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Die Agentin #22: KGB ohne Haftung

Die Agentin #22: KGB ohne Haftung

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Die Agentin #22: KGB ohne Haftung

Länge:
141 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 3, 2019
ISBN:
9783739678535
Format:
Buch

Beschreibung

Die Agentin – Heiße Fälle im Kalten Krieg
Band 22
von A. F. MORLAND

Der Umfang dieses Buchs entspricht 118 Taschenbuchseiten.

Bevor der Doppelagent Lenny Tippett der schönen Agentin Natalia Ustinov geheime Informationen verkaufen kann, wird er ermordet. Das Einzige, was Natalia erfahren hat, war, dass es um einen Angriff gegen Amerika geht. Charles Newton, ihr Chef, der als Koordinator von FBI, CIA, Justizministerium und Pentagon über eine kleine schlagkräftige Agenten-Crew für Spezialaufträge verfügt, setzt seine Top-Agentin auf den Fall an. Dabei kommt sie Mortimer Frayne auf die Spur, der bei seiner Verurteilung geschworen hatte, bittere Rache am amerikanischen Staat zu nehmen. Nun ist er aus dem Gefängnis ausgebrochen und sein Hass ist grenzenlos ...
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 3, 2019
ISBN:
9783739678535
Format:
Buch

Über den Autor


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von A. F. MORLAND

Der Umfang dieses Buchs entspricht 118 Taschenbuchseiten.

Bevor der Doppelagent Lenny Tippett der schönen Agentin Natalia Ustinov geheime Informationen verkaufen kann, wird er ermordet. Das Einzige, was Natalia erfahren hat, war, dass es um einen Angriff gegen Amerika geht. Charles Newton, ihr Chef, der als Koordinator von FBI, CIA, Justizministerium und Pentagon über eine kleine schlagkräftige Agenten-Crew für Spezialaufträge verfügt, setzt seine Top-Agentin auf den Fall an. Dabei kommt sie Mortimer Frayne auf die Spur, der bei seiner Verurteilung geschworen hatte, bittere Rache am amerikanischen Staat zu nehmen. Nun ist er aus dem Gefängnis ausgebrochen und sein Hass ist grenzenlos ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author / Cover by Firuz Askin

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Vier Uhr früh. Der Morgen graute.

Eine abscheuliche Zeit, um sich mit einem windigen Doppelagenten zu treffen, fand Natalia Ustinov. Die attraktive Agentin stand hinter dem Steuer eines schnittigen Motorbootes, dessen rasiermesserscharfer Bug die grauen Fluten des Atlantiks zerschnitt. Ab und zu spritzte die weiße Gischt hoch und überzog Boot und Mädchen mit einem dünnen Wasserfilm. Natalias pechschwarzes Haar wehte wie eine lange Fahne im Wind.

In der Ferne tauchte Lenny Tippetts Miet-Jacht auf.

Natalia beschlich plötzlich ein unangenehmes Gefühl. Dass das Ganze eine Falle sein konnte, daran hatte sie eigentlich noch gar nicht gedacht. Konnte man Lenny denn trauen? War es nicht eher angeraten, diesem Wetterhahn, der sich stets nach dem Wind drehte, mit sehr viel Skepsis und noch mehr Vorsicht zu begegnen?

Natalia drosselte die Geschwindigkeit.

Ein seltsamer Treffpunkt. Weitab von Freund und Feind. Hier draußen würde Natalia, falls es zu unerwarteten Schwierigkeiten kommen sollte, wieder einmal ganz auf sich allein angewiesen sein.

Wie ein glutroter Ball tauchte die Sonne aus den Fluten am Horizont auf. Ein prachtvolles Schauspiel. Ein neuer Tag wurde geboren. Ein Tag, von dem keiner vorhersagen konnte, was er bringen würde. Er hatte sicherlich wiederum alles in seinem Gepäck: Glück, Unglück, Freud, Leid - neues Leben ... und für einige den Tod!

Die Miet-Jacht wuchs rasch zu ihrer vollen Größe an.

Natalia Ustinov fand es befremdend, dass Lenny Tippett nicht an der Reling stand und sie dort erwartete. Ihre Augen suchten die hagere Gestalt des Mannes, der bereit war, seine eigene Mutter für Geld zu verraten. Tippett war mal von jemandem »Charakterschwein« genannt worden, und obgleich es nicht Natalias Art war, über andere Menschen voreilig den Stab zu brechen, fand sie, dass in Tippetts Fall diese Bezeichnung den Nagel haargenau auf den Kopf traf.

Dennoch machte sie hin und wieder mit ihm Geschäfte, denn Lenny Tippett hatte manchmal verflixt heiße Tipps anzubieten, an die außer ihm so schnell keiner herankam.

Aus diesem Grund war Natalia Ustinov an diesem Morgen auch schon so früh aus dem warmen Bett gestiegen.

Die kühle Meeresluft weckte die Lebensgeister der gertenschlanken Agentin vollends. Als sie Tippetts Miet-Jacht erreicht hatte, drehte sie bei und stellte den Motor des kleinen Wasserflitzers ab. Spätestens jetzt hätte Lenny Tippetts sich zeigen müssen.

Ein lästiges Kribbeln setzte sich in Natalias Nacken. Man konnte es buchstäblich greifen, dass hier irgendetwas nicht in Ordnung war. Sie zurrte die Leine fest und setzte dann mit einem geschmeidigen, katzenhaften Sprung zur Jacht hinüber.

Natalia trug einen schwarzen Hosenanzug aus dünnem, weichem Nappaleder, in dem ihr wohlproportionierter Körper wie in einem fein gearbeiteten Futteral steckte. Aus einer der aufgesteppten Taschen holte sie ihre Astra Pistole. Die Jacht schaukelte leicht. Irgendwo ächzte eine Tür. Ansonsten herrschte an Deck eine seltsam gläserne Stille, die jeden Moment zerbersten konnte.

»Tippett!«, rief Natalia Ustinov, während ihre geschärften Sinne voll auf Empfang gestellt waren.

Der Doppelagent gab kein Lebenszeichen.

»Hallo!«, rief sie und schlich einige Schritte auf den Niedergang zu.

»Tippett!«

Nichts. Keine Antwort.

Natalias Atem ging schneller. Konnte es sein, dass Lenny Tippett hier draußen schon Besuch gehabt hatte? Der Mann lebte als Doppelagent natürlich doppelt gefährlich, denn es gab immer wieder Situationen, in denen er beide Seiten verärgerte und wenn er die Sache einmal zu bunt trieb ... Die probaten Geheimdienstlösungen waren hinlänglich bekannt.

Lenny Tippetts Nichtmelden konnte aber auch einen ganz anderen Grund haben. Einen völlig harmlosen.

Der Mann trank ziemlich viel. Vielleicht deshalb, weil er dem Stress nicht gewachsen war, den er sich mit seinem Doppelspiel selbst auferlegt hatte. Immer auf der Hut sein. Niemals jemandem trauen können. Keine Freunde. Spuren verwischen. Hier untertauchen. Dort untertauchen. Hinterlistige Kontakte knüpfen. Entgegengebrachtes Vertrauen missbrauchen.

So sah Tippetts Leben aus. Kein Wunder, dass ihn das schaffte. Viele von seiner Sorte griffen irgendwann mal zur Flasche. Andere wiederum versuchten mit Rauschgift zu vergessen. Letzten Endes schwammen sie alle den Bach hinunter, denn auf die Dauer konnte das keiner aushalten. Einmal war dann der Ofen aus.

Vielleicht hatte sich Tippett in der vergangenen Nacht mal wieder volllaufen lassen.

Dann lag er jetzt, halb vom Alkohol vergiftet, in seinem schaukelnden Bett, unfähig, auf Natalias Rufe zu antworten.

Auch diese Erklärung war vorläufig noch zulässig. Sie hoffte für Tippett, dass dies der Grund war, weshalb er so hartnäckig mit Abwesenheit glänzte.

Die Agentin hatte inzwischen den Niedergang erreicht.

Rechts davon hing ein Fernglas an einem dunkelbraunen Plastikhaken. Es baumelte mit der Schaukelbewegung der Jacht langsam hin und her. Natalia drückte eine der beiden Schwingtüren nach innen weg. Sie setzte ihren Fuß auf die erste Stufe, die mit einem grauen Sisalläufer belegt war. Prüfend sog sie die Luft ein. Sie hoffte Alkohol zu riechen, doch sie roch etwas anderes.

Der süßliche Duft von Blut stieg ihr in die feine Nase ...

»Tippett!«, stieß die Agentin besorgt hervor.

Und nun bekam sie Antwort: ein schauriges Ächzen!

Natalia sprang die wenigen Stufen hinunter und entdeckte im nächsten Augenblick den Mann, mit dem sie hier draußen, in der endlosen Weite des Atlantiks, verabredet war.

Lenny Tippett saß schräg auf seinem Bett. Die Beine hingen herab. Er war angezogen. Auf einem kleinen Tisch in Reichweite stand Frühstücksgeschirr.

Der Mann hatte bereits Besuch gehabt.

Tippett sah schrecklich aus. Er lehnte an der Wand. Der Kopf war ihm zu schwer und fiel ihm immer wieder auf die Brust. Er ächzte fürchterlich. Sein schmales Gesicht war kreidebleich und von heftigen Schmerzen entstellt. Alles war voll Blut: die Kopfkissen, die Decke, das Laken. Tippetts zitternde Hände.

Er starrte Natalia mit glasigen Augen verzweifelt an. Sein Blick schien sagen zu wollen: Nun sieh dir an, was sie mit mir gemacht haben.

Das Herz der jungen Agentin krampfte sich schmerzhaft zusammen. Egal, was für ein Leben Lenny Tippett geführt hatte, sie war der Auffassung, dass ein solches Ende in keinem Fall gerechtfertigt war.

Die Agentin steckte die Astra Pistole weg. Hier war keine Waffe erforderlich.

Bewegt näherte sie sich dem hageren Mann. Er öffnete den Mund. Seine Lippen bebten. Er bäumte sich auf, wollte etwas sagen, hatte aber nicht mehr die Kraft dazu.

Natalia war erschüttert.

Hier starb ein Mensch, und sie konnte nicht mehr helfen. Dieser scheußliche Umstand verwandelte ihr Blut zu Eiswasser. Lenny Tippett war nicht der Erste, den sie gehen sah. Doch keiner von allen hatte es jemals so schwer gehabt wie er.

An so etwas würde sie sich niemals gewöhnen. Dazu war ihre Achtung vor dem Leben einfach zu groß. Tippetts Augen flatterten.

Die Agentin wies auf den matt glänzenden Harpunenschaft, der aus Lenny Tippetts Brust ragte, und fragte mit belegter Stimme: »Sagen Sie mir, wer das getan hat, Lenny. Ich verspreche Ihnen, den Mann zur Rechenschaft zu ziehen.«

Tippett öffnete abermals den Mund. Natalia ging näher heran, damit der Sterbende sich nicht zu sehr quälen musste. Er wollte ihr den Namen seines Mörders nennen. Er versuchte krampfhaft, die Lippen zu bewegen. Er nahm die Energie, die ihm noch geblieben war, zusammen, wollte sprechen, wenigstens flüstern, doch die Zeit, die ihm noch blieb, reichte nicht mehr.

Statt eines Namens kam ein dumpfes Gurgeln aus Lenny Tippetts Kehle.

Dunkelrotes Blut quoll aus seinem Mund und tropfte auf seine Brust, die einsank, sich nicht mehr hob. Tippett atmete nicht mehr. Er hatte es überstanden. Das Leben hatte aufgehört, für ihn gefährlich zu sein.

Mit großen, enttäuschten, gebrochenen Augen starrte der Mann das junge Mädchen an. Er hatte seine letzte heiße Information nicht mehr zu Geld machen können.

Die Ustinov spürte ein unangenehmes

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