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Die Meskalin Teufel: Ein Roberto Tardelli Thriller #16

Die Meskalin Teufel: Ein Roberto Tardelli Thriller #16

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Die Meskalin Teufel: Ein Roberto Tardelli Thriller #16

Länge:
128 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
16. Okt. 2018
ISBN:
9783739698625
Format:
Buch

Beschreibung

Ein Roberto Tardelli Thriller #16
von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 109 Taschenbuchseiten.

Roberto Tardelli im Fadenkreuz der Mafia: Clever und knallhart begegnet Tardelli seinen Widersachern und bekommt dabei umfangreichen Einblick - nicht nur in so manch hübsches Dekolleté! Wird Tardelli den Mafiosi den entscheidenden Schlag versetzen?
Herausgeber:
Freigegeben:
16. Okt. 2018
ISBN:
9783739698625
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Roberto Tardelli im Fadenkreuz der Mafia: Clever und knallhart begegnet Tardelli seinen Widersachern und bekommt dabei umfangreichen Einblick - nicht nur in so manch hübsches Dekolleté! Wird Tardelli den Mafiosi den entscheidenden Schlag versetzen?

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Roberto Tardelli hörte den Schuss und rannte los. Sein scharf geschnittenes Gesicht wirkte plötzlich wie Granit. Während des Laufens riss er die Luger aus dem Schulterholster.

Vor fünfzehn Minuten hatte es noch genieselt. Das nasse Pflaster glänzte im spärlichen Licht der Straßenlampen.

Roberto hörte das Stöhnen eines Menschen. Seine Kopfhaut zog sich zusammen. Er hetzte noch schneller durch die enge Gasse und dann blieb er plötzlich stehen.

Ein Mann lag dort vor ihm auf dem Boden. Er regte sich nicht. Aber er stöhnte. So wie nur ein Mensch stöhnt, mit dem es zu Ende geht.

Als Roberto vor dem Sterbenden stand, ließ er die Pistole sinken. Bitterkeit lag in seinen dunklen Augen. Er wollte die Waffe wegstecken und sich um den Schwerverletzten kümmern. In diesem Moment irritierte ihn eine Bewegung, die er nur aus den Augenwinkeln wahrnahm.

Aus einer Mauernische, etwa fünfzehn Meter entfernt, löste sich eine schlanke, wendige Gestalt: der Killer!

„Stopp!", rief Roberto Tardelli schneidend. Er hatte seine Luger noch nicht hochgerissen, da spuckte die Kanone des Andern bereits eine Kugel aus. Roberto federte nach links, duckte sich und schoss unverzüglich zurück. Beide Projektile verfehlten ihr Ziel nur um Haaresbreite. Roberto konnte das Gesicht seines Gegners nicht erkennen. Der Mann trug einen breitkrempigen Hut, der tief in der Stirn saß. Er gehörte gewiss zu jener kleinen Gruppe von zuverlässigen Profikillern, die laufend heiße Jobs für die Mafia erledigten.

Der Mann feuerte noch einmal. Die Kugel ratschte an der Hausfassade entlang, richtete aber keinen nennenswerten Schaden an. Nach diesem Schuss kreiselte der Killer herum und setzte sich im Zickzacklauf ab.

Roberto folgte ihm. So leicht wollte er es dem Burschen nicht machen. Der Verbrecher erreichte einen schmalen, finsteren Durchlass.

Ehe er verschwand, hielt er Roberto noch schnell mit zwei Schüssen auf Distanz.

Roberto Tardelli pirschte sich an den Durchlass heran.

Er holte tief Luft, spannte die Muskeln und schnellte sich dann geduckt und mit vorgestrecktem Schußarm vorwärts.

Gähnende Leere. Nicht die geringste Bewegung in der tintigen Dunkelheit. Mit vibrierenden Nerven huschte Roberto Tardelli in den schmalen Gang. Einige Sekunden später entdeckte Roberto eine halb offen stehende Tür. Er drückte sie zur Seite. Sie knarrte nicht, sie war gut geölt.

Gespannt trat Roberto durch die Tür und erreichte eine andere schmale, dreckige Straße. Die dort herrschende Stille wurde unvermittelt vom Aufbrüllen eines Automotors zerfetzt. Dann schoss ein unbeleuchteter Wagen mit durchdrehenden Pneus in östlicher Richtung davon.

Enttäuscht steckte Roberto Tardelli die Waffe weg.

Mit grimmiger Miene machte er kehrt und rannte zu dem Mann zurück, der, wenn man es genau

nahm in seiner Gegenwart erschossen worden war.

2

Der Schwerverletzte hieß Wes Montgomery. Ein Mafiahasser wie Roberto Tardelli, dem die Cosa Nostra mit einer einzigen Bombe Vater und Schwester genommen hatte. Montgomery war es

ähnlich ergangen. Die Organisation wollte ihm ein heißes Geschäft vorschlagen, und damit er nicht ablehnte, griff man sich sicherheitshalber Montgomerys Frau und dessen dreizehnjährigen Sohn. Dass Montgomery trotzdem nicht klein beigeben würde, damit hatte im Lager der kaltschnäuzigen Verbrecher keiner gerechnet. Als Wes Montgomery den Versuch unternahm, seine Frau und seinen Sohn aus den Fängen der Mafia zu befreien, da machten die Mitglieder der Ehrenwerten Familie mit Montgomerys Angehörigen kurzen Prozess.

Er fand sie tot und um ein Haar hätte es auch ihn damals erwischt.

Es konnte niemanden wundern, dass sich Wes Montgomery in diesem Augenblick schwor, mitleidlose Rache an den Mördern zu nehmen. Zwei Killer kamen ihm vor einem Monat vor die Pistole. Er schoss sie auf offener Straße nieder und tauchte danach unter. Seither stand sein Name

ganz weit oben auf der Abschussliste der Organisation.

Roberto Tardelli, dessen Name noch viel weiter oben auf besagter Liste stand, beugte sich über den angeschossenen Mann. Montgomerys Gesicht war kreidebleich. Er lag jetzt in einer großen Blutlache.

„Wes!", sagte Roberto gepresst. Er hatte nicht viel Zeit. Irgendjemand hatte vermutlich bereits die Polizei angerufen, um ihr - in den meisten Fällen geschah es anonym - mitzuteilen, dass es hier eine Schießerei gegeben hatte. Und wenn die Bullen hier eintrafen, musste Roberto Zusehen, so rasch wie möglich zu verschwinden.

Er hatte keine Freunde bei der Polizei. Man suchte ihn wegen Polizistenmordes. Es war zwar damals in Los Angeles kein Mord gewesen, aber die Fakten sprachen gegen Roberto, und er war einfach nicht in der Lage, sie zu entkräften.

„Wes!, stieß Roberto erneut heiser hervor. Kleine Schweißperlen glänzten auf seiner Stirn. Er fuhr sich mit der Hand hastig über das dunkle Haar. „Wes, können Sie mich hören?

Montgomery lebte noch. Roberto sah den Mann ganz flach atmen, und sein jagender Puls war auch deutlich zu fühlen. Ärztliche Hilfe anzufordern, wäre vergebliche Liebesmüh gewesen. Dieser Mann war nicht mehr zu retten. Wes Montgomery war nicht der erste Mann, den Roberto Tardelli sterben sah.

„Wes!", sagte Tardelli noch einmal eindringlich. Es war wichtig, dass er mit dem Sterbenden noch ein paar Worte sprach.

Sie hatten beabsichtigt, sich hier in dieser schmalen, düsteren Straße, wo niemand sie belauschte, zu treffen. Roberto erhoffte sich von Montgomery eine immens wichtige Information.

„Lieber Himmel, Wes! Junge, du darfst dich noch nicht davonmachen!", keuchte Roberto Tardelli. Wieviel Zeit war vergangen, seit der erste Schuss gefallen war? Wie lange würde es noch dauern, bis es hier nur so von Cops wimmelte? Zwei Minuten? Drei? Fünf?

Seit einem halben Jahr überschwemmte die Mafia den amerikanischen Rauschgiftmarkt mit Meskalin. Es hieß, dass diese Droge aus eigenen Cosa Nostra-Beständen unters Volk gebracht wurde. Das bedeutete, dass die Ehrenwerte Familie in diesem Fall nicht nur als Händler, sondern auch als Produzent fungierte. Folglich: doppelter Profit für die Dons.

COUNTER CRIME, jene geheime Abteilung im Justizministerium, deren voller Name Counter Organized Crime Department war, und für die Roberto Tardelli seit einiger Zeit tätig war, hatte von der neuesten Schweinerei der Mafia erst kürzlich Wind bekommen. Und Colonel Myer, der Chef von COUNTER CRIME, hatte unverzüglich seinen besten Mann auf die Sache angesetzt.

Seither war Roberto Tardelli mit der ihm eigenen beispiellosen Verbissenheit hier in New York auf der Suche nach dem roten Faden, den es in jedem Fall gibt.

Er hatte in Erfahrung gebracht, dass die Mafia sich bei der Verteilung des Rauschgifts eine neue Variante hatte einfallen lassen. Die Ehrenwerte Familie brachte die Droge nicht über ihr eigenes Dealernetz an die zumeist jugendlichen Kunden, sondern ließ das Meskalin von unbescholtenen Bürgern absetzen.

Natürlich hätten sich solche Personen niemals freiwillig dazu hergegeben, deshalb half die Cosa Nostra mit den gemeinsten Mitteln nach, um sich diese anständigen Leute, die noch nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen waren, gefügig zu machen.

Wer trotzdem hart blieb, wer es wagte, nach dem letzten Ultimatum immer noch nein zu sagen, der wurde eiskalt abserviert. Ein bedauerlicher Verkehrsunfall, oder ein rätselhafter Selbstmord. Die Palette der Mafiakiller war verdammt reich bestückt.

„Wes! Roberto Tardelli tätschelte leicht die blassen Wangen des vor ihm Liegenden. Daraufhin begannen die schweren Lider Montgomerys zu flattern. „Wes!, stieß Roberto aufgewühlt hervor.

Mühsam schlug Montgomery die Augen auf. Eine schreckliche Schmerzwelle tobte durch seinen Körper. Er verzerrte das Gesicht und stöhnte. Roberto hatte vor zwei Tagen mit ihm Kontakt aufgenommen, und Montgomery hatte versprochen, sich hier in New York,

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