Genießen Sie diesen Titel jetzt und Millionen mehr, in einer kostenlosen Testversion

Nur $9.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Mord maritim: SoKo Hamburg 8 - Ein Heike Stein Krimi

Mord maritim: SoKo Hamburg 8 - Ein Heike Stein Krimi

Vorschau lesen

Mord maritim: SoKo Hamburg 8 - Ein Heike Stein Krimi

Länge:
130 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 25, 2017
ISBN:
9783739662497
Format:
Buch

Beschreibung

Ninjas im Hamburger Hafen?
Als Kapitän Peter Rasmus an Bord seines Schiffs sterben muss, kann Kommissarin Heike Stein einen Selbstmord schnell ausschließen. Es gab also einen Mord, aber warum?
Welches Geheimnis verbirgt sich in den Laderäumen der FrisiaII?
Als ein zweites Verbrechen im Hafen geschieht, wird die Ermittlung nur noch mysteriöser. Außerdem muss sich Heike Stein auch noch mit einer hinterhältigen Kollegin herumärgern, die ihre ganz eigenen Pläne verfolgt.
Als Heike Stein das Rätsel endlich lösen kann, wird eine Messerklinge für sie selbst zur tödlichen Bedrohung.

Aktuelle Informationen, ein Gratis-E-Book und einen Newsletter gibt es auf der Homepage: Autor-Martin-Barkawitz.de
Der Autor
Martin Barkawitz schreibt seit 1997 unter verschiedenen Pseudonymen überwiegend in den Genres Krimi, Thriller, Romantik, Horror, Western und Steam Punk.  Er gehört u.a. zum Jerry Cotton Team. Von ihm sind mehrere hundert Heftromane, Taschenbücher und E-Books erschienen.
 
SoKo Hamburg - ein Fall für Heike Stein:
 

- Tote Unschuld
- Musical Mord
- Fleetenfahrt ins Jenseits
- Reeperbahn Blues
- Frauenmord im Freihafen
- Blankeneser Mordkomplott
- Hotel Pacific, Mord inklusive
- Mord maritim
- Das Geheimnis des Professors
- Hamburger Rache
- Eppendorf Mord
- Satansmaske
- Fleetenkiller
- Sperrbezirk
- Pik As Mord
- Leichenkoje
- Brechmann
- Hafengesindel
- Frauentöter
- Killer Hotel
- Alster Clown
- Inkasso Geier
- Mörder Mama
- Hafensklavin
- Teufelsbrück Tod

Ein Fall für Jack Reilly
 

- Das Tangoluder
- Der gekreuzigte Russe
- Der Hindenburg Passagier
- Die Brooklyn Bleinacht
- Die Blutstraße
- Der Strumpfmörder
- Die Blutmoneten
Vom gleichen Autor:

Der Schauermann - ein historischer Hamburg Thriller aus dem Jahre 1892.
"Super geschriebener Roman" (Leser)

Blutmühle - Dark Fantasy Roman.
"Sehr spannend und gut zu lesen" (Leser)

Höllentunnel - Mystery Thriller
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 25, 2017
ISBN:
9783739662497
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Mord maritim

Titel in dieser Serie (23)

Mehr lesen von Martin Barkawitz

Ähnliche Bücher

Ähnliche Artikel

Buchvorschau

Mord maritim - Martin Barkawitz

1

Kapitän Peter Rasmus war ein gutaussehender Mann. Sein kantiges, wettergegerbtes Gesicht mit den stahlblauen Augen wirkte sympathisch. Rasmus saß an seinem Schreibtisch in der Kapitänskajüte und arbeitete an einigen Frachtbriefen. Er trug seine blaue Uniform mit den goldenen Ärmelstreifen, die seinen Rang auswiesen.

Der Kommandant der Frisia II ahnte nicht, dass er in dieser Nacht sterben würde.

Von draußen drangen die typischen Hafengeräusche an sein Ohr. Das Tuckern der Schlepper, die Rufe der Hafenarbeiter, das Rattern der rangierenden Züge. Heutzutage wurden die Waren meist direkt vom Schiffsbauch auf Straße und Schiene umgeladen. Lagerhaltung war ein teurer Luxus geworden.

Das galt doppelt und dreifach in den Zeiten der Finanzkrise. Fast ein Drittel aller Containerschiffe der Welt hatten Hamburg als Heimathafen. Doch wenn zu wenige Waren verschifft wurden, gab es keine Arbeit für die Offiziere und Besatzungen. Der Kommandant der Frisia II erinnerte sich schaudernd an die zahlreichen Containerschiffe, die vor dem Hafen von Singapur ohne Fracht auf Reede lagen. Sie warteten auf einen neuen Auftrag, der vielleicht nie kommen würde. Es gab einfach zu viel Fracht-Tonnage auf der Welt.

Kapitän Rasmus hatte noch andere Zeiten miterlebt. Obwohl er sich mit seinen einundfünfzig Jahren noch keineswegs alt fühlte. Nur wenige graue Strähnen durchzogen sein störrisches blondes Haar.

Der Mann in der Kajüte warf einen Blick auf die Wanduhr. Sie zeigte schon fast Mitternacht. Rasmus beschloss, die restlichen Arbeiten am nächsten Morgen zu erledigen.

Da öffnete sich plötzlich die Kabinentür!

Der Kapitän zog unwillig die Augenbrauen zusammen. Er konnte es nicht ausstehen, wenn er unangemeldeten Besuch bekam. Aber als er die Person erkannte, wurden seine Augen ganz groß vor Erstaunen. Und vor Furcht, obwohl er kein Feigling war.

»Du …?«

Dies war das letzte Wort, das über die Lippen des Kapitäns kam. Ein Wurfmesser bohrte sich in seine Brust. Rasmus stieß einen schaurigen Todesschrei aus. Er kippte nach hinten, fiel schwer auf den stählernen Boden der Kajüte.

Der Mörder kam herein. Seine behandschuhten Hände drückten die Finger des Sterbenden um den Griff des Wurfmessers. Dieser ragte aus der blutenden Brustwunde.

Rasmus hatte nur noch wenige Sekunden zu leben. Als seine Augen brachen, hatte der Täter die Kabine bereits wieder verlassen.

2

Kriminalhauptkommissarin Heike Stein lächelte, als der Einsatzbefehl kam. Sie tat das natürlich nicht, weil sie sich über eine Straftat gefreut hätte. Die blonde Kriminalistin arbeitete schon lange genug bei der Sonderkommission Mord der Kripo Hamburg. Jeder Ermordete war in ihren Augen ein Ermordeter zu viel. Außerdem konnte ihr Chef, Kriminaloberrat Dr. Magnussen, ihr Lächeln gar nicht sehen. Er hatte sie nämlich telefonisch angewiesen, sich um den Fall zu kümmern.

»Da kann Ihre Praktikantin gleich etwas lernen, Frau Stein!«, bellte Dr. Magnussen noch, bevor er das Gespräch beendete.

Heike legte ebenfalls den Hörer auf. Heike blickte der anderen jungen Frau ins Gesicht, die außer ihr selbst in den nächtlich-verwaisten Büros der Sonderkommission im Polizeipräsidium saß. Das Gebäude befand sich in dem ruhigen vorstädtischen Stadtteil Alsterdorf.

Kriminaloberkommissarin Irene Lindinger war sichtbar nervös und unsicher. Und das war auch kein Wunder. Ihre erste Dienstnacht in Hamburg – und schon stand ein mutmaßlicher Mordfall auf dem Plan!

Irene war allerdings keinesfalls eine Praktikantin, wie Dr. Magnussen sie fälschlicherweise bezeichnet hatte. Heike wusste aus bitterer eigener Erfahrung, dass ihr Vorgesetzter überhaupt nichts von Frauen im Polizeidienst hielt. Da kümmerte es ihn auch herzlich wenig, dass Irene den Rang einer Kriminaloberkommissarin hatte und über mehrere Jahre Diensterfahrung verfügte. Aber man hatte ihm die junge Frau eben »aufs Auge gedrückt«, wie er selbst es nannte.

»Dann wollen wir mal ins kalte Wasser springen, Irene«, sagte Heike und stand auf. »Wortwörtlich musst du meinen Spruch aber nicht nehmen – obwohl der Alarm aus dem Hafen kam.«

»Eine Wasserleiche?«, fragte Irene entsetzt. Heike wusste, dass ihr Schützling bisher nur im Betrugsdezernat gearbeitet hatte. Dort gab es äußerst selten Todesfälle. Aber während der Ausbildung bekam man Wasserleichen zumindest auf Fotos zu sehen. Und das war wirklich kein schöner Anblick.

»Nein, keine Wasserleiche.« Heike blickte auf die Notizen, die sie sich während des Telefonats gemacht hatte. »Der Kapitän eines Frachters ist tot. Selbstmord oder Mord, das steht noch nicht fest. Unsere Kollegen von der Spurensicherung und von der Gerichtsmedizin werden bereits vor Ort sein. – Dann wollen wir mal!«

Irene folgte der Hamburgerin wie ein treues Hündchen. Was blieb ihr auch anderes übrig? Die Oberkommissarin stammte aus Nürnberg, war zum ersten Mal in ihrem Leben in Hamburg. Vier Wochen lang sollte sie die Arbeit der Sonderkommission bei der Kripo Hamburg kennen lernen Grundlage dafür war ein länderübergreifendes Austauschprogramm der Polizei.

Die beiden Kriminalistinnen bekamen von der Fahrbereitschaft einen zivilen VW Golf mit Polizei-Funkgerät. Während Heike den Wagen startete, begann sie ein Gespräch. Sie wollte Irene die Nervosität nehmen.

»Wusstest du, dass Hamburg den größten Hafen Deutschlands besitzt?«

»Nein, Heike. Ich meine … ich habe mir darüber noch nie Gedanken gemacht.«

»Kann ich mir vorstellen«, schmunzelte die blonde Hamburgerin. »Wenn man im Binnenland lebt, ist das verständlich. Aber wir haben den Hafen hier direkt vor der Nase. Der Hafen hat Hamburg reich gemacht. Das ist eine Tatsache.«

Während sie redete, trieb Heike den Wagen zügig nach Süden. Auf den nächtlich-leeren Straßen kamen die beiden Frauen gut voran. Als sie die Baakenbrücke überquerten, wurden Irenes Augen ganz groß. Und in diesem Moment verstand die Nürnbergerin den Stolz, der aus den Worten ihrer Hamburger Kollegin sprach.

Das Panorama des nächtlichen Hafens zeigte eine riesige Zone fiebriger Aktivität. Kräne waren in Betrieb, größer und höher als die höchsten Kirchtürme Nürnbergs. Container wurden auf LKWs und Güterzüge verladen. Es herrschte hektische Betriebsamkeit.

Der Hamburger Hafen ist ein so genannter offener Tidehafen, unterliegt also dem Wechsel von Ebbe und Flut. Mit seinen 7.236 Hektar ist er nach Rotterdam und Antwerpen der drittgrößte Hafen Europas. 9,7 Millionen Standardcontainer wurden 2008 dort umgeschlagen. Doch nicht nur im Frachtbereich, auch als Anlaufpunkt für Kreuzfahrtschiffe gewann der Hafen immer mehr an Bedeutung.

»Die Zeiten der Seefahrerromantik sind wohl vorbei«, seufzte Heike. »Aber ich kann mir nicht helfen – die Atmosphäre packt mich immer noch, obwohl ich in Hamburg geboren und aufgewachsen bin.«

Irene nickte nur. Sie schaute die kleinen und großen Schiffe aus aller Herren Länder an, die an den Kais festgemacht hatten. Die Frachter stammten aus China und Norwegen, aus Nigeria und Australien und Malta und unzähligen anderen Staaten.

»Da ist der Grasbook«, sagte Heike und zeigte auf eine Ansammlung von Lagerschuppen. »Dort wurde im Mittelalter der Seeräuber Klaus Störtebeker hingerichtet. – Und weiter links dürfte unser aktueller Tatort sein.«

Nun erblickte auch Irene den Streifenwagen, der mit rotierendem Blaulicht neben der mächtig aufragenden Bordwand eines Frachtschiffs stand. Am Heck des Wasserfahrzeugs war der Name zu lesen: Frisia II. Und darunter der Heimathafen: Hamburg.

Im Näherkommen erkannte Heike auch die Fahrzeuge von Spurensicherungsteam und von der Gerichtsmedizin.

Die beiden Kriminalistinnen stiegen aus. Irene fröstelte leicht in der steifen Brise, die von der Nordsee her kam. Die Nürnbergerin war mit ihrem altrosa Leinenkostüm, Bluse und Strumpfhosen eindeutig zu leicht angezogen für eine Hamburger Frühlingsnacht.

Heike hingegen trug nicht nur einen knielangen grauen Wollrock, sondern auch einen Rollkragenpullover aus dem gleichen Material. Ihre Beine steckten in warmen, blickdichten Strumpfhosen. Da sie auch noch einen blauen zweireihigen Blazer mit Hamburg-Wappen auf der Brusttasche trug, sah sie in dieser Nacht ganz besonders hanseatisch aus.

Heike hängte ihren Dienstausweis an ihr Revers. Irene folgte ihrem Beispiel. Aber der uniformierte Polizist, der am Zugang zum Schiff Wache schob, hatte die blonde Hamburgerin sowieso schon erkannt.

»Ach, Sönkes Tochter höchstpersönlich! Na, dann kann der Mörder ja einpacken!«

Heike lächelte, als hätte sie in eine Zitrone gebissen.

»Du hattest auch schon mal einen besseren Schnack drauf. – Wo ist der Tote?«

»In der Kapitänskajüte«, grinste der Polizist.

Heike und Irene kletterten zur Bordwand empor.

»Puh, ist diese Treppe steil!«, stöhnte die Nürnbergerin.

»Das ist keine Treppe, sondern eine Gangway«, erklärte Heike.

»Ach so. Und wieso kennt der Kollege deinen Vater? Mit Sönkes Tochter warst doch du gemeint, oder?«

»Richtig, Irene. Er kennt meinen alten Herrn, weil jeder Polizist in Hamburg Sönke Stein kennt – den ehemaligen Dienststellenleiter der Davidwache auf St. Pauli.«

Während sie miteinander sprachen, erklommen Heike und Irene die steile Gangway. Nur wenige Lampen erhellten den stählernen Riesenleib

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Mord maritim denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen