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Der Spuk von Dark Manor: Cassiopeiapress Grusel-Krimi
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eBook161 Seiten1 Stunde

Der Spuk von Dark Manor: Cassiopeiapress Grusel-Krimi

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Über dieses E-Book

Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 136 Taschenbuchseiten.

Er fühlte sich plötzlich beobachtet und musste sofort an Jacko Black denken. Die Angst drehte ihm den Magen um. Er hatte Ashcroft gesagt, er habe die Gruft beobachtet, um die Leute, die in Dark Manor wohnten, zu warnen. Das stimmte nicht. Er hatte die Gruft nicht wegen dieser Fremden beobachtet, sondern seinetwegen. Er hatte darauf gewartet, dass Black eines Nachts aus der Gruft kommen würde. Er hatte mit Jacko Black einen Handel eingehen wollen, diese furchtbare Drohung von damals zurückzunehmen. Aber Black war niemals aus der Gruft gekommen. Zumindest nicht sichtbar. Jetzt aber war er da. Ganz in der Nähe. Salt spürte den bösen Blick des Dämons. Er begann zu zittern. Mit geballten Händen ging er weiter. Er lauschte angestrengt in die Dunkelheit, während er über armdicke Wurzeln in die Tiefe des Eichenwaldes hineinstolperte. Ein geisterhaftes Kichern erschreckte ihn zu Tode. Sein Herz krampfte sich zusammen. Er wollte losrennen, doch seine Beine waren schwerer als Blei...
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum6. Mai 2019
ISBN9783739621951
Der Spuk von Dark Manor: Cassiopeiapress Grusel-Krimi
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Buchvorschau

    Der Spuk von Dark Manor - A. F. Morland

    München

    DER SPUK VON DARK MANOR

    Roman von A. F. Morland

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 136 Taschenbuchseiten.

    Er fühlte sich plötzlich beobachtet und musste sofort an Jacko Black denken. Die Angst drehte ihm den Magen um. Er hatte Ashcroft gesagt, er habe die Gruft beobachtet, um die Leute, die in Dark Manor wohnten, zu warnen. Das stimmte nicht. Er hatte die Gruft nicht wegen dieser Fremden beobachtet, sondern seinetwegen. Er hatte darauf gewartet, dass Black eines Nachts aus der Gruft kommen würde. Er hatte mit Jacko Black einen Handel eingehen wollen, diese furchtbare Drohung von damals zurückzunehmen. Aber Black war niemals aus der Gruft gekommen. Zumindest nicht sichtbar. Jetzt aber war er da. Ganz in der Nähe. Salt spürte den bösen Blick des Dämons. Er begann zu zittern. Mit geballten Händen ging er weiter. Er lauschte angestrengt in die Dunkelheit, während er über armdicke Wurzeln in die Tiefe des Eichenwaldes hineinstolperte. Ein geisterhaftes Kichern erschreckte ihn zu Tode. Sein Herz krampfte sich zusammen. Er wollte losrennen, doch seine Beine waren schwerer als Blei...

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    EDITION BÄRENKLAU, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

    Roman © by Autor und Edition Bärenklau, 2015

    Cover © by Firuz Askin, 2015

    1

    Kaum ein Mensch vermochte die Einsamkeit jemals so gut zu ertragen wie Jacko Black. Als es mit ihm aber ans Sterben ging, hatte er erstmals Angst vor dem Alleinsein. Schweißnass lag er in seinem breiten alten Himmelbett. Der Raum war unheimlich dunkel. Black schien sich die finsterste Nacht für sein allmähliches Ableben ausgesucht zu haben.

    Draußen, rund um Dark Manor, tobte ein Gewitter.

    Die Welt schien sich von Jacko Black verabschieden zu wollen. Hinter grell zuckenden, bizarr geformten Blitzen knallten ohrenbetäubende Donner her.

    Dark Manor erzitterte bis in die alten Grundfesten hinein. Der Sturm pfiff, vom nahe gelegenen Moor her kommend, über den finsteren Eichenwald.

    »Nicht!«, presste der alte Mann verzweifelt hervor, »ich will nicht sterben, noch nicht!«

    Mit rasselndem Atem drehte er den Kopf hin und her. Ein heftiger Schüttelfrost ließ ihn lange nicht stillliegen. Schmerzen in den Eingeweiden verzerrten sein Gesicht. Er war beinahe kahl. Die wenigen Strähnen, die seinen schmalen Kopf zu zieren versuchten, waren grau und klebten feucht daran.

    Black fühlte, wie ihn die Kräfte des Lebens verließen. Er hatte das Gefühl, sein Körper würde sich in diesem peinigenden Moment auflösen. Wieder durchzuckte ein greller Blitz die Schwärze der unheilvollen Nacht.

    Das Sterben - es war schlimmer, viel schlimmer, als Black es sich vorgestellt hatte. Er hatte Pläne geschmiedet, für viele Jahre. Mit einemmal glaubte er, dass er noch eine Chance hatte, wenn es ihm gelang, diese eine Nacht zu überstehen.

    Daran klammerte sich Jacko Black. Gleichzeitig wusste er aber, dass er diese grauenvolle Nacht nicht ohne Hilfe überleben konnte. Er brauchte Hilfe. Und er wusste, an wen er sich in seiner Not wenden musste. Es gab nur einen, der ihm diesen Tod ersparen konnte. Natürlich war dieser eine kein Mensch. Hier half die Kunst eines Menschen nicht mehr. Alle Ärzte dieser Welt wären in Jacko Blacks Fall mit ihrem Latein am Ende gewesen.

    Nein, wenn ihm jetzt noch jemand helfen konnte, so dachte er, dann war es der Fürst der Finsternis. Es regnete heftiger. Die Sintflut schien zu kommen. Der Sturm wurde brutaler, er griff das Gebäude feindselig an.

    Black bäumte sich ächzend auf. Zwar dachte er an den Teufel, aber er war nicht in der Lage, ihn zu rufen. Seine Stimmbänder schienen gerissen zu sein. Black wusste, dass es nichts nützte, wenn er bloß an den Satan dachte. Er musste ihn rufen, ihn beschwören, musste ihn bitten, an sein Sterbelager zu kommen.

    Ein furchtbares Feuer glühte in seiner Brust. Ein schreckliches Brausen füllte seinen Kopf. Er war nicht mehr imstande, klar zu denken. Wirkliches vermengte und verwischte sich mit Unwirklichem.

    Er geriet unversehens mehr und mehr in eine irreale Welt, die von Blitz und Donner beherrscht wurde. Und plötzlich war es ihm möglich, jene Worte zu sagen, die den Teufel in sein Sterbezimmer zu holen vermochten.

    »Satan!«, schrie er, so laut er konnte. Furcht, Hektik, Verzweiflung schwangen in seiner brüchigen Stimme mit.

    »Satan! Höllenfürst! Ich bitte dich, komme zu mir! Komm zu deinem treuen Diener Jacko Black, er braucht deine Hilfe!«

    Mit rasendem Herzen lag Black im Bett. Der Puls hämmerte wie verrückt in seinen Handgelenken.

    »Satan!«, krächzte Black in größter Verzweiflung noch einmal.

    »Höllenfürst!«

    Der Sterbende wartete voll peinigender Ungeduld. Wenn der Teufel nicht schnell kam, kam er zu spät. Das blitzende, krachende Inferno schien Dark Manor zerstören zu wollen.

    Sogar Blacks Sterbelager bebte gewaltig. Der Alte stieß einen entsetzten Schrei aus, als sein Bett plötzlich von einer riesigen, unsichtbaren Faust gepackt und kraftvoll gerüttelt wurde.

    »Höllenfürst!«, brüllte Black. »Du bist da! Du bist gekommen!«

    Ein Blitz - grell wie tausend Sonnen - fegte durch den Raum und zerrte eine hässliche Dämonenfratze aus der schwarzen Dunkelheit. Das Grauen erregende Gesicht grinste. Dunkelrote Glutaugen starrten Black böse an. Sie glühten auch dann noch, als das in den Augen schmerzende Licht des Blitzes längst erloschen war.

    Grausam geformte Lippen schimmerten in diesem abstoßenden Gesicht, das sich nun dem Sterbelager des Alten näherte. Es schien zu schweben. Unter dem Teufelskopf war kein Körper zu erkennen. Im Raum stank es mit einem mal nach Moder, nach verwestem und verbranntem Fleisch, nach Schwefel und Tod.

    »Du hast mich gerufen, Jacko Black!«, sagte der Satan mit einer Stimme, die das lauteste Krachen des Donners übertönte.

    »Ja«, prellte der Alte zitternd hervor.

    »Was willst du?«

    »Ich sterbe.«

    »Hast du mich deshalb gerufen?«

    »Ja«, keuchte Black. Sein weißes Nachthemd klebte eiskalt an seinem knöchernen Körper.

    »Deine Seele ist mir ohnehin gewiss, Jacko Black«, sagte der Teufel.

    »Ich weiß, Fürst der Finsternis.«

    »Soll ich an deinem Bett die Totenwache halten?«

    »Nein, nein!«

    »Was willst du von mir?«

    »Du weißt es. Du weißt alles, du weißt auch das.«

    »Ich will, dass du es mir sagst, Jacko Black.«

    »Ich will nicht - sterben!«, stöhnte Black.

    Der Teufel grinste.

    »Das will niemand, mein Freund.«

    Black rang Hilfe suchend die Hände. Seine dürren Finger krallten sich ineinander. Er bäumte sich auf.

    »Ich - ich war dir immer ein treuer Diener«, beteuerte er japsend, »durch viele Jahre hindurch. Ich habe nach deinen Lehren gelebt und gehandelt. Es gibt nicht viele Menschen, die so viel Böses in ihrem Leben getan haben wie ich. Das solltest du mir lohnen.«

    »Was hast du für mich getan?«, fragte der Satan mit grollender Stimme.

    »Ich habe geflucht, habe meine Mitmenschen gequält, habe gestohlen, geraubt, geschändet und sogar gemordet. Ich habe Satansmessen abgehalten. Ich habe Gott verleugnet, habe Gräber geschändet, Kirchen beschmutzt, Heiligenbilder zerstört. Ich habe alles das getan, was dir genehm ist. Ich habe deine Lehre verbreitet, habe das Böse in junge Menschen gepflanzt, war mein ganzes Leben in deinem Sinne tätig. Ich will weitermachen, Satan. Ich bin mit meiner Arbeit noch nicht fertig. Ich habe noch so viele Pläne, die verwirklicht werden sollen. Es wäre in deinem Interesse, wenn ich noch nicht sterben würde. Beschütze mich! Lass es nicht zu, dass mich der Tod mitnimmt! Er ist bereits hier. Ich fühle, dass er im Raum ist.

    Schick ihn fort! Sag ihm, er soll in zehn Jahren wiederkommen!«

    Der Satan lachte.

    »Und was wäre in zehn Jahren, Jacko Black?«

    »Ich - ich verstehe nicht.«

    »Würdest du dem Tod in zehn Jahren nicht dieselben Schwierigkeiten bereiten wie heute?«

    »Ich bin noch nicht alt genug zum Sterben!«, schrie Black.

    »Ich kann noch viel leisten.«

    »Tut mir leid, Black.«

    »Was soll das heißen?«

    »Ich kann dir nicht helfen.«

    »Das ist nicht wahr!«

    »Doch, Black, es liegt nicht im Bereich meiner Macht, dir zu helfen.«

    »Das glaube ich dir nicht. Du willst mir nicht helfen. Sag es! Du willst nicht!«

    »Ich kann nicht!«, kam es donnernd zurück.

    Ein grauer Schatten schälte sich aus der Dunkelheit. Black riss bestürzt die Augen auf.

    »Der Tod!«, kreischte er in namenloser Furcht. »Jage ihn fort! Lass ihn nicht an mich heran! Sag, er soll weggehen! Ich will weiterleben! Sag es ihm!«

    »Ich kann dir nicht helfen«, antwortete der Fürst der Finsternis.

    »Er ist stärker als ich.«

    »Schwächling!«, brüllte Black in panischer Furcht. Der graue Schatten hatte nun schon fast sein Bett erreicht. »Ich hätte nicht gedacht, dass du ein solcher erbärmlicher, jämmerlicher Schwächling bist. Du bist eine miese Kreatur, die nicht einmal imstande ist, den Tod aufzuhalten. Ich verabscheue dich. Ich finde dich widerlich.

    Wann bist du denn jemals stark? Sag es mir, wann?«

    »Ich werde dich mit aller mir zur Gebote stehenden Härte bestrafen, wenn du mich beleidigst, Jacko Black!«, grollte der Fürst der Finsternis.

    »Du zeigst nur den Schwächeren, wie mächtig zu bist.

    Warum versuchst du deine Kraft nicht an diesem Gesandten da?«

    »Es hätte keinen Sinn, ich würde unterliegen«, erwiderte der Teufel ernst. »Aber ich will dir beweisen, wozu ich fähig bin.

    Ich werde dir helfen, Jacko Black. Du sollst sehen, wie mächtig ich bin. Ich kann zwar deinen Tod nicht verhindern, dich jedoch aus dem Reich der Toten zurückkehren lassen.«

    »Tatsächlich? Bist du dazu in der Lage?«, fragte Black schnell. Er hatte nicht mehr viel Zeit. Der graue Schatten hatte ihn bereits erreicht.

    »Du wirst in dieses Haus zurückkehren, Jacko Black!«, sagte der Fürst der Finsternis mit der Festigkeit eines Gelöbnisses.

    »Wann?«, fragte Black aufgeregt.

    »Bald. Und du wirst Angst und Schrecken verbreiten. Ich werde dich mit übernatürlichen Fähigkeiten ausstatten. Du wirst der grauenerregendste Dämon sein, den ich jemals geschaffen habe.«

    Ein tiefer Seufzer der Erleichterung entrang sich Jacko Blacks schmaler Brust.

    Er legte sich entspannt auf den Rücken. Mit einer allmählich kraftlos werdenden Stimme sagte er: »Gut, dann will ich jetzt sterben.«

    2

    Atemlos und

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