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Zum Sterben nach Montana: Cassiopeiapress Western/ Edition Bärenklau

Zum Sterben nach Montana: Cassiopeiapress Western/ Edition Bärenklau

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Zum Sterben nach Montana: Cassiopeiapress Western/ Edition Bärenklau

Länge:
132 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
11. Juli 2019
ISBN:
9783736883802
Format:
Buch

Beschreibung

Die Schlacht am Little Big Horn
Die ungekürzte Version!
von Timothy Kid
 
Der Umfang dieses Buches entspricht 116 Taschenbuchseiten.
 
Steve und Phil Mitchell waren Brüder – Söhne eines weißen Trappers und einer Squaw vom Stamm der Sioux. Doch während Steve sich als Indianer fühlte und bei den Sioux lebte, zog es Phil zu den Weißen. Die Jahre zogen ins Land, und die Auseinandersetzungen zwischen Weißen und Indianern wurden härter und härter. Schließlich erfassten sie auch Steve und Phil Mitchell, und aus Brüdern wurden Todfeinde, deren Fährten sich am Little Big Horn kreuzten – an den Ufern jenes Flusses, der zum Schauplatz der legendärsten Schlacht zwischen Indianern und US-Kavallerie werden sollte…
 
Herausgeber:
Freigegeben:
11. Juli 2019
ISBN:
9783736883802
Format:
Buch

Über den Autor


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Zum Sterben nach Montana - Timothy Kid

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ZUM STERBEN NACH MONTANA

Die Schlacht am Little Big Horn

Die ungekürzte Version!

von Timothy Kid

Der Umfang dieses Buches entspricht 116 Taschenbuchseiten.

Steve und Phil Mitchell waren Brüder – Söhne eines weißen Trappers und einer Squaw vom Stamm der Sioux. Doch während Steve sich als Indianer fühlte und bei den Sioux lebte, zog es Phil zu den Weißen. Die Jahre zogen ins Land, und die Auseinandersetzungen zwischen Weißen und Indianern wurden härter und härter. Schließlich erfassten sie auch Steve und Phil Mitchell, und aus Brüdern wurden Todfeinde, deren Fährten sich am Little Big Horn kreuzten – an den Ufern jenes Flusses, der zum Schauplatz der legendärsten Schlacht zwischen Indianern und US-Kavallerie werden sollte…

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Tief im Herzen der Black Hills lauerten drei Sioux auf einen einsamen Reiter. Der Mann lenkte sein Tier im Schritt, beiderseits des gewundenen Weges erstreckten sich dichtes Gestrüpp und in der Sonne gleißendes Gestein. Am Horizont ragten bewaldete Höhenkämme und schroffe Berggipfel ins Tiefblau des Himmels.

Zwei der Krieger waren links und rechts des Pfades verborgen, der dritte hatte hinter der nächsten Wegbiegung Stellung bezogen, um den Überraschungsangriff auch von der anderen Seite her zu sichern.

Noch ahnte der Reiter nichts von der tödlichen Gefahr. Er wusste nicht, dass dunkle Augenpaare in bemalten Gesichtern aufmerksam jede seiner Bewegungen verfolgten, und er wusste nicht, dass sich sehnige Fäuste fester um Lanzenschäfte und Messergriffe schlossen.

Die drei Sioux verharrten reglos in ihren Verstecken. Zwei Krieger konnten den Weißen bereits sehen, der dritte, der etwas entfernt lauerte, hörte nur den gleichmäßigen Hufschlag des Pferdes.

Das schulterlange Haar dieses Kriegers war schwarz und seine Augen tiefbraun, doch seine Haut wies eine etwas hellere Tönung auf, als es bei einem Sioux normalerweise der Fall war. Auch sein Name entsprach nicht den üblichen Bezeichnungen für einen indianischen Krieger, sondern war amerikanisch: Steve Mitchell.

Steve war ein Halbblut, ein Mestize – der Sohn eines weißen Trappers und einer Squaw vom Stamm der Sioux, die sein Vater einst zur Frau genommen hatte – damals, vor mehr als zwanzig Jahren, als die Büffel noch so zahlreich gewesen waren wie die Grashalme der Prärie und kaum eines weißen Mannes Fuß dieses Land betreten hatte.

Steve war mit den Indianern gleichsam als Nachbarn aufgewachsen, die Wildnis hatte er immer schon als seine eigentliche Heimat empfunden. Das abgelegene Blockhaus in den Black Hills und die nahezu endlose Weite der Wälder, Schluchten und Flüsse waren ihm stets der Inbegriff der Freiheit gewesen. Wenn ihn sein Vater Lee jedoch in die Städte der Weißen mitgenommen hatte, hatten diese ihn regelrecht erdrückt. Zu lärmend und schmutzig waren sie ihm gewesen, und auch mit ihren Bewohnern hatte er nie Gemeinsamkeiten entdeckt. Bald schon war klar geworden, dass Steve sich der roten Rasse wesentlich mehr verbunden fühlte als der weißen, dass es das Indianerblut in seinen Adern war, das sein Denken und Handeln bestimmte – sehr zum Gefallen seines Vaters, der der sogenannten Zivilisation nicht ohne Grund den Rücken gekehrt hatte. So war Steve herangewachsen, und seine Ausflüge zu den Dörfern der befreundeten Sioux waren häufiger und länger geworden, bis er die elterliche Blockhütte schließlich für immer verlassen hatte. Seither lebte er als Krieger in einem Tipi der Hunkpapa-Sioux, kleidete sich wie ein Indianer, sprach fließend ihre Sprache – und beteiligte sich an ihrem Kampf gegen die Bleichgesichter.

Längst schon war ein friedliches Nebeneinander von Weißen und Roten Geschichte, kam es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Völkern. Weiße Einwanderer fielen wie Heuschrecken ins Land der Indianer, und die Stämme des Nordens, allen voran die stolzen Sioux, waren fest entschlossen, nicht weiter zurückzuweichen. Sie griffen erbarmungslos jeden Weißen an, der in ihre Jagdgründe eindrang, und die Intensität ihres Widerstandes machte auch der Kavallerie stark zu schaffen. Der Armee der Vereinigten Staaten war in den Sioux ein ebenbürtiger und gefürchteter Gegner erwachsen, und in den Grenzstädten von Montana erzählte man sich die blutrünstigsten Geschichten über Sitting Bull und Crazy Horse, die beiden berühmtesten Häuptlinge dieses Volkes. Von den Massakern der US-Kavallerie an den Frauen und Kindern der Indianer erzählte man sich dort natürlich nichts, sie wurden als »Siege der weißen Zivilisation« gefeiert.

Manchmal war Steve fast froh, dass seine Mutter das alles nicht mehr miterleben musste. White Cloud war vor drei Jahren gestorben, nachdem sie an der Seite von Steves Vater ein glückliches und erfülltes Leben geführt hatte.

Ein gellender Schrei zu seiner Linken riss Steve Mitchell aus seinen Gedanken. Er war von einem der beiden Sioux ausgestoßen worden, der bisher geduckt auf einem Felsen auf der anderen Seite des Weges gelauert hatte. Gleich darauf drang das schrille Wiehern eines Pferdes an Steves Ohren, hörte er den dumpfen Aufprall zweier Körper und anschwellenden Hufschlag.

Seine Stammesbrüder waren zum Angriff übergegangen!

Das Trommeln der Pferdehufe wurde lauter, im nächsten Moment sprengte das ledige Pferd des Weißen um eine Biegung des Weges. Nach einigen Yards hielt das Tier wieder an.

Steve blickte über das Pferd hinweg nach rechts. Nichts regte sich dort, der Weg lag menschenleer im Licht der Sonne. Ein weiterer Weißer, der sich zufällig von der anderen Seite her genähert hätte, war nirgends zu sehen.

Wenn er seinen Stammesbrüdern jetzt helfen wollte, dann konnte er das am besten tun, indem er ebenfalls in den Kampf eingriff!

Der Mestize huschte hinter seinem Felsen hervor und wandte sich nach links. Nahezu lautlos folgte er in seinen Mokassins dem schmalen Pfad, in der Rechten einen klobigen Tomahawk. Das reiterlose Pferd beachtete er nicht, diese Beute war nicht so wichtig wie der Skalp des verhassten weißen Eindringlings!

Nachdem Steve knapp eine Minute gelaufen war, wichen die Bäume zu seiner Linken zurück und gaben den Blick frei auf die Kampfhandlung, in die inzwischen auch sein zweiter Stammesbruder eingegriffen hatte. In einer Entfernung von annähernd hundert Yards rangen die beiden Indianer mit dem Weißen, der sich erbittert wehrte.

Der Sioux, der den Reiter vorhin angesprungen war, lag mit ausgebreiteten Armen auf dem Rücken, benommen von dem Faustschlag, den ihm der Weiße verpasst haben musste. Nun wirbelte der Mann zu dem zweiten Indianer herum, der nur wenige Schritte von ihm entfernt stand, eine zum Stoß bereite Lanze in den Fäusten. Der Colt des Weißen, den er während des Kampfes verloren hatte, lag etwas abseits, das Metall glänzte silbern im Schein der Sonne.

Der Krieger stieß seinen Speer nach vorne, nahezu zeitgleich sprang der Weiße zur Seite. Noch im Ausweichen packte er die haarscharf an ihm vorbeifahrende Lanze.

Er zog den Speer zu sich heran, der Indianer wurde vom eigenen Schwung nach vorne getragen. Seiner Kehle entrang sich ein wütender Schrei, ehe er bäuchlings zu Boden stürzte.

Der Weiße fuhr auf den Absätzen herum und wirbelte die Lanze in die richtige Lage. Zeit zum Aufheben seines Colts blieb ihm jetzt keine mehr, nun entschieden Sekunden über Leben und Tod.

Der Mann hob die Rechte mit dem Speer, bereit, den am Boden liegenden Sioux mit seiner eigenen Waffe zu töten. Dass sich der andere Krieger inzwischen aufgerappelt hatte und verschwunden war, schien er in diesen dramatischen Sekunden nicht zu registrieren.

Die Gegenwart des zweiten Sioux kam ihm erst wieder zu Bewusstsein, als sich von hinten ein kräftiger Arm um seinen Hals schlang und ihm die Luft abschnürte.

Der Weiße ließ den Speer fallen, winkelte den rechten Unterarm an und stieß ihn nach hinten, genau zwischen die Rippen des Sioux. Der stieß einen Schmerzensschrei aus, löste seinen Würgegriff und knickte in den Knien ein. Noch im Fallen riss er den Weißen mit zu Boden.

Der Mann wälzte sich über den Pfad, kroch auf allen vieren in fieberhafter Eile auf seinen Colt zu.

Der Sioux, dem er vorhin den Speer entwunden hatte, war schneller. Er griff wieder nach seiner Lanze, brachte sich mit weiten Schritten an den Weißen heran und stellte sich genau zwischen ihn und seine Waffe. Kalt sah er auf den Mann hinab, den er im nächsten Moment am Boden festnageln würde. Nun gab es kein Entkommen mehr, war der Weiße endgültig verloren!

Während Steve auf die Kämpfenden zugelaufen war, hatte er ihre Gestalten nur ungenau wahrgenommen.

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