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Tote Seelen im Schloss: Unheimlicher Thriller

Tote Seelen im Schloss: Unheimlicher Thriller

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Tote Seelen im Schloss: Unheimlicher Thriller

Länge:
137 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
19. Mai 2019
ISBN:
9783743816473
Format:
Buch

Beschreibung

Grusel-Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 106 Taschenbuchseiten.

Dunkle Gerüchte ranken sich um Darkwood Castle. Leute verschwinden dort auf mysteriöse Weise und ein böser Geist soll umgehen. Trotzdem erwirbt der erfolgreiche Autor Torfinn Hokas die Immobilie und beginnt, sich dort einzurichten. Das Grauen nimmt seinen Lauf ...
Herausgeber:
Freigegeben:
19. Mai 2019
ISBN:
9783743816473
Format:
Buch

Über den Autor


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Tote Seelen im Schloss - A. F. Morland

München

Tote Seelen im Schloss

Grusel-Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 106 Taschenbuchseiten.

Dunkle Gerüchte ranken sich um Darkwood Castle. Leute verschwinden dort auf mysteriöse Weise und ein böser Geist soll umgehen. Trotzdem erwirbt der erfolgreiche Autor Torfinn Hokas die Immobilie und beginnt, sich dort einzurichten. Das Grauen nimmt seinen Lauf ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Der Blitz zuckte grell auf und schlug mit einem ohrenbetäubenden Krachen in die alte Eiche ein. Ein dicker Ast brach. Ächzend fiel er durch die Büsche. Dann grollte ein unheilvoller Donner über das Land, das im sintflutartigen Regen zu ertrinken schien.

Neely Black drückte sich furchtsam an Herbie Dexter, in dessen dotterfarbenen Morris sie saß. Die brünette Neely war erst siebzehn und sie hatte schreckliche Angst vor Gewittern. Herbie, ein sympathischer Junge mit modisch langem Haar, grinste amüsiert. Er war ein Jahr älter als Neely und der altersschwache Morris war sein erstes Auto. Er war mächtig stolz darauf.

Wahre Sturzbäche kamen vom dunkelgrauen Himmel herab. Die Scheibenwischer wurden mit den Wassermassen nicht fertig. Herbie musste beinahe im Schritt fahren, denn die Sichtweite betrug nur wenige Meter.

Zu beiden Seiten der Straße ragte der Wald von Darkwood wie eine schwarze, bedrohliche Wand auf. Herbie konzentrierte sich auf die Fahrbahn.

Plötzlich begann der Motor zu stottern. Der Morris hustete noch einige Male und schüttelte sich. Dann erstarb das Motorengeräusch.

Herbie Dexter schlug mit der Faust auf das Lenkrad.

„Verdammt!"

Neely lauschte dem Rauschen des Regens. Das Wasser prasselte auf das Autodach. Neely rutschte unwillkürlich im Beifahrersitz nach unten und starrte mit sorgenvoller Miene nach oben.

„Was ist passiert, Herbie?", fragte sie heiser. Der nächste Blitz ließ sie heftig zusammenfahren. Nervös legte sie ihre Hand an die Lippen.

„Ich bin kein Automechaniker, erwiderte Herbie Dexter. „Die verflixte Karre will einfach nicht mehr.

„Ich habe dir gleich gesagt, dass es ein Risiko ist, mit so einem alten Wagen aus London rauszufahren. Habe ich nicht recht gehabt, Herbie? Habe ich nicht..."

„Ja, ja, knurrte Dexter unwillig. „Du unkst ja immer. Und manchmal hast du dann eben ausnahmsweise mal recht.

Der Donner ließ den Kleinwagen erzittern. Neely biss sich auf die Unterlippe. Allmählich beschlugen die Scheiben vom Atem der beiden Insassen. Das Mädchen rieb nervös das Fenster

blank, blickte furchtsam nach draußen, sah den dunklen Wald und schauderte unwillkürlich. Was nun?

Wie sollte es jetzt weitergehen? Sie konnten hier doch nicht einfach Wurzeln schlagen.

„Wie spät ist es?", fragte Neely, ohne Herbie anzusehen.

„Sechs, sagte Dexter verstimmt. „Was machen wir, wenn es Abend geworden ist, Herbie?

Dexter hob die Schultern.

„Ich weiß es nicht."

„Wo sind wir hier?"

„Irgendwo zwischen Andover und Basingstoke. Auf einer verdammten Nebenstraße, die so gut wie nie befahren wird."

Neely versuchte, ihre Furcht zu unterdrücken. Sie wandte den Kopf und sah Herbie verzweifelt an.

„Warum unternimmst du nichts, Herbie? Worauf wartest du? Auf ein Wunder?"

„Was soll ich denn tun?, schnauzte Dexter wütend. „Ich habe doch keine Ahnung von so einem Wagen!

„Du musst unbedingt versuchen, den Motor wieder in Gang zu bringen!"

„Soll ich zaubern?"

„Ich will nicht die Nacht hier verbringen, Herbie. Hörst du? Ich fürchte mich hier draußen."

Dexter lachte spöttisch.

„Ihr Mädchen seid doch alle gleich. Wegen ein bisschen Blitzen und Donnern verliert ihr gleich die Nerven."

„Auf dem Land ist das Gewitter viel gefährlicher."

„Unsinn. Es ist dasselbe Gewitter, das auch über London niedergeht."

„Und dieser endlose finstere Wald

„Ein Baum neben dem andern.

Wovor muss man sich da fürchten?"

„Du willst mich nicht verstehen!"

Dexter erwiderte nichts mehr. Er wollte nicht mit Neely streiten. Er liebte Neely. Man konnte mit ihr Pferde stehlen. Wenigstens zu Hause in London. Was machte es schon aus, wenn sie hier bibberte? Sie war ja wirklich nicht das einzige Mädchen, das sich bei Gewittern halbtot ängstigte.

Es blitzte und donnerte in den nächsten fünfzehn Minuten immer häufiger. Neely hockte unglücklich da, zuckte immer wieder zusammen, wagte aber nicht mehr, etwas zu sagen.

„Vielleicht ist Wasser im Vergaser, sagte Herbie Dexter nachdenklich. Die Worte waren nicht für Neely bestimmt, sondern eigentlich an ihn selbst gerichtet. „Oder Feuchtigkeit im Verteiler, fügte er hinzu. Beim nächsten Blitz erkannte Dexter, dass sein Mädchen totenblass war. Sie legte ihm ihre kalte, zitternde Hand auf den Arm und stieß hervor: „Ich halte das nicht mehr aus, Herbie! Ich flehe dich an, unternimm etwas! Sonst werde ich noch verrückt."

Dexter wischte mit der Hand über das Fenster. Der Morris schien unter einem Wasserfall zu stehen. Er wusste, wenn er jetzt ausstieg, war er im selben Moment nass bis auf die Haut.

Wenn schon, dachte er. Seit wann hast du denn Angst vor Wasser? Was ist denn schon Regen? Nichts weiter als Wasser. Vielleicht ist bloß ein Kabel locker. Möglicherweise bedarf es bloß eines einzigen Handgriffs und der Morris läuft wieder. Ein Versuch ist es wert.

Bevor Herbie ausstieg, drehte er schnell den Startschlüssel im Zündschloss herum.

Der Starter gab sich redlich Mühe, den Motor anzuwerfen, doch die Maschine wollte nicht. Herbie Dexter erinnerte sich an die Ausführungen des Lehrers in der Fahrschule. Bei Feuchtigkeit wirkte Kriechöl manchmal wahre Wunder. Der Junge klappte das Handschuhfach auf und holte die Spraydose heraus.

Mit hochgezogenen Schultern sprang er in den Regen hinaus. Dicke, schwere Tropfen klatschten auf seinen Kopf. Es war, als würde jemand einen riesigen Eimer Wasser über ihn ausschütten. Innerhalb kurzer Zeit war er bis auf die Haut durchnässt. Und dann spürte er die Kälte.

Den Tod kann man sich dabei holen!, dachte der Junge fröstelnd. Er öffnete den Motorraum. Was es da alles gab ... fürchterlich. Herbie fand sich nicht zurecht. Der Regen trommelte unaufhörlich auf seinen gekrümmten Rücken. Das Wasser lief ihm durch das Haar, über das Gesicht, in den Mund.

Verdrossen drückte er auf den Sprühknopf. Zischend fuhr das Kriechöl in den Motorraum. Mochte es sich selbst seinen Weg suchen. Mehr konnte Herbie beim besten Willen nicht tun.

Er verspritzte die halbe Dose. Dann setzte er sich wieder in den Wagen. Das Wasser lief ihm aus den Schuhen. Kälteschauer jagten über seinen Rücken. Seine Backenmuskeln zuckten.

Er wagte nicht, den Zündschlüssel zu drehen. Denn das würde der Moment sein, in dem sich alles entschied.

Neely wartete mit brennender Ungeduld.

„Bitte, Herbie, flüsterte sie furchtsam. „Bitte mach, dass wir von hier fortkommen!

Dexter gab sich einen Ruck und dann war die Sache besiegelt. Sie saßen fest. Allmählich fing auch Herbie an, sich unbehaglich zu fühlen...

2

Durchnässt und schlotternd vor Kälte liefen sie durch den Regen. Neelys Kleid klebte an ihrem gertenschlanken Körper. Bei jedem Blitz zuckte sie heftig zusammen und wenn der Donner losbrüllte, schluchzte sie leise.

Wildbäche schossen ihnen auf der Straße entgegen. Es hatte keinen Sinn, ihnen auszuweichen. Neely und Herbie liefen mitten hinein. Der Wind peitschte ihnen den Regen unbarmherzig ins Gesicht und nahm ihnen den Atem.

Neely hatte es in dem kleinen Wagen nicht mehr ausgehalten. Sie hatte Herbie so lange zugesetzt, bis er eingewilligt hatte, mit ihr zu Fuß das nächste Dorf zu suchen. Dort wollten sie in einem Hotel übernachten. Und morgen konnten sie möglicherweise gleich vom Hotel aus veranlassen, dass der Morris wieder flottgemacht wurde.

Nach dreihundert Yards hatte Herbie einen Wegweiser entdeckt. NACH DARKWOOD CASTLE 1 MEILE. Das Schild war alt und schäbig gewesen. Die Buchstaben hatten sie

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