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Das harte Gesetz der Wildnis (U.S. Marshal Bill Logan Band 96): Cassiopeiapress Western
Das harte Gesetz der Wildnis (U.S. Marshal Bill Logan Band 96): Cassiopeiapress Western
Das harte Gesetz der Wildnis (U.S. Marshal Bill Logan Band 96): Cassiopeiapress Western
eBook115 Seiten1 Stunde

Das harte Gesetz der Wildnis (U.S. Marshal Bill Logan Band 96): Cassiopeiapress Western

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Über dieses E-Book

Milton Luster, seine Frau und seine Tochter Mary Jane leben seit ein paar Jahren am Frisco Creek. Schon seit längerem haben sie Probleme mit der M-im-Kreis-Ranch. Eines Tages, Milton Luster will den Saloon besuchen, gerät er in eine Schlägerei mit Handlangern der Ranch. Der Barkeeper kann den Konflikt noch rechtzeitig beenden, doch der Hass bei den Cowboys ist spürbar. Am selben Abend wird Milton Lusters Farm überfallen, seine Frau und er getötet und Marry Jane entführt, vermutlich von Indianern. Doch die M-im-Kreis-Ranch scheint ihre Finger mit im Spiel zu haben...
Ein CassiopeiaPress E-Book
Das Titelbild schuf Steve Mayer
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum18. Juni 2019
ISBN9783730975084
Das harte Gesetz der Wildnis (U.S. Marshal Bill Logan Band 96): Cassiopeiapress Western
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    Buchvorschau

    Das harte Gesetz der Wildnis (U.S. Marshal Bill Logan Band 96) - Pete Hackett

    München

    Das harte Gesetz der Wildnis

    U.S. Marshal Bill Logan

    Band 96

    Das harte Gesetz der Wildnis

    Western von Pete Hackett

    U.S. Marshal Bill Logan – die neue Western-Romanserie von Bestseller-Autor Pete Hackett! Abgeschlossene Romane aus einer erbarmungslosen Zeit über einen einsamen Kämpfer für das Recht.

    Ein CassiopeiaPress E-Book

    © by Author

    © der Digitalausgabe 2013 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

    www.AlfredBekker.de

    www.postmaster@alfredbekker.de

    Es war ein warmer Tag im Mai. Milton Luster lenkte das Gespann vor den Store und hielt es an. Neben ihm auf dem Bock saß Mary Jane, seine achtzehnjährige Tochter. Mary Jane war ein hübsches, dunkelhaariges Mädchen, das die Blicke der jungen Burschen auf den Gehsteigen auf sich zog.

    Milton Luster wickelte die Zügel um den Bremshebel des leichten Fuhrwerks und sprang vom Bock. Auch Mary Jane stieg hinunter. »Okay, Mary Jane«, sagte der Heimstätter grollend. »Du gibst Osborne die Liste, die Mutter aufgeschrieben hat. Er soll alles vorbereiten. Ich trinke in der Zwischenzeit ein Bier.«

    »In Ordnung, Dad«, sagte die junge Frau mit klarer Stimme. »Ich gebe Mr Osborne die Liste, dann komme ich in den Saloon.«

    Milton Luster marschierte davon. Er ahnte nicht, dass er direkt dem Verdruss entgegenschritt.

    Er war personifiziert in der Gestalt von vier Männern, die im Saloon am Tresen standen. Es handelte sich um Cowboys der M-im-Kreis Ranch. Als Milton Luster den Schankraum betrat, wandten sie sich ihm zu. Der Heimstätter stockte einen Moment im Schritt, als er die vier Kerle sah. Wahrscheinlich wäre er gar nicht in den Saloon gegangen, wenn die Pferde der vier am Hitchrack gestanden hätten. Aber sie hatten die Tiere im Mietstall abgestellt.

    Es gab immer wieder Ärger zwischen der M-im-Kreis und den Siedlern an den Flüssen. Nicht selten arteten die Zwistigkeiten in gewaltsame Auseinandersetzungen aus.

    Milton Luster schluckte krampfhaft. Am liebsten wäre er auf der Stelle umgekehrt. Aber das ließ sein Stolz nicht zu. Mochte es auch falscher Stolz sein – vernichtender Stolz. Er gab sich einen Ruck, ging zu einem der leeren Tische und setzte sich. An zwei anderen Tischen saßen insgesamt fünf Männer aus der Stadt. Sie nickten ihm freundlich zu, dann nahmen sie ihre Gespräche wieder auf.

    Die Cowboys von der M-im-Kreis fixierten ihn mit stechenden Blicken. Einer der Kerle begann zu grinsen. Das Grinsen war anzüglich und absolut nicht freundlich. Zwar bildeten sich um seine Augen unzählige Lachfalten, aber die Augen selbst lachten nicht mit. Sie blickten kalt. »Sieh an. Ich glaube, wir bekommen Abwechslung.«

    »Was darf ich dir bringen, Milt?«, fragte der Keeper.

    »Ein Bier.«

    Die Weidereiter tuschelten miteinander. Ihre Blicke huschten immer wieder in Lusters Richtung. Als der Keeper mit dem Krug voll Bier um das Ende des Tresens ging, setzte sich einer der Cowboys in Bewegung und schnitt ihm den Weg zum Tisch des Heimstätters ab.

    »Ich bringe ihm das Bier, Burl.« Ein hartes Grinsen bahnte sich in seine Miene.

    Burl Haggan, der Keeper, verzog das Gesicht. »Mach keinen Ärger, Rufus. Lass Luster in Ruhe sein Bier trinken und …«

    »Ich will ihm doch nur das Bier bringen, Burl«, unterbrach ihn der Cowboy. »Was ist schon dabei? Also gib mir den Krug. Du willst uns doch den Spaß nicht verderben?«

    Diese letzte Frage kam drohend, in den Augen des Weidereiters zeigte sich ein kaltes Flirren, in seinen Mundwinkeln hatte sich ein unduldsamer Zug eingekerbt. Burl Haggan zog den Kopf zwischen die Schultern. Er warf Milton Luster einen um Entschuldigung heischenden Blick zu. Dann überließ er Rufus Hadley den Bierkrug.

    Als der Cowboy auf seinen Tisch zusteuerte, stemmte sich Milton Luster schwerfällig in die Höhe. Er verriet Unsicherheit. Unbehaglich zog er die Schultern an. Sein Blick war ruhelos und huschte immer wieder hilfesuchend zu den Tischen mit den Stadtbewohnern hin. Wenn sich sein Blick mit ihren Blicken kreuzte, schauten sie schnell weg. Niemand wollte sich mit den Leuten von der M-im-Kreis anlegen.

    Dem hartbeinigen Quartett hatte er nichts entgegenzusetzen. Die drei Burschen, die am Tresen lehnten, grinsten hämisch.

    Rufus Hadley blieb auf der anderen Seite des Tisches stehen. »Ich bringe dir das Bier, Schollenbrecher. Was sagst du dazu? Ist das nicht nett von mir?«

    »Ich will keinen Ärger«, murmelte Milton Luster. Er fühlte die Blicke aller im Saloon Anwesenden auf sich gerichtet. Und er spürte Beklemmung, um nicht zu sagen Angst. »Darum gehe ich jetzt wieder.« Er griff in die Tasche und holte einige Münzen heraus, nahm ein Fünfcentstück und legte es auf den Tisch. »Für das Bier, Burl.« Er wollte sich abwenden.

    Da schüttete ihm Rufus Hadley mit einer wilden, unbeherrschten Bewegung den Inhalt des Kruges ins Gesicht. »Damit du das Bier nicht umsonst bezahlt hast«, stieß der Cowboy hervor und zeigte die Zähne. Es erinnerte an das Zähnefletschen eines Wolfes.

    Milton Luster nahm sein Halstuch ab und trocknete sich damit das Gesicht ab. Dann sagte er dumpf: »Ich gehe jetzt. Ihr hattet euren Spaß.« Er wollte sich abwenden.

    »So billig kommst du nicht weg, Maulwurf«, stieß Rufus Hadley hervor. Er stellte den Krug ab, machte zwei schnelle Schritte und verbaute Luster den Weg zur Tür. »Der richtige Spaß kommt erst noch.« Mit dem letzten Wort schlug er zu. Er traf den Heimstätter in den Magen und Milton Lusters Oberkörper pendelte nach vorn. Ein dumpfer Laut brach aus seiner Kehle. Der Schlag nahm ihm die Luft und die Augen quollen ihm aus den Höhlen. Ehe er sich erholen konnte, versetzte ihm Rufus Hadley mit der flachen Hand einen klatschenden Schlag auf die Wange. Lusters Kopf wurde herumgerissen. Er taumelte einen Schritt zurück und stieß gegen den Tisch. Der Atem des Heimstätters ging stoßweise. In seinem Gesicht arbeitete es. Rot zeichneten sich die fünf Finger des Cowboys auf seiner Wange ab.

    »Okay«, grollte Luster. Er hatte zwar Angst, aber demütigen lassen wollte er sich nicht. »Du willst den Kampf und sollst ihn haben. Werden sich deine Kumpane heraushalten?«

    »Ich brauche sie nicht, Schollenbrecher. Dich mache ich mit links fertig. Komm schon, komm her! Ich werde die rechte Hand in die Tasche schieben. Worauf wartest du, Schollenbrecher?«

    Seine Worte waren genauso herausfordernd wie die ganze Haltung des Cowboys.

    Luster hob die Fäuste und ging langsam auf den Cowboy zu. Dieser schob natürlich die rechte Hand nicht in die Tasche. In seinen Augen glomm ein böses Licht voll Verschlagenheit. Als Luster nahe genug war, zuckte Hadleys Bein hoch. Er traf den Heimstätter in den Leib und Luster krümmte sich nach vorn, genau in Hadleys Schwinger hinein. Lusters Hut flog davon. Der Schlag richtete den Heimstätter auf, er wankte rückwärts, ruderte haltsuchend mit den Armen und hatte den Mund wie zu einem stummen Schrei aufgerissen. Hadley setzte nach, ließ seine Fäuste fliegen und traf zweimal. Aus Lusters aufgeplatzter Lippe rann Blut über sein Kinn.

    Der Heimstätter versetzte Hadley einen derben Stoß und konnte sich so von ihm freimachen. Als der Cowboy wieder angriff, warf sich ihm Milton Luster entgegen. Er schmetterte Hadley die Faust an den Kopf und die andere in den Magen. Ein Keuchton entrang sich dem Cowboy. Ein weit aus der Hüfte gezogener Haken stellte ihn auf die Zehenspitzen. Und dann traf ihn wieder ein Schwinger in den Bauch und er vollführte eine unfreiwillige Verbeugung. Luster donnerte ihm die Faust in den Nacken und der Weidereiter fiel auf das Gesicht.

    Als sich Hadley mit beiden Armen in die Höhe stemmen wollte, stellte ihm Luster den Fuß zwischen die Schulterblätter. Hadleys Arme knickten ein wie morsche Zaunlatten, erneut fiel er auf das Gesicht. Benommenheit brandete gegen sein Bewusstsein an. Vor seinen Augen wallten dichte Nebel. Er begriff auf schmerzliche Art und Weise, dass er den Mund wohl etwas zu voll genommen hatte. Sein Atem rasselte.

    Schnelle Schritte hämmerten auf den Dielen, Sporen klirrten, Milton Luster drehte den Kopf. Die drei anderen Cowboys kamen. Ehe der Heimstätter richtig zum Denken kam, hatten ihn zwei gepackt. Die Arme wurden ihm schmerzhaft auf den Rücken gebogen. Er machte das Kreuz hohl, um dem Schmerz in seinen Schultergelenken entgegenzuwirken. Der dritte der Cowboys half Rufus Hadley auf die Beine. Die Augen des Cowboys schwammen in Tränen. Seine Zähne knirschten, hart traten die Backenknochen in seinem Gesicht hervor. Er hatte seine Benommenheit überwunden. Etwas Unheilvolles ging von ihm aus. Jeder Zug in seinem Gesicht verriet Gehässigkeit und böse Entschlossenheit. »Jetzt kriegst du es, Schollenbrecher«, keuchte er, und dann schlug er zu.

    In dem Moment betrat Mary Jane den Saloon. Mit einem Blick erfasste sie, was sich abspielte. »Ihr gemeinen Schufte!«, schrie sie, packte einen Stuhl, schwang ihn hoch und ging damit auf

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