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Timetravel #42: Die Nächte der Kaiserin

Timetravel #42: Die Nächte der Kaiserin

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Timetravel #42: Die Nächte der Kaiserin

Länge:
163 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 15, 2017
ISBN:
9783743817548
Format:
Buch

Beschreibung

TIMETRAVEL - Reisen mit der Zeitkugel
Band 42
von Horst Weymar Hübner

Der Umfang dieses Buchs entspricht 145 Taschenbuchseiten.

Der Auftrag: Skandalös und lasterhaft verlief das Leben der Kaiserin Messalina. Intrigen und Mord sind mit ihrem Namen eng verknüpft. Den Dichter Seneca ließ sie in die Verbannung schicken. Von eben diesem Seneca besitzen wir einen unvollständigen Brief, dem wir entnehmen, dass die Kaiserin im Jahre 48 n. Chr. durch Gift hingerichtet worden sein soll. Die Geschichtsschreibung jedoch sagt, dass Messalina durch das Schwert umkam. Reisen Sie nach Rom in das Todesjahr der Kaiserin, überprüfen Sie die Angaben zu ihrem sittenlosen Leben, klären Sie die Widersprüche hinsichtlich ihres Todes und finden Sie heraus, ob Kaiser Claudius, der vielfach betrogene Ehemann der Messalina, wirklich der Schwächling und hirnlose Narr war, als den ihn die Geschichte schildert.
Konsortium der Sieben
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 15, 2017
ISBN:
9783743817548
Format:
Buch

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Timetravel #42 - Horst Weymar Hübner

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Die Nächte der Kaiserin

TIMETRAVEL - Reisen mit der Zeitkugel

Band 42

von Horst Weymar Hübner

Der Umfang dieses Buchs entspricht 145 Taschenbuchseiten.

Der Auftrag: Skandalös und lasterhaft verlief das Leben der Kaiserin Messalina. Intrigen und Mord sind mit ihrem Namen eng verknüpft. Den Dichter Seneca ließ sie in die Verbannung schicken. Von eben diesem Seneca besitzen wir einen unvollständigen Brief, dem wir entnehmen, dass die Kaiserin im Jahre 48 n. Chr. durch Gift hingerichtet worden sein soll. Die Geschichtsschreibung jedoch sagt, dass Messalina durch das Schwert umkam. Reisen Sie nach Rom in das Todesjahr der Kaiserin, überprüfen Sie die Angaben zu ihrem sittenlosen Leben, klären Sie die Widersprüche hinsichtlich ihres Todes und finden Sie heraus, ob Kaiser Claudius, der vielfach betrogene Ehemann der Messalina, wirklich der Schwächling und hirnlose Narr war, als den ihn die Geschichte schildert.

Konsortium der Sieben

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© Cover nach einem Motiv von Gaston Casimir Saint-Pierre mit Steve Mayer, 2017

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Prolog

Am 5. Juli 1984 glückte Professor Hallstrom das fantastische Experiment, winzige Substanzteile zu ent- und zu rematerialisieren. Er errechnete, dass diese Substanzteile im Zustand der Körperlosigkeit mit ungeheurer Geschwindigkeit in der 4. Dimension zu reisen vermochten – also nicht nur durch den Raum, sondern auch in die Vergangenheit und in die Zukunft. Mit seinem Assistenten Frank Jaeger und dem Ingenieur Ben Crocker begann er, diese Entdeckung für die Praxis auszuwerten. Er wollte ein Fahrzeug bauen, das sich und seinen Inhalt entmaterialisieren, dann in ferne Räume und Zeiten reisen, sich dort materialisieren und nach dem gleichen Verfahren wieder an den Ursprungsort und in die Ursprungszelt zurückversetzen konnte. Nach vier Jahren musste der Professor seine Versuche aus Geldmangel einstellen.

Die superreichen Mitglieder vom „Konsortium der Sieben in London boten ihm aber die fehlenden Millionen unter der Bedingung an, dass sie über den Einsatz der Erfindung bestimmen könnten. Der Professor erklärte sich einverstanden, konnte weiterarbeiten und vollendete am 3. Mai 1992 sein Werk: die Zeitkugel. Seit diesem Tag reisen der Professor, sein Assistent und der Ingenieur im Auftrag des „Konsortiums der Sieben durch die 4. Dimension.

Dieser Roman erzählt die Geschichte der Ausführung eines derartigen Auftrags.

1

Die Programmierung der Zeitkugel auf das Jahr 48 nach der Zeitenwende stellte eine Meisterleistung der Bestimmungstechnik dar. Die Berechnung des Landeplatzes inmitten der Gärten des Lucullus in Rom erwies sich als exakt.

Nur mit der angetroffenen Wirklichkeit ergaben sich erhebliche Differenzen. Eine altehrwürdige Säulenzypresse stand hindernd im Weg.

Die Masse der materialisierenden Kugel ließ den Stamm binnen Sekunden zersplittern. Krachend stürzte der Baum in den Park.

„Volltreffer!", meldete Ben Crocker nüchtern. Er schaltete seine Geräte auf Ausgangsstellung, erhob sich aus dem Konturensessel, entriegelte die Luke und stieg aus.

Vögel, vom Krachen des niederbrechenden Baumes und dem Auftauchen einer silberglänzenden Kugel im Park aufgeschreckt, stoben kreischend davon.

Missvergnügt lauschte Ben dem Aufruhr der Tierwelt und bildete sich ein, überdies hastige Schritte und das Knacken dürrer Äste im Unterholz zu vernehmen.

In einer Lücke des grünen Gebüschs entdeckte er einen grauweißen Fleck, kaum eine Steinwurfweite entfernt.

Er versteifte sich. Der Fleck konnte Teil eines Gewandes eines unerwünschten Zuschauers sein.

Dann griff er instinktiv nach seinem Paralyzer, der lautlos arbeitenden Lähmstrahlwaffe, die keine schädlichen Nachwirkungen hinterließ. Mit einem Ruck zog er sie aus dem Gürtel unter dem lang fallenden römischen Gewand, das er für diese Zeitexpedition angelegt hatte.

Der Fleck in der Gebüschlücke war immer noch da. Nur die Vögel waren entflohen.

„Eine schöne Bescherung!, sagte in diesem Augenblick Professor Robert Hallstrom. Er war aus der Kugel geklettert und hatte die gefällte Säulenzypresse inspiziert. „Vielleicht war sie schon etwas morsch.

Frank Jaeger, der dritte Mann des Teams, kam gerade aus der Luke. „Die Gärtner werden sich sehr wundern, meinte er belustigt. „Kein Sturm, kein Gewitter. Und dennoch fällt ein Baum um. Sie werden das als böses Omen betrachten.

„Gar nichts werden sie!, erklärte Ben heftig. „Sie sind bereits im Bilde. Wir werden beobachtet. Er machte eine ausholende Bewegung mit dem Paralyzer zu dem grauweißen Fleck im Gebüsch hin.

Hallstrom zwinkerte wie ein kurzsichtiger Maulwurf.

Frank Jaeger warf die Luke der Zeitkugel zu, ohne hinzuschauen. „Ich mag mich ja täuschen, meinte er vorsichtig. „Doch im Augenblick sehe ich nichts.

Ben Crocker fluchte verhalten, aber voller Inbrunst.

Er sah auch nichts.

Der grauweiße Fleck zwischen den Büschen war verschwunden. Er hatte sich auf wundersame Art aufgelöst. Kein Zweig wippte, kein trockener Ast knackte. Die Blätter rauschten auch nicht.

Das fängt gut an, dachte Ben und strich sich verwirrt über die Stirn. Bin ich verrückt oder gerade auf dem Wege dazu? Seit wann leide ich an Wahnvorstellungen?

Er steckte den Paralyzer in den Gürtel zurück, ordnete die Gewandfalten und schaute dem Professor zu, der eine fingergroße Hülse aus dem Umhang genommen hatte. Es war eine von Hallstroms Erfindungen. Wasserdicht, platzsparend, leicht und ungemein praktisch.

Hallstrom fingerte eine dünne Rolle heraus und zog sie auseinander. Sie bestand aus unzerstörbarer Metallplastik und enthielt den Plan der Stadt Rom mit der Einteilung in die vierzehn Regionen der Kaiserzeit.

Ein geprägter Punkt in den Gärten des Lucullus markierte ihren Landeplatz. Der Professor hielt den linken Unterarm mit dem Radar-Timer neben seine Folienkarte und machte eine Standortpeilung. Mit der rechten Hand deutete er auf die Büsche und das Unterholz und sagte: „Dort ist Westen, dort liegt das Forum Romanum, und dort fangen wir an." Er verstummte verblüfft und hob den Kopf.

Ganz in der Nähe klatschte ein schwerer Gegenstand in irgendwelches Wasser. Ein Mensch prustete.

Frank hatte das Flimmern auf der Außenhaut der Kugel und den Vorgang der Entmaterialisierung beobachtet, weil Hallstrom keine Hilfe benötigte. Eine heftige Luftbewegung signalisierte das völlige Verschwinden der Kugel. Jetzt riss Frank den Kopf herum.

Ben hatte den Paralyzer bereits wieder schussbereit oben. „Und da war doch jemand!", sagte er trocken.

Plötzlich rauschte Gebüsch. Zweige schlugen.

Ein junger Mann stürzte auf die gewaltsam geschaffene Lichtung, blickte gehetzt hinter sich, entdeckte dann den umgebrochenen Baum und gewahrte die drei Männer. Er starrte sie an wie Erscheinungen aus einer anderen Welt. In seinen Augen stand das nackte Entsetzen.

Ben feuerte nicht. Er schaltete blitzschnell den Sprachtransformator ein, um dem jungen Mann eine vernünftige Erklärung zu geben und ihm zu sagen, dass er sich vor ihnen nicht zu fürchten brauchte. Denn dass er panische Angst hatte, das merkte auch ein Blinder in stockdunkler Nacht.

Doch bevor Ben sprechen konnte, stieß der junge Mann einen heiseren Schrei aus, warf sich herum und jagte in die Büsche zurück.

Ben hatte sich das Aussehen des Mannes ins Gedächtnis geprägt. Es war wie auf einer fotografischen Platte festgehalten.

Aus spaltengen Augen blickte Ben auf den Kopf, der eben hinter wippenden Zweigen verschwand. Die kleinen dunkelbraunen Locken hüpften auf spaßig anmutende Art, das zerrissene lange Obergewand flatterte und verschwand dann ebenfalls.

„Der jedenfalls ist nicht ins Wasser gefallen, sagte Ben stirnrunzelnd und wandte sich nach Hallstrom und Frank um. „Er ist vollkommen trocken.

Frank gab seiner Verwunderung Ausdruck. „Ich glaube, mit Fug und Recht sagen zu können, dass ich mich auf diese Zeitexpedition hervorragend vorbereitet habe. Mir ist geläufig, dass die Gärten des Lucullus für Messalina konfisziert sind und ausschließlich ihrer persönlichen Nutzung dienen. Und dass kein Unbefugter Zutritt hat. Der Bursche sah nicht aus, als sei er befugt. Hier geht es ja fast so belebt zu wie auf dem Marktplatz. Hallstrom hatte Hülse und Folie sinken lassen. „Er befindet sich vor irgendetwas auf der Flucht, sagte er.

„Dann machen wir uns besser ebenfalls aus dem Staub, verlangte Frank. Er wandte sich in die von Hallstrom zuvor angegebene Richtung. „Ich möchte nicht als Eindringling aufgegriffen werden. Ben rührte sich nicht. Er hielt den Kopf schief wie ein lauschender Hund.

Von rechts drüben waren noch die Geräusche des flüchtenden jungen Mannes zu hören. Aus der Tiefe des gewaltigen Gartens drangen jetzt aber Stimmen. Sehr zornige Stimmen, in die sich das Keifen einer Frau mischte.

Ben nahm die Schultern etwas nach vorn. „Vielleicht sahen wir eben einen Dieb, dem man nachsetzt", meinte er.

Die aufgebrachten Stimmen kamen schnell näher.

Hallstrom und Frank stiegen über den Stamm der Säulenzypresse hinweg und zogen sich an den Rand der Büsche zurück.

Ben setzte sich ebenfalls in Bewegung. Er war nicht erpicht darauf, in Ungelegenheiten und Schwierigkeiten zu kommen. Sie hatten in diesen Gärten nichts zu suchen, und jede Erklärung wäre sehr fadenscheinig gewesen.

Die Frau keifte schon ganz nahe.

Eine derbe Männerstimme sagte keuchend: „Halt’s Maul, alte Vettel! He, lässt du wohl meinen Arm los?"

Es klatschte. Die Frau wimmerte. Aber dann schrie sie mit überkippender Stimme: „Ihr dürft ihm kein Leid zufügen! Ihr dürft ihn nicht einfangen! Er ist ein freier römischer Bürger. Die kaiserliche Hure soll die Finger von ihm lassen! Hörst du? Er ist mein Sohn!"

Der Mann lachte roh. Äste brachen knackend. Waffen klirrten.

„Möglich, dass er dein Sohn ist, aber er steht nicht auf der Liste der freien Bürger. Er trägt das Sklavenmal von Vitellius, und dieser hat ihn auch als seinen entsprungenen Sklaven erkannt. - Los, sucht dort drüben weiter! Hier am Wasser ist er nicht, ihr Dummköpfe."

Es rauschte gewaltig in den Büschen. Die Frau zeterte: „Vitellius ist ein gemeiner Betrüger. Er hat ihm vom Unverdünnten eingeschenkt, und als er betrunken war, hat er ihm das Sklavenmal auf die Hüfte brennen lassen und ihn an Messalina verkauft. Die ganze Stadt weiß, dass Vitellius ständig neue Sklaven für die Hure beschaffen muss und dass sie ihn gut bezahlt. Mein Marcellus ist kein Sklave. Er ist frei geboren."

„Er steht nicht auf der Liste!", grollte der Mann.

„Freilich, weil sie ihn hat streichen lassen, dieses liederliche Aas. Sie hat ihn irgendwo gesehen, und er hat ihr gefallen. Mögen die Götter sie dafür strafen, dass sie Vitellius bestochen hat, ihm das Sklavenmal zu brennen."

Der Suchtrupp war ausgeschwärmt. Aber die Männer fänden keine Spur von dem Flüchtigen. Die Frau lachte schadenfroh.

Ben zweifelte keinen Augenblick daran, dass der gehetzt blickende junge Mann jener Marcellus war, den ein geriebener Sklavenhändler mit einem hundsgemeinen Trick hereingelegt und befehlsmäßig an Messalina verkauft

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