Erfreu Dich an Millionen von E-Books, Hörbüchern, Magazinen und mehr

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Melanie: Spiel, Satz... Liebe!: Roman

Melanie: Spiel, Satz... Liebe!: Roman

Vorschau lesen

Melanie: Spiel, Satz... Liebe!: Roman

Länge:
149 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
23. Nov. 2018
ISBN:
9783739623146
Format:
Buch

Beschreibung

Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 133 Taschenbuchseiten.
In alter Rechtschreibung.

Guten Freunden bleibt es nicht verborgen, wenn man sich verliebt hat, und so wusste auch Melanies Clique sehr bald Bescheid. Roman und Tobias ließen immerzu irgendwelche zweideutige Bemerkungen fallen und sparten nicht mit versteckten Sticheleien. Günter hielt sich zurück, denn ihm war die Sache zu ernst. Er litt darunter, dass Melanie ihr Herz nicht ihm, sondern Christian Moser geschenkt hatte, und hoffte insgeheim, dass es nicht von Dauer sein würde.
Herausgeber:
Freigegeben:
23. Nov. 2018
ISBN:
9783739623146
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


Ähnlich wie Melanie

Mehr lesen von A. F. Morland

Buchvorschau

Melanie - A. F. Morland

München

MELANIE: Spiel, Satz...Liebe!

Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 133 Taschenbuchseiten.

In alter Rechtschreibung.

Guten Freunden bleibt es nicht verborgen, wenn man sich verliebt hat, und so wusste auch Melanies Clique sehr bald Bescheid. Roman und Tobias ließen immerzu irgendwelche zweideutige Bemerkungen fallen und sparten nicht mit versteckten Sticheleien. Günter hielt sich zurück, denn ihm war die Sache zu ernst. Er litt darunter, dass Melanie ihr Herz nicht ihm, sondern Christian Moser geschenkt hatte, und hoffte insgeheim, dass es nicht von Dauer sein würde.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

EDITION BÄRENKLAU, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

Roman © by Autor und Edition Bärenklau, 2015

Erstdruck 1991

Cover © by Steve Mayer, 2015

1. Kapitel

Melanie rekelte sich genüßlich in dem angenehm warmen Badewasser. Herrlich, so entspannt in der Wanne zu liegen! Das leise Knistern - verursacht von platzenden Seifenblasen - nahm sie nicht wahr, weil sie Kopfhörer auf hatte. Der pinkfarbene Solar-Walkman lag auf einem Hocker, der neben der Badewanne stand. Einfach toll, diese Erfindung! Man konnte so richtig abschalten und sich total auf die Musik konzentrieren. Genau das, was Melanie jetzt brauchte.

Ihre Mutter hatte mal wieder ihren Koller. So nannte es Melanie, wenn sie ihr nichts recht machen konnte. Schon den ganzen Tag nörgelte ihre Mutter an ihr herum. Melanie fragte sich, wann sie aufhören würde, sie zu erziehen.

Melanie schnippte im Takt mit den Fingern und ließ sich von dem fetzigen Tina-Turner-Song mitreißen. »Tierisch!« sagte sie laut. Das war zur Zeit ihr Lieblingswort.

Das Band stoppte. Melanie hatte keine Zeit mehr, die Kassette umzudrehen, denn sie war verabredet. Seufzend nahm sie die Kopfhörer ab und setzte sie dem Walkman auf. Sie plätscherte noch ein wenig im Wasser, dann stand sie auf, griff nach der Handbrause und spülte den Schaum von ihrem Körper. Schließlich stieg sie aus der Wanne und frottierte sich kräftig ab.

Plötzlich mußte sie an einen alten Film denken, der im Fernsehen gelaufen war. Die Schauspielerin - war es Brigitte Bardot gewesen - hatte ein Badetuch wahnsinnig raffiniert gehandhabt. Die Szene hatte sehr erotisch gewirkt, obwohl die Schauspielerin außer Dekolleté und Beinen nichts von ihrem Körper gezeigt hatte. Wie hatte sie das bloß gemacht?

Melanie probte die Pose vor dem Spiegel. So? Ihr Busenansatz war zu sehen.

Nein, so nicht.

So?

Diesmal klaffte das Badetuch weiter unten viel zu weit auf.

Nein, das war es auch nicht.

»Die muß tagelang geübt haben«, murmelte Melanie leise. »Es sah auf jeden Fall tierisch gut aus. Und der Typ hatte richtiggehend Stielaugen.«

Melanie hüllte sich in das Badetuch und begann ihr Haar zu fönen. Wie spät mochte es sein? Wenn sie in der Wanne lag, verlor sie immer jegliches Zeitgefühl. Aber wenn sie nicht mehr trödelte, würde sie rechtzeitig fertig werden.

Weich, dicht und seidig war ihr Haar. Manchmal hatte sie verrückte Anwandlungen und wollte ihr Aussehen verändern. Sie dachte dabei auch jedesmal daran, sich das Haar ganz kurz schneiden zu lassen, aber wenn sie dann wieder normal war, war sie froh, daß sie es nicht getan hatte. Abgeschnitten war das Haar ja schnell, aber bis es wieder so schön lang war, dauerte es eine Ewigkeit. Melanie fönte es sich aus der Stirn.

Günter Engelmann würde sie abholen. Er war ein netter Kerl und

-leider - in sie verliebt. Sein Pech, denn Melanie sah in ihm nur einen guten Freund. Sein Mercedes-Tick war allseits bekannt. Er wurde deswegen von seinen Freunden belächelt, doch das störte ihn nicht. Einen Mercedes zu fahren, war für ihn das Höchste, deshalb besaß er auch einen. Keinen neuen natürlich, denn den hätte er sich nicht leisten können. Da er als gelernter Automechaniker aber nahezu alle Reparaturen selbst vornehmen konnte, war der Kauf eines gepflegten, acht Jahre alten Gebrauchtwagens kein Risiko für ihn gewesen.

Günter würde nicht allein kommen. Roman, Tobias und Tanja würden bei ihm sein. Es war abgemacht, daß er sie nacheinander auflesen und zum Schluß vor Melanies Haus kurz hupen würde. Sie wollten zum Tennisclub Aurora, wo heute eine - hoffentlich - tolle Fete auf dem Programm stand.

Melanie legte den Fön beiseite. Nun fehlte nur noch ein bißchen Make-up, schön dezent, dann war sie fertig. Sie hielt nichts von dieser grellen Kriegsbemalung, mit der sich manche Mädchen schmückten. Melanie unterstrich beim Schminken nur ihre natürliche Schönheit, nicht mehr. Sie konnte nicht verstehen, daß einige Mädchen sich erst dann gefielen, wenn sie aussahen, als wären sie in einen Farbtopf gefallen. Dabei blieb doch die eigene Persönlichkeit auf der Strecke.

Als Melanie das Bad verließ, kam ihre Mutter aus dem Gästezimmer.

»Melanie, ich muß mit dir reden«, sagte Esther Pellenberg zu ihrer Tochter. Sie war eine attraktive, sehr gepflegte Frau von fünfundvierzig Jahren. Sie hätte noch die allerbesten Chancen bei den Männern gehabt, doch es fiel ihr nicht im Traum ein, auch nur eine einzige zu nutzen. Sie liebte Horst, ihren Mann, noch immer. Vielleicht war das nicht normal nach mehr als zwanzig Jahren Ehe, aber Esther Pellenberg war froh, daß es so war.

»Ich habe leider keine Zeit, Mama«, erwiderte Melanie.

Es gab mal wieder diese Spannung zwischen ihnen, das verriet allein schon der strenge Blick von Melanies Mutter.

»Du wirst sie dir nehmen!« sagte Frau Pellenberg energisch.

»Ich werde abgeholt, Mama!«

»Ich werde dir sagen, was ich zu sagen habe, und du wirst mir zuhören!« Esther Pellenberg baute sich vor ihrer Tochter auf und sah ihr bestimmt in die Augen. »Es ist eine Schande, Melanie! Deine Unordentlichkeit schreit zum Himmel...!«

Die alte Leier, dachte Melanie genervt.

Die Tür ihres Zimmers stand offen und ihre Mutter wies hinein. »Muß das so aussehen?«

»Ein Schuh lag unter dem Bett, ein anderer stand vor dem Bücherregal. Melanie hatte sie hastig von den Füßen geschleudert,

nachdem sie heimgekommen war. Auf dem Hi-Fi-Turm lag eine bunte Bluse, der Schreibtisch war mit einem Kleid, einer Cordhose und einem Sommerpulli zugedeckt, ein weiteres Kleid hing über der Lehne des Schreibtischstuhls... Mutter hatte recht, dachte Melanie, eine Idylle war das wirklich nicht. Aber was ging ihre Mutter dieses Zimmer an? Es war schließlich ihr Reich.

Okay, sie war ein bißchen schlampig, zugegeben. Aber es störte sie nicht. Sie fühlte sich wohl dabei und nur das war wichtig.

Melanie ärgerte sich, daß sie vergessen hatte, die Tür zu schließen, als sie ins Bad gegangen war.

»Du darfst nicht glauben, daß es bei mir immer so schlimm aussieht, Mama. Ich hatte bloß noch keine Zeit, die Sachen wegzuräumen.«

»Man nimmt nicht sämtliche Kleidungsstücke, die man besitzt, aus dem Schrank und wirft sie irgendwohin!« herrschte Frau Pellenberg ihre Tochter an. »Von wem hast du diese entsetzliche Eigenschaft nur geerbt, Kind? Ich bin nicht so, dein Vater auch nicht.«

Melanie seufzte innerlich, schwieg aber. Ihre Mutter war mit ihrer Gardinenpredit garantiert noch nicht am Ende. Sie hatte recht.

»Wenn ich so schlampig wäre wie du, würde es in unserem Haus grauenvoll aussehen!« ereiferte sich Frau Pellenberg. »Kein Mensch würde uns besuchen wollen. Wie kann man sich nur in einem solchen... solchen Saustall wohl fühlen?«

Also jetzt übertreibt sie aber, dachte Melanie ärgerlich. Unter einem Saustall verstand sie etwas anderes.

»Mama, ich hab’s eilig«, wagte sie eindringlich zu sagen.

»Und im Bad das gleiche Bild!« fuhr Frau Pellenberg unbeirrt fort. »Alles bleibt da liegen, wo es dir aus der Hand fällt. Kamm, Haarbürste, Fön... Die Wanne ist nicht saubergemacht. Der Hok-ker steht nicht an seinem Platz. Der Walkman bleibt natürlich auch liegen. Du könntest dich wirklich etwas mehr zusammennehmen...«

Ja, ja, dachte Melanie unwillig. Gleich würde sie wieder mal zu hören bekommen, daß Ordnung das halbe Leben ist.

»Ordnung ist das halbe Leben!« sagte Frau Pellenberg. »Du gehst nicht aus dem Haus, bevor du nicht das Bad und dein Zimmer in Ordnung gebracht hast. Darauf muß ich bestehen.«

So ist sie, dachte Melanie, ihren Zorn mühsam unterdrückend. Sie war erwachsen, aber ihre Mutter sah in ihr noch immer ein Kind. Daran würde sich in zwanzig Jahren noch nichts geändert haben. Wie immer, wenn sich Melanie über ihre Mutter ärgerte, nahm sie sich ernsthaft vor, sich eine kleine Wohnung zu suchen, in der sie tun und lassen konnte, was sie wollte. Wo sich niemand über einen herumliegenden BH aufregte, wo sie getrost mal einen Slip vergessen oder einen Spitzen-Body liegenlassen konnte.

Melanie ging ins Bad zurück und räumte auf. Sie beeilte sich, denn sie wollte fertig sein, wenn Günter hupte. Ob sie das noch schaffen würde? Wenn sie die Wanne saubergemacht hatte, würde ihre Mutter sie in Ruhe lassen. Als sie das geschafft hatte, atmete Melanie auf. »Du bist aber auch wirklich doof«, murmelte sie vor sich hin. »Warum beschwörst du so was immer herauf? Warum reißt du dich nicht zusammen und bemühst dich, ein bißchen ordentlicher zu sein? Es würde dir bestimmt nicht schaden.«

Wieder einmal nahm sie sich vor, sich zu bessern. Sie nahm den Walkman mit in ihr Zimmer, legte ihn achtlos beiseite und ließ das Badetuch zu Boden fallen. Nackt stand sie dann vor dem Schrank und wußte nicht, was sie anziehen sollte.

Erst mal einen Slip. Sie griff nach einem weißen Baumwollhöschen und stieg hinein. BH? Nein, heute nicht. Melanie entschied sich für einen superkurzen Mini und eine weiße Baumwollbluse mit großen Brusttaschen. Kaum hatte sie den letzten Knopf geschlossen, da hupte Günter. Grundgütiger! Der war aber pünktlich!

Melanie stürzte zum Fenster und riß es auf. »Komme sofort!«

Sie raffte alles, was herumlag, zusammen und stopfte es in den Schrank. Sie wußte, daß sie die Türen ganz schnell schließen mußte, damit nicht alles wieder herausfiel.

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. , um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Melanie denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen