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Wir brauchen endlich eine neue Mami: Roman: Cassiopeiapress Unterhaltung
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eBook115 Seiten1 Stunde

Wir brauchen endlich eine neue Mami: Roman: Cassiopeiapress Unterhaltung

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Über dieses E-Book

Der Umfang dieses E-Book entspricht 102 Taschenbuchseiten.

Der alleinerziehende Daniel Kösters ist enttäuscht, da seine Kinder nun schon das vierte Kindermädchen innerhalb kurzer Zeit vergrault haben. Doch dann wird ihm Yvonne Behrens vermittelt, und bei ihr hat er gleich ein gutes Gefühl, dass sie mit den Kindern umgehen kann. Bald kommen sich auch die beiden Erwachsenen näher, allerdings ist da auch noch Daniels Exfrau …
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum18. März 2019
ISBN9783736888890
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    Buchvorschau

    Wir brauchen endlich eine neue Mami - Anna Martach

    München

    Wir brauchen endlich eine neue Mami

    von Anna Martach

    Ein CassiopeiaPress E-Book

    © by Author

    © der Digitalausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Der Umfang dieses E-Book entspricht 102 Taschenbuchseiten.

    Der alleinerziehende Daniel Kösters ist enttäuscht, da seine Kinder nun schon das vierte Kindermädchen innerhalb kurzer Zeit vergrault haben. Doch dann wird ihm Yvonne Behrens vermittelt, und bei ihr hat er gleich ein gutes Gefühl, dass sie mit den Kindern umgehen kann. Bald kommen sich auch die beiden Erwachsenen näher, allerdings ist da auch noch Daniels Exfrau …

    1

    „Genau zwei Komma sechs sieben Meter", erklärte Nils stolz. Er hatte ein Maßband neben die lange weiße Schnur gelegt und peinlich genau abgemessen. Marie, seine Schwester, war neun Jahre alt und damit zwei Jahre jünger als ihr Bruder. Der lachte nun über das ganze Gesicht, als er Schritte draußen vor der Tür hörte. Marie strahlte die Frau an, die jetzt hereinkam.

    „Was hast du da gemacht, Kind, wolltest du einen Bindfaden abmessen?", fragte Tina Weber, das Kindermädchen. Sie war von den beiden ja schon einiges gewöhnt, aber dies hier schien ausgesprochen harmlos zu sein.

    „Ja, so etwas ähnliches. Du sagst doch immer, wir sollten neugierig sein und Dinge erforschen. Na ja, und ich wollte immer schon mal wissen, wie lang die Zahnpasta in der Tube ist", erklärte Marie voller Begeisterung und musste an sich halten, um nicht laut loszuprusten, als sie jetzt die Gesichtszüge der Erzieherin entgleisen sah. Dabei hatte Nils ihr eingeschärft, dass sie auf keinen Fall zu früh kichern durfte.

    Tinas Gesicht in diesem Augenblick war allerdings durchaus sehenswert, es verzog sich auf unnachahmliche Weise.

    Die beiden Kinder waren aber auch nur zu schrecklich, wie die junge Frau fand. Kein Tag verging, an dem die zwei nicht irgendeine Schandtat anrichteten. Senf in den Schuhen, zerrissene Strumpfhosen, Zucker und Salz vertauscht, die Kreativität der beiden schien unerschöpflich. Und es war beileibe nicht immer nur Nils, der solche Streiche ausheckte, auch die kleine Marie besaß eine blühende Fantasie, wenn es darum ging, ihr Kindermädchen, ihre Erzieherin, zu ärgern.

    Dabei hatte Tina zu Anfang noch gedacht, alles was die Kinder brauchten, sei eine ausgewogene Mischung aus Liebe und Strenge. Die Eltern hatten sich getrennt, nach einigen sicher unschönen Szenen, und die Kinder hatten natürlich unter dem Zerwürfnis der Eltern gelitten. Doch das rechtfertigte ganz bestimmt nicht das schier unkontrollierbare Verhalten von Nils und Marie.

    Zwei Meter siebenundsechzig Zahnpasta quer durch die Wohnung, über Teppich und Laminat – Tina war es, als wäre sie in einen Kübel mit kaltem Wasser gefallen. Da beaufsichtigte sie die beiden schon ständig, doch zu ihrer Arbeit gehörte es nun auch einmal, dass sie mittags das Essen kochte. Wenn sie in der Küche war, konnte sie nun einmal nicht ständig bei den Kindern sein. Doch man sollte annehmen, dass die zwei in einem Alter waren, wo sie sich doch auch mal eine halbe Stunde allein beschäftigen konnten.

    Und nun das?

    Tina beherrschte sich jetzt mühsam. „Gut, nachdem du nun weißt, wie lang so ein Strang ist, dann nimmst du jetzt ein paar Tücher und wischt die etwas mehr als zweieinhalb Meter Zahnpasta wieder weg. Nils darf dir helfen. Er kann ja nicht nur etwas abmessen, er kann dir auch zeigen, dass er etwas in Ordnung bringt."

    „Ich kann nicht putzen, erklärte der Junge dreist. „Außerdem muss ich noch Hausaufgaben machen.

    „Ich auch", verkündete Marie, die sich wieder einmal dem Beispiel ihres Bruders anschloss.

    „Halt, halt, eure Hausaufgaben werden eben warten müssen. Das hier geht vor. Wenn die Zahnpasta erst eintrocknet, bekommt niemand sie mehr heraus aus dem Teppich."

    Die Kinder zogen eine Flunsch, und Tina wusste, es würde vermutlich in einem Chaos enden, wenn die beiden die Reinigung übernahmen. Und doch, sie konnte ihnen das doch nicht durchgehen lassen. Auf jeden Fall würde sie gleich mal mit dem Vater, Daniel Kösters, reden müssen. Er hatte es bestimmt nicht leicht, seit seine Frau ihn mit den Kindern hatte sitzen gelassen. Aber auch sie, als angestellte Erzieherin, konnte sich nicht alles bieten lassen.

    Tina musste sich dann doch ein Lächeln verbeißen, als sie sah, mit welcher Ungeschicklichkeit die beiden daran gingen die Zahnpasta aufzuwischen. Aber dann kam auch schon die nächste Katastrophe.

    „Papa kommt", rief Marie plötzlich und warf ihren Lappen weg, Nils hielt es ebenso, und beide stürmten zur Haustür – ohne darauf zu achten, dass sie voll in die Zahnpasta traten und das weiße schmierige Zeug ohne Bedenken großzügig überall verteilten.

    „Oh, nein!", stöhnte die Erzieherin und sank zusammen wie ein Häuflein Elend.

    Nach einer stürmischen lautstarken Begrüßung kam Daniel Kösters herein und starrte verwundert und gleichzeitig fasziniert auf das Chaos in der Wohnung.

    „Was ist denn hier passiert?", fragte er und schaute auf seine Kinder herab.

    „Ach, weißt du, Papa, das war so ...", begann Nils, aber Marie kicherte einfach drauflos.

    „Wir haben die Zahnpasta abgemessen", lachte sie.

    Auch Daniel lachte kurz auf, als er aber sah, dass Tina das gar nicht lustig fand, wurde er gleich wieder ernst.

    „Tut mir leid, ich glaube, die beiden haben mal wieder überschüssige Energien."

    Tina Weber blickte den sympathischen Mann mit den braunen Augen und der warmen Stimme an. „Ich habe solche Energien nicht, Herr Kösters. Und ich bin es jetzt leid. Immer wieder habe ich mich bemüht den Kindern Verständnis entgegenzubringen. Aber die zwei machen es mir schwer, auch nur ruhig zu bleiben. Und Erziehung besitzen sie offensichtlich gar keine. Machen Sie doch in Zukunft, was Sie wollen, ich habe genug. Ich gehe – auf der Stelle."

    „Aber Tina, bitte, man kann doch über alles reden", bat er jetzt kleinlaut.

    „Wir haben geredet. Jeden Tag, erinnern Sie sich? Und immer wieder haben Sie versprochen, den Kindern ins Gewissen zu reden. Es reicht, Herr Kösters, ich kann das nicht mehr."

    Mit betretenen Gesichtern und doch einer gewissen Befriedigung sahen Nils und Marie, wie Tina jetzt in ihr Zimmer rannte und im Eiltempo ihre Sachen packte. Daniel blickte seine Kinder streng an.

    „Wie soll das jetzt weitergehen? Das ist nun schon die vierte Erzieherin in den letzten drei Monaten. Was soll ich nur mit euch tun?", seufzte er.

    „Papa, um die Tina ist es nicht schade. Die hat ja immer nur mit uns geschimpft", erklärte Nils altklug, während seine Schwester ihren Vater treuherzig musterte. Er würde schon eine Lösung finden.

    „Und wahrscheinlich hatte sie vollkommen recht damit. Geht jetzt und macht den Schmutz hier weg, ich versuche noch einmal mit ihr zu reden."

    „Nein, bitte nicht, Papa, bat Marie und griff nach der Hand ihres Vaters. „Wir wollen die wirklich nicht.

    Er ging in die Knie. „Aber wir brauchen jemanden, mein Schatz, ich kann schließlich nicht jeden Tag bei euch zu Hause bleiben. Das geht mal für zwei oder drei Tage, aber ... nun, jemand muss ja auch das Geld verdienen."

    „Dann suchen wir uns morgen eine neue", warf Nils ein.

    Daniel seufzte. Was war nur los mit seinen Kindern, dass es niemand lange bei ihnen aushielt?

    Tina kam jetzt aus ihrem Zimmer, einen Koffer in der Hand. „Sollte ich noch etwas vergessen haben ..."

    „Schicke ich es Ihnen zu, ebenso den ausstehenden Lohn."

    Irgendwie hatte Tina doch noch erwartet, dass Daniel sie bitten würde zu bleiben, vielleicht mit einer Anhebung des Gehalts. Er konnte sich das mühelos leisten als erfolgreicher Geschäftsmann. Doch er reichte ihr nur die Hand.

    „Ich wünsche Ihnen alles Gute."

    „Tschüss", riefen die Kinder und schenkten der Frau weiter keine Beachtung mehr. Das schmerzte Tina besonders. Doch sie warf den Kopf

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