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Das magische Amulett #52: Straße des Verderbens: Cassiopeiapress Romantic Thriller

Das magische Amulett #52: Straße des Verderbens: Cassiopeiapress Romantic Thriller

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Das magische Amulett #52: Straße des Verderbens: Cassiopeiapress Romantic Thriller

Länge:
109 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 6, 2017
ISBN:
9783739665757
Format:
Buch

Beschreibung

Das magische Amulett Band 52
Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 100 Taschenbuchseiten.

Emanuel Curton wählt einen mehr als fragwürdigen Weg, um seine Ehe zu retten – was wiederum Amulettjägerin Brenda Logan auf den Plan ruft. Gelingt es Brenda diesmal, einen entscheidenden Schlag gegen die berüchtigte Amulett-Schmiede durchzuführen? Oder greift sie zu spät ein? Die Ereignisse überschlagen sich und es kommt zu einem dramatischen Showdown im Keller einer Villa.
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 6, 2017
ISBN:
9783739665757
Format:
Buch

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Das magische Amulett #52 - Jan Gardemann

München

STRASSE DES VERDERBENS

Das magische Amulett Band 52

Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 100 Taschenbuchseiten.

Emanuel Curton wählt einen mehr als fragwürdigen Weg, um seine Ehe zu retten – was wiederum Amulettjägerin Brenda Logan auf den Plan ruft. Gelingt es Brenda diesmal, einen entscheidenden Schlag gegen die berüchtigte Amulett-Schmiede durchzuführen? Oder greift sie zu spät ein? Die Ereignisse überschlagen sich und es kommt zu einem dramatischen Showdown im Keller einer Villa.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing

sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement

mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2016

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Prolog

Mir stockte der Atem, als ich die affenähnliche Gestalt auf dem Bildschirm erblickte. Sie war am ganzen Körper und auch im Gesicht mit drahtigem schwarzem Fell bedeckt und steckte in einer Jeans und einem seltsamen grasgrünen T-Shirt mit einer lustigen Aufschrift. Mit nach vorn gebeugtem Oberkörper und schwankendem Gang hielt die erschreckende Gestalt zielstrebig auf die Kamera zu, als wüsste sie genau, wo sie sich befand. Das Büro war zur Zeit der Aufzeichnung noch unversehrt, das war deutlich zu erkennen. Im nächsten Moment sprang die Gestalt auf einen unter der Kamera aufgestellten Tisch. Dann füllte das behaarte Gesicht des Ungeheuers den ganzen Bildschirm aus ...

1

Im Institut für zeitgenössische Kunst in London fand an diesem Abend eine der inzwischen legendär gewordenen Club-Nights statt. Der Saal, in dem sonst Ausstellungen oder Kunst-Happenings stattfanden, hatte sich in eine bunt illuminierte prallvolle Tanzhalle verwandelt, die von den dumpfen Erschütterungen der Bass boxen förmlich vibrierte.

Hinter einem langgestreckten Tisch auf einem Podest groovte ein kahlköpfiger DJ lässig auf und nieder. Sein bloßer Oberkörper war mit grellen Neonfarben bemalt, und er trug ein verzücktes Lächeln zur Schau, während er an den beiden Schallplattenspielern und dem Mischpult herumhantierte.

Der DJ presste sich hin und wieder die Muschel eines Kopfhörers gegen das rechte Ohr oder hob den. Arm, um die tanzende Menge mit ausgestrecktem Zeigefinger anzufeuern.

Auf der Tanzfläche vor ihm drängelten sich Hunderte Clubbesucher, sie tanzten ekstatisch oder nickten nur cool zum Rhythmus der Musik. Bunte Lichter zuckten über die Köpfe der überwiegend ziemlich schrill gekleideten Leute hinweg. Die Luft war von Lärm, den Duftnoten teurer Parfüms und Körperausdünstungen geschwängert. Es war hier so schwül wie in einem tropischen Regenwald.

All dies schien Emanuel Curton jedoch nicht zu berühren. Mit dem Rücken an der Wand stand er am Rand der Tanzfläche und ließ seinen Blick unstet umherschweifen, als würde er nach jemand Ausschau halten.

Die Hände hatte der junge Mann missmutig in den Taschen seiner schwarzen Stoffhose vergraben, die eine auffällige Bügelfalte aufwies. Sein Blazer stand vorn offen und bildete mit seiner unbestimmten hellen Farbe eine gute Projektionsfläche für das bunte Spotlicht, das Emanuel hin und wieder streifte. Das grasgrüne T-Shirt war dafür umso auffälliger. Ein aufgedrucktes Schild prangte über der breiten Brust. »Betreten der Grünfläche verboten« stand darauf geschrieben.

Emanuels schwarzes dichtes Haar war kaum verschwitzt – ganz im Gegensatz zu den anderen Clubgästen, die sich auf der Tanzfläche verausgabten. Trotz seiner legeren Klamotten und der lässigen Körperhaltung war dem jungen Mann dennoch anzusehen, wie angespannt er in Wahrheit war und wie deplatziert er sich in diesem Augenblick vorkam.

Sein Kopf ruckte erwartungsvoll herum, als sich ihm plötzlich von der Seite ein Mann näherte. Doch der Fremde beachtete Emanuel Curton nicht, sondern schob sich, mit zwei gefüllten Longdrinkgläsern über den Kopf erhoben, grob an ihm vorbei.

Emanuel fluchte verhalten, was wegen des Lärms aber natürlich niemand mitbekam. Er presste die Lippen aufeinander und starrte düster vor sich hin. Hätte er es vermocht, er hätte seine Hände nun noch tiefer in die Hosentaschen gesteckt. Doch seine Fäuste pressten sich bereits so vehement gegen das Innenfutter der Tasche, dass diese aus den Nähten zu platzen drohte.

Die Frau, die plötzlich neben ihm aufgetaucht war, bemerkte Emanuel erst, als sie ihn mit ihrer Schulter sanft aber bestimmend berührte.

Emanuel fuhr herum und stierte die Frau misstrauisch an. Sie war fast einen Kopf kleiner als er. Ihr Gesicht konnte er jedoch nicht erkennen, denn sie verbarg es hinter einer Karnevalsmaske, wie sie in Venedig oder auf Hofbällen getragen wurde. Die Maske verdeckte nur die Augenpartie der Frau und den Ansatz ihrer Nase. Sie war mit glitzernden Pailletten bestickt und an den Seiten mit bunten Federn beklebt, die nervös im Windhauch der Tanzenden herumflirrten.

Die grünen Augen hinter der Maske hatten einen für Emanuel schwer zu deutenden Ausdruck.

Sie stützte sich mit der Hand auf Emanuels Schulter und stellte sich auf die Zehenspitzen, um ihren Mund näher an sein Ohr heranzubringen.

»Du siehst aus, als hätte dich jemand versetzt, Süßer!«, rief sie gegen den Lärm der Musik an.

Missmutig schüttelte Emanuel ihre Hand ab. »Ich wüsste nicht, dass dich das etwas angeht!«, blaffte er.

Unter anderen Umständen hätte er sich vielleicht auf einen Flirt mit dieser Fremden eingelassen. Doch dazu war er jetzt nicht in der Stimmung.

»Vielleicht könnte ich ja dazu beitragen, deine Laune wieder zu heben«, blieb die Frau hartnäckig. Sie grinste lasziv, und die Zähne, die durch die kaum geöffneten grellgeschminkten Lippen hervorleuchteten, wirkten in dem bunten zuckenden Licht fast unnatürlich weiß.

Emanuel betrachtete die Fremde nun genauer. Ihr Haar war dunkelrot und kurz. Doch es war unter diesen Lichtverhältnissen nicht ersichtlich, ob es sich um die natürliche Haarfarbe der Frau handelte oder ob ihr Haar bloß gefärbt war.

Emanuel ließ seinen Blick über das glitzernde Top der Frau gleiten. Ihre Brüste wurden von dem straff gespannten Stoff niedergedrückt und ließen sie kleiner erscheinen, als sie vermutlich waren. Auch der Minirock schien um mindestens eine Nummer zu klein zu sein, so dass der weiße Slip der jungen Frau verführerisch unter dem Rocksaum hervorleuchtete. In ihrem Bauchnabel steckte ein roter Glasstein, der geheimnisvoll funkelte.

Die junge Frau sah sehr ansprechend und appetitlich aus – das musste Emanuel voller Wehmut feststellen. Trotzdem winkte er unwirsch ab und setzte eine abweisende Miene auf.

Er hatte schon genug Schwierigkeiten und keine Lust, sein Leben noch komplizierter zu machen. Außerdem hatte er sich geschworen, sich voll und ganz auf seine Frau Marion zu konzentrieren. Sonst würde er Gefahr laufen, sie für immer zu verlieren. Und um genau dies zu verhindern, war er an diesem Abend in das Institut für zeitgenössische Kunst gekommen.

»Lass mich in Ruhe, Puppe, du hättest sowieso keine Freude an mir!« Seine Stimme klang verbitterter, als ihm lieb gewesen wäre. Die Sache mit Marion setzte ihm noch viel mehr zu als er befürchtet hatte. Was seine Frau anbetraf, war er mit seinem Latein am Ende. Er bekam mal wieder in aller Deutlichkeit vor Augen geführt, wie hilflos er war und wie sehr er auf Hilfe von außen angewiesen war.

Aber diese Hilfe wollte sich anscheinend nicht einstellen.

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