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Heiße Küsse in dunkler Nacht: Roman

Heiße Küsse in dunkler Nacht: Roman

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Heiße Küsse in dunkler Nacht: Roman

Länge:
164 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
25. März 2019
ISBN:
9783739652290
Format:
Buch

Beschreibung

Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 132 Taschenbuchseiten.

Ein großer Tag für Linda: Heute soll die Gartenparty ihres Chefs steigen, die sie organisiert hat. Auch Trevor Drake ist geladen, der charmante Journalist, auf den Linda schon seit längerem ein Auge geworfen hat. Doch ihr romantisches Tête-à-tête mit Trevor im nächtlichen Park wird jäh unterbrochen, als der Hilfeschrei einer Frau die Stille zerreißt …
Herausgeber:
Freigegeben:
25. März 2019
ISBN:
9783739652290
Format:
Buch

Über den Autor


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Heiße Küsse in dunkler Nacht - A. F. Morland

München

HEISSE KÜSSE IN DUNKLER NACHT

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 132 Taschenbuchseiten.

Ein großer Tag für Linda: Heute soll die Gartenparty ihres Chefs steigen, die sie organisiert hat. Auch Trevor Drake ