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Die mörderischen Doppelgänger: Ein Roberto Tardelli Thriller #5

Die mörderischen Doppelgänger: Ein Roberto Tardelli Thriller #5

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Die mörderischen Doppelgänger: Ein Roberto Tardelli Thriller #5

Länge:
169 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Juni 2019
ISBN:
9783739632179
Format:
Buch

Beschreibung

Kriminalroman von A. F. Morland.

Der Umfang dieses Buchs entspricht 143 Taschenbuchseiten.

Als der Mafiajäger Tardelli zum Schutz des Senators nach Houston fährt, gerät er in einen Krieg zweier Mafia-Clans und wird bald selbst zum Gejagten. Als auch noch die Polizei hinter ihm her ist, erweist sich die Tochter des Senators als große Hilfe.

Mit einem Titelbild von Firuz Askin.
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Juni 2019
ISBN:
9783739632179
Format:
Buch

Über den Autor


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Die mörderischen Doppelgänger - A. F. Morland

München

Die mörderischen Doppelgänger

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 143 Taschenbuchseiten.

Als der Mafiajäger Tardelli zum Schutz des Senators nach Houston fährt, gerät er in einen Krieg zweier Mafia-Clans und wird bald selbst zum Gejagten. Als auch noch die Polizei hinter ihm her ist, erweist sich die Tochter des Senators als große Hilfe.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

Erstveröffentlichung: 1980

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Der schwarze Plymouth rollte die Abfahrt zur Tiefgarage hinunter. Vier Männer saßen in dem Fahrzeug. Vier Mafiosi...

Davon, dass sie nur noch wenige Augenblicke zu leben hatten, davon ahnten sie nichts. Ihr Plymouth rollte in der Tiefgarage aus.

Sie stießen die Türen auf und falteten sich aus dem Wagen. Ihre Gesichter waren ernst.

Die Beulen unter ihren Achseln verrieten, dass sie Kanonen bei sich trugen, mit denen man auf Elefantenjagd hätte gehen können.

Die vier Wagenschläge flogen krachend zu. Es schien, als lösten die Gangster damit ihre persönliche Katastrophe aus.

Plötzlich erfüllte das Quietschen von Autopneus die Tiefgarage. Motoren heulten auf. Die Gangster wandten sich um.

Sie blickten alle in dieselbe Richtung: zur Abfahrt, von der sie selbst soeben gekommen waren. Ihre Augen weiteten sich.

Zwei Patrolcars der City Police jagten mit großer Geschwindigkeit in die von Säulen gestützte und von Leuchtstoffröhren erhellte Garage.

„Bullen!", rief einer der Mafiosi überflüssiger weise. Seine Freunde reagierten sofort. Mit langen Sätzen hetzten sie auf eine doppelflügelige Metalltür zu.

Die Streifenwagen stoppten. Mit blockierenden Reifen rutschten sie über den grauen Betonboden.

Mit Schwung flogen die Wagentüren auf. Je zwei Cops sprangen aus den Polizeifahrzeugen. Sie waren mit handlichen Schnellfeuerwaffen ausgerüstet.

Was die fliehenden Mafiosi nicht wissen konnten, war die Tatsache, dass es sich bei den Cops um keine echten Polizeibeamten handelte.

Die Uniform war lediglich Maskerade - und die beiden Patrolcars waren „ausgeliehen". Die Männer mit den Schnellfeuergewehren waren kaltschnäuzige Killer, die einen blutigen Auftrag übernommen hatten und ihn nun mit größtmöglicher Gewissenhaftigkeit ausführten.

Die vier Mafiosi erreichten die doppelflügelige Metalltür. NOTAUSGANG stand darüber, und in Not waren sie. Doch es gelang keinem von ihnen, die Tür, durch die sie sich zu retten versuchten, zu öffnen.

Denn in diesem Moment erfüllte das ohrenbetäubende Krachen der automatischen Waffen die Tiefgarage. Ein mörderischer Kugelhagel erfasste die Mafiosi.

Querschläger zirpten durch die Luft. Zahlreiche Geschosse hackten sich in das Blech der Tür. Doch die meisten Projektile trafen ihr vorbestimmtes Ziel. Von den vier Mafiosi blieb keiner am Leben.

Die Killer-Cops kehrten zu ihren Fahrzeugen zurück. Sie warfen die Schnellfeuergewehre hinein, setzten sich in die Patrolcars und verließen die Tiefgarage, ehe der erste Neugierige es wagte, dort nach dem Rechten zu sehen.

Zwei Tage nach diesen eiskalten Morden, die stark an das Valentinstag-Massaker von Chicago erinnerte, traf Roberto Tardelli in Houston ein, in der Stadt, in der das blutige Verbrechen verübt worden war.

Sie gilt als das wirtschaftliche Zentrum des Südwestens der USA und hat sich in den letzten fünfzehn Jahren verblüffend schnell entwickelt.

Ab 1964 hat sich Houston als Sitz der amerikanischen Weltraumbehörde - NASA - in der Welt einen Namen gemacht.

Hier befinden sich die texanischen Banken, die mit den Öl-Milliarden ein texanisches Wirtschaftswunder inszenierten, unabhängig von der Finanzkraft der New Yorker Wallstreet.

Naturgemäß ist dort, wo viel Licht ist, auch viel Schatten. Und Schatten bedeutete in diesem Fall: die Mafia.

Die Ehrenwerte Gesellschaft mischt überall dort mit, wo hohe Gewinne mit relativ niedrigem Einsatz zu erzielen sind.

Houston ist der drittgrößte US-Hafen und steht mit seinen Raffinerien an erster Stelle der US-Ölindustrie.

Zugleich haben auch die chemische Industrie und die Elektronik hier wichtige Stützpunkte. Ein reiches Betätigungsfeld also für die Cosa Nostra, die, wenn möglich, ihre Finger in jedes lukrative Geschäft steckte.

Roberto Tardelli kannte die Hintergründe für das Massaker vor zwei Tagen in der Tiefgarage. Es gab in Houston zwei rivalisierende Familien.

Während sich die eine auf dem absteigenden Ast befand, gewann die andere mehr und mehr an Boden. Der Mann, dem die Rolle des Absteigers zugedacht war, hieß Pini Pavaro.

Sein Gegenspieler, dem es absolut nichts ausmachte, auch über Leichen zu gehen, hörte auf den Namen Alessandro Sciccomone.

Er saß bereits sehr gut im Sattel, und er verfügte auch über wesentlich bessere Beziehungen zur Commissione als Pavaro.

Um seinen Höhenflug zu beschleunigen und Pavaro vollends aus dem Rennen zu werfen, hatte Sciccomone Auftrag gegeben, den Freundeskreis seines Kontrahenten zu dezimieren.

Noch am selben Tag hörten bereits vier Mann weniger auf Pavaros Kommando. Doch das sollte erst ein Anfang sein.

Von all den vielen Betätigungsfeldern, auf denen sich früher Pini Pavaro ausgebreitet hatte, war ihm nur noch eines geblieben: das illegale Glücksspiel.

Dieses Geschäft verteidigte er mit Klauen und Zähnen gegen Sciccomone, der auch diese Einnahmequelle für sich beanspruchen wollte.

Verhandlungen über eine Beteiligung von Alessandro Sciccomone waren deshalb gescheitert, weil Pavaro spitzgekriegt hatte, dass sein Gegner nicht die Absicht gehabt hatte, mit ihm zusammen zu arbeiten.

Sciccomone hatte ihn übers Ohr hauen wollen. Als das klar war, hatte Pini Pavaro die Verhandlungen wütend abgebrochen und dem großen Sciccomone den Krieg erklärt.

In einigen Nachtlokalen von Sciccomone waren Rollkommandos aufgekreuzt und hatten die Einrichtung kurz und klein geschlagen.

Sciccomones Dealer waren überfallen und ihrer Ware beraubt worden. Die Mädchen, die für Sciccomone arbeiteten, wurden bedroht.

Daraufhin stellte Alessandro Sciccomone fest, dass das Maß nun voll sei, und dass man gegen den größenwahnsinnigen Pavaro mit aller zu Gebote stehenden Härte vorgehen müsse.

Der Anfang war Mord. Das Ende war noch nicht abzusehen.

Aber Roberto Tardelli war nicht wegen dieses Bandenkrieges nach Houston gekommen. Sein Instinkt sagte ihm aber, dass er eines Tages mit Alessandro Sciccomone zusammenstoßen würde.

Doch vorläufig verfolgte der junge, gutaussehende Mafiajäger noch ein anderes Ziel...

Roberto arbeitete für COUNTER CRIME, der geheimen Abteilung des Department of Justice - mit vollem Namen: Counter Organized Crime Department.

Sitz: Washington. Das Ziel von COUNTER CRIME war die Bekämpfung des organisierten Verbrechens in den Vereinigten Staaten.

Da die Wurzeln solcher Verbrechen manchmal auch bis in andere Länder reichten, wurden die CC-Agenten in der ganzen Welt eingesetzt.

Der Grund, weshalb Roberto Tardelli nach Houston gekommen war, war also nicht die Rivalität zwischen Pavaro und Sciccomone, sondern ein Gerücht, das einem der vielen Mitarbeiter, über die COUNTER CRIME verfügte, zu Ohren gekommen war.

Dieses Gerücht besagte, dass die Ehrenwerte Gesellschaft irgend etwas mit Senator Fielder Coolidge im Sinn hatte.

Coolidge war ein erklärter Feind der Cosa Nostra. Er tat alles, was in seiner Macht stand, um dem Mob zu schaden.

Er wetterte in Rundfunk und Fernsehen gegen diese Parasiten und hatte in Mafiakreisen nicht einen einzigen Freund.

Der Senator war unbequem für die Ehrenwerte Gesellschaft. Da er großen Einfluss auf wirtschaftliche Bereiche hatte, in denen die Cosa Nostra gerne Fuß gefasst hätte, war er für den Mob ein äußerst ernstzunehmender Gegner.

Noch war Senator Fielder Coolidge eine unüberwindbare Hürde für die Mafia. Aber wie lange würde er das noch sein?

Roberto Tardelli lenkte den gemieteten flaschengrünen Ford Pinto am Sam Houston Park vorbei.

Coolidge wohnte am nördlichen Stadtrand.

Roberto erreichte das Haus zwanzig Minuten später. Das Gebäude war ein weißer Traum. Ein bisschen dem mexikanischen Haziendastil nachempfunden.

Davor ein prächtiger Ziergarten mit teilweise exotischen Pflanzen. Hinter dem Haus ein Swimmingpool, in dem eine ganze Schulklasse hätte planschen können.

Es war einer von jenen Apriltagen, an denen man sich gut schon unbekleidet in die Sonne legen konnte.

Rachel Coolidge, die neunzehnjährige Tochter des Senators, hatte das getan. Roberto fand sie am Pool.

Sie lag in einem mit bunten Blüten übersäten Liegestuhl und schlief. Der schwarze Tanga, den sie trug, war ein wunderbarer Kontrast zu ihrer hellen Haut.

Rachel war schwarzhaarig, und ihr hübsches Engelsgesicht glich dem einer reizenden Puppe.

Nachdem Roberto Tardelli sie eine Weile betrachtet hatte, nahm er die Sonnenbrille ab und räusperte sich verhalten.

Rachel schlug die Augen auf. Was für Augen! Dunkelbraun, offen, ernst und ehrlich. Das waren nicht die Augen eines naiven Mädchens, sondern die Augen einer reifen, erfahrenen Frau.

Ohne zu erschrecken, setzte sich das Mädchen auf. Sie musterte den sympathischen jungen Mann von oben bis unten.

„Entschuldigen Sie, wenn ich Sie bei Ihrem Nachmittagsschlaf störe, aber ich habe an der Haustür geklingelt..."

„Ich habe nichts gehört, sagte Rachel Coolidge. „Was kann ich für Sie tun?

„Mein Name ist Tardelli. Roberto Tardelli. Ich hätte gern Ihren Vater gesprochen, Miss Coolidge."

Das Mädchen war nicht erstaunt darüber, dass Roberto wusste, wer sie war. Fotos von ihr und ihrem Vater waren ja laufend in der Presse zu sehen.

„Mein Vater ist nicht da, Mr. Tardelli. Aber er wird bald nach Hause kommen, sagte Rachel Coolidge. Sie wies auf den Liegestuhl, der ihr gegenüber stand. „Wenn Sie also warten möchten ...

Roberto nahm die Einladung dankend an. Er setzte sich. Rachel fragte ihn, ob er einen Drink haben wolle. Er lehnte lächelnd ab.

Sie bot ihm eine Zigarette an. Als er ablehnte, rauchte sie allein.

Ihre legere Art machte ihn, der im Kampf gegen die Mafia immer wieder seinen Mann zu stellen wusste, befangen. Er sah zwar gut aus, aber er war kein Don Juan.

Rachel ergriff die Initiative, und sehr schnell kam eine Unterhaltung in Schwung. Roberto erfuhr, dass Rachel an der Musikakademie in Houston studierte, dass sie bereits mehrere Instrumente sehr gut beherrschte, dass sie keinen festen Freund hatte, dass sie nichts von Rauschgift und Gruppensex hielt, dass sie gegen Lucille Coolidge, ihre Stiefmutter, war - und noch vieles andere.

„Was haben Sie gegen Ihre Stiefmutter?", wollte Roberto Tardelli wissen.

Rachel rümpfte die Nase. „Ich mag sie nicht. Sie ist nur um drei Jahre älter als ich. Mein Vater könnte auch ihr Vater sein."

„Das ist doch kein Grund, sie nicht zu mögen, meinte Roberto. Ihm war bekannt, dass Lucille und Fielder Coolidge vor einem Monat geheiratet hatten. „Sie war Tänzerin ...

„Haben Sie etwas gegen Tänzerinnen?"

„Im allgemeinen nicht, aber Lucille war in ihrem Leben bestimmt niemals ein Kind von Traurigkeit, das sieht man ihr an. Dad hat sie nur ganz kurz gekannt - und schon machte er ihr einen Heiratsantrag."

„Hat er mit Ihnen vorher nicht über seine Absichten gesprochen?"

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