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Herr der Wildnis: Western

Herr der Wildnis: Western

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Herr der Wildnis: Western

Länge:
127 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
17. Apr. 2018
ISBN:
9783739619200
Format:
Buch

Beschreibung

HERR DER WILDNIS
WESTERN
von Timothy Kid
Der Umfang dieses Buchs entspricht 126 Taschenbuchseiten.


Rick Sullivan war ein Mann der Wildnis. Seine Heimat waren die Prärien und Gebirgswälder Wyomings, wo er sein Dasein als Trapper bestritt. Im Herzen des Indianerlandes ließen ihn die Cheyennes unbehelligt, weil er vor Jahren eine der ihren zur Frau genommen hatte.
Sein Traum vom bescheidenen Glück fand ein jähes Ende, als quer durch die Jagdgründe der Indianer die Union Pacific Eisenbahn errichtet wurde, und die Cheyennes allen Weißen den Krieg erklärten. Da der Trapper zur gleichen Zeit in Notwehr einen weißen Büffeljäger tötete, trachteten ihm auch die Angehörigen der eigenen Rasse nach dem Leben.
Verfolgt von Indianern und Weißen, wurde Rick Sullivan zu einem Kämpfer zwischen den Fronten…
Herausgeber:
Freigegeben:
17. Apr. 2018
ISBN:
9783739619200
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Herr der Wildnis

Buchvorschau

Herr der Wildnis - Timothy Kid

Roman

HERR DER WILDNIS

WESTERN

von Timothy Kid

Der Umfang dieses Buchs entspricht 126 Taschenbuchseiten.

––––––––

Rick Sullivan war ein Mann der Wildnis. Seine Heimat waren die Prärien und Gebirgswälder Wyomings, wo er sein Dasein als Trapper bestritt. Im Herzen des Indianerlandes ließen ihn die Cheyennes unbehelligt, weil er vor Jahren eine der ihren zur Frau genommen hatte.

Sein Traum vom bescheidenen Glück fand ein jähes Ende, als quer durch die Jagdgründe der Indianer die Union Pacific Eisenbahn errichtet wurde, und die Cheyennes allen Weißen den Krieg erklärten. Da der Trapper zur gleichen Zeit in Notwehr einen weißen Büffeljäger tötete, trachteten ihm auch die Angehörigen der eigenen Rasse nach dem Leben.

Verfolgt von Indianern und Weißen, wurde Rick Sullivan zu einem Kämpfer zwischen den Fronten...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

EDITION BÄRENKLAU, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

Roman © by Timothy Kid und Edition Bärenklau, 2015

Cover & Illustration ©  by Firuz Askin, 2015

Der Roman

Ron Hudson hielt wie zufällig in der Bewegung inne, als vom Waldrand her der Ruf eines Eichelhähers erklang. Die Pfeife in der angewinkelten Rechten, ließ er seinen misstrauischen Blick über die grüne Wand der Bäume und Sträucher gleiten, während er den würzigen Tabaksrauch über die Lippen stieß.

Der Schrei konnte tatsächlich von einem Vogel stammen – oder von einem Indianer, der den Ruf des Tieres täuschend echt nachzuahmen verstand!

Der bärtige Trapper wusste selbst nicht, was seinen Argwohn weckte, aber irgendetwas war heute Morgen anders als sonst, irgendetwas stimmte nicht. Er spürte es mit jeder Faser seines Körpers.

Dann fiel es Ron Hudson wie Schuppen von den Augen: Es war diese Stille! Abgesehen vom eben erklungen Schrei des Eichelhähers, war nicht das leiseste Geräusch zu hören. Kein Vogelgezwitscher, kein Rascheln im Unterholz, durch das ein Fuchs oder Marder strich – absolut nichts. Es schien, als hielte die Natur selbst aus Angst vor einem unsichtbaren Feind den Atem an.

Und dieser unsichtbare Feind hatte einen Namen: Cheyennes!

Ron Hudson war plötzlich sicher, dass in dem Dickicht ringsum Cheyennes steckten. Er konnte die auf ihn gerichteten Blicke förmlich spüren.

Nur Indianer waren imstande, sich völlig lautlos an einen Gegner heranzuschleichen und dann ebenso lautlos zu verharren – die empfindliche Nase eines Fuchses aber konnten auch sie nicht täuschen. Und kein Vogel ließ sich auf dem Zweig eines Busches nieder, hinter dem sich ein Mensch versteckte, mochte seine Haut nun weiß oder rot sein.

Eigentlich hatte Ron Hudson von den Cheyennes nichts zu befürchten. Er kannte den Stamm bereits seit Jahren, war mit etlichen Indianern befreundet und sprach sogar ansatzweise ihre Sprache. So wie die meisten Trapper, die hier in der Wildnis von Wyoming ihr Dasein mit der Pelztierjagd bestritten, pflegte er zu den Cheyennes das Verhältnis einer guten Nachbarschaft. Man kannte und respektierte sich gegenseitig – wohl wissend, dass der Reichtum der Natur und die Weite des Landes für alle reichten.

Aber eben weil er die Cheyennes so gut kannte, wusste Ron Hudson auch um ihre Gefährlichkeit. Sie waren Indianer, Kinder dieses Landes – und ebenso unberechenbar wie Kinder. Ihre Begriffe von Ehre und Tapferkeit würde ein Weißer nie ganz durchschauen, oft genügte ein einziges falsches Wort, eine einzige unbedachte Handlung, um ihren Zorn heraufzubeschwören. All ihre Vertraulichkeit und Freundschaft konnten sich von einer Sekunde zur anderen ins Gegenteil verkehren, und dann wurden sie zu den gefährlichsten Gegnern, die man sich vorstellen konnte. Bisher hatte Ron Hudson diese Gefährlichkeit glücklicherweise nie am eigenen Leib erfahren, aber er spürte instinktiv, dass sich das heute Morgen schlagartig ändern würde.

Wie zur Bestätigung seines Gefühls erklang abermals der Ruf eines Eichelhähers – diesmal aber nicht voraus, sondern von links.

Als wäre es ein Kommando gewesen, fuhr der Trapper herum. Er warf seine Pfeife zu Boden und rannte im Zickzack auf die Blockhütte zu, die etwa zwanzig Schritte entfernt am jenseitigen Rand der Lichtung stand. Gleich hinter der Hütte, neben der auch ein kleiner Stall errichtet war, plätscherte das klare Wasser eines Baches dahin, der dort die Grenze zum umliegenden Wald bildete.

Ron Hudson hatte kaum zu laufen begonnen, als ein Pfeil aus dem Grün des Dickichts sauste und genau dort durch die Luft schnitt, wo sich der Mann eben noch befunden hatte.

Ein jähes Surren hinter ihm ließ Ron Hudson augenblicklich nach vorne hechten. Der zweite gefiederte Todesbote flog haarscharf über ihn hinweg und bohrte sich mit einem schmatzenden Geräusch in den weichen Boden, wo er mit zitterndem Schaft stecken blieb.

Der Trapper rollte sich ein paar Mal um die eigene Achse und sprang dann wieder auf die Beine. Keuchend hetzte er auf seine Blockhütte zu, die nur noch wenige Yards entfernt war. Nur im Haus hatte er gegen die Indianer eine Chance, und dort befanden sich auch seine Waffen. Außer einem Bowiemesser, das in einer Lederscheide an seinem Gürtel steckte, war er völlig unbewaffnet – und er verfluchte sich jetzt für seine Unvorsichtigkeit, das Haus derart schutzlos verlassen zu haben.

Plötzlich erschien im Türrahmen die schlanke Gestalt einer blonden Frau, die das Geräusch der hastenden Schritte ins Freie gelockt hatte. Bei ihr handelte es sich um Mary, jene Frau, mit der der Trapper hier draußen schon seit Jahren zusammenlebte.

»Zurück ins Haus!«, brüllte Ron ihr zu. »Indianer!«

Die Worte waren kaum über seine Lippen gedrungen, als im umliegenden Dickicht gellendes Geheul einsetzte – das Kriegsgeschrei der Cheyennes, die nun von überall her aus dem Wald brachen.

Marys Gesichtszüge wurden nur für Sekunden von jähem Erstaunen gezeichnet. Einen Herzschlag später hatte sie die Lage erfasst, rannte ins Haus zurück und tauchte gleich darauf mit einem Gewehr in Händen wieder im Türrahmen auf. Sie feuerte auf einen Indianer, der soeben seine Rechte zum Wurf mit dem Tomahawk emporriss, und der Schrei des Kriegers verriet Ron Hudson, dass der Schuss seiner Frau ein Treffer geworden war.

Der Trapper sprang ins Innere seiner Behausung, warf die aus dicken Eichenbohlen gezimmerte Tür zu und schob den schweren Riegel vor. Sofort bohrten sich einige Pfeile in das Holz der Tür. Sie vermochten es zwar nicht zu durchdringen, aber das hässliche Geräusch war bis in das Blockhaus zu hören.

»Wieso greifen uns die Cheyennes plötzlich an?« Mary sah den Trapper ungläubig an. »Wir haben doch bisher mit ihnen stets in Frieden gelebt!«

»Ich weiß es nicht«, stieß Ron Hudson hervor, während im Freien das Geheul der Indianer anschwoll und sich nun auch mit dem Krachen von Gewehren vermischte. »Aber was immer auch geschehen ist, das da draußen sind nicht mehr unsere Freunde, sondern unsere Feinde. Sie werden uns nicht schonen – und wir werden sie auch nicht schonen! Verriegle nur das Fenster an der rechten Seite, von den beiden anderen Luken aus werden wir den Cheyennes einen heißen Empfang bereiten!«

So wie die meisten Trapperbehausungen verfügte auch Rons Hütte nur über äußerst kleine Fenster, durch die ein erwachsener Mensch unmöglich eindringen konnte. An Stelle von Glasscheiben gab es aufrollbare, dünn geschabte Tiermägen, die starken Eichenholzläden hielten jeder Kugel stand. Derart konstruiert, konnte jedes Blockhaus im Handumdrehen in eine kleine Festung verwandelt werden.

Mary schloss hastig das besagte Fenster, Ron riss eine geladene Winchester von der Rückwand der Blockhütte, die nur aus einem einzigen Raum bestand. Dann positionierte er sich an der Vorderfront des Hauses, während seine Frau die Verteidigung der linken Seite übernahm. Dort, nur unweit von der Hütte entfernt, befand sich auch der Stall, wo die Pferde jetzt nervös zu wiehern begannen.

Der Trapper visierte einen mit einer Lanze bewaffneten Cheyenne an, der in langen Sätzen über die Lichtung jagte. Er zielte kurz, krümmte den Zeigefinger um den Abzug, und aus der Fensterluke raste ein fahlroter Mündungsblitz ins Freie.

Der Indianer riss getroffen die Arme hoch, verlor seinen Speer und knickte in den Knien ein wie eine Marionette, der man die plötzlich die Fäden gekappt hatte.

Nahezu zeitgleich stürzte ein anderer Krieger zu Boden, dem eine Kugel aus Marys Gewehr in die Brust gedrungen war. Das triumphierende Geheul eines weiteren Indianers schlug jäh in einen Schmerzensschrei um, als auch ihn das heiße Blei der Frau von den Beinen fegte.

Die Cheyennes erkannten bald, dass sie das Blockhaus im offenen Angriff nicht erstürmen konnten. Rasch zogen sie sich wieder ins Unterholz zurück, um die Weißen von dort aus unter Beschuss zu nehmen. Ständig knallten Gewehre, sangen vibrierende Bogensehnen. Die Projektile und Pfeile der Indianer schlugen in die Wände der Blockhütte wie Hagelkörner eines furchtbaren Unwetters und zwangen die beiden weißen Verteidiger immer wieder in ihre Deckung zurück.

»Wenn die Cheyennes in die Hütte eindringen wollen, holen sie sich blutige Köpfe!«, stellte Mary während einer kurzen Feuerpause verbissen fest. »Hier können wir sie uns notfalls tagelang vom Hals halten!«

»Täusche dich nicht!« Ron Hudson blieb Realist. Er feuerte auf eine Stelle am Waldrand, wo zwischen den Sträuchern wehender Pulverdampf den Standort eines indianischen Schützen verriet, und meinte

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