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Ich, der Werwolf: Cassiopeiapress Horror-Roman
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eBook113 Seiten1 Stunde

Ich, der Werwolf: Cassiopeiapress Horror-Roman

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Über dieses E-Book

Horror-Roman
von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 101 Taschenbuchseiten.

Die Bestie bleckte die blitzenden Fangzähne. Der Portier zitterte am ganzen Leib. Als sich das Scheusal auf ihn stürzen wollte, fiel dem Mann das Kruzifix ein, das hinter ihm an der Wand hing. Blitzschnell riss er es vom Haken. Schlotternd vor Todesangst hielt er es dem Ungeheuer hin. Der Werwolf wich wütend zurück. Er knurrte und fauchte, machte einige schnelle Schritte zurück. Sobald er die Portiersloge verlassen hatte, stieß er ein zorniges Gebrüll aus, wirbelte herum und jagte den Korridor entlang...
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum11. Juli 2019
ISBN9783739630885
Ich, der Werwolf: Cassiopeiapress Horror-Roman
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Buchvorschau

    Ich, der Werwolf - A. F. Morland

    München

    Ich, der Werwolf

    Horror-Roman

    von A. F. Morland

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 101 Taschenbuchseiten.

    Die Bestie bleckte die blitzenden Fangzähne. Der Portier zitterte am ganzen Leib. Als sich das Scheusal auf ihn stürzen wollte, fiel dem Mann das Kruzifix ein, das hinter ihm an der Wand hing. Blitzschnell riss er es vom Haken. Schlotternd vor Todesangst hielt er es dem Ungeheuer hin. Der Werwolf wich wütend zurück. Er knurrte und fauchte, machte einige schnelle Schritte zurück. Sobald er die Portiersloge verlassen hatte, stieß er ein zorniges Gebrüll aus, wirbelte herum und jagte den Korridor entlang...

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1

    Beverly Basie brachte die leeren Fruchtsaftflaschen in den Hinterhof. Das hübsche rothaarige Service-Girl seufzte leise. Sie hatte Rückenschmerzen und nahm sich wieder einmal vor, in ihrer Freizeit etwas dagegen zu tun.

    Beverly öffnete die schmale Hintertür. Sie trat in den finsteren Hof und stellte die Flaschen in die Kunststoffkisten, die beiderseits der Tür aufgestapelt waren.

    Sie sog die Luft tief in ihre Lungen. Eine Wohltat. Drinnen in der Bar, die den vielversprechenden Namen Love Land trug, konnte man Ziegel aus dem Konglomerat von Rauch und Whiskydunst schneiden und zur Tür hinausschieben.

    Beverly wollte kehrtmachen.

    Da vernahm sie ein leises Geräusch.

    Sie blieb stehen.

    Ihre Augen versuchten die Dunkelheit zu durchdringen. »Ist da jemand?«, fragte sie tapfer.

    Es kam ab und zu mal vor, dass einer der Gäste die Toilette nicht fand und sich hier draußen Erleichterung verschaffte.

    »Hallo!«

    Keine Antwort. Aber Beverly Basie war ganz sicher, dass sich außer ihr noch jemand im Hinterhof aufhielt.

    Ohne Furcht machte sie sich auf die Suche. Die junge Frau ging vier Schritte in die Dunkelheit hinein.

    Hinter ihr tauchte ein Schatten auf. Groß. Breit. Bedrohlich. Er schob sich zwischen die Frau und die Hintertür der Bar.

    Der Rückweg war ihr nun versperrt.

    Beverly hörte hinter sich ein Geräusch, das entsteht, wenn sich Stoff an Stoff reibt. Schnell drehte sie sich um. Sie hielt unwillkürlich den Atem an. Von der Person waren nur schemenhafte Umrisse zu erkennen. Beverly Basie hatte plötzlich kein gutes Gefühl. Irgendetwas störte sie an dem Mann. Vielleicht machte sie sein unvermitteltes Auftauchen unsicher. Er wirkte unheimlich. Die Frau hörte, wie er heftig atmete. Er musste erregt sein. An und für sich war Beverly Basie eine mutige Frau. Sie setzte jeden Betrunkenen eigenhändig an die Luft, fürchtete keinen der Gäste. Aber vor diesem Kerl hatte sie Angst. Die Furcht kroch ihr ganz langsam in die Glieder. Sie merkte, wie sie zu zittern begann, und sie ärgerte sich deswegen. Wütend versuchte sie sich zusammenzureißen. Sie straffte ihre schlanke Figur und stieß mit belegter Stimme hervor: »Wer sind Sie? Was tun Sie hier draußen?«

    Der Fremde erwiderte nichts.

    Beverly Basie fröstelte.

    Der Unheimliche stand wie eine lebendige Bedrohung da. Beverly glaubte, seine Augen in der Dunkelheit glitzern zu sehen. Eiseskälte verströmte sein Blick. Je länger diese seltsame Situation dauerte, desto stärker war die Frau beunruhigt. Sie wollte schnellstens in die Bar zurückkehren. Aber der Weg dorthin führte an dieser unheilvollen Erscheinung vorbei. Beverly raffte all ihren Mut zusammen und machte einen raschen Schritt vorwärts.

    Dieser eine Schritt genügte, um sie Teile vom Gesicht des Unheimlichen erkennen zu lassen. Gesicht? Konnte man dazu überhaupt Gesicht sagen? Eine Fratze war es. Über und über bedeckt mit borstigen Haaren. Kein menschliches Antlitz war das. Beverly Basie stieß einen erstickten Schrei aus. Sie riss abwehrend die Fäuste hoch. Benommen taumelte sie zurück. Was sie soeben erblickt hatte, war für sie unfassbar. Dieser große, kräftige Mann trug einen Tierkopf auf seinen breiten, muskulösen Schultern. Kein Zweifel. Es war der Kopf eines Wolfs gewesen, mit der weit nach vorn stehenden Schnauze, den mordlüstern funkelnden Lichtern und den nervös spielenden spitzen Ohren. Ein Wolf. Ein menschlicher Wolf. Ein Werwolf!

    Panik stieg in der Frau hoch. Ihr Herz raste mit einem Mal. Eine unsichtbare Hand legte sich um ihre Kehle und drückte kräftig zu. Schweiß brach ihr aus allen Poren.

    Sie hatte die Gäste schon erzählen gehört, hatte sich selbst an solchen Unterhaltungen schon beteiligt, hatte aber immer betont, dass sie an die Existenz solcher Wesen nicht glaube.

    Und nun stand sie solch einem blutrünstigen Scheusal gegenüber.

    Man sagt, dass die Gier eines Werwolfs nach Menschenfleisch unersättlich sei, und diejenigen, die einem solchen Ungeheuer begegnen, unweigerlich verloren seien.

    Kein Wunder also, dass Beverly Basie vor Schreck in diesem furchtbaren Augenblick beinahe den Verstand verlor. Sie hing an ihrem jungen Leben. Sie wollte nicht sterben. Schon gar nicht auf diese grässliche Weise.

    Die Augen des Unholds begannen zu leuchten. Ein bernsteinfarbener Glanz ging von ihnen aus, und die Pupille glühte so rot wie das Feuer der Hölle.

    Beverly Basie schüttelte starr vor Entsetzen den Kopf. »Nein«, krächzte sie. »O nein. Großer Gott, nein. Möge der Himmel mir das ersparen!«

    Das Monster ließ ein aggressives Knurren hören.

    Beverly wollte um Hilfe schreien, doch die unsichtbare Hand, die ihre Kehle immer fester zudrückte, verhinderte einen Schrei.

    Der Werwolf öffnete hechelnd die Schnauze. Trotz der Dunkelheit konnte die Frau sein kräftiges Raubtiergebiss blitzen sehen. Die Todesangst riss Beverly Basie herum.

    In ihrem Unterbewusstsein war ihr klar, dass sie verloren war. Doch sie weigerte sich verzweifelt, diese schreckliche Tatsache zu akzeptieren. Obwohl ihr kein Fall bekannt war, in dem einem Menschen die Flucht vor einem solchen Scheusal gelungen war, fing sie wie von Furien gehetzt zu laufen an.

    Die Bestie fauchte.

    Beverly Basie jagte mit langen Sätzen durch die Finsternis. Sie benötigte kein Licht. Sie kannte jede Einzelheit des Hofes ganz genau.

    Er war an drei Seiten von Wohnhäusern umsäumt. Die Nordfront bildete eine hohe Backsteinmauer, vor der die Mülltonnen aufgestellt waren. Dorthin lief die junge Frau. Sie erreichte die vollgestopften Kunststoffbehälter.

    Ihre wahnsinnige Angst beflügelte sie. Mit einem kraftvollen Sprung, den sie sich normalerweise niemals zugetraut hätte, schnellte sie auf den Deckel einer Tonne. Gleichzeitig warf sie die Arme hoch. Ihre Hände klammerten sich an die Mauerkrone. Ein Klimmzug. Beverly glitt über die Mauer und ließ sich auf der anderen Seite in die Tiefe fallen. Tränen schimmerten in ihren Augen.

    Sie federte den Sprung ab, richtete sich hastig auf und eilte weiter, ohne sich umzusehen.

    Schluchzend lief sie um ihr Leben. Die Straße, die sie durch hastete, war menschenleer. Es gab niemanden, den Beverly Basie um Hilfe bitten konnte.

    Vielleicht hätte das Monster von ihr abgelassen, wenn sie in Gesellschaft eines Mannes gewesen wäre. Doch die Straße war wie ausgestorben.

    Beverly lief keuchend um die nächste Ecke. Der Schweiß rann ihr in dünnen Bächen über das von der schier übermenschlichen Anstrengung verzerrte Gesicht. Sie spürte ein schmerzhaftes Stechen in der Seite, bekam nicht genug Luft in die Lunge, wankte, lief noch einige Schritte, blieb dann aber erschöpft stehen und lehnte sich zitternd an die kalte graue Hausmauer.

    Erst jetzt merkte sie, dass sie sich in einer Sackgasse befand.

    Sie hatte sich selbst gefangen. Hier gab es keinen Ausweg mehr für sie. Verzweiflung grub sich in ihre schönen Züge. Sie schlug die Hände vors Gesicht und wusste sich keinen Rat mehr.

    Schwer stampften die Schritte des Unheimlichen durch die Straße.

    Beverly vernahm das hackende Echo. Sie rutschte an der Wand entlang, wich mit furchtverzerrtem Gesicht bis zum Ende der schmalen Sackgasse zurück. Dort presste sie sich in

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