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Reiter in Schwarz: Romantic Thriller

Reiter in Schwarz: Romantic Thriller

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Reiter in Schwarz: Romantic Thriller

Länge:
131 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Juni 2019
ISBN:
9783739625171
Format:
Buch

Beschreibung

Der Umfang dieses Buchs entspricht 114 Taschenbuchseiten.

Clint lauschte in die Dunkelheit. Da war ein leises Knirschen, schräg hinter ihm. Er drehte sich um. Zu spät. Ein harter Schlag traf seinen Kopf, und er brach bewusstlos zusammen. Marja eilte herbei, sah Clint auf dem Boden liegen und erkannte eine unheimliche Gestalt, die dahinter stand. Der Unheimliche nahm seinen Zylinder ab, ließ ihn achtlos fallen und entledigte sich seines Mantels. Marja vernahm ein metallisches Klicken, und als sie auf seine Hand sah, entdeckte sie ein Klappmesser. Namenlose Angst stand in ihren Augen. Sie stieß mit dem Rücken gegen die Wand und zuckte erschrocken zusammen. Der Unheimliche kam langsam näher. Marja war nahe daran, in Ohnmacht zu fallen. "Wer sind Sie?", hörte sie sich fragen. Da hob der Mann die Hand, griff unter den Haaransatz und zog das blasse Gesicht herunter. Es war eine Gummimaske, die man in jedem Warenhaus kaufen konnte. Marja überlief es eiskalt, als sie sah, welches Gesicht unter der Maske zum Vorschein kam ...
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Juni 2019
ISBN:
9783739625171
Format:
Buch

Über den Autor


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Reiter in Schwarz - A. F. Morland

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Reiter in Schwarz

Gothic-Thriller von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 114 Taschenbuchseiten.

Clint lauschte in die Dunkelheit. Da war ein leises Knirschen, schräg hinter ihm. Er drehte sich um. Zu spät. Ein harter Schlag traf seinen Kopf, und er brach bewusstlos zusammen. Marja eilte herbei, sah Clint auf dem Boden liegen und erkannte eine unheimliche Gestalt, die dahinter stand. Der Unheimliche nahm seinen Zylinder ab, ließ ihn achtlos fallen und entledigte sich seines Mantels. Marja vernahm ein metallisches Klicken, und als sie auf seine Hand sah, entdeckte sie ein Klappmesser. Namenlose Angst stand in ihren Augen. Sie stieß mit dem Rücken gegen die Wand und zuckte erschrocken zusammen. Der Unheimliche kam langsam näher. Marja war nahe daran, in Ohnmacht zu fallen. »Wer sind Sie?«, hörte sie sich fragen. Da hob der Mann die Hand, griff unter den Haaransatz und zog das blasse Gesicht herunter. Es war eine Gummimaske, die man in jedem Warenhaus kaufen konnte. Marja überlief es eiskalt, als sie sah, welches Gesicht unter der Maske zum Vorschein kam ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Die Wohnung lag im ersten Stock des Hauses. Dennoch war sie von außen leicht zu erreichen, denn es gab daneben einen kleinen, mit Efeu bewachsenen Anbau. Wenn man auf dem Dach dieses Anbaus stand, war es eine Kleinigkeit, durch eines der Fenster einzusteigen.

Das sollte an diesem düster nebligen Londoner Abend geschehen.

Die Gestalt bewegte sich lautlos. Mühelos fanden die Füße des Eindringlings immer wieder Halt in dem hölzernen Gitterrost, der an die Anbaufassade befestigt war und als Stütze für die Pflanze dienen sollte. Nicht für einen Menschen!

Die Person schob sich über den Dachrand aus Blech und richtete sich vorsichtig auf. Die Fenster, die sie erreichen wollte, waren seit einer Stunde nicht mehr erhellt.

Das Mädchen, dem der nächtliche Besuch galt, schlief mit Sicherheit schon und ahnte nichts davon, dass draußen ein Mörder lauerte.

Schritt für Schritt näherte sich die Gestalt dem dreistöckigen Gebäude. Das Blech knackte einmal kurz.

Die Person blieb sofort wie angewurzelt stehen und ließ einige Sekunden verstreichen, ehe sie ihren Weg fortsetzte. Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete der Heranschleichende das Haus.

In der Nachbarwohnung brannte noch Licht. Clint Harris wohnte da, ein gutaussehender junger Mann, noch Junggeselle. Seine Nachbarin gefiel ihm sehr. Doch er hatte noch keine Möglichkeit gefunden, ihr das zu sagen.

Die Gestalt streckte sich dem Küchenfenster entgegen. Es war nicht ganz geschlossen, damit frische Luft hinein konnte.

Der unheimliche Besucher drückte vorsichtig dagegen. Die Flügel öffneten sich, und er zog sich an der Fensterbank hoch und schwang sich in die Wohnung.

Tiefe Stille herrschte.

Der schwarze Schatten – viel mehr war der Eindringling nicht   glitt durch die Küche und auf die Tür zu. Langsam drückte er die Klinke nach unten. Sein Weg führte ihn dann durch die Diele in das Schlafzimmer, wo das ahnungslose Mädchen im Bett lag.

Bildschön war sie. Dunkelhaarig, mit aparten Zügen, die vollen Lippen sanft geschwungen, liebreizend und zart, hohe Wangenknochen, ein weiches Kinn und wohlgeformte Ohren.

Ihr langes Haar ergoss sich wie eine dunkle Flut über das Kissen. Sie trug ein weißes Rüschennachthemd mit kurzen Ärmeln und rundem Ausschnitt, der den Ansatz ihrer Brüste zeigte.

Die Decke war durch ihren unruhigen Schlaf in Unordnung geraten. Ein nacktes Bein lugte darunter hervor.

Lange stand der Mann im Raum, betrachtete die Schlafende und rührte sich nicht. Dann aber wandte er sich um. Er sorgte dafür, dass die Schlafzimmer- und Küchentür offen blieben, huschte in die Küche und drehte sämtliche Hähne des Gasherdes auf.

Geräuschlos strömte das tödliche Gas aus den Brennern. Die dunkle Gestalt verließ die Wohnung auf demselben Weg, auf dem sie gekommen war, und schloss das Fenster hinter sich, damit das Gas in der Wohnung blieb.

Unsichtbar schlich das lebensgefährliche Gift aus der Küche, durch die Diele und ins Schlafzimmer. Das Mädchen, das sterben sollte, schlief weiterhin ahnungslos. Mit jedem Atemzug kam Gas in seine Lungen. Es würde davon nichts merken, würde langsam hinüberdämmern und schließlich sterben, ohne aufgewacht zu sein.

Der Mensch, der dafür verantwortlich war, sprang vom Dach des Anbaus und huschte Augenblicke später durch die dunkle, schmale Gasse davon.

Feuchter Nebel lag auf dem Asphalt, über den die Gestalt eilte. Ein gemeines Lächeln glitt über die Züge des Mörders. Es war getan, was getan werden musste!

Marja Finney würde in Kürze tot sein, und das war gut so. Sie verdient nichts anderes, dachte der Mann grimmig.

2

Marja Finney arbeitete in einer kleinen Londoner Gemäldegalerie, in der an diesem Abend   also vor ein paar Stunden noch   eine Vernissage veranstaltet worden war.

Die Menschen hatten einander fast auf die Füße getreten, so voll waren die Räume der Galerie gewesen. Sekt, Whisky und andere Alkoholika waren in Strömen geflossen.

Marja hatte nicht viel getrunken, um einen klaren Kopf zu behalten. Später saß sie im Wagen ihres Chefs und war froh gewesen, dass die Veranstaltung zu Ende war …

»Meine Füße«, ächzte sie. »Sie brennen, als hätte ich sie in siedendes Öl getaucht.«

George Brent, ein eleganter Mann mit graumelierten Schläfen, lachte herzlich.

»Sie sind gleich zu Hause, Marja. Dann können Sie Ihren Füßen eine wohltuende Behandlung angedeihen lassen.«

»Hoffentlich sind sie nicht zu sehr strapaziert. Ich habe ihnen heute ein bisschen zuviel zugemutet.«

Brent schmunzelte. »Das werde ich Ihnen selbstverständlich extra honorieren.«

»Deshalb habe ich das nicht gesagt, George«, wehrte Marja verlegen ab.

»Das weiß ich«, gab George Brent zurück. »Gönnen Sie mir trotzdem die Freude, Sie für Ihre Mühe zusätzlich zu entlohnen. Sie haben sich für die Galerie regelrecht aufgeopfert.«

»Unsinn, George! So etwas will ich nicht hören. Ich habe nichts weiter als meine Arbeit getan, und, wie Sie wissen, gehöre ich zu jenen Menschen, die eine Sache entweder ganz oder gar nicht tun. Von Halbheiten halte ich nichts.«

»Ich bin ein Glückspilz. Etwas Besseres, als Sie einzustellen, hätte mir gar nicht passieren können.«

»Und ich bin bestens mit einem Chef wie Ihnen bedient«, entgegnete Marja. »Haben wir einander nun genug gelobt?« Sie lachte.

George Brent bog in die Wellington Road ein.

»Die nächste links, dann noch mal rechts«, sagte Marja. Schließlich rollte der große dunkle Vauxhall vor dem Haus aus, in dem Marja Finney wohnte.

»Vielen Dank fürs Heimbringen«, sagte sie.

»Ich habe zu danken. Ohne Ihre Hilfe wäre ich heute Abend untergegangen.«

»Es ist mein Job, Sie zu entlasten«, meinte Marja und stieg aus.

Brent wartete, bis sich die Haustür hinter ihr schloss, dann fuhr er weiter.

Marja atmete tief aus. Dieser George Brent war ein wunderbarer Mann. Stets korrekt, niemals zudringlich. Die Seriosität in Person. Marja war froh, bei ihm Arbeit gefunden zu haben.

Müde tastete sie sich durch die Dunkelheit, erreichte die Treppe, stieg langsam die Stufen hinauf: Sie hatte ein schlechtes Gewissen wegen Kay, ihrer Zwillingsschwester, die zurzeit bei ihr wohnte.

Kay war Journalistin und stand kurz vor dem Sprung über den großen Teich. Sie wollte in Amerika ihr Glück machen, hatte von einer großen Zeitung ein verlockendes Angebot bekommen, das sie einfach nicht ablehnen konnte.

Sie war ein ehrgeiziges Mädchen, das es noch weit bringen würde. Marja war sicher, dass Kay ihren Weg machte. Es tat ihr nur ein bisschen leid, dass künftig eine so große Entfernung sie beide trennen würde.

Kay und Marja hatten vereinbart, sich mindestens einmal im Jahr zu sehen. Entweder würde Kay nach England kommen oder Marja nach Amerika. Auf dieses Treffen wollten sie unter keinen Umständen verzichten.

Kays Abreise sollte erst in der nächsten Woche erfolgen. Um rechtzeitig ihren Hausstand auflösen zu können, war sie für die paar Tage, die sie noch in London war, zu Marja gezogen, die sich darüber sehr gefreut hatte. So hatte sie ihre Schwester wenigstens noch kurze Zeit für sich.

Marja hatte Kay angeboten, an der Vernissage teilzunehmen, aber Kay hatte keine Lust dazu gehabt. Sie wollte lieber Schallplatten hören, lesen, sich entspannen und früh zu Bett zu gehen.

Marja nahm sich vor, ganz leise zu sein, um Kay nicht zu wecken. Obwohl niemand sie sah, hielt sie sich beim Gähnen die Hand vor den Mund. Als sie den ersten Stock erreichte, öffnete sie ihre kleine lederne Handtasche, die an einem Trageriemen an ihrer Schulter hing, und kramte darin herum.

Wir Frauen tragen doch immer zuviel mit uns herum, dachte sie, weil sie alles Mögliche, nur nicht die Wohnungsschlüssel fand.

Plötzlich stutzte sie. Was war das? Etwa Gasgeruch? Es

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