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Ein Lover nach Maß: Roman

Ein Lover nach Maß: Roman

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Ein Lover nach Maß: Roman

Länge:
159 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
23. Nov. 2018
ISBN:
9783739618333
Format:
Buch

Beschreibung

Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 141 Taschenbuchseiten.

Die Rivalin "ausschalten", um sich den Traummann zu angeln? Das kann klappen, kann aber auch böse daneben gehen. Gut, dass Krankenschwester Petra dann wenigstens Pipsi an ihrer Seite hat, um ihre Sorgen zu teilen. Findet sie trotzdem ihr Glück?
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Freigegeben:
23. Nov. 2018
ISBN:
9783739618333
Format:
Buch

Über den Autor


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Ein Lover nach Maß - A. F. Morland

München

Ein Lover nach Maß

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 141 Taschenbuchseiten.

Die Rivalin „ausschalten", um sich den Traummann zu angeln? Das kann klappen, kann aber auch böse daneben gehen. Gut, dass Krankenschwester Petra dann wenigstens Pipsi an ihrer Seite hat, um ihre Sorgen zu teilen. Findet sie trotzdem ihr Glück?

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

Erstveröffentlichung: 1992

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1. Kapitel

Irgendwann werde ich auch ein Haus haben, dachte Volker Kellermann und wischte sich mit dem Unterarm den Schweiß von der Stirn. Ein schönes, großes Haus im Bungalowstil, mit einem riesigen Wohnzimmer, in dem sich auch gleich die Küche befindet, damit die Hausfrau auch dann mit den Gästen reden kann, wenn sie das Festmenü zubereitet. Und eine große überdachte Terrasse möchte ich auch haben, auf der ich sitzen kann, wenn warmer Mairegen in den großen, gepflegten Garten prasselt. Ich weiß schon ganz genau, wie mein Haus aussehen wird. Ich brauche nur noch das nötige Kleingeld, um den Bau zu finanzieren. Und das werde ich anhäufen, sobald ich mit dem Psychologiestudium fertig bin und einen Superjob gefunden habe.

»Was ist? Träumst du mal wieder mit offenen Augen?«

Volker zuckte zusammen und blinzelte. Harald Kellermann, sein Onkel, stand vor ihm: ein vierschrötiger Mann mit dunklem, gewelltem Haar. Er stellte den Schubkarren ab.

Volker – er sah seinem Onkel ähnlich, war nur nicht so groß und bullig wie dieser – besann sich der elektrischen Mischmaschine, die er zu »füttern« vergessen hatte. »Augenblick«, sagte er verlegen. »Das haben wir gleich, Onkel Harald.«

Er schaufelte Sand in die rotierende Trommel – eine, zwei, drei, vier, fünf, sechs Schaufeln. Dann kam die halbe Menge Zement dazu. Das ergab ein Mischungsverhältnis von eins zu zwei. Wer so mischte, baute für die Ewigkeit. Das ergab granitharten Beton.

Volker schüttete einen halben Eimer Wasser dazu, ließ das Ganze kurz laufen und kippte es in Onkel Haralds Schubkarren. Der große Mann entfernte sich schnaufend.

Sie betonierten einen autobahnbreiten Streifen. Harald Kellermann hatte seinen Neffen zu dieser Arbeit eingeladen, um Geld zu sparen, denn er bezahlte ihm natürlich weniger als einer fremden Hilfskraft. Schließlich war man miteinander verwandt. Da durfte Geld keine übergeordnete Rolle spielen.

Volkers Vater hatte gesagt: »Sieh dich vor, Junge! Ich sag’s nicht gern, aber mein Bruder ist ein Schlitzohr! Lass dich von ihm nicht übers Ohr hauen!«

Volker hatte das mickrige Angebot des Onkels trotzdem angenommen. Erstens hatte es kein besseres gegeben, zweitens konnte er auch die mageren Kröten gut gebrauchen, drittens betrachtete er die Arbeit im Freien als körperliche Ertüchtigung, und viertens war ihm Onkel Harald trotz seiner übertriebenen Sparsamkeit nicht unsympathisch.

»Du kannst bei mir essen und trinken, soviel du willst«, hatte Onkel Harald gesagt. »Bier, Wein, Sprudel, Limo ... Es ist alles da. Gekühlt mit Brunnenwasser. Niemand braucht Durst zu leiden. Und Tante Hilde wird uns den Teller immer schön füllen.«

Tantchen Hilde war klein, blond und schwach, aber sie kochte phantastisch, das musste man ihr lassen. Nicht einmal Volkers Mutter kochte so gut, obwohl er deren Küche sehr schätzte.

Neben Onkel Harald sah Tante Hilde aus wie der blühende Ableger einer Kaktee. Rein optisch passten die beiden nicht zueinander, aber wer sie kannte, wusste, dass sie ein Herz und eine Seele waren und viele gemeinsame Interessen hatten.

Im Moment lag Tantchen im Liegestuhl und genoss die Strahlen der Sommersonne. Sie hatte einen knappen Bikini an, war fünfunddreißig und hatte eine recht passable Figur. Nur der Busen hätte ein bisschen größer sein können, fand Volker. Aber wenn Onkel Harald damit zufrieden war, war’s okay.

Wie eine Speckschwarte glänzte die Sonnenanbeterin, die nichts lieber tat, als nichts zu tun, wenn sie hier draußen waren. Onkel Harald war damit einverstanden. Er wollte nicht, dass sich seine zierliche Frau am Bau überforderte, und ihre zarten, schmalen Hände durften um Himmels willen nie rissig werden. Wenn sie für Speis und Trank sorgte, genügte das.

Volker beförderte die nächsten Schaufelladungen in die Trommel. Da seine Eltern es nicht so dick hatten, finanzierte er sein Studium als Kellner in einer In-Pinte namens Schluckspecht, mit deren Besitzer, Christian Faber, er befreundet war. Die Trinkgelder konnten sich sehen lassen. Man war im Schluckspecht zum Glück nicht so knausrig wie Onkel Harald.

Heute Abend werde ich wieder ziemlich groggy sein, dachte Volker. Tagsüber hier und abends in der Pinte zu arbeiten war hart. Ist ja nicht immer, tröstete er sich. Nicht einmal an jedem Wochenende.

Tante Hilde besann sich ihrer Versorgungspflicht und stand auf. Ihr Bikini war so scharf, dass Volker gleich noch mehr schwitzte. Er tat sehr geschäftig, um sich abzulenken.

»Bier? Sprudel? Limo? Wein?«, fragte sie.

»’ne Limo wäre nicht schlecht, Tante Hilde«, antwortete Volker.

Sie strich sich mit der Hand über den flachen Bauch.

»Au!«, schrie Volker plötzlich, sprang zurück, presste die rechte Hand mit schmerzverzerrtem Gesicht gegen den Körper, krümmte sich und stöhnte.

Hilde Kellermann riss entsetzt die Augen auf. »Volker, um Himmels willen …«

Harald Kellermann ließ die Abziehlatte aus Aluminium fallen und richtete sich nervös auf. »Was ist denn?«

»Verdammte Schei…!«, ächzte Volker.

»Was hast du?«, rief Harald Kellermann beunruhigt.

Volker antwortete nicht. Er war zu sehr mit der Bewältigung seines Schmerzes beschäftigt.

»Hilde, was hat er?«, wollte Harald Kellermann von seiner Frau wissen, doch die konnte es ihm nicht sagen.

»Ich weiß es nicht, Harald. Er war kurz unachtsam, und dann hat er aufgeschrien.«

»So ein Mist!« Harald kam zu Volker hinüber und stellte die

Mischmaschine ab. Es war schlagartig still, nur Volkers Stöhnen war zu hören. »Was ist mit deiner Hand, Junge?« wollte Harald Kellermann wissen.

»Ich hab’ mir den Daumen gequetscht.«

»Grundgütiger, wie kann man denn so unvorsichtig sein! Warum seid ihr jungen Leute nur immer so schrecklich unkonzentriert? Lass mal sehen.«

Volker gab die Hand nicht frei.

»Nun lass doch mal sehen!« sagte Harald Kellermann ärgerlich. »Ist es sehr schlimm?«

»Ich kann kein Blut sehen«, flüsterte Tante Hilde. »Wenn er blutet, werde ich ohnmächtig.«

»Geh ins Haus, Hilde!«, befahl Onkel Harald seiner Frau. Sie gehorchte sofort, rannte, als wäre sie auf der Flucht. »So«, sagte er, »und nun zeigst du mir endlich deine Hand!«

Volkers Daumen sah grauenvoll aus. Das kam vor allem von der dicken schwarzen Schmierfettschicht, die ihn bedeckte.

»Wo hast du denn da hingegriffen, du Unglücksrabe?« fragte Harald Kellermann kopfschüttelnd.

»Keine Ahnung. Ich hab’ nur kurz weggesehen …«

»Wohin denn?«

»Ich ... ich weiß es nicht mehr, Onkel Harald.«

»Junge, wenn man an so einer Maschine arbeitet, sieht man nicht wegl Nicht eine Sekunde! Versuch, den Daumen zu bewegen!« Der Versuch misslang. Volker stöhnte laut auf. »Ich bring’ dich ins Krankenhaus!«, entschied Harald Kellermann.

»Ich glaube nicht, dass das nötig ist, Onkel Harald!«

»Vielleicht ist der Daumen nicht bloß gequetscht, sondern gebrochen. Dein Vater lyncht mich, wenn ich dich nicht zum Arzt bringe. Komm, lass hier alles stehen und liegen, zieh dich an, wir fahren!«

Hilde Kellermann war in ein buntes, ärmelloses Badekleid geschlüpft. Blass, zitternd und nervös kam sie auf die Terrasse.

»Wir fahren ins Krankenhaus!«, rief Harald Kellermann.

»Soll ich mitkommen?«

»Nein, du bleibst hier!«, entschied Onkel Harald.

»Wann kommt ihr zurück?«

Kellermann seufzte. »So kann nur eine Frau fragen. Woher soll ich denn wissen, wie viele Verletzte sich auf der Unfallstation befinden?«

»Dann ist es vielleicht besser, wenn ich doch mitkomme.«

»Ich dachte, du kannst kein Blut sehen. Im Krankenhaus muss man immer damit rechnen. Ich komme so bald wie möglich zurück. Aber ohne Volker, den liefere ich vorher zu Hause ab.«

Tante Hilde wünschte ihrem Neffen Glück und sprach ihm den Trost zu, den sie selbst hätte brauchen können. Harald Kellermann holte seinen Wagen aus der Garage, beugte sich zur Tür auf der Beifahrerseite hinüber, stieß sie auf, und Volker setzte sich neben ihn.

»Dann mal los!«, sagte Onkel Harald und trat aufs Gaspedal, als ginge es um Sekunden.

*

Wenn man Petra Lingen ansah, fielen einem zuerst ihre vollen, weichen Lippen auf. Erst dann nahm man die sanfte Ebenmäßigkeit ihres Gesichtes wahr und bemerkte das wunderschöne Blau ihrer großen Augen. Sie hatte eine kleine, zierliche Nase, und ihr blonder Pony endete über dichten Augenbrauen, die einen interessanten Schwung hatten. Ihre Figur war astrein, das konnte man trotz der einfachen Schwesterntracht erkennen. Ihre Beine waren lang und hatten herrlich schmale Fesseln. Sie war bei Kollegen und Patienten gleichermaßen beliebt, denn sie war zu allen freundlich, hatte für jeden ein tröstendes Wort und machte ihre Arbeit gewissenhaft und zuverlässig.

Seit geraumer Zeit war Dr. Oliver Hecht, ein junger, gutaussehender Assistenzarzt, hinter ihr her. Er wäre gern mal mit ihr ausgegangen, doch sie konnte sich nicht dazu entschließen. Nicht, dass sie ihn nicht gemocht hätte, sie fand ihn sogar sehr nett. Aber eben das war es. Sollte sie mit jedem ausgehen, den sie nur nett fand? Sollte sie sich damit für den Mann blockieren, der ihr viel mehr bedeuten konnte und der vielleicht schon bald in ihr Leben trat? Sie hatte eine genaue Vorstellung von ihrem Traummann und war davon überzeugt, ihm eines Tages zu begegnen. Dann würde es klick machen, und sie würde sich unsterblich verlieben. Ein Traum? Nein, für sie war das kein Traum, sondern Gewissheit. Als hätte sie schon einmal einen Blick in die Zukunft getan. Warum sollte sie das zweitbeste Angebot akzeptieren, wenn ihr das Schicksal schon bald ihren Traummann bescheren würde?

Kristina Kaut, ihre Freundin und Kollegin, wäre glücklich gewesen, wenn Dr. Hecht sich für sie interessiert hätte, aber der hatte ja nur Augen für Schwester Petra. Wie ungerecht es doch manchmal auf der Welt zugeht! Im Moment ging Kristina mit dem »Notnagel« Karl Schubert aus. Immer wenn kein anderer verfügbar war, griff Kristina auf Karl zurück, und er freute sich, obwohl feststand, dass aus ihnen beiden nie ein Liebespaar werden würde.

Petra und Kristina saßen im Schwesternzimmer und tranken Kaffee.

»Gestern war ich mit Karl im Kino«, sagte Kristina.

»Der arme Karl«, lächelte Petra.

»Wieso ist er arm, wenn ich mit ihm ausgehe?«

»Jedermann weiß, dass das keine Zukunft hat, auch er.«

Kristina zuckte die Achseln. »Ihm reicht, was er von mir bekommt: Ein bisschen Händchenhalten, hin und wieder ein Küsschen.«

»Spärliche Streicheleinheiten.«

»Wärst du bereit, ihm mehr zu geben?«

»Ich

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