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Ein Sarg für Forrest: Kriminalroman
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eBook165 Seiten2 Stunden

Ein Sarg für Forrest: Kriminalroman

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Über dieses E-Book

Krimi von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 147 Taschenbuchseiten.

Der reiche Immobilienmakler Elliot Forrest soll liquidiert werden. Das erfährt der Ganove Tobias Paley zufällig in einer Bar und will mit seinem Wissen zur New Yorker Mordkommission. Vor der Tür trifft ihn eine Kugel, doch er überlebt und kann der Polizei den Namen des potenziellen Opfers nennen, woraufhin Captain Stafford Garfield die Ermittlungen aufnimmt. Derweil erhält Dave Donovan, ein ehemaliger Cop, der inzwischen als Privatdetektiv arbeitet, von Forrests Sohn Dean den Auftrag, sich um die Sicherheit seines Vaters zu kümmern. Ein schweres Unterfangen, denn der knallharte Geschäftsmann nimmt die Morddrohung nicht ernst, obwohl er sich viele Feinde gemacht hat – nicht zuletzt bei den Investoren seines neuen Projekts ...

Das Debüt des erfolgreichen deutschsprachigen Autors im Jahre 1969 – zum ersten Mal wieder aufgelegt, als E-Book und Druckausgabe.
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum29. Apr. 2019
ISBN9783739670119
Ein Sarg für Forrest: Kriminalroman
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Buchvorschau

    Ein Sarg für Forrest - A. F. Morland

    München

    Ein Sarg für Forrest

    Krimi von A. F. Morland

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 147 Taschenbuchseiten.

    Der reiche Immobilienmakler Elliot Forrest soll liquidiert werden. Das erfährt der Ganove Tobias Paley zufällig in einer Bar und will mit seinem Wissen zur New Yorker Mordkommission. Vor der Tür trifft ihn eine Kugel, doch er überlebt und kann der Polizei den Namen des potenziellen Opfers nennen, woraufhin Captain Stafford Garfield die Ermittlungen aufnimmt. Derweil erhält Dave Donovan, ein ehemaliger Cop, der inzwischen als Privatdetektiv arbeitet, von Forrests Sohn Dean den Auftrag, sich um die Sicherheit seines Vaters zu kümmern. Ein schweres Unterfangen, denn der knallharte Geschäftsmann nimmt die Morddrohung nicht ernst, obwohl er sich viele Feinde gemacht hat – nicht zuletzt bei den Investoren seines neuen Projekts ...

    Das Debüt des erfolgreichen deutschsprachigen Autors im Jahre 1969 – zum ersten Mal wieder aufgelegt, als E-Book und Druckausgabe.

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author/ Titelbild: Firuz Askin, 2016

    Die Illustration des Originalcovers by Arthur Moewig Verlag.

    Autorenfoto by Edition Bärenklau.

    © dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Vorwort

    Man könnte Werner Müller-Reymann (er war ein großer Zyniker vor dem Herrn) die Schuld daran geben, dass ich geworden bin, was ich heute bin, denn er hat den Grundstein dafür gelegt, indem er meinen Roman Ein Sarg für Forrest für die 12-Uhr-Krimi-Reihe des Moewig-Verlags gekauft hat.

    Natürlich habe ich mich riesig über meinen ersten Vertrag gefreut. Nicht ahnend, dass Herr Müller-Reymann das Manuskript nicht gerade mit großer Überzeugung angekauft hatte, wie er mir irgendwann einmal in seiner ätzenden Art gestand. Aus tief empfundener Dankbarkeit habe ich seine spitzzüngigen Sticheleien eine ganze Weile schweigend über mich ergehen lassen, und als ich mich dazu aufraffte, ihm endlich einmal ordentlich Kontra zu geben, wurden wir ein Herz und eine Seele und waren viele Jahre ganz hervorragend und erfolgreich sowohl auf der Krimi- als auch auf der Gruselroman-Schiene unterwegs.

    Als ich ihn mal im Verlag in Rastatt besuchte – er war damals schon Chef-Redakteur –, spöttelte er: Ich höre, Sie schreiben jetzt auch Frauenromane. Graust Ihnen denn vor gar nichts?

    Was ich geantwortet habe, möchte ich hier nicht wiedergeben. Nur so viel: Er hat es geschluckt, ohne mit der Wimper zu zucken.

    An seinem 50. Geburtstag raste er auf der regennassen Autobahn mit 200 km/h in den Tod. Das war für mich ein furchtbarer Schock und ich verneige mich heute mit Achtung und Respekt vor einem Mann, dem ich nicht nur viel zu verdanken habe, sondern mit dem mich eine Freundschaft von ganz besonderer Art verbunden hat.

    A. F. Morland

    1

    Vor dem Hauptquartier der New Yorker Mordkommission fuhr ein riesiger Möbelwagen vor. Der Fahrer hatte seine Mütze tief in die Stirn gezogen. Er walkte unaufhörlich seinen Kaugummi und blickte mit zusammengekniffenen Augen gegen die tief stehende Sonne.

    Auf der Ladefläche stand ein rothaariger Bursche. Er trug eine abgewetzte Lederjacke und ausgebleichte Bluejeans. Gelangweilt betrachtete er seine Fingernägel, kaute eine Zeitlang an ihnen herum und spuckte die abgebissenen Hornstückchen in weitem Bogen aus.

    Diese Beschäftigung setzte er noch fünf Minuten lang fort. Dann hatte er die Maniküre beendet und widmete sich einer ernsthafteren Beschäftigung, dem Grund seines Hierseins sozusagen.

    Neben sich hatte er ein kurzläufiges Gewehr mit Zielfernrohr stehen. An der Art, wie er die Waffe anfasste, konnte man erkennen, dass er damit umzugehen verstand.

    Vom Boden des Möbelwagens hob er ein dickes Rohr auf und schraubte es auf den Lauf. Man hatte ihm geraten, einen Schalldämpfer zu benutzen. Schließlich stand der Möbelwagen vor den Augen der Polizei. Und was hier mit grausamer Präzision vorbereitet wurde, war unverkennbar Mord.

    Seelenruhig ließ der rothaarige Mann eine Patrone in den Lauf schnappen. Liebevoll strich er über den dunklen Schaft. Einmal ließ er ein hässliches Grinsen sehen, das wahrscheinlich Zufriedenheit ausdrücken sollte.

    Alle Vorbereitungen für die Liquidierung waren abgeschlossen.

    Nur noch das Opfer fehlte.

    Tobias Paley eilte mit hastigen Schritten die Straße hinauf, als könnte er es gar nicht erwarten, umgebracht zu werden.

    Er rempelte Passanten an, drängte sich zwischen ihnen durch. Ärgerlich, schimpfend und kopfschüttelnd blickten sie ihm nach.

    Tobias Paley keuchte und schwitzte. Seine Lungen schmerzten vom hastigen Lauf. Er war nicht mehr der Jüngste. Immer wieder blickte er zurück. Er hatte Angst, verfolgt zu werden. Und er wusste nur zu gut, dass seine Angst begründet war. Er musste das Hauptquartier der Mordkommission erreichen. Vor allem aber musste er es lebend erreichen.

    Der Fahrer des Möbelwagens gab das verabredete Klopfzeichen, als Tobias Paley in seinem Gesichtsfeld auftauchte.

    Der rothaarige Bursche auf der Ladepritsche zog an der Seitenwand ein kleines Schiebefenster auf. Sein Blick war auf den gegenüberliegenden Gehsteig gerichtet. Aber in dem schmalen Ausschnitt des Gehsteigs, den er überblicken konnte, war Paley noch nicht aufgetaucht. Der Killer ließ sich deshalb Zeit. Langsam hob er sein Gewehr hoch, schob den Lauf aus der kleinen Öffnung und drückte sein Auge an das Zielfernrohr.

    Die City machte Feierabend, deshalb waren besonders viele Passanten unterwegs. Das würde seinen Auftrag etwas erschweren. Er wollte nicht den falschen Mann umlegen, sonst hätte der richtige womöglich noch die Zeit gefunden, sich in Sicherheit zu bringen. Das war aber weder in seinem noch im Sinn des Chefs.

    Tobias Paley kam.

    Er ging dicht an der grauen Wand des Gebäudes entlang und war mehrmals von Leuten verdeckt. Trotzdem hatte der rothaarige Mann Paley schon im Fadenkreuz.

    Er atmete tief durch. Es war wichtig, ruhig zu bleiben.

    Paley musste noch etwas näher herankommen. Je näher, desto besser. Umso genauer würde der eine Schuss sitzen. Jetzt zog sich das Kreuz schon genau über die linke Brustseite. Deutlich war das Muster des Anzugstoffes zu sehen.

    Schäbige Qualität, dachte der Rothaarige. Mindestens genauso schäbig wie der ganze Tobias Paley.

    Der Gesichtsausdruck des rothaarigen Mannes straffte sich. Sein Blick wurde kalt. Der Zeigefinger legte sich langsam um den Abzugsbügel. Alles reine Routine. Er hatte das schon ein paarmal gemacht.

    Als er abdrückte, wich Paley zur Seite, als hätte er im letzten Augenblick gemerkt, welche Gefahr ihm drohte.

    Der gute Tobias wäre beinahe mit einem Postboten zusammengerannt. Trotzdem entging er der Kugel nicht.

    Verwirrt hob er die Hände an die linke Brustseite, stieß einen kleinen Schrei aus und sackte zusammen.

    Noch während er hinfiel, setzte sich der Möbelwagen langsam in Bewegung. Ungehindert fuhr er die Straße entlang, bog in die nächste Querstraße rechts ein und beschleunigte allmählich das Tempo.

    Der Auftrag war erledigt.

    Tobias Paley lag mit einer Kugel in der Brust auf den ersten Stufen vor dem Hauptquartier der New Yorker Mordkommission. Die Blutlache unter seinem Körper wurde immer größer und immer hässlicher.

    2

    Stafford Garfield, der Chef der Mordkommission, war ein blonder Hüne und eine fast brutale Erscheinung. Kaum einer wusste, dass sich hinter der rauen Schale ein weicher Kern verbarg.

    Garfield thronte hinter seinem Schreibtisch. Vor ihm, ein Glas Whisky in der Rechten, saß Dave Donovan.

    Donovan und Garfield waren einmal Kollegen gewesen. Später hatte Donovan, der seine Freiheit über alles liebte, sich selbständig gemacht. Er war Privatdetektiv geworden. Eine Erbschaft hatte ihm den finanziell nötigen Rückhalt gegeben, in Ruhe auf die ersten Klienten zu warten.

    Garfield und Donovan waren gute Freunde geblieben. Sie hatten ein paar Fälle nicht allein, sondern sich ideal ergänzend gelöst.

    „Glaubst du, dass Paley durchkommt?", fragte Dave und nippte an seinem Glas.

    „Das steht allein in Gottes Macht, sagte Garfield. „Die Chirurgen flicken jedenfalls noch an ihm herum. Ich weiß nicht, was ich mehr bewundern soll — Paleys Zähigkeit oder die Kühnheit der Gangster, die der Polizei ihr Opfer vor die Tür legen.

    „Dabei kann man noch von Glück sagen, dass der Postbote so geistesgegenwärtig war, sich die Nummer des Möbelwagens zu merken", meinte Dave.

    Garfield nickte. „Gut, dass du mich daran erinnerst."

    Er nahm den Telefonhörer von der Gabel und wählte eine dreistellige Nummer. Gleich darauf meldete sich eine Nebenstelle im Haus.

    „Ist der Möbelwagen schon gefunden?", fragte Garfield.

    Er hörte sich die Antwort ruhig an. Zuerst huschte ein zufriedenes Lächeln über sein Gesicht, dann wurde seine Miene starr, und die Augen blitzten zornig.

    „Vielleicht erwarten Sie jetzt auch noch ein Sonderlob, rief er in den Apparat. „Ihr habt seit einer Stunde den Wagen, die Spurensicherung ist bereits an der Arbeit, und keiner findet es der Mühe wert, mich davon in Kenntnis zu setzen. Ich verlange unverzügliche Berichterstattung und ... Ach, hören Sie doch mit Ihren ewigen Ausreden auf!

    Er knallte den Hörer mit aller Wucht auf die Gabel.

    „Ich muss diesen Burschen auf die Füße treten, sonst tut jeder gerade das, wozu er Lust hat."

    Dave lächelte und stellte sein Glas auf den Schreibtisch.

    „Hast du dir schon Paleys Sündenregister angesehen, wenn er eines hat?"

    „Oh ja, er hat eines. Aber er ist ein kleiner Fisch. Zumindest für meine Abteilung völlig unbedeutend. Ein paar Delikte, wie sie bei gestrandeten Existenzen offenbar unvermeidlich sind. Diebstahl, Einbruch. Hehlerei. Ein paarmal Schmiere gestanden, wenn Freunde von ihm ein Ding drehten. Insgesamt sechs Jahre Gefängnis. Im Großen und Ganzen würde ich ihn als harmlos bezeichnen. Und als dumm. Was er angefasst hat, ist schiefgegangen. Ich glaube, er hat für alles, was er je in seinem Leben angestellt hat, seine Strafe bekommen."

    Sergeant Cripps aus Garflelds Vorzimmer kam herein. Seine roten Hängebacken wippten leicht während seiner kurzen Ansprache: „Dr. Stange hat angerufen, Sir."

    „Dr. Stange? Wer ist denn Dr. Stange?, fragte Garfield geistesabwesend. „Ach, dieser Dr. Stange! Er wandte sich Dave zu. „Das ist der Mann, der sich um Paleys Leben bemüht. Und zu Sergeant Cripps: „Was sagte der Doc?

    „Paley scheint robuster zu sein, als die Ärzte angenommen haben. Er hat die Operation gut überstanden. Und was das Erstaunlichste ist, er ist schon wieder bei Bewusstsein."

    „Was sagt Dr. Stange dazu?", fragte Garfield.

    „Nun, er teilte mit, dass Paley nach ihnen verlangt hat, Sir. Er will Sie unbedingt sprechen."

    Dave stand auf. Nachdenklich sagte er: „Paley hat doch bestimmt keine Freunde bei der Polizei. Es muss ihn einige Überwindung gekostet haben, hierherzukommen. Und ein Besuch bei der Mordkommission setzt meistens einen triftigen Grund voraus."

    Stafford Garfield erhob sich ebenfalls. „Den Grund wird mir Paley sicher verraten. Komm’ mit, wenn er dich interessiert."

    Alles war weiß: die Wände, die Möbel, der Hocker, die Couch und der Mantel von Dr. Sydney Stange. Diese viele weiße Farbe schien auf das Gesicht des Arztes abgefärbt zu haben. Der große, dünne Mann sah blass aus, wie jemand, der vier Wochen Urlaub nötig hat.

    Sie befanden sich in Dr. Stanges Büro. Der Arzt stand vor ihnen und

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