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N.Y.D. - Die Hudson-Gang: New York Detectives

N.Y.D. - Die Hudson-Gang: New York Detectives

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N.Y.D. - Die Hudson-Gang: New York Detectives

Länge:
177 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
6. Juni 2019
ISBN:
9783739629407
Format:
Buch

Beschreibung

Ein Krimi aus der Serie "N.Y.D. - New York Detectives", packend in Szene gesetzt von A. F. Morland.

Der Umfang dieses Buchs entspricht 151 Taschenbuchseiten.

Gemeinsam sind sie unschlagbar, und es gibt nichts, wovor sie zurückschrecken. Um nach ganz oben zu kommen, nehmen sie auch den Tod Unschuldiger in Kauf – aber dann nimmt Bount Reiniger ihre Spur auf ...

Mit einem Titelbild von Firuz Askin.
Herausgeber:
Freigegeben:
6. Juni 2019
ISBN:
9783739629407
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Buchvorschau

N.Y.D. - Die Hudson-Gang - A. F. Morland

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Die Hudson-Gang

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 151 Taschenbuchseiten.

Gemeinsam sind sie unschlagbar, und es gibt nichts, wovor sie zurückschrecken. Um nach ganz oben zu kommen, nehmen sie auch den Tod Unschuldiger in Kauf – aber dann nimmt Bount Reiniger ihre Spur auf ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

Erstveröffentlichung: 1985

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Alle lagen auf dem Boden – wie bei einem Fliegerangriff. Doch das lief nicht. Es war ein ganz gewöhnlicher Banküberfall.

Die vier maskierten Gangster sahen alle gleich aus. Sie trugen blaue Jeansanzüge, hatten sich rauchgraue Nylonstrümpfe über den Kopf gezogen und hielten Maschinenpistolen in ihren Händen.

Kunden, Bewachungspersonal, Bankangestellte ... Alle hatten sie unter Kontrolle und befanden sich bereits auf dem Rückzug.

„Keiner bewegt sich! Sollte einer von euch den Helden spielen wollen, ist er ‘ne Leiche!", schnarrte einer der Maskierten.

Der Nylonstrumpf verbog ihm die Nase und verzerrte seinen Mund zu einer seltsamen Sichel. Als sie die Bank betreten hatten, galten ihre ersten Feuerstöße den Video-Überwachungskameras, damit die Polizei sie später nicht zu intensiv studieren konnte.

Vor dem Schalter für Privatkonten lag eine junge Frau und weinte. Der Mann neben ihr war im Begriff, sich in streng riechenden Schweiß aufzulösen.

Der Filialleiter verfluchte sich im Geist, weil er so wenig Mut hatte, und die Kassiererin erfuhr zum ersten Mal in ihrem Leben, was echte Angst ist.

Während ein Maskierter den Rückzug sicherte, setzten sich die anderen mit prall gefüllten schwarzen Kunststoffsäcken zum Ausgang ab.

Ihre Gestalten spiegelten sich auf dem glänzenden hellen Travertinboden. Jetzt setzte sich auch der vierte Gangster in Bewegung.

Der Lauf seiner MPi schwenkte ständig hin und her. Das schwarze Mündungsauge war höchst wachsam und würde sofort Feuer speien, wenn es jemand wagte, den Kopf zu heben.

Der erste Bankräuber stieß die Glastür auf, rammte den Fuß gegen den Aluminiumrahmen und hielt die Tür auf diese Weise für seinen Komplizen auf.

Draußen stand ein Wagen mit laufendem Motor. Gestohlen – versteht sich. Es würde nur wenige Sekunden in Anspruch nehmen, die Beute in den Kofferraum zu werfen, einzusteigen und abzurauschen ...

Der zweite Maskierte glitt an dem, der die Tür aufhielt, vorbei. Es war abgemacht, dass er sämtliche Fahrzeugtüren öffnen sollte. Er war auch der Fahrer.

Mit langen Schritten erreichte er das Fluchtauto. Er öffnete den Kofferraum und die Türen auf der Gehsteigseite.

Nachdem sein Geldsack in den großen, aufnahmefähigen Kofferraum geplumpst war, riss er auch noch die beiden anderen Türen auf und schwang sich hinter das Lenkrad.

,,Jetzt du!, zischte der „Türsteher, und der nächste Mann setzte sich in Bewegung. Geld und MPi landeten im Kofferraum, der Gangster ließ sich auf den Beifahrersitz fallen und wollte sich schon die Maske vom Kopf reißen.

,,Noch nicht!, sagte der Fahrer schnell. „Hast du‘n Knall?

Der Coup schien ohne Probleme über die Bühne zu gehen. Genauso hatten es sich die Gangster vorgestellt.

Der „Türsteher" winkte den Vorposten zurück, und der machte einen Fehler, der doch noch zu Komplikationen führte ...

Der Überfall wurmte Pete Ronnings so sehr, als gehörte die Bank ihm und die Verbrecher würden sein schönes Geld zur Tür hinaustragen, dabei war es nur Ronnings‘ Aufgabe, darauf zu achten, dass hier nichts abhanden kam.

Ronnings war ein sehr ehrgeiziger Polizist, der seinen Job sehr ernst nahm, und wenn man von ihm verlangte, er solle aufpassen, dass in der Bank nichts geklaut wurde, sah er es als eine persönliche Beleidigung an, wenn Gangster ihn ignorierten und vor seiner Nase eiskalt absahnten.

Wutschnaubend lag er auf dem Bauch, seine Augen versprühten zornige Funken. Diese gottverdammten Kerle nahmen ihn nicht ernst. Das wollte er sich nicht gefallen lassen.

Okay, er war nicht allein für die Sicherheit der Bank verantwortlich. Da war auch noch Henry Gulp, sein Kollege, aber Henry war nicht mehr der Jüngste, und vor Maschinenpistolen hatte er einen Mordsrespekt.

Pete Ronnings jedoch war nicht gewillt, sich von den automatischen Kugelspritzen einschüchtern zu lassen. Die Gangster hatten ihn frech herausgefordert. Er wartete jetzt nur auf eine Chance, es zumindest einem von ihnen zu besorgen.

Wenn es ihm gelang, einen an der Flucht zu hindern, waren die anderen auch so gut wie geliefert. Der Mann würde früher oder später seine Freunde verpfeifen, und dann war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Pokerrunde im Gefängnis vollzählig war.

Noch wartete Ronnings. Schweiß glänzte auf seiner Stirn, und seine Nerven waren bis zum Zerreißen angespannt.

Normalerweise zog er seinen Dienstrevolver genauso schnell wie ein Westernheld. Im Liegen würde es wohl einen Sekundenbruchteil länger dauern.

Er streifte den Graukopf Henry Gulp mit einem raschen Blick. Sein Kollege flehte mit den Augen: Tu‘s nicht, Pete! Mach keinen Blödsinn!

Gulp wusste, was Ronnings vorhatte, und er fürchtete für dessen Leben. Aber auch das Leben aller anderen in der Bank befindlichen Menschen war in Gefahr, wenn Pete Ronnings zur Waffe griff, denn dann würden die Gangster eine Strafsalve abfeuern und Unschuldige treffen.

In diesem Moment drehte sich der Gangster, der sich als letzter absetzte, um. Auf so eine Gelegenheit hatte Pete Ronnings gewartet. Jetzt war er nicht mehr zu halten.

Der Kerl an der Tür konnte ihn nicht sehen, denn sein Komplize verdeckte ihm die Sicht. Pete Ronnings griff zum Revolver, riss ihn aus dem Leder und schnellte gleichzeitig hoch.

„Nein!", schrie eine verstörte Frau und alarmierte damit die Verbrecher.

„Vorsicht, Flipper!, brüllte der „Türsteher, und sein Freund kreiselte in Gedankenschnelle herum.

Seine Maschinenpistole schwang mit und fing schon an zu rattern, bevor sie auf Pete Ronnings wies. Die Einschläge rasten auf den Polizisten zu, fetzten lange Splitter aus der mit Holz getäfelten Wand und erreichten den Uniformierten.

Mehrere Kugeln trafen den Cop und schüttelten ihn. Sie stießen ihn zurück und gegen die Wand. Ronnings‘ Gesicht verzerrte sich, obwohl er keine Schmerzen hatte.

Er spürte nur die furchtbar harten Schläge gegen die Brust, schoss zweimal zurück, ehe der Revolver seiner Hand entfiel, doch seine Kugeln verfehlten ihr Ziel.

„Los! Raus!, zischte der „Türsteher.

Jetzt wurde es doch eine überstürzte Flucht. Waffen und Geldsäcke flogen in den Kofferraum, der Deckel schnappte zu, die Gangster sprangen in das Fahrzeug, und der Fahrer wollte wissen, was passiert war.

„Erfährst du später!, keuchte der Mann, der Ronnings niedergeschossen hatte. „Gib Gas, Mann! Wir müssen schnellstens weg von hier!

Der Motor heulte auf, die Pneus quietschten, drehten durch, und bläulicher Qualm stieg hoch. Als die Reifen griffen, zischte der Wagen wie eine Rakete ab.

2

Es vergingen mehrere Schrecksekunden. Henry Gulp war der erste auf den Beinen. „Pete! Großer Gott, Pete!"

Der grauhaarige Polizist eilte zu seinem Kollegen. Einer nach dem anderen wagte es aufzustehen.

Der Filialleiter löste Alarm aus, und Gulp schrie, der Mann solle einen Krankenwagen für Pete Ronnings rufen. „Aber machen Sie schnell, Mister Safran! Es geht um Leben und Tod! Machen Sie denen das klar!"

Große Aufregung in der Bank. Und alle redeten durcheinander, um ihre schreckliche Nervosität loszuwerden.

„Wenn diese verdammten Kerle nicht zu viert gewesen wären, wären sie hier nicht rausgekommen, tönte ein großer, dicker Mann mit Minderwertigkeitskomplexen. „Die hätten meine Fäuste zu spüren gekriegt!

Niemand glaubte ihm. Alle wussten, dass er die Hosen gestrichen voll hatte, aber man ließ ihn reden. Vielleicht brauchte er das, um sich seelisch wieder aufzurichten.

„Pete!, stieß Henry Gulp bestürzt hervor. „Junge, was machst du denn für Sachen? Hast du den Verstand verloren? Ich hoffte für dich, du würdest cool bleiben. Mein Gott, warum hast du zur Kanone gegriffen? Du hattest nicht die geringste Chance, Pete! War dir das denn nicht klar?

Ronnings lehnte an der Holzwand. Einen halben Meter von seinem rechten Bein entfernt lag sein Dienstrevolver.

,,Ich musste es versuchen, Henry, röchelte er. ,,Ich musste es wenigstens versuchen.

,,Aber es war der reinste Selbstmord!, presste Gulp heiser hervor. ,,Mann, warum konntest du sie mit dem Geld nicht einfach abhauen lassen? Du hast eine Frau, hast eine Tochter. Hast du denn nicht an sie gedacht?

,,Nein, Henry, in diesem Augenblick dachte ich nur an meinen Job und daran, dass diese Hunde nicht ungeschoren davonkommen durften." Ronnings hustete. Blut sickerte aus seinem Mund. Jeder Atemzug schien für ihn mühsam zu sein, und allmählich setzten auch die Schmerzen ein, die der Schock eine Zeitlang blockiert hatte.

Henry Gulp sah vier Einschüsse, die waagrecht dicht nebeneinanderlagen.

Liebe Güte, dachte der Polizist, sie haben ihn zum Sieb gemacht. Das Blut quillt aus seinem Körper, und ich kann es nicht verhindern.

Ronnings legte stöhnend die Hand auf die schweren Verletzungen, als wollte er sie verbergen. Die in der Bank Anwesenden bildeten um ihn und seinen Kollegen einen Halbkreis.

Entsetzen und Mitleid stand in ihren Augen.

„Der Krankenwagen ist unterwegs, sagte David Safran, der Filialleiter. ,,Er wird in wenigen Minuten eintreffen.

Hoffentlich gerät er in keinen Stau!, dachte Gulp. ,,Kann ich ... kann ich irgendetwas für dich tun, Pete?, fragte er krächzend. „Du solltest nicht sitzen, Junge. Leg dich hin. Komm, ich helfe dir ...

Ronnings schüttelte langsam den Kopf. Er wirkte sehr schwach.

„Lass mich sehen, wie schlimm es dich erwischt hat, Pete."

„Verdammt schlimm, Henry."

Gulp griff nach der Hand des Kollegen, zog sie vorsichtig weg und öffnete Ronnings‘ Uniform.

O mein Gott, dachte Gulp erschüttert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das überlebt.

Ein leichtes Zucken lief über Ronnings‘ blasses Gesicht. „Schade, dass ich keinen der Kerle erwischt habe ..."

„Ich glaube, es ist nicht gut, wenn du redest, Pete. Es strengt dich an. Sei still. Du musst dich schonen. In ein paar Minuten ist der Krankenwagen da. Mach dir keine Sorgen, du kommst durch, Junge. Bist ein zäher Bursche, das habe ich immer schon an dir bewundert. Pete Ronnings lässt sich nicht unterkriegen. Der trotzt dem Tod sogar noch mit vier Kugeln im Körper."

Ronnings schloss die Augen. „Ich bin müde, Henry."

„Das wundert mich nicht, du hast einen langen Tag hinter dir. Bist‘n wunderbarer Polizist, Pete. Du kriegst diesmal bestimmt eine Auszeichnung für besondere Tapferkeit im Dienst."

„Ich habe nichts erreicht ..."

„Du hättest den Kerl beinahe erwischt, Pete. Ich hab‘s ganz genau gesehen. Du hast ihn nur um ein Haar verfehlt. Schnell wie der Blitz warst du. Das macht dir keiner nach."

„Ich war nicht schnell genug."

„Wenn die Frau nicht geschrien hätte, würdest du nicht hier liegen, Pete. Dann hätte es den Gangster erwischt."

Ronnings sah den grauhaarigen Kollegen mit flatternden Lidern an. „Du bist ein großartiger Freund, Henry."

Gulp hatte einen dicken Kloß im Hals. ,,Du auch, mein Junge, du auch."

Verdammt noch mal, wo bleibt denn der Krankenwagen?, schrie es in ihm. Pete stirbt ...

Ronnings Stimme wurde merklich leiser. Er war zu schwach, um Gulp näher an sich heranzuwinken, aber der grauhaarige Cop erriet, was sein Freund und Kollege wollte, und beugte sich vor.

„Du musst mir einen Gefallen tun, Henry."

„Jeden, Pete."

„Geh zu meiner Frau. Ich möchte, dass es Stella von dir erfährt ..."

Gulp

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