheit. Toncer riss bestürzt die Augen auf.

»Der Tod!«, kreischte er in namenloser Furcht. »Jage ihn fort! Lass ihn nicht an mich heran! Sag, er soll weggehen! Ich will weiterleben! Sag es ihm!«

»Ich kann dir nicht helfen«, antwortete der Fürst der Finsternis. »Er ist stärker als ich, Jason.«

»Schwächling!«, brüllte Toncer in panischer Furcht. Der graue Schatten hatte nun schon fast sein Bett erreicht. »Ich hätte nicht gedacht, dass du ein solch erbärmlicher, jämmerlicher Schwächling bist. Ich hätte mit dir nichts anfangen sollen, du bist es nicht wert. Du bist eine miese kleine Kreatur, die nicht einmal imstande ist, den Tod aufzuhalten. Ich verabscheue dich. Du kotzt mich an! Ich finde dich widerlich, du lächerlicher Hanswurst. Wann bist du denn jemals stark? Sag es mir, wann?«

»Halt endlich dein lästerliches Maul!«, schrie der Teufel wütend zurück.

»Feigling! Elender Feigling!«

»Ich werde dich mit aller mir zu Gebote stehender Härte bestrafen, wenn du mich noch einmal beleidigst, Jason Toncer!«, grollte der Fürst der Finsternis.

»Du zeigst nur den Schwächeren, wie mächtig du bist. Warum versuchst du deine Kraft nicht an diesem Gesandten da?«

»Es hätte keinen Sinn, ich würde unterliegen«, erwiderte der Teufel ernst. »Aber ich will dir beweisen, wozu ich fähig bin. Ich werde dir helfen, Jason Toncer. Du sollst sehen, wie mächtig ich bin. Ich kann zwar deinen Tod nicht verhindern, dich jedoch aus dem Reich der Toten zurückkehren lassen.«

»Tatsächlich? Bist du dazu in der Lage?«, fragte Toncer schnell. Er hatte nicht mehr viel Zeit. Der graue Schatten hatte ihn bereits erreicht.

»Du wirst in dieses Haus zurückkehren, Jason Toncer!«, sagte der Fürst der Finsternis mit der Festigkeit eines Gelöbnisses.

»Wann?«, fragte Toncer aufgeregt.

»Bald. Und du wirst Angst, Schrecken und Unheil verbreiten. Ich werde dich mit übernatürlichen Fähigkeiten ausstatten. Du wirst der grauenerregendste Dämon sein, den ich jemals geschaffen habe.«

Ein tiefer Seufzer der Erleichterung entrang sich Jason Toncers schmaler Brust.

Er legte sich entspannt auf den Rücken. Mit einer allmählich kraftlos werdenden Stimme sagte er: »Gut, dann will ich jetzt sterben.«

2

Atemlos und klatschnass kämpfte Andrew Parker gegen Wind und Regen an. Er stemmte sich gegen den Sturm, der seine Kleider um seinen Körper knattern ließ und ihn zu Boden schleudern wollte. Er hatte am ganzen Leib keine einzige trockene Stelle mehr. Fluchend und missmutig quälte er sich durch den rabenschwarzen Eichenwald, begleitet von grell zuckenden Blitzen.

Parker war ein mieser kleiner Taugenichts. Er arbeitete ungern und deshalb auch höchst selten. Zumeist ließ er sich von Freunden aushalten. Er hatte keine Familie und keine Angehörigen. Er stand allein in einer Welt, die ihm nicht behagte und mit deren Gesetzen und Spielregeln er sich einfach nicht anfreunden konnte. Wenn es ihm möglich war, etwas zu stehlen, dann machte er das ohne Gewissensbisse. Das Diebesgut verkaufte er irgendwo unter der Hand, und das dafür erhaltene Geld setzte er zu einem kleinen Teil in Nahrung, zum Großteil aber in Schnaps um.

Parker war ein schmaler, drahtiger Geselle. Niemand im Dorf hatte ihn jemals mit neuen Kleidern gesehen. Sein Gesicht war meistens zu einer grimmigen Maske erstarrt. Wenn er lächelte, dann immer nur deshalb, um seine Mitmenschen zu täuschen.

Er hätte nicht durch den unheimlichen Wald zu gehen brauchen. Es wäre weit ungefährlicher gewesen, die gewundene Straße zu benutzen. Trotzdem hatte Andrew Parker diesen Heimweg gewählt, denn er brachte ihm einen echten Zeitgewinn von zwanzig Minuten.

Matt und erhitzt trat Andrew Parker aus dem Wald. Wie eine gespenstische Kulisse erhob sich vor ihm Oakwood Manor. Blitze umrasten es. Donner brüllten darüber hinweg.

Die Leute im Dorf mieden dieses alte Bauwerk. Sie mieden es vor allem wegen Jason Toncer, der ihnen nicht geheuer war. Man raunte sich hinter der vorgehaltenen Hand zu, dass Toncer mit dem Teufel im Bunde wäre. Und man trachtete vor allem, junge Mädchen von ihm fernzuhalten, denn man war der Meinung, sein böser Blick wäre imstande, die unschuldigen Dinger zu behexen.

Andrew Parker glaubte zwar an all diesen Unsinn nicht, aber er spürte doch ein unangenehmes Prickeln im Nacken, als er nun auf Oakwood Manor zuging, denn daran musste er vorbei, wenn er den kürzesten Weg nach Hause nehmen wollte.

Je näher Parker an das Gebäude herankam, desto unheimlicher wurde ihm zumute.

Deutlich war das gespenstische Jammern, Wimmern und Heulen des Sturmes zu hören. Parker hob die Schultern und klemmte den Kopf dazwischen.

»Verfluchtes Wetter!«, schrie sich Parker seine Stinkwut von der Seele. »Verdammte Nacht!«

Plötzlich stutzte er.

Er blieb zwanzig Meter vor Oakwood

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