Erfreu Dich an Millionen von E-Books, Hörbüchern, Magazinen und mehr

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Die Nacht der schönen Chirurgin: Roman

Die Nacht der schönen Chirurgin: Roman

Vorschau lesen

Die Nacht der schönen Chirurgin: Roman

Länge:
138 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
14. Juni 2019
ISBN:
9783739663159
Format:
Buch

Beschreibung

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 112 Taschenbuchseiten.

Vor fünfzehn Jahren waren sie gute Freundinnen - Dr. Jana Härtling und die Chirurgin Dr. Gudrun Ehrenfels. Viel unternahmen sie zusammen, und Gudrun träumte heimlich davon, eines Tages auch so einen liebenswerten Mann wie Sören Härtling zu finden. Doch dieser Traum erfüllte sich leider nicht. Gudruns Ehe zerbrach rasch an der Untreue ihres Mannes.
Jetzt, nach 15 Jahren, kehrt sie zurück nach München - und an die Paracelsus-Klinik. Hier hofft sie, Ruhe und eine befriedigende Arbeit finden zu können. Alles beginnt problemlos - bis zu einer Nacht, in der Gudruns eigener Sohn die Chirurgin bis an die Grenzen ihrer Kraft fordert ...
Herausgeber:
Freigegeben:
14. Juni 2019
ISBN:
9783739663159
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


Ähnlich wie Die Nacht der schönen Chirurgin

Mehr lesen von A. F. Morland

Buchvorschau

Die Nacht der schönen Chirurgin - A. F. Morland

München

Die Nacht der schönen Chirurgin

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 112 Taschenbuchseiten.

Vor fünfzehn Jahren waren sie gute Freundinnen - Dr. Jana Härtling und die Chirurgin Dr. Gudrun Ehrenfels. Viel unternahmen sie zusammen, und Gudrun träumte heimlich davon, eines Tages auch so einen liebenswerten Mann wie Sören Härtling zu finden. Doch dieser Traum erfüllte sich leider nicht. Gudruns Ehe zerbrach rasch an der Untreue ihres Mannes.

Jetzt, nach 15 Jahren, kehrt sie zurück nach München - und an die Paracelsus-Klinik. Hier hofft sie, Ruhe und eine befriedigende Arbeit finden zu können. Alles beginnt problemlos - bis zu einer Nacht, in der Gudruns eigener Sohn die Chirurgin bis an die Grenzen ihrer Kraft fordert ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Josee war die Erste gewesen, die geniest hatte. Dann hatte sie Tom, Dana und Ben angesteckt, und an diesem nebligen Morgen sah auf einmal Jana Härtling ihren Mann mit fieberglänzenden Augen an. „Jetzt hat es auch mich erwischt", seufzte sie.

„War für mich nur eine Frage der Zeit, lächelte Dr. Sören Härtling. „Was in diesem Haus geniest und gehustet wird, ist ja schon nicht mehr feierlich. Die Kinder sind ja die reinsten Virusschleudern - und du stehst den ganzen Tag unter schwerstem Beschuss.

Jana putzte sich die leicht gerötete Nase. „Hoffentlich stecke ich nicht auch noch dich an!"

„Ich werde nicht krank."

„Wieso bist du so sicher?", fragte Jana Härtling.

Sören schmunzelte. „Weil ich nicht krank werden will."

„Ich wollte auch nicht."

Dr. Härtling zuckte die Schultern. „Du hast es wahrscheinlich nicht stark genug nicht gewollt. Er beugte sich über seine schöne Frau und gab ihr einen sanften Kuss auf die warme Stirn. „Du bleibst im Bett und kurierst dich aus, klar?

,,Jawohl, Herr Doktor." Jana versuchte ein mühsames Lächeln.

„Ottilie wird dich in ihr Intensivpflegeprogramm aufnehmen", bemerkte Sören Härtling.

„Die arme Ottilie. Sie muss fünf Kranke betreuen."

