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Mehr Leichen! Vier Krimis

Mehr Leichen! Vier Krimis

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Mehr Leichen! Vier Krimis

Länge:
463 Seiten
5 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
7. Juli 2019
ISBN:
9783739645865
Format:
Buch

Beschreibung

Vier Krimis von Alfred Bekker, Pete Hackett & A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 379 Taschenbuchseiten.

Dieses Buch enthält folgende vier Krimis:
Pete Hackett: Hass war sein Lebenselexier
A. F. Morland: Ein Todesengel des Don
Alfred Bekker: Erwürgt!
A. F. Morland: Heißer Schnee aus Kanada

Drogen, Rauschgift, Erpressung und dergleichen Verbrechen mehr: Das ist die Welt der amerikanischen Mafia, des Mob. Thornwall Sullivan, der ehemalige Cop, versucht den organisierten Gangstern Widerstand zu leisten, doch dann gelingt es dem Mafioso Saweso, eine höchst wirksame "Waffe" gegen Sullivan in seine Gewalt zu bringen. Ein Glück, dass Roberto Tardelli eingreift. Doch der mutige Mafiajäger muss bald einsehen, dass die brandgefährliche Mission, auf die er sich da eingelassen hat, einem Tanz auf Rasierklingen gleicht …
Herausgeber:
Freigegeben:
7. Juli 2019
ISBN:
9783739645865
Format:
Buch

Über den Autor

Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. 1984 machte er Abitur, leistete danach Zivildienst auf der Pflegestation eines Altenheims und studierte an der Universität Osnabrück für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Insgesamt 13 Jahre war er danach im Schuldienst tätig, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten. Er war Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen. Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', 'Da Vincis Fälle', 'Elbenkinder' und 'Die wilden Orks' entwickelte. Seine Fantasy-Romane um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' und die 'Gorian'-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt. Darüber hinaus schreibt er weiterhin Krimis und gemeinsam mit seiner Frau unter dem Pseudonym Conny Walden historische Romane. Einige Gruselromane für Teenager verfasste er unter dem Namen John Devlin. Für Krimis verwendete er auch das Pseudonym Neal Chadwick. Seine Romane erschienen u.a. bei Blanvalet, BVK, Goldmann, Lyx, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.


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Mehr Leichen – Vier Krimis

von Alfred Bekker, Pete Hackett & A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 379 Taschenbuchseiten.

Dieses Buch enthält folgende vier Krimis:

Pete Hackett: Hass war sein Lebenselexier

A. F. Morland: Ein Todesengel des Don

Alfred Bekker: Erwürgt!

A. F. Morland: Heißer Schnee aus Kanada

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Authors

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Hass war sein Lebenselexier

Krimi von Pete Hackett

1

„Was gibt es Neues?", fragte der Assistant Director, als sich die Spezial Agents Burke und Harris an dem runden Besuchertisch niedergelassen hatten.

„Wir sind an einem Mann namens Derek Simpson dran, erwiderte Owen Burke. „Sein Computer wurde angezapft. Er hat auf seiner Festplatte hunderte pornografischer Aufnahmen von Kindern gespeichert. Wir überwachen jetzt nur noch seinen elektronischen Posteingang, um eventuell weitere Namen herauszufinden.

„Und es ist sicher, dass er zu dem Kinderporno-Ring gehört?"

„So gut wie. Es sind bei ihm auch Bilder von Kindern aufgetaucht, die spurlos verschwunden sind."

„Legen Sie dem Kerl das Handwerk!, stieß der AD wütend hervor. „Diese Sorte ist die Luft nicht wert, die sie atmet. Quetschen Sie ihn aus. Ich will, dass dieser Pornoring bis auf den letzten Mann zerschlagen wird. Die Kerle gehören hinter Gitter.

Derlei emotionale Ausbrüche waren beim Direktor des FBI New York höchst selten, und Burke wurde klar, dass er für Kinderpornografie ebenso wenig Verständnis aufbringen konnte wie er, Burke, selbst und wohl jeder Mensch, der nicht pädophil veranlagt ist.

Die Besprechung endete und die Agents begaben sich in ihr gemeinsames Büro.

Kurz darauf klopfte jemand an die Tür, im nächsten Moment wurde sie geöffnet, und Wes Hammond, ein Innendienstler, betrat den Raum. Er hielt einige Bögen Papier in der Hand, reichte sie Burke und sagte: „Die E-Mails der vergangenen drei Tage, die Simpson erhalten hat."

Wes Hammond war Computerspezialist. Er war gefordert, wenn es galt, Kennwörter zu knacken oder gelöschte Dateien wiederherzustellen. Zudem war er Experte für Vernehmungen, besonders geschult auf diesem Gebiet …

Owen Burke nahm die Ausdrucke und las die Absender. Steven Perkins, Brian Holmes, Christopher Hall … Und es erschienen weitere Namen als Absender der E-Mails. Burke konnte sie sich gar nicht alle merken. Die Texte der jeweiligen Nachrichten waren mit ausgedruckt. Meist war es nur ein einzelner Satz, den die Mails enthielten. ‚Anbei die neuesten Bilder’, oder ‚Viel Vergnügen’. Es wurden auch diverse Treffen vereinbart. Ort, Tag und Uhrzeit waren angegeben.

Wes Hammond hatte auch einige der Bilder ausgedruckt, die den Nachrichten als Anlagen beigefügt waren. Sie zeigten erwachsene Männer sowie Jugendliche und Kinder – Jungs und Mädchen -, in eindeutigen Posen.

Burke drehte sich fast der Magen um. Er reichte die Blätter an Ron Harris weiter. Wes Hammond sagte: „Der AD hat mich angewiesen, eng mit euch beiden zusammenzuarbeiten. Im Gegenzug müsst ihr natürlich auch mit mir eng zusammenarbeiten."

„Das bedarf keiner besonderen Vereinbarung, versetzte Burke grinsend. „Wir sind auf euch angewiesen, und ihr darauf, dass wir euch mit Material versorgen.

„So ist es, pflichtete Hammond bei und erwiderte Burkes Grinsen. „Eine Hand wäscht die andere. - Wir bleiben weiterhin dran und setzen auch bei den Computern der Kerle, deren E-Mail-Adressen wir herausgefunden haben, Scansoftware ein.

„Wir sollten vielleicht mal so ein Treffen besuchen, Owen, meinte Ron Harris und grinste säuerlich. „Hier, eine Verabredung am Dienstag um 20 Uhr in der Wohnung Perkins’ in Gramercy Park, 18th Street. Wahrscheinlich schaut man sich dort gemeinsam Filme an …

Hammond verließ das Büro wieder.

2

Ron Harris sagte: „Zwei neue E-Mails. Eins vom Police Department. Mal sehen …"

Kurze Zeit verstrich, dann ließ der Special Agent erneut seine Stimme erklingen: „Hör zu, Owen, sagte er. „Es wurde erneut ein Kind entführt. Ein Achtjähriger. Man sah ihn vor der Schule in Queens in einen Lincoln steigen. Seitdem fehlt jede Spur von dem Kleinen. Sein Name ist David Jensen.

„Hat jemand die Nummer des Wagens aufgeschrieben?"

„Ich rufe beim Department an." Ron Harris griff nach dem Telefonhörer, tippte die Kurzwahlnummer des Police Departments und hatte gleich drauf eine Verbindung. Er ließ sich mit dem Beamten verbinden, von dem er die E-Mail erhalten hatte, dann stellte der G-man seine Fragen.

Das Ergebnis war folgendes: Die Zulassungsnummer des Lincoln hatte niemand notiert. In dem anthrazitfarbenen Wagen hatten zwei Männer gesessen. Sie mussten keine Gewalt anwenden, um den Jungen ins Auto zu locken. Die Entführung hatte am Vortag stattgefunden, und zwar mittags um 12 Uhr 30. Das FBI war in Kenntnis gesetzt worden, weil bekannt war, dass es gegen einen Kinderporno-Ring ermittelte und nicht auszuschließen war, dass Mitglieder dieses Rings die Entführung verübt hatten.

Ron Harris bat den ermittelnden Beamten, von allem, was es an Feststellungen gab, Kopien zu schicken, dann legte er auf und sagte: „Im Fall der siebenjährigen Shirley Wiley spielte auch ein anthrazitfarbener Lincoln eine Rolle, der mit zwei Männern besetzt gewesen war. Es dürfte sich um ein und dieselben Täter handeln."

Burke schluckte würgend, sein Hals war wie zugeschnürt. Shirley Wiley war vor vier Wochen entführt worden und seitdem nicht wieder aufgetaucht. An die Eltern des Kindes war nicht mit einer Lösegeldforderung herangetreten worden, sodass davon auszugehen war, dass die Kleine einem Triebtäter in die Hände fiel und wahrscheinlich schon nicht mehr lebte.

Der Magen krampfte sich Burke zusammen, wenn er sich vorstellte, dass sich der achtjährige David Jensen ebenfalls in der Gewalt eines solchen Verbrechers befand.

3

Die Agents hatten die Adressen der Kerle herausgefunden, von denen Simpson elektronische Post erhalten hatte. Da waren:

Steven Perkins. Er wohnte in der 18th Street.

Brian Holmes, seine Wohnung lag in Queens, Maspeth Avenue.

Christopher Hall. Er lebte in Brooklyn, Meadow Street.

Und dann war da noch ein Mann namens Anthony Rooney, wohnhaft in Manhattan, Lower East Side, Clinton Street.

Zuerst aber wollten sie Derek Simpson einen Besuch abstatten, und so fuhren sie in die Mercer Street.

Es war halb neun Uhr, als Burke an der Wohnungstür Simpsons läuteten. Niemand öffnete. In der Wohnung blieb es still. Von einem Nachbarn Simpsons erfuhren die Agents, dass Simpson bei einer Straßenreinigungsfirma in Staten Island beschäftigt war.

Sie holten den Hausmeister, und er sperrte ihnen die Wohnungstür auf. Sofort begannen sie, die Wohnung zu durchsuchen und stießen auf ein ganzes Board voller DVD’s und CD's, fanden einige pornografische Zeitschriften, aber - dem ersten Augenschein nach zu urteilen -, nichts, was mit Kinderpornografie zu tun gehabt hätte.

Burke fuhr den Computer Simpsons hoch. Das Betriebssystem war Windows und der Special Agent fand sich einigermaßen zurecht.

„Wir werden sämtliche DVD’s und CD's beschlagnahmen müssen, meinte Ron Harris. „Allerdings können wir das Zeug ohne Hilfe nicht transportieren. Ich fordere jemand aus dem Field Office an. Er nahm sein Mobiltelefon zur Hand, die Nummer hatte er eingespeichert. Gleich darauf hörte Burke seinen Kollegen sprechen.

Owen Burke ging den Explorer durch. Simpson hatte einige persönliche Ordner angelegt; der Agent durchforstete sie nach Bilddateien und Videos …

Ron Harris schaute in sämtliche Schränke und Boards, die es in der Wohnung gab. Schließlich kam er mit einem Blatt Papier, das eine Menge Knitterfalten aufwies, zu Owen Burke. „Lies das, Owen. Ich hab es im Abfalleimer in der Küche gefunden."

Burke warf einen Blick auf den Zettel. ‚Dreckiger Kinderschänder’, stand da. ‚Du wirst deine gerechte Strafe erhalten’.

Burke konnte sich keinen Reim darauf machen. Denn er wusste nicht, ob diese Nachricht Simpson zugegangen war, oder ob er diese Worte selbst geschrieben hatte. Wenn ja, wer war der ‚dreckige Kinderschänder’? Und weshalb hatte er die Nachricht in den Abfall geworfen? Nur eines schien klar zu sein - die Nachricht enthielt einen Hinweis auf Kinderpornografie.

Vielleicht würden die Agents von Simpson die Antwort auf die Frage erhalten, was es mit dem Blatt Papier auf sich hatte.

Vier Kollegen aus dem Field Office trafen ein. Burke bat sie, sämtliche DVD’s und CD's sowie den Computer in die Zentrale zu schaffen und mit den Auswertungen zu beginnen.

Burke und Harris fuhren nach Staaten Island zu der Firma, bei der Simpson beschäftigt war. Man erklärte ihnen, dass Simpson mit seinem Straßenreinigungsfahrzeug auf Tour sei, und Burke ließ sich den Tourenplan kopieren. Danach gehörten zu Simpsons Tour die Bezirke Midland Beach und Old Town.

Sie trafen das Reinigungsfahrzeug am Slater Boulevard an und stoppten es. Simpson stellte den Motor ab und stieg aus. Burke wies sich als FBI-Agent aus und Simpson wurde bleich, in seinen Augen flackerte jähe Unruhe, was dem Special Agent nicht entging. Fahrig strich sich Simpson mit der Rechten über das Gesicht. „Worum geht es?"

„Kinderpornografie, versetzte Burke. „Wir haben auf Ihrem Computer pornografische Bilder sichergestellt. Leugnen ist zwecklos. Im Übrigen haben wir Ihre Wohnung durchsucht und sämtliche DVD’s und CD's sowie Ihren PC beschlagnahmt.

Simpson zog den Kopf zwischen die Schultern, sein Blick irrte ab, er atmete schneller. „Sie – Sie müssen sich irren, gab er schließlich mit belegter Stimme zu verstehen. „Ich habe mit Kinderpornografie nichts zu tun.

„Und was ist mit den Bildern, die wir von Ihrer Festplatte gescannt haben?, schnappte Ron Harris. „Erzählen Sie uns bloß nicht, dass die ein anderer auf ihrer Festplatte gespeichert hat.

„Wir nehmen Sie mit ins Field Office", erklärte Burke.

„Bin ich verhaftet?"

„Zunächst nur vorläufig festgenommen. Wir fanden in ihrer Wohnung einen Zettel. Dreckiger Kinderschänder, stand darauf. Du wirst deine gerechte Strafe erhalten. Haben Sie den geschrieben?"

„Nein."

„Wer dann?"

„Ich weiß es nicht. Jemand ist in der vergangenen Nacht in mein Apartment eingedrungen hat ihn dort hinterlegt. Großer Gott, was ist bloß los? Ich habe doch mit …"

Plötzlich spritzte Blut. Auf Simpsons Stirn zeigte sich ein kleines Loch, und er brach haltlos zusammen. Eine Detonation war nicht zu vernehmen. Burke wirbelte herum, denn der Schuss war hinter seinem Rücken abgefeuert worden. Auf der Querstraße, in die der Slater Boulevard mündete, fuhr mit quietschenden Reifen ein Wagen an. Der Special Agent konnte gerade noch sehen, dass es sich um einen schwarzen Van handelte.

„Die Autoschlüssel, Ron! Du bleibst hier!"

Ron Harris warf seinem Kollegen die Schlüssel zu, der fing sie geschickt auf und rannte schon los, entriegelte die Türen des Dodge per Fernbedienung, riss die Fahrertür auf und warf sich auf den Sitz. Zündschlüssel ins Zündschloss stecken, umdrehen, den Vorwärtsgang ins Getriebe rammen und Gas geben waren ein einziger, fließender Bewegungsablauf.

Burke musste wenden, und das kostete Zeit. Sein Glück war, dass die Siedlungsstraßen hier in Staten Island kam befahren waren. Die Straße war breit genug, sodass er den Wagen mit dem zweiten Zug gewendet hatte. Schließlich schaute er mit dem Kühlergrill in Richtung Querstraße und Burke drückte voll auf die Tube. Im Vorbeifahren sah er, dass Harris mit seinem Handy telefonierte.

Burke erreichte die Querstraße. Der Van floh in Richtung Verrazano Narrows Bridge, die nach Brooklyn führte. Er hatte gut zweihundert Yards Vorsprung. Zwischen ihm und dem Dodge fuhren drei Autos. Der Fahrer des Van fuhr weitaus schneller, als erlaubt war.

Burke schaltete die Sirene ein. An das Blinklicht, das im Fußraum des Beifahrersitzes lag, kam er nicht ran. Es musste einfach ohne gehen.

Ohne abzubremsen raste der Van in eine Kurve. Burke setzte zum Überholen des Fahrzeuges an, das vor ihm fuhr. Der Fahrer zog im selben Moment auf die linke Fahrspur, um seinerseits das vor ihm fahrende Fahrzeug zu überholen, und Burke sprang auf die Bremse. Hatte denn der Kerl keine Augen im Kopf? Und hatte er etwas an den Ohren, weil er die Sirene nicht zu hören schien?

Der Special Agent drückte zusätzlich auf die Hupe.

Der Van gewann an Vorsprung. Dann war er um eine Kurve aus dem Blickfeld des Special Agents verschwunden. Endlich fuhr der Bursche vor Burke wieder auf die rechte Fahrspur. Als er ihn überholte, schoss er ihm einen wütenden Blick zu, er aber schaute starr – vielleicht schuldbewusst - nach vorn. Burke hupte noch einmal, dann war er vorbei.

Der Special Agent trat das Gaspedal bis zum Anschlag durch und der Dodge bäumte sich geradezu auf. Der Motor röhrte. Erst ging es in eine Rechts-, dann in eine Linkskurve. Bei letzterer handelte es sich um eine ziemlich steile Kurve und Burke musste bremsen, um nicht von der Fahrbahn getragen zu werden. Sofort hatte er den Wagen wieder unter Kontrolle. Überholen konnte er hier nicht. Dieses Risiko wagte er nicht einzugehen, weil er nicht ausschließen konnte, dass ein Fahrzeug entgegenkam. Und Unbeteiligte wollte er auf keinen Fall gefährden.

Es ging an einem Fußballstadion vorbei. Dann konnte Burke die Brücke sehen. Der Van raste schon über die Auffahrt. Da kein Auto entgegenkam, konnte der Special Agent auf die linke Fahrspur wechseln und zwei weitere Fahrzeuge überholen. Auf der Brücke rollten etwa ein Dutzend Fahrzeuge in Richtung Brooklyn. Es herrschte Gegenverkehr. Der Van nahm darauf keine Rücksicht. Er raste mitten auf der Fahrbahn zwischen den Autos hindurch. Einmal krachte es, als er einen Wagen streifte und ein Seitenspiegel wurde durch die Luft gewirbelt.

Burke versuchte, dem Van zu folgen. Alarmiert durch seine Sirene fuhren die Autos vor ihm rechts ran, sodass er trotz des Gegenverkehrs gut durchkam. Aber es gelang ihm nicht, aufzuholen. Der Van fuhr ohne Rücksicht auf Verluste. Als ein Wagen, ein Volvo, nicht zur Seite ausweichen wollte, fuhr er einfach hinten auf. Dann überholte er. Der Volvo-Fahrer bremste, doch der Van brauste weiter. Hinter dem Volvo kamen die folgenden Fahrzeuge zum Stehen. Burke jagte links an ihnen vorbei. Einer riss seine Autotür auf. Die Zeit, auszuweichen, fand der Special Agent nicht. Es krachte, die Tür wurde abgerissen und schlitterte über die Straße. Burke konnte sich nicht darum kümmern. Ein Ruck durchfuhr den Dodge, als er über die Tür hinwegdonnerte.

Das Fahrzeug, dem der Special Agent folgte, raste von der Brücke und fuhr auf den Gowanus Expressway. Die Straße war vierspurig, es handelte sich um eine Interstate Route. Der Van preschte auf der linken Fahrspur dahin und nahm die nächste Abfahrt, um wieder in einer Wohnsiedlung zu verschwinden. Burke hinterher. Der Van jagte in eine Seitenstraße hinein. Der Special Agent riss kurz darauf den Dodge in die Kurve und der Wagen brach hinten aus. Burke bremste ein wenig und fing ihn ab. Hundert Yards vor ihm verschwand der Van in einer Wohnstraße. Erneut fegte Burke mit dem Dodge in die Kurve. Reifen quietschten durchdringend. Am Fahrbahnrand sah der Special Agent einige Kinder mit Fahrrädern. Der Van verschwand soeben um eine Rechtskurve.

Burke drosselte das Tempo und überholte die Kinder, dann trat ich wieder aufs Gas, riss den Dodge im nächsten Augenblick nach rechts und sprang auf die Bremse, weil soeben eine alte Frau die Straße überquerte, obwohl hier kein Fußgängerüberweg war. Dicht vor der etwas gebeugt gehenden Lady kam der Dodge zum Stehen. Sie war wie gelähmt und presste die linke Hand gegen den Mund. Das war knapp gewesen. Weit vor dem Special Agent jagte der Van nach links in eine Seitenstraße. In diesem Gitternetz aus Straßen hatte Burke keine Chance mehr, ihn zu erwischen.

Er nahm den Gang heraus, zog die Handbremse an und stieg aus. Die Sirene ließ er an. Die Frau war bleich wie ein Leichentuch, ihre Lippen bebten, ihre Nasenflügel zitterten. „Tut mir leid, sagte Burke und hatte Mühe, seinen Zorn zu unterdrücken. „Ich hoffe, es geht Ihnen gut. - Haben Sie denn die Sirene nicht gehört?

„Ich – mein Gott – nachdem der Wagen an mir vorbeigebraust war, dachte ich … Ihre Stimme brach und sie holte tief Luft. Wahrscheinlich löste sich in ihr jetzt der Schock. „Um ein Haar hätten Sie mich überfahren, entrang es sich ihr und sie schaute den Special Agent an wie eine Erwachende.

„Es war ein Einsatz, murmelte Burke. „Kann ich Sie vielleicht nach Hause bringen?

„Ich – ich wohne gleich um die Ecke", ächzte sie, fuhr sich mit der Hand über die Augen, setzte sich in Bewegung und überquerte die Straße.

Burke fuhr weiter bis zu der Querstraße, in der der Van verschwunden war. Die Sirene stellte er ab. Der Wagen mit dem Mörder war über alle Berge. Der Agent biss die Zähne zusammen, dann kehrte er um und fuhr mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit zurück nach Staten Island.

Ron Harris hatte zwischenzeitlich die Mordkommission verständigt. Es dauerte noch seine Zeit, bis die Kollegen anrückten. Die G-men versprachen, einen Bericht zu erstellen und ihn den ermittelnden Beamten zu überlassen, dann verließen sie den Schauplatz des Verbrechens, um nach Manhattan zurückzukehren.

„Wer mag der Mörder sein?", fragte Ron Harris.

„Derselbe, der Simpson die Drohung in dessen Apartment hinterlegte. Ich denke, wir sollten die Kollegen von der SRD in die Wohnung schicken, denn es ist nicht auszuschließen, dass der Mörder eine Spur hinterlassen hat, mit der wir etwas anfangen können."

„Konntest du die Nummer des Van erkennen?"

„Nein. So nahe kam ich nicht ran."

4

„Öffnen Sie, Perkins!, erklang es ein wenig ungeduldig. „FBI New York. Mein Name ist Burke.

Der Special Agent zog seine ID-Card aus der Jackentasche und hielt sie vor den Spion. Gleich darauf ging die Tür einen Spalt breit auf, gerade so weit, wie es die Sicherungskette zuließ, und die rechte Gesichtshälfte eines Mannes wurde sichtbar, die andere Hälfte wurde vom Türblatt verdeckt.

„Was kann ich für Sie tun?" Die Stimme klang belegt, geradezu brüchig.

„Öffnen Sie, forderte Owen Burke. „Wir werden Ihnen alles erklären. Er hatte das Etui mit seinem Ausweis wieder in die Tasche gesteckt.

Perkins drückte die Tür noch einmal zu, hängte die Kette aus, dann ließ er die Agents in die Wohnung. Aus jedem Zug seines Gesichts sprach tiefe Unruhe. Er wirkte fahrig, auf seinen Wangen zeigten sich hektische Flecken, mit einer marionettenhaften Geste wies auf die Couchgarnitur, die um einen niedrigen Tisch herum gruppiert war. „Bitte, nehmen Sie Platz."

„Danke, versetzte Burke und winkte ab. „Sie werden beschuldigt, pornografische Filme und Bilder zu vertreiben. Kinderpornos! Ich weise Sie darauf hin, dass Sie vorläufig festgenommen sind. Was Sie von jetzt an sagen, kann vor Gericht gegen Sie verwendet werden. Burke wies ihn noch darauf hin, dass es ihm freistehe, einen Anwalt seiner Wahl zu konsultieren.

Der Form war Genüge getan.

Perkins schnappte nach Luft, dann japste er: „Ich habe mit Kinderpornografie nicht das Geringste zu tun. Sehen Sie sich um in meiner Wohnung, checken Sie meinen Computer. Sie werden nichts finden."

„Wir wissen, dass Sie Derek Simpson mit pornografischen Bildern versorgt haben. Das genügt, um Sie festzunehmen."

„Hat Ihnen das Simpson erzählt?"

„Nein. Wir haben die Festplatte seines Computers gescannt", erwiderte Ron Harris. Es gab keinen Grund, es Perkins zu verheimlichen.

Perkins duckte sich. „Haben Sie auch meinen Computer …"

Darauf erhielt er keine Antwort. Burke schaute sich in dem Wohnzimmer, in dem sie sich befanden, um. Vor allen Dingen die DVD’s und CD’s waren für sie von Interesse.

„Sie werden nichts finden", betonte Perkins noch einmal mit Nachdruck in der Stimme.

„Was sollte am Dienstag um 20 Uhr für ein Treffen in Ihrer Wohnung stattfinden?", fragte Burke.

„Wir – ich – nun, wir haben so etwas wie einen Stammtisch gegründet und treffen uns jeden Dienstag …"

„Wer?"

„Simpson, Brian Holmes, Christopher Hall, Rooney."

„Was treiben Sie denn bei diesen Treffen?", fragte Ron Harris.

„Wir spielen Poker. Um kleine Einsätze, nur zum Zeitvertreib. Es wird getrunken und …"

„… dazu werden Kinderpornos angeschaut. Owen Burke war Perkins schroff ins Wort gefallen. „Von wem haben Sie die Filme und Bilder?

Burke ging zum Telefon und nahm den Hörer in die Hand. Er war noch warm, was dem Special Agent sagte, dass Perkins telefoniert hatte, ehe sie läuteten. Einem jähen Impuls folgend drückte er die Wahlwiederholungstaste, dann hielt er sich den Hörer vor das Gesicht. Gleich darauf ertönte es: „Bourne."

Burke legte auf und heftete den Blick auf Perkins. „Wer ist Bourne? Gehört er auch zu dem Kinderpornoring?"

„Doug Bourne. Ein Bekannter. Himmel, G-man, es gibt keinen Kinderpornoring. Warum wollen Sie mir nicht glauben?"

„Weil wir das Gegenteil beweisen können, Perkins, presste Burke hervor. Dieser Kerl widerte ihn an. „Wir werden diesen Bourne überprüfen, fügte er hinzu. „Wir werden Ihr gesamtes Umfeld einer Überprüfung unterziehen, Perkins. – Ron, ruf die Kollegen an, damit sie herkommen und die Wohnung auf den Kopf stellen. Sämtliche DVD’s, CD's und andere Datenträger sowie der Computer werden beschlagnahmt. - Drehen Sie sich um, Perkins."

Harris holte sein Handy aus der Tasche. Während Owen Burke Perkins die Hände fesselte, fragte er: „Wo wohnt Bourne?"

„Oben, in Westchester County. Die genaue Adresse kenne ich nicht."

„Geben Sie sich keine Mühe, knurrte Burke. „Wir werden seine Adresse über die Telefonnummer herausfinden.

Perkins stieß einen Schwall verbrauchter Atemluft aus.

Ron Harris sagte: „In einer Viertelstunde trifft eine Gruppe Kollegen von der Spurensicherung ein. Wir warten auf sie."

„Setzen Sie sich, Perkins", gebot Burke.

Er ließ sich in einen der Sessel sinken.

„Wer gehört noch dazu?, fragte Owen Burke. „Einige Namen kennen wir. Holmes, Hall, Rooney und möglicherweise dieser Bourne. Nennen Sie uns weitere Namen, Perkins. Sie können vielleicht für sich was rausholen.

„Ich habe Ihnen nichts zu sagen. Mit dem, was Sie mir vorwerfen, habe ich nichts zu tun. Sie werden in meiner Sammlung sicher einige pornografische Filme finden. Aber das sind Streifen, die man sich in jedem Supermarkt kaufen kann. Sie anzusehen ist nicht strafbar."

„Simpson hatte Aufnahmen in seinem Computer, die ein siebenjähriges Mädchen zeigten, das vor vier Wochen entführt wurde, sagte Ron Harris grollend. „Das Mädchen ist seither verschwunden und wir befürchten, dass es gar nicht mehr lebt. Erzählen Sie uns, von wem Sie Ihre Filme und Bilder beziehen.

„Ich habe weder Filme noch Bilder."

„Erhielten Sie eine Drohung?", fragte Burke.

„Eine Drohung?"

„Eine Drohung mit folgendem Text: Dreckiger Kinderschänder. Du wirst deine gerechte Strafe erhalten."

In Perkins’ Miene arbeitete es. „Nein!", stieß er schließlich hervor.

„Sagen Sie uns die Wahrheit, drängte Burke. „Ihr Freund Simpson erhielt eine derartige Drohung - und jetzt ist er tot.

Perkins zuckte zusammen, als hätte ihn der Special Agent mit einem glühenden Draht berührt. „Er – ist – tot?, echote er abgehackt und seine Züge entgleisten, in seine Augen schlich sich namenloses Entsetzen. „Gütiger Gott …

„Sie wissen mehr, nicht wahr? Hat Simpson mit Ihnen telefoniert und Ihnen von dem Drohbrief erzählt?"

„Nein. Perkins schüttelte den Kopf. „Aber bei mir war heute ein Mann, der mich sprechen wollte. Meine Nachbarin hat ihn gesehen. Er will wiederkommen.

Die Befragung Perkins’ führte zu keinem Ergebnis. Er stritt alles ab. Die Beamten von der SRD kamen nach einiger Zeit.

Burke und Harris führten den gefesselten Perkins ab. Auf der Straße angekommen dirigierte Burke ihn zum Dodge. Perkins musste sich auf den Rücksitz setzen. Owen Burke nahm neben ihm Platz, Ron Harris klemmte sich hinter das Steuer.

5

Special Agent Wes Hammond betrat das Büro, das sich die Special Agents Burke und Harris teilten. Burke erzählte ihm, was vorgefallen war. „Leider ist euch der Mörder entkommen, war Hammonds Kommentar. „Gibt es irgendeinen Hinweis? Eine Zulassungsnummer vielleicht.

„Nein, antwortete Burke. „Wir wissen nur, dass es sich um einen schwarzen Van handelt, der jetzt ziemlich verbeult sein dürfte. Die Fahndung läuft. Die Wahrscheinlichkeit, den Van aus tausenden anderen herauszupicken ist allerdings sehr gering.

„Es muss jemand sein, der einen persönlichen Rachefeldzug gegen den Kinderpornoring gestartet hat, mutmaßte Ron Harris. „Zumindest die Nachricht, die er Simpson hinterlassen hat, deutet darauf hin.

Hammond zuckte mit den Achseln und erwiderte: „Wahrscheinlich jemand, der wie ich der Meinung ist, dass die Gerichte mit dieser Sorte viel zu lasch umgehen. Die Stimme Hammonds nahm einen härteren, geradezu klirrenden Klang an. „Das sind Triebtäter. Und die meisten von ihnen werden rückfällig, wenn sie nach ein paar lächerlichen Jahren das Gefängnis als freier Mann verlassen.

Burke kannte den Grund, der Hammond veranlasste, für eine strengere Bestrafung pädophiler Triebtäter zu plädieren. Sein achtjähriger Sohn war vor zwei Jahren entführt und missbraucht und schließlich ermordet worden. Der Mord war bis heute ungeklärt. „Wahrscheinlich hast du recht, Wes", murmelte er, vermied es aber, Hammonds Aussage zu thematisieren.

Er hatte auf seinem Computer das elektronische Adressbuch für den Großraum New York geöffnet. „Ein weiterer Name ist gefallen, sagte er. „Doug Bourne. Er soll in Westchester County wohnen.

Er gab den Namen in den Suchlauf auf, und sogleich spuckte der Computer die Adresse aus. 471 McLeon Avenue, Yonkers.

„Wir sollten diesen Burschen heute noch aufsuchen", schlug Ron Harris vor.

„Zunächst einmal sollten wir uns noch einmal Perkins vorknöpfen, gab Burke zu verstehen. „Ich will wissen, von wem er die perversen Produktionen bezieht. Vielleicht kommen wir über ihn an die Hintermänner, an die Macher heran.

Der Special Agent nahm das Telefon zur Hand, rief im Zellentrakt an und bat, Perkins ins Vernehmungszimmer zu bringen.

„Was dagegen, wenn ich mich an der Vernehmung beteilige?, fragte Hammond. „Ihr wisst ja – ich bin dahingehend besonders ausgebildet.

Owen Burke stimmte zu.

Der Vernehmungsraum war nüchtern eingerichtet. Ein Tisch, einige Stühle sowie eine Computeranlage für die Niederschrift der Vernehmungsprotokolle.

Perkins wurde in den Raum dirigiert. Er war nicht mehr gefesselt und musste sich auf einen der Stühle setzen. Owen Burke nahm ihm gegenüber Platz. Zwischen ihnen war der Tisch. Ron Harris lehnte sich an die Wand und verschränkte die Arme vor der Brust. Wes Hammond baute sich hinter Perkins auf.

„Reden Sie, forderte Owen Burke Perkins auf. „Welche Rolle spielen Sie in dem pornografischen Ring? Welche Rolle spielen Leute wie Simpson, Holmes, Hall und Rooney. Gehört Doug Bourne zu der Organisation? Woher beziehen Sie Ihr Material, ich meine die Filme, Bilder und Zeitschriften. Wer ist der Drahtzieher? Burke senkte seine Stimme. „Ein Junge wurde entführt, Perkins. Er ist ganze acht Jahre alt, und es ist nicht auszuschließen, dass das Verbrechen auf das Konto der Hintermänner des Pornoringes geht. Es sind bereits mehrere Kinder spurlos verschwunden. Helfen Sie uns, den Ring zu zerschlagen. Sie können doch nicht wollen, dass weitere Kinder der Perversität einiger Leute zum Opfer fallen."

Perkins lehnte sich zurück. „Wie oft noch, Agent? Ich habe damit nichts zu tun. Wenn Simpson dem Ring, von dem sie sprechen, angehört hat, so weiß ich davon nichts. Ich will meinen Anwalt sprechen. Die Antworten auf Ihre Fragen muss ich Ihnen schuldig bleiben. Dass ich mit Simpson per E-Mail verkehrt bin, können Sie mir nicht anlasten."

„Und was ist mit den Bildern, die Ihren Mails als Anlagen beigefügt waren?"

Perkins presste die Lippen zusammen und schwieg verbissen.

Plötzlich trat Hammond in Aktion. Mit der Rechten packte er Perkins am Genick und drückte seinen Kopf nach vorn. „Spucken Sie's schon aus, Perkins, knirschte er. Sein Gesicht hatte sich verzerrt und seine Augen glitzerten wie glasiertes Porzellan. „Es gibt Mittel und Wege, Sie zum Reden zu bringen. Zwingen Sie uns nicht dazu. Wir …

„Genug!, stieß Burke schroff hervor. „Finger weg von dem Gefangenen, Wes! Solche Methoden schätze und dulde ich nicht.

Hammond ließ Perkins los, als hätte er sich die Finger an ihm verbrannt, und seine Züge glätteten sich wieder. „Tut mir leid, murmelte er. „Aber wenn ich daran denke, dass er vielleicht den oder die Kidnapper des kleinen Jungen kennt, kommt mir die Galle hoch.

Burke erhob sich.

„Das gibt eine Beschwerde", fauchte Perkins. „Ich möchte sofort in meine Zelle zurückgebracht werden. Und ich

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