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Das magische Amulett #118: Das Spinnen-Amulett

Das magische Amulett #118: Das Spinnen-Amulett

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Das magische Amulett #118: Das Spinnen-Amulett

Länge:
115 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 3, 2017
ISBN:
9783743823051
Format:
Buch

Beschreibung

Das magische Amulett Band 118
Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 98 Taschenbuchseiten.

Geheimnisvolles Inka-Reich! Unheimliche Kräfte sind am Werk!
Brenda Logan wird wegen ihrer Expertise nach Peru beordert. Die Amulettjägerin ahnt nicht, dass ihre Reise eine Expedition ins Ungewisse wird! Wird Brenda im Spinnentempel der Tod ereilen? Oder wird es ihr gelingen, den magischen Kräften zu trotzen?
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 3, 2017
ISBN:
9783743823051
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Buch

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Das magische Amulett #118 - Jan Gardemann

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Das Spinnen-Amulett

Das magische Amulett Band 118

Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 98 Taschenbuchseiten.

Geheimnisvolles Inka-Reich! Unheimliche Kräfte sind am Werk!

Brenda Logan wird wegen ihrer Expertise nach Peru beordert. Die Amulettjägerin ahnt nicht, dass ihre Reise eine Expedition ins Ungewisse wird! Wird Brenda im Spinnentempel der Tod ereilen? Oder wird es ihr gelingen, den magischen Kräften zu trotzen?

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2017

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2017

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Prolog

Jetzt wandte sich die Schauergestalt mir zu. Ihrer gebeugten Haltung haftete etwas Lauerndes, Gefährliches an. Der Unhold trug einen dünnen schwarzen Überwurf aus einem Material, das entfernt an Spinnweben gemahnte. Unter der Kapuze leuchteten mir ein Paar irre strahlende Augen entgegen. Instinktiv nahm ich eine abwehrende Haltung ein. Ich hatte nicht vor, mich dem Kerl kampflos zu ergeben. Doch ehe ich mich versah, zuckten die Arme des Mannes blitzschnell nach vorn, und er packte mich an beiden Handgelenken. Augenblicklich traf er Anstalten, mich mit sich fortzuzerren. Doch da fiel sein Blick auf das Spinnenamulett, das unter meinem T-Shirt hervorgerutscht war...

1

Der internationale Flughafen von Lima, der Hauptstadt von Peru, war genauso hässlich und unansehnlich, wie die meisten Flughäfen in den südamerikanischen Ländern. Inmitten der ärmlichen Häuser der Stadt nahm sich das langgestreckte Flughafengebäude mit seiner schmuddeligen Fensterfront, der grauen Betonfassade und dem hoch aufragenden Funkturm, wie ein Fremdkörper aus. Das Dröhnen der landenden und startenden Flugzeuge lastete wie ein Fluch über dem Stadtteil.

Aber davon schienen die Bewohner nichts zu merken. Mit stoischer Ruhe boten sie den Touristen und Geschäftsleuten, die aus dem Haupteingang des Flughafengebäudes strömten, ihre Waren an oder gingen ihren Geschäften nach.

Eine Indiofrau mit rabenschwarzem Haar, die in ein langes buntes Indiotuch gehüllt war, hielt mir bemalte Tontöpfe unter die Nase, ungeachtet der Tatsache, dass ich mit einem schweren Rucksack und einer Reisetasche bepackt war, und ziemlich verärgert war, weil Professor Ramirez Campina, der mich eigentlich am Flughafen hatte in Empfang nehmen sollen, nicht erschienen war. Die Frau nannte mir einen Preis, der für die Imitate, alter Indiokunst, die ihre Tonwaren darstellten, viel zu hoch war.

»Diese Töpfe sind echte Antiquitäten«, behauptete die Frau mit gleichgültiger Miene. Sie sprach ein gebrochenes Englisch; wahrscheinlich hielt sie mich für eine amerikanische Touristin.

Ich lächelte die Frau freundlich an und zurrte die Riemen meines Rucksacks enger.

»Diese Töpfe stammen aus einer modernen Töpferei«, erklärte ich ohne Groll und bediente mich dabei der Sprache der Ketschua Indios.

Die Frau starrte mich verdattert an. »Sie sprechen ja meine Muttersprache«, sagte sie ebenfalls auf Ketschua.

Ich zwinkerte ihr zu. »Ich bin Archäologin und pflege mich auf meine Expeditionen gut vorzubereiten!«, erklärte ich.

Die Indiofrau ließ die Töpfe sinken. »Sie sind Archäologin?«, hakte sie nach. »Ich selbst studiere in Lima Kunstgeschichte.«

Mit einer lahmen Geste hob sie die Töpfe hoch. »Ich versuche mit diesem Job hier, mein Studiengeld aufzubessern.«

»Die Töpfe sind recht hübsch«, versuchte ich die Frau aufzumuntern. Ihr war es sichtlich peinlich, dass sie versucht hatte, mich mit der Töpferware übers Ohr zu hauen. Aber ich war ihr deswegen nicht böse.

»Ich würde Ihnen gerne etwas abkaufen«, fügte ich hinzu. »Aber es steht mir noch eine anstrengende Reise in den Nordosten des Landes bevor. Ich fürchte, die Töpfe würden diese Reise nicht heil überstehen.«

Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und sah mich unter den Passanten, die den Bereich vor der Abfertigungshalle bevölkerte, aufmerksam um.

Das bunte Durcheinander von hin und her hastenden Menschen war unüberschaubar. Ich sah Leute in schrillen Freizeitklamotten, Indios, in abgetragenen Anzügen oder zerschlissenen T-Shirts, Geschäftsleute mit Aktentaschen, Frauen und Männer in den traditionellen bunten Stoffen der Indios. Auf der Straße führte ein faltengesichtiger Bauer zwei Lamas an den Taxen vorbei. Er behinderte mit seinen Tieren den Verkehr, was den Mann und die Lamas jedoch nicht aus der Ruhe zu bringen schien.

Nach einem hochgewachsenen Mann mit graumelierten, schütteren Haar, einem dunklen Schnurrbart, der die Lippen fast verdeckte, und einer faltigen, nachdenklich wirkenden Stirn, hielt ich jedoch vergebens Ausschau. Professor Campina stammte, seinen Angaben nach, in direkter Linie von den Inkas ab, und diese Abstammung hatte er zum Inhalt seines Berufes gemacht. Campina war Professor der Archäologie, sein Spezialgebiet war die Inka-Forschung. Er beherrschte dieses Thema wie kein zweiter.

Nur mit der Pünktlichkeit schien er es nicht so genau zu nehmen.

Ich zuckte die Achseln. Vielleicht steckte Professor Campina mit seinem Fahrzeug ja in dem Stau fest, den der Indio mit seinen beiden Lamas verursacht, versuchte ich mir einzureden.

»Suchen Sie jemanden?«, wollte die Indiofrau wissen. Sie war nicht von meiner Seite gewichen, obwohl ein paar Touristen mit ihren Kindern vorbeigekommen waren, die sich vielleicht hätten überreden lassen, einige Töpfe als Souvenir zu kaufen.

»Ich war mit einem Professor verabredet«, erklärte ich und sah mich weiterhin aufmerksam um. »Ich kenne ihn nicht persönlich, habe aber ein Foto von ihm zugeschickt bekommen.«

»Gehört dieser Professor zu der Expedition, von der Sie sprachen?«, wollte die Frau wissen.

Ich hielt in meinem Spähen inne und musterte sie irritiert. »Ja«, sagte ich zögernd. »Er arbeitet für das Brasilianische Museum in Rio de Janeiro und leitet die Expedition.«

Ein Leuchten trat in die dunklen Augen der Frau. »Es muss aufregend sein, mit so viel wichtigen

Leuten zusammenarbeiten zu dürfen«, meinte sie schwärmerisch. »Ich wünschte, so etwas wäre mir auch irgendwann Mal vergönnt. Ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen, dass die vielfältige uralte Geschichte und Kultur der südamerikanischen Länder wieder Teil unseres modernen Lebens wird.«

Ich lächelte. »Sie werden es bestimmt schaffen«, sagte ich: »Sie besitzen Begeisterungsfähigkeit und Aufopferungsgabe — mit diesen Fähigkeiten werden Sie es bestimmt weit bringen.«

»Worum geht es bei dieser Expedition eigentlich?«, verlangte sie zu wissen.

»Professor Campina ist einer alten Tempelanlage auf der Spur«, gab ich bereitwillig Auskunft. »Dort soll eine bisher noch unbekannte Kaste von Inkapriestern vor fünfhundert Jahren ihre Lehren praktiziert haben.«

Die dunklen Augen der Indiofrau wurden groß. »Ist das wahr?«, rief sie aus. »Das klingt ja aufregend!«

Ich zuckte die Achseln. »Bisher hat Professor Campina die Tempelanlage noch nicht gefunden«, dämpfte ich ihre Euphorie. »Jahre hat er damit zugebracht, in verstaubten Archiven nach Unterlagen zu suchen, um einem Hinweis auf den Standort dieses Tempels zu finden. Schon drei Expeditionen in den Regenwald und das Amazonasbecken hat er unternommen ohne auch nur einen einzigen Stein dieser sagenhaften Tempelruine zu entdecken.«

Die Indiofrau machte ein ernstes Gesicht. »Glauben Sie, er wird es diesmal schaffen? Ich würde es ihm wünschen.«

»Professor Campina hat beim British Museum in London um Hilfe ersucht«, berichtete ich und zuckte die Achseln. »Er benötigt einen Archäologen, der sich mit Amuletten auskennt.«

Die

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