Sören machte eine, wegwerfende Handbewegung. „Ob vier oder fünf, das macht keinen Unterschied mehr. Außerdem ist Josee ja schon fast wieder gesund."

Die Neunjährige war die schwierigste Patientin. Sie war quengelig, unruhig und ungeduldig - und sie hasste es, im Bett bleiben zu müssen.

„Ich rufe später mal an", sagte Sören Härtling und verließ das Schlafzimmer.

„Ich wünsche dir einen schönen Tag", krächzte ihm Jana hinterher.

„Danke."

Sie nieste.

„Ottilie, sagte Sören wenig später zur Wirtschafterin. Sie trat aus der Küche. „Ja, Herr Doktor?

„Ich frühstücke heute allein."

Sorgenfalten erschienen auf Ottilies Stirn. „Warum kommt Ihre Frau nicht herunter? Hat sie schlecht geschlafen?"

„Sie ist ebenfalls krank."

Ottilie legte die Hände auf ihre Wangen. „Oh, nein!"

„Sie hat Fieber."

„Hohes?", wollte die Haushälterin anteilnehmend wissen.

„Ich schätze so um die achtunddreißig", antwortete Sören Härtling.

„Sie wollte sich heute Vormittag mit Ihrer Schwester zu einem Einkaufsbummel treffen."

„Das fällt bedauerlicherweise ins Wasser. Ich werde Trix von der Klinik aus anrufen", sagte Dr. Härtling.

Die Wirtschafterin nickte.„Ich bringe gleich das Frühstück, Herr Dooo ... Hatschi!"

„Um Himmels willen, nicht auch noch Sie, Ottilie!"

Die Haushälterin lächelte schief. „Keine Sorge, Herr Doktor. Ich halte durch."

„Hoffentlich." Sören seufzte.

„Ich pumpe mich täglich mit Vitaminen voll."

Dr. Härtling hob warnend den Zeigefinger. „Übertreiben Sie es nicht damit, sonst schaden Ihnen die Vitamine mehr als sie nützen."

Ottilie warf sich in die Brust. „Ich bin und bleibe in diesem Haus ein Fels in der Brandung."

Es machte wenig Spaß, alleine zu frühstücken. Sören trank nur eine Tasse Kaffee und aß dazu ein halbes Brötchen. Das Frühstücksei ließ er stehen.

Als er in die Paracelsus-Klinik kam, empfing ihn Schwester Annegret mit einem herzhaften Nieser, und Monika Wolfram, seine Sekretärin, hatte auch schon mal gesünder ausgesehen. Das ist die reinste Epidemie, dachte Sören Härtling und bat Moni, ihn mit seiner Schwester zu verbinden. Trix - sie war mit dem Rechtsanwalt Dr. Axel Lassow verheiratet und hatte mit diesem zwei Kinder - freute sich über seinen Anruf.

„Hallo, Trixi, sagte Sören freundlich. „Der Grund für meinen Anruf ist leider kein erfreulicher. Ich muss dich bitten, den geplanten Einkaufsbummel entweder allein zu machen oder zu verschieben, denn Jana kann sich nicht mit dir treffen. Sie liegt mit Fieber im Bett.

„Ich wollte sowieso absagen."

Dr. Härtling horchte überrascht auf. „Wieso? Bist du etwa auch krank?"

„Meine Nase ist der reinste Wasserfall", klagte Trix Lassow.

„Das ist ja ein Ding! Ganz München scheint verschnupft zu sein."

„Grüß Jana von mir, wünsch ihr baldige Besserung - oder nein, ich ruf sie lieber selbst an. Ein wenig guten Zuspruch kann sie sicher gebrauchen."

„Ganz bestimmt, sagte Sören, „und du sieh zu, dass du auch so rasch wie möglich wieder auf die Beine kommst, sonst sehe ich schwarz für unseren Bowlingabend.

„Der ist ja erst in zwei Wochen."

„Anderthalb", stellte Sören Härtling richtig.

„Ach ja."

„Es könnte noch knapp ausgehen", meinte Sören und beendete das Gespräch. Draußen nieste Moni Wolfram. Die Papiertaschentuchindustrie hatte Hochkonjunktur.

2

„Hatschi!"

„Gesundheit, Mutter."

Christine Wendlandt, eine attraktive Frau von siebenunddreißig Jahren, lächelte. „Wo man hinkommt, wird geniest."

„Und du? Bist du gesund?"

Christine Wendlandt klopfte auf den Tisch. „Zum Glück ja. Ich könnte es mir nicht leisten, krank zu feiern."

„Du arbeitest zu viel, Christine", sagte Marina Solbach tadelnd.

„Philipp braucht mich", erwiderte Christine Wendlandt. Sie trug ein elegantes Pepitakostüm, ihr langes kastanienbraunes Haar war hochgesteckt.

„Du hast für nichts mehr Zeit", sagte Maria Solbach - sie war achtundfünfzig und alleinstehend - vorwurfsvoll.

Christine ließ das nicht gelten. „Wieso? Ich sitze hier mit dir in diesem Café, wir trinken zusammen einen Cappuccino ..."

„Und du siehst alle drei Minuten auf die Uhr, wandte Maria Solbach ernst ein. „Wenn ich dir etwas erzählen will, habe ich ein schlechtes Gewissen ...

„Du kannst mit mir über alles reden, Mutter", entgegnete Christine.

„Du tust so, als würdest du mir zuhören, dabei bist du mit deinen Gedanken ganz woanders", behauptete Maria Solbach.

„Das ist nicht wahr. Du bist unfair, Mutter."

„Ich stehle dir deine kostbare Zeit."

Christine sagte mit eindringlicher Stimme: „Mutter ..."

„Ihr habt sehr viel erreicht im Leben, unterbrach Maria Solbach sie, „aber könnt ihr die Früchte eurer harten Arbeit auch genießen?

„Das kommt noch. Im Moment weht ein rauer Wind, wie du weißt, aber der wird sich irgendwann mal legen."

„Bis dahin könnte euer Junge unter die Räder gekommen sein."

Christine Wendlandt lächelte sorglos. „Du hattest immer schon einen starken Hang, die Dinge zu dramatisieren."

„Willst du etwa bestreiten, dass Andreas tagaus, tagein sich selbst überlassen ist?"

„Mutter, Andreas ist kein Kind mehr, er ist vierzehn - und ich glaube, er fühlt sich von uns in keiner Weise vernachlässigt. Er kann uns jederzeit anrufen, wenn er Probleme hat ..."

„Aber zu sehen kriegt er euch nicht sehr oft", stellte Maria Solbach störrisch fest.

„Du tust so, als wäre ich die einzige berufstätige Mutter."

„Andreas ist in einem Alter, in dem er dich braucht, Christine", sagte Maria Solbach bedeutungsvoll.

„Er bekommt von uns alles, was er möchte."

Maria Solbach nickte grimmig. „Ja, alles, was man mit Geld kaufen kann. Nur eines bekommt er nicht: Nestwärme - aber gerade die hätte er am allernötigsten."

Christine Wendlandt schüttelte unwillig dein Kopf. „Ich lasse mir von dir kein schlechtes Gewissen einreden. Ich bin keine Rabenmutter. Ich liebe meinen Jungen. In dieser schwierigen Zeit müssen wir alle Opfer bringen. Auch Andreas. Er versteht das - im Gegensatz zu dir. Unserem Sohn geht es besser als vielen, vielen anderen Jungs in seinem Alter, und er hat sich auch noch nie beklagt. Andreas ist mit seinem Leben zufrieden."

„Und du? Bist du mit deinem Leben auch zufrieden?"

„Aber natürlich", behauptete Christine entschieden.

Maria Solbach sah sie zweifelnd an. „Das kann ich mir nicht vorstellen."

„Es ist aber so. Ich habe einen Mann, der mich liebt und beruflich sehr erfolgreich ist, habe einen wohlgeratenen Sohn ..."

Maria Solbach rümpfte die Nase.

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. , um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Die Nacht der schönen Chirurgin denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen