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Die Insel des roten Todes: Cassiopeiapress Thriller

Die Insel des roten Todes: Cassiopeiapress Thriller

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Die Insel des roten Todes: Cassiopeiapress Thriller

Länge:
127 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Juni 2019
ISBN:
9783739656274
Format:
Buch

Beschreibung

Thriller von Horst Weymar Hübner

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Das kleine griechische Eiland Mallia mit seinem gleichnamigen Luxushotel ist ein beliebtes Reiseziel von den Reichsten der Reichen. Auch die beiden Top-Manager Horst Brüggemann und sein amerikanischer Kollege Mike Brandon wollen auf Mallia ausspannen. Kurz nach ihrem Eintreffen werden einige Gäste sowie Einheimische von einer mysteriösen Krankheit, die sich seuchenartig ausbreitet, binnen kürzester Zeit auf grausame Weise dahingerafft. Es gibt nur einen alten Arzt, der versucht, die tödliche Epidemie einzudämmen, während die Behörden die Insel unter Quarantäne stellen, um ein Ausbreiten der Seuche auf das Festland zu verhindern. Die Menschen auf der Insel sind auf sich allein gestellt ...
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Juni 2019
ISBN:
9783739656274
Format:
Buch

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Die Insel des roten Todes - Horst Weymar Hübner

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DIE INSEL DES ROTEN TODES

von Horst Weymar Hübner

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Das kleine griechische Eiland Mallia mit seinem gleichnamigen Luxushotel ist ein beliebtes Reiseziel von den Reichsten der Reichen. Auch die beiden Top-Manager Horst Brüggemann und sein amerikanischer Kollege Mike Brandon wollen auf Mallia ausspannen. Kurz nach ihrem Eintreffen werden einige Gäste sowie Einheimische von einer mysteriösen Krankheit, die sich seuchenartig ausbreitet, binnen kürzester Zeit auf grausame Weise dahingerafft. Es gibt nur einen alten Arzt, der versucht, die tödliche Epidemie einzudämmen, während die Behörden die Insel unter Quarantäne stellen, um ein Ausbreiten der Seuche auf das Festland zu verhindern. Die Menschen auf der Insel sind auf sich allein gestellt ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author / Cover by bogdanaLS/pixabay, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Norton fühlte sich nicht besonders. Er hatte das Gefühl, dass ihm jemand die Beine wegzuziehen versuchte.

Er verließ die Bar und schwankte dabei so heftig, dass er gegen den Türstock prallte.

Die verdammte Sauferei, dachte er. Ich hätte nach dem Essen besser keinen dreifachen Whisky genommen!

Der Barkeeper setzte die Gläser ab, die er eben poliert hatte. Um diese Zeit waren kaum Gäste da.

„Kann ich Ihnen behilflich sein, Sir?", fragte er höflich und verbarg seine Verwunderung hinter einer ausdruckslosen Miene. Diese Engländer nahmen schon mal ein Glas zu viel zur Brust. Das passierte aber erst nach Einbruch der Dunkelheit. Norton hingegen hatte noch nie einen Schluck zu viel erwischt. Nicht einmal zur Nachtzeit.

„Nicht nötig!", knurrte Norton, visierte die Tür an und wagte einen neuen Anlauf.

Wie ein Tanker mit Schlagseite kam er aus der Bar, schlingerte durch die Halle des feudalen Mallia Hotels und steuerte den Aufzug an.

Mann, war ihm übel!

Ob der verfluchte Keeper ihm was in den Drink gemixt hatte?

Er machte eine Handbewegung, als könnte er damit diesen absurden Gedanken fortwischen. Marinato war ein gewandter Bursche, sprach fließend fünf Sprachen, kannte sämtliche Mixrezepte zwischen Hongkong und London und war hinter den Frauen her wie der Teufel hinter den armen Seelen.

Ein Gauner aber war er ganz sicher nicht.

Seine Drinks, die Norton seit einer Woche bei ihm nahm, waren allesamt von gediegener Qualität gewesen.

Vielleicht ist mir das Essen nicht bekommen, überlegte Norton. Dieser Fischsalat sah ja reichlich komisch aus. Und geschmeckt hat er wie alte Schuhsohle in Maschinenöl!

Unter den Augen des erstarrten Empfangschefs torkelte der ehrenwerte Londoner Börsenmakler Norton zum Aufzug. Zwei weibliche Gäste, die die Nachmittagshitze in der angenehm kühlen Hotelhalle verstreichen ließen, blickten indigniert von ihren Karten hoch.

Norton rülpste laut und unanständig und lehnte sich totenbleich an die Wand neben der Stockwerkanzeige.

Sein Kopf schwankte, seine Knie zitterten.

Aus schwimmenden Augen starrte er in die Halle, die sich vor seinen Augen zu drehen begann.

Die Gesichter der beiden Damen kamen ihm wie schwebende bleiche Scheiben vor, die sich von den Körpern gelöst hatten. Die Rezeption erschien ihm in einer dunklen Farbe, die er dort nie zuvor wahrgenommen hatte. Und der Empfangschef dahinter machte auf ihn den Eindruck eines Börsendieners in seiner schwarzen Jacke und der schwarzen Krawatte auf dem schneeweißen Hemd.

Der Fischsalat! Ich fürchte, ich habe mir eine Vergiftung eingehandelt, überlegte Norton.

Er merkte, wie ihm die Gedanken davonlaufen wollten. Er musste sich anstrengen, um sich konzentrieren zu können.

Sullivan muss her!, dachte Norton. Er ist irgendwo drüben auf dem Festland. Jemand sprach gestern davon, dass er ihn auf dem Markt getroffen hat! Eigentlich verrückt! Was treibt ein Wissenschaftler wie Sullivan in dieser Ecke des Mittelmeeres?

Der Wunsch, sofort Sullivan zu sehen, wurde übermächtig.

Norton wollte sich von der Wand abstoßen. Er peilte bereits die Rezeption und den verwaschenen schwarzen Fleck darüber an.

Er wunderte sich. Wieso war aus dem Empfangschef nun ein schwarzer Fleck geworden?

Hinter ihm ertönte ein Summen. Die Türen des Aufzugs glitten mit ihrem typischen Öffnungsgeräusch zur Seite.

Aber hören kann ich noch ganz gut!, fand Norton und grinste zufrieden.

Ich lege mich etwas hin, und die Leute vom Hotel können derweil versuchen, diesen verdammten Sullivan drüben aufzutreiben, beschloss er. Diesen eingeborenen Doktoren traue ich nicht! Die Burschen reden zu viel und machen zu wenig! Ich rufe die Halle an, die können schließlich auch was tun fürs Geld!

Er wandte sich torkelnd um und schwankte in die Kabine.

Natürlich war kein Liftboy da. Um diese Zeit war nie einer da.

Norton kniff die Augen enger, blickte angestrengt auf die Knopftafel und streckte die Hand aus.

Es kam ihm wie eine halbe Ewigkeit vor, bis er die Taste für das vierte Stockwerk erreichte und eindrückte.

Als sich die Türen geschlossen hatten und die mit Stoff ausgeschlagene Kabine anruckte, verlor Norton den Halt und fiel schwer in die Ecke.

Benommen lag er eine Weile am Boden und sah schließlich wie durch einen Nebel, dass sich die Türen öffneten.

Großer Gott!, schoss es ihm durch den Kopf. Was ist mit mir los? Was ist passiert?

Er begriff endlich, dass er in der Liftkabine auf dem Boden lag.

Seine Gedanken bewegten sich von einem Augenblick zum anderen wieder in vernünftigen Bahnen.

Ein Schwächeanfall!,konstatierte er. Ich bin heute Morgen vielleicht zu lange in der Sonne gewesen. Das ist auch nicht das Richtige für einen Mann, der das ganze Jahr im Börsensaal oder im Büro verbringt. Oder ich bin gestern beim Wasserskilaufen vielleicht doch härter aufs Wasser geschlagen, als der verdammte Idiot zu dicht an den Bootssteg heranfuhr!

In seine Sorge um seinen Gesundheitszustand mischte sich Erleichterung darüber, dass auf dem Flur vor der offenen Lifttüre kein Hotelgast zu sehen war.

Das wäre vielleicht ein Skandal, dachte er und lächelte dünn. Der eiskalte Norton, der alle Schliche und Kniffe des Börsengeschäftes kennt - und liegt wie ein Betrunkener in einem Hotellift!

Er erhob sich eilig, spürte wieder die Schwäche kommen und lehnte sich gegen die Kabinenwand. Tief und ruhig atmete er ein.

Die Luft war zwar auch nicht bestens in diesem Kasten, aber er hatte von seinem Hausarzt in London verordnet bekommen, tief und ruhig einzuatmen, wenn sein Kreislauf Schwierigkeiten machte. In letzter Zeit war das häufiger geschehen.

Völlige Überarbeitung.

Darum war er zu dem Entschluss gekommen, sich für drei Wochen vom Terminkalender und von London zu trennen und hierherzufliegen, um sich in diesem noblen Kasten zu erholen, von dem seit einem Jahr alle redeten, die Geld genug hatten, um es leichten Herzens ausgeben zu können.

Sogar zwei Kunden seines Londoner Büros hatte er hier angetroffen. Die Welt war klein geworden.

Norton kämpfte die Schwäche nieder. Das ruhige Atmen half. Es ging ihm besser.

Er war froh, dass ihm nicht gerade seine beiden Londoner Klienten über den Weg liefen, als er sich an der Flurwand entlangtastend zu seinem Appartement schlich.

Schlichte Zimmer gab es in diesem Hotel gar nicht. Nur Appartements oder Suiten. Die Gäste hatten das nötige Kleingeld, um für allen Luxus zu bezahlen, den man ihnen hier bot.

Sie bezahlten auch eine gewisse Exklusivität mit, denn außer dem Mallia Hotel und seinen paar Bungalows unten beim Strand zwischen den rot blühenden Oleanderbüschen gab es keinen Beherbergungsbetrieb auf der Insel. Es gab nicht einmal Einheimische.

Das Personal stammte vom Festland drüben. Die Insel war fast immer unbewohnt gewesen. Sie war zu klein und zu karg. Bis einer dieser griechischen Reeder den grandiosen Einfall gehabt hatte, hier für die Reichen der Erde einen Urlaubsort zu schaffen, der seinesgleichen suchte.

Der Mann hatte ein Vermögen in sein Vorhaben hineingebuttert. Es war ihm gelungen, denn aus dem vormals trostlosen

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