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Tony Ballard #275: Finale in der Hölle: Cassiopeiapress Horror

Tony Ballard #275: Finale in der Hölle: Cassiopeiapress Horror

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Tony Ballard #275: Finale in der Hölle: Cassiopeiapress Horror

Länge:
124 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
22. März 2018
ISBN:
9783739636658
Format:
Buch

Beschreibung

Wabernde Hitze umgab Xander Highsmith, den einäugigen Geisterjäger aus New York. Der große, kahle Mann mit der schwarzen Augenklappe, dessen Gesicht von tiefen Narben entstellt war, fürchtete zu verdursten.
"Wasser ...", röchelte er. "Wasser ... Ihr verfluchten Bastarde, gebt mir was zu trinken ..."
Niemand schien ihn zu hören. Er lag auf dem Boden. Armdicke, magisch gesicherte Bambusstäbe umgaben ihn. Der einst so erfolgreiche Geisterjäger, der viele Wesen aus den Dimensionen des Grauens vernichtet hatte, war nun selbst dem Ende nahe. Das starke, schmerzhafte Gift einer Hexe namens Sabbra steckte in ihm. Es schwächte ihn und höhlte ihn aus. Er konnte kaum noch klar denken, fantasierte die meiste Zeit wie in hohem Fieber. In diesem beklagenswerten Zustand war er dem Höllenrichter Zeeneth in die Hände gefallen, dessen Aufgabe es war, sämtliche Feinde der schwarzen Macht zu beseitigen. Und seitdem war es mit ihm dermaßen rasant bergab gegangen, dass er sich gezwungen sah, mit seinem Leben abzuschließen. Xander Highsmith rechnete damit, dass er hier, in diesem finsteren Hinterhof der Hölle, schon bald den Tod finden würde. Wahrscheinlich würde er in dieser mörderischen Hitze umkommen.
Herausgeber:
Freigegeben:
22. März 2018
ISBN:
9783739636658
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Buchvorschau

Tony Ballard #275 - A. F. Morland

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Finale in der Hölle

Tony Ballard Band 275

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 116 Taschenbuchseiten.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Edition A. F. Morland ist ein Imprint von Alfred Bekker & Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte des Titelbild-Logos by Jörg Martin Munsonius/Edition Bärenklau

Illustrator: Michael Sagenhorn, 2016

Über Tony Ballard:

... so hieß ich für meine Freunde. Meine Feinde aber nannten mich den Dämonenhasser. Und Feinde hatte ich viele – Kreaturen des Bösen, Vertreter der so genannten schwarzen Macht, kurz, die Hölle selbst war der Feind, gegen den zu kämpfen ich geschworen hatte. Ein Kampf, der damals in meinem Heimatdorf Griddledon, unweit von London, begonnen hatte, als ich es wagte, den sieben Hexen, die das Dorf alle hundert Jahre heimsuchten – nachdem mein Vorfahre, der Hexenhenker Anthony Ballard, sie aufgeknüpft hatte – die Stirn zu bieten.

Tatsächlich gelang es mir, diesen Fluch zu brechen und die Teufelsbräute zu vernichten, indem ich die Glut ihres Lebenssteins mit meinem Blut löschte. Aber ich hatte mehr getan, als nur mein Dorf zu erlösen – ich hatte meine Berufung gefunden. Fortan herrschte Krieg zwischen mir und den Vasallen der finsteren Mächte. Allerdings wäre ich schnell verloren gewesen, hätte ich mich meinen schwarzblütigen Gegnern mit bloßen Händen und allein gestellt. Was ich aber, gottlob, nicht tun musste ... Mir stand eine Reihe von Waffen zur Verfügung, allen voran mein magischer Ring: Nach meinem Sieg über die Hexen von Griddledon hatte ich ein Stück aus ihrem schwarzen Lebensstein gebrochen, in Form eines Pentagramms schleifen und in einen Goldring einsetzen lassen. Diesem Kleinod wohnten starke weißmagische Kräfte inne, die mir vor allem im Nahkampf gegen meine höllischen Widersacher hervorragende Dienste leisteten. Ebenfalls ständig bei mir trug ich einen Colt Diamondback, der mit eigens für mich gefertigten und geweihten Silberkugeln geladen war – absolut tödlich für viele Schwarzblütler. Meine stärkste Waffe jedoch war zugleich mein bester Freund und treuester Kampfgefährte: Mr. Silver, ein abtrünniger Dämon von der untergegangenen Silberwelt, der seine fantastischen Fähigkeiten für das Gute einsetzte.

Der hünenhafte Ex-Dämon mit dem Silberhaar konnte zum Beispiel seinen Körper in massives Metall verwandeln, ohne dadurch an Beweglichkeit einzubüßen. So schützte er sich vor Verletzungen, derweil er Gegnern mit seinen zu Hieb- oder Stichwaffen umgeformten Silberfäusten zu Leibe rückte. Außerdem konnte er aus seinen perlmuttfarbenen Augen vernichtende Feuerlanzen abschießen, er verfügte über ein »Dämonen-Radar«, und auch darüber hinaus überraschte er mich immer wieder mit neuen Kniffen. Seine »magische Trickkiste« schien unerschöpflich. Noch vor Mr. Silver hatte ich einen anderen Mann kennen gelernt, ohne dessen Hilfe mein Kampf gegen Dämonen, Vampire, Werwölfe und dergleichen weit weniger effektiv gewesen wäre: Der reiche Industrielle Tucker Peckinpah, dem die schwarze Macht selbst einen herben Schicksalsschlag beigebracht hatte, überredete mich, meinen Job als Polizeiinspektor in Griddledon aufzugeben und stattdessen als von ihm exklusiv beschäftigter Privatdetektiv in London ansässig zu werden, um mich so ausschließlich darauf zu konzentrieren, die Hölle in ihre Schranken zu verweisen. Ich willigte ein, und seither hielt mir Tucker Peckinpah mit seinem Geld den Rücken frei und öffnete mir mit seinen weitreichenden Beziehungen zahlreiche Türen, ohne die ich in vielen Fällen nie ans Ziel gelangt wäre. Mithilfe solcher Waffen und Freunde schaffte ich es nicht nur, immer wieder die Oberhand zu gewinnen, sondern letztlich auch den finalen Triumph zu erringen: Asmodis starb – und mit ihm die ganze Hölle!

Das glaubten wir jedenfalls, wiegten uns in Sicherheit und zogen uns ins Privatleben zurück, das wir uns so viele Jahre lang versagen mussten, weil stets das Damoklesschwert der schwarzen Macht über unseren Köpfen schwebte. Jetzt aber heiratete ich meine langjährige Freundin Vicky Bonney, wir kehrten in unser Heimatdorf zurück, wurden Eltern eines Sohnes und lebten glücklich und zufrieden. Doch diese Idylle war nur von kurzer Dauer ... denn das Böse erwachte zu neuem Leben und griff brutaler als je zuvor nach dem unseren! Die Einwohner von Griddledon wurden zu Handlangern der Hölle und vollstreckten das Todesurteil, das die Mächte der Finsternis über mich und meine Familie verhängt hatten. Und um mich so hart und grausam wie nur möglich zu bestrafen für meine unzähligen Siege über das dämonische Geschmeiß, zwang man mich, dabei zuzusehen, wie Vicky und unser zweijähriger Sohn Andrew, die ich mehr liebte als sonst etwas auf der Welt, mir in den Tod vorangehen mussten ... Das war der Augenblick, in dem die Hölle gesiegt hatte.

Nach all den Jahren erfolgreicher Schlachten gegen das Böse war ich, Tony Ballard, der gefürchtete Dämonenhasser, bezwungen. Nun gab es nichts mehr, für das ich kämpfen, nicht einmal mehr leben wollte. Meine Familie war tot, und ich hatte sie nicht retten können. Warum also sollte ich nicht auch sterben? Der Tod hatte seinen Schrecken verloren. Und so ging ich ihm entgegen – nicht mutig und stolz erhobenen Hauptes, sondern gebrochen und nur noch auf Erlösung hoffend von der Hölle, zu der mein Leben geworden war ...

1. Kapitel

Wabernde Hitze umgab Xander Highsmith, den einäugigen Geisterjäger aus New York. Der große, kahle Mann mit der schwarzen Augenklappe, dessen Gesicht von tiefen Narben entstellt war, fürchtete zu verdursten.

»Wasser ...«, röchelte er. »Wasser ... Ihr verfluchten Bastarde, gebt mir was zu trinken ...«

Niemand schien ihn zu hören. Er lag auf dem Boden. Armdicke, magisch gesicherte Bambusstäbe umgaben ihn. Der einst so erfolgreiche Geisterjäger, der viele Wesen aus den Dimensionen des Grauens vernichtet hatte, war nun selbst dem Ende nahe. Das starke, schmerzhafte Gift einer Hexe namens Sabbra steckte in ihm. Es schwächte ihn und höhlte ihn aus. Er konnte kaum noch klar denken, fantasierte die meiste Zeit wie in hohem Fieber. In diesem beklagenswerten Zustand war er dem Höllenrichter Zeeneth in die Hände gefallen, dessen Aufgabe es war, sämtliche Feinde der schwarzen Macht zu beseitigen. Und seitdem war es mit ihm dermaßen rasant bergab gegangen, dass er sich gezwungen sah, mit seinem Leben abzuschließen. Xander Highsmith rechnete damit, dass er hier, in diesem finsteren Hinterhof der Hölle, schon bald den Tod finden würde. Wahrscheinlich würde er in dieser mörderischen Hitze umkommen.

Er drehte ächzend den Kopf zur Seite und sah jenseits der armdicken Bambusstäbe, zwischen denen er völlig entkräftet lag, gelbe Schwefeldämpfe aus dem Boden steigen. Wie geisterhafte Nebelschwaden muteten sie an. Man konnte sie für unheimliche Gespenster halten, die ihn umtanzten und mit obszönen Gesten verhöhnten.

Dahinter nahmen seine glasigen Augen eine Bewegung wahr. »Wasser!«, verlangte er sofort wieder. »Wasser!« Er richtete sich auf. Es ging fast über seine Kräfte. Er umklammerte die dicken Bambusstäbe und zog sich mühsam daran hoch. Zwei schemenhafte Gestalten näherten sich ihm. »Wasser!«, bettelte er. Früher wäre das für ihn undenkbar gewesen, aber das Gift der Hexe hatte seinen Stolz gebrochen. Um am Leben zu bleiben, war er bereit, jede Erniedrigung auf sich zu nehmen.

Die gelben Dämpfe teilten sich – und Highsmith traute seinen Augen nicht. Allmächtiger!, dröhnte es in seinem glühend heißen Kopf. Das sind Tony Ballard und Mr. Silver!

Die beiden hatten ihn noch nicht bemerkt. Er rief sie und rüttelte am Bambus. Sein Herz trommelte aufgeregt gegen die Rippen. Tony und der Ex-Dämon durften nicht an ihm vorbeigehen. Er brauchte ihre Hilfe!

»Tony!«, rief er, so laut er konnte. Wieso hörten sie ihn nicht? Befand er sich etwa unter einer schalldichten schwarzmagischen Glocke? »Tony Ballard! Mr. Silver! Hört ihr mich nicht? Seht ihr mich nicht? Ich bin hier! Hier bin ich!« Er streckte die Hände zwischen den Bambusstäben hindurch und winkte hysterisch. Seine Beine drohten ihm den Dienst zu versagen. »Mein Gott, Freunde, ihr müsst mich doch sehen!«

Plötzlich wurden die beiden auf ihn aufmerksam. Tony Ballard zeigte auf ihn und sagte dann irgendetwas zu Mr. Silver.

»Ja!«, krächzte der einäugige Geisterjäger. »Ja! Endlich habt ihr mich bemerkt!«

Highsmith fasste neuen Mut. Er hatte wieder Hoffnung. Ein heller Streifen zeichnete sich am

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