Erfreu Dich an Millionen von E-Books, Hörbüchern, Magazinen und mehr

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Die Agentin #14: Todeskuss per Telefon: Cassiopeiapress Kriminalroman

Die Agentin #14: Todeskuss per Telefon: Cassiopeiapress Kriminalroman

Vorschau lesen

Die Agentin #14: Todeskuss per Telefon: Cassiopeiapress Kriminalroman

Länge:
143 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
4. Apr. 2018
ISBN:
9783739676753
Format:
Buch

Beschreibung

Die Agentin – Heiße Fälle im Kalten Krieg
Band 14
von A. F. MORLAND

Der Umfang dieses Buchs entspricht 118 Taschenbuchseiten.

Ein goldener Drachengott fordert mehrere Opfer, doch in Wahrheit steckt noch mehr dahinter: eine hochbrisante Secret Service Angelegenheit. Mehr durch Zufall gerät Spitzenagentin Natalia Ustinov mitten hinein in die Sache, für die sie ihr ganzes Können benötigt. Der Auftrag führt sie nach Las Vegas und in ein atemberaubendes Abenteuer in der Wüste Nevadas.
Herausgeber:
Freigegeben:
4. Apr. 2018
ISBN:
9783739676753
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


Ähnlich wie Die Agentin #14

Mehr lesen von A. F. Morland

Buchvorschau

Die Agentin #14 - A. F. Morland

München

TODESKUSS PER TELEFON

Die Agentin – Heiße Fälle im Kalten Krieg

Band 14

von A. F. MORLAND

Der Umfang dieses Buchs entspricht 118 Taschenbuchseiten.

Ein goldener Drachengott fordert mehrere Opfer, doch in Wahrheit steckt noch mehr dahinter: eine hochbrisante Secret Service Angelegenheit. Mehr durch Zufall gerät Spitzenagentin Natalia Ustinov mitten hinein in die Sache, für die sie ihr ganzes Können benötigt. Der Auftrag führt sie nach Las Vegas und in ein atemberaubendes Abenteuer in der Wüste Nevadas.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author / Cover by Firuz Askin

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Sie war ein eiskalter Todesengel.

Das warme Wasser prasselte auf ihre goldbraune, samtene Haut, massierte die wohlgerundeten Schultern, floss über die üppigen Brüste, den flachen Bauch und das helle Dreieck aus dichtem, gekräuseltem Haar zwischen ihren Lenden.

Nun drehte sie den Wasserhahn ab und verließ das Badezimmer. Mit einer raschen Bewegung zog sie die Duschhaube ab. Eine Flut blonden Haares wallte auf ihre Schultern. Sie wickelte sich in ihr Badetuch und warf einen Blick auf die schmiedeeiserne Wanduhr, die neben dem Mahagonischrank hing.

Es ist Zeit, dachte Vivien Morris. Zeit, Herbie Bell zu töten.

Sie nahm den Telefonhörer ab. Ihre Miene verfinsterte sich. Der Junge, den sie nun anzurufen gedachte, tat ihr nicht leid. Er war ein Plappermaul. Ein Quasselkopf. Leute wie Herbie Bell konnten dem Unternehmen »Drachengott« schaden. Bell konnte den Mund nicht halten. Also musste es jemand anders für ihn tun. Und zwar für immer.

Vivien wählte den Anschluss von Bells Bungalow auf dem Long Island Sound.

Es läutete einige Male. Vivien nahm das kleine Gerät zur Hand, das neben dem Apparat lag. Sie wartete. Als sie den Hörer ärgerlich in die Gabel werfen wollte, klappte es doch noch mit der Verbindung. »Ja!«, rief Herbie Bell am anderen Ende des Drahtes. Er atmete schnell, schien gelaufen zu sein.

»Hallo, Herbie«, sagte Vivien mit spröder Stimme.

»Oh, Vivien.« Es klang erschrocken.

»Ich möchte mich von dir verabschieden.«

»Verab…?«

»Natürlich kriegst du noch ein Küsschen von mir mit auf die Reise.«

»Reise?«, fragte Bell verwirrt. »Auf welche Reise denn?«

»Auf die Reise ins Jenseits!«, sagte das blonde Mädchen scharf. Und dann drückte sie auf den Impulsgeber.

2

Als das Telefon im Bungalow anschlug, stoppte Herbie Bell seinen schwarzen Impala gerade vor der Garage. Mit einem federnden Satz sprang er aus dem Fahrzeug. Sein jungenhaftes Gesicht war von Kummer zerknittert. Er fühlte sich seit einiger Zeit nicht mehr so richtig wohl in seiner Haut, fühlte sich an Leib und Leben bedroht, ohne jedoch konkrete Beweise für dieses unangenehme Gefühl in der Hand zu haben. Vielleicht war es so etwas wie eine vage Vorahnung. Aber wie sollte er mit einer Vorahnung zur Polizei gehen? Die würden ihn auslachen, wenn er so verrückt war, um Hilfe zu bitten.

»Ja, ja, ich komm’ ja schon!«, knurrte Bell. Er verzog das Gesicht und wischte sich das braune Haar aus der Stirn. Ärgerlich kramte er in seinem Leinenanzug herum. Endlich fand er die Bungalowschlüssel und schloss die Tür auf. Dann rannte er an den Apparat.

Das Wohnzimmer war nach Schema 08/15 eingerichtet. Jeder vierte Bungalow war hier draußen auf die gleiche Weise ausgestattet. Durch die Panoramascheibe konnte man viel vom Sound sehen, auf dem Jachten und Segelboote in wirrem Durcheinander kreuzten, ohne dass es zu nennenswerten Karambolagen kam.

Herbie Bell, vierundzwanzig, schmal wie ein Handtuch, mit rehbraunen Augen und langer Nase, hatte in dem Moment, als er nach dem Telefonhörer griff, nur noch wenige Sekunden zu leben.

Er ahnte nicht, dass man während seiner Abwesenheit eine Bombe in das Gehäuse seines Telefons eingebaut hatte. Vivien Morris hatte jetzt nur noch eines zu tun: Ein kleiner Druck aufs Knöpfchen und hier brach die Hölle los.

»Ja!«, rief Herbie Bell in die Membrane. Als er Viviens Stimme erkannte, begann er unwillkürlich zu schwitzen. Und was sie ihm sagte, machte ihm entsetzliche Angst. Sie redete von einer Reise ins Jenseits! O Gott! Herbie wollte den Hörer bestürzt in die Gabel werfen. Zu spät. Vivien hatte bereits auf den Impulsgeber gedrückt. Die Explosion erfolgte augenblicklich.

Herbei Bell spürte nur noch einen verdammt harten Schlag.

Und dieser Schlag nahm ihm blitzartig das Leben. Es war noch eine vergleichsweise freundliche Todesart, die Vivien für ihn ausgewählt hatte.

3

Natalia Ustinov lag im knappen Bikini auf dem Achterdeck des gemieteten Kajütenkreuzers. Ole Eriksson lag neben ihr und genoss wie sie die warmen Strahlen der Sonne, die es mit New York endlich mal wieder so richtig gut meinte. Jerry Armstrong, der kleine, dickliche Glatzkopf, braute indessen drei kräftige Drinks zusammen.

Plötzlich ein Knall.

Natalia Ustinovs Kopf ruckte herum.

»Was war das?«, rief der Kleine von unten heraus.

Natalias dunkle Augen suchten das Ufer ab. Sie wies auf einen Bungalow, der nahe am Wasser stand. »Dort drinnen scheint es den Knall gegeben zu haben!« Dünner Rauch kräuselte aus dem Fenster.

»Sehen wir nach, was da passiert ist?«, fragte Ole Eriksson. Er sprang rasch auf die Beine.

»Kann nicht schaden«, gab Natalia zurück.

Eriksson startete sogleich die Chrysler Zwillingsmotoren. Der Kajütenkreuzer fegte mit »Full Speed« dem Ufer entgegen. Knapp davor drehte der blonde Hüne bei. Armstrong kam den Niedergang hochgeturnt.

Das bildschöne, schwarzhaarige Mädchen federte als erste auf die mit Natursteinen ausgelegte Plattform hinüber.

Nummer zwei war Ole Eriksson. Und Jerry, der Pechvogel, wäre um ein Haar zu kurz gesprungen und ins Wasser geplumpst. Er ruderte erschrocken mit den Armen, gewann das Gleichgewicht im allerletzten Moment doch noch zurück und eilte mit nervös zuckenden Wangen hinter Nat und Ole her.

Beißender Rauch legte sich auf Natalias und Oles Lungen. Sie erreichten die schattige Terrasse. Die Tür war offen. Sie betraten den Wohnraum. Die Apokalypse war hier durchmarschiert. Die Explosion hatte die Bilder von der Wand gefegt und die Sitzgelegenheiten umgeworfen. Sogar eine Kommode hatte die Druckwelle von ihrem angestammten Platz geschoben.

Hinter dem umgekippten Sofa ragten zwei Beine hervor ...

4

Ein Strohmann hatte das Penthouse für Stadnikow gemietet.

Kaum ein Mensch wusste, dass der Russe in New York war.

Stadnikow war ein schwerfälliger Fettsack. Er litt an Diabetes. Was hatte ihm Dr. Sellkow neulich erzählt? Etwa zwei Prozent der Bevölkerung in den Zivilisationsländern leiden an Diabetes. Als Todesursache steht diese Krankheit an achter Stelle. Die Lebenserwartung des Diabetikers wird vom Ausmaß der Gefäßkomplikationen bestimmt ... Seit acht Jahren musste sich Stadnikow in regelmäßigen Abständen Insulin spritzen. Seit acht Jahren hatte der Russe keine Freude mehr am Leben. Aber was sollte er machen? Sich umbringen? Lebend konnte er seinem Staat noch eine Weile nützlich sein. Deshalb harrte er aus. Allzu lange würde er vermutlich ohnehin nicht mehr auf dieser Welt verweilen können.

Stadnikow blickte auf seine goldene Taschenuhr.

Er kratzte sich das schwammige Kinn, die Brust, den voluminösen Bauch. Dieses verdammte Hautjucken. Manchmal war es so lästig, dass er hätte schreien mögen.

Der Russe schürzte die fetten Lippen.

Seiner Schätzung nach lebte Herbie Bell jetzt bereits nicht mehr. Stadnikow schielte zum Telefon hinüber. In ein paar Minuten würde Vivien Morris diese Annahme bestätigen.

Da schlug die Klingel an.

Stadnikow grinste. Prompt und präzise war dieses Teufelsmädchen. Man konnte sich wirklich hundertprozentig auf sie verlassen. Ächzend quälte sich der Russe aus dem Sessel hoch. Seine schweren Fettmassen wälzten sich auf das Telefon zu. Er überlegte. Da war doch diese leidige Sache in Panama City. Ob er Vivien nicht dorthin beordern sollte? Die Idee war nicht einmal so übel. Er wollte sie im Auge behalten.

Seine feiste Pranke grapschte sich den Hörer.

»Hier Smith!«, log er in gutem Amerikanisch in die Sprechrillen.

»Hier Brown«, sagte Vivien Morris am anderen Ende ...

5

Mit drei federnden Sprüngen war Natalia Ustinov bei dem jungen Mann. Sie stieß das Sofa fort, und dann bekam sie jenes grausige Gefühl, das sich immer durch ihren Bauch wühlte, wenn sie mit einer Leiche konfrontiert wurde. Kreideweiß war das Gesicht des Jungen. Die Augen waren weit aufgerissen. Verwunderung lag in seinem gebrochenen Blick. Er schien es selbst im Tod noch nicht fassen zu können, wie ihm so etwas hatte passieren können.

Ole trat neben Natalia. Er wies auf das Telefonstück, das zwischen den Beinen des Jungen lag und äußerte seine Vermutung: »Bombe im Fernsprecher. Nicht mal besonders neu. Aber verdammt wirksam.«

Obwohl Natalia den Jungen nicht kannte, ging ihr sein Tod furchtbar nahe. Das Sterben ist so eine verfluchte Sache. Keinem

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. , um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Die Agentin #14 denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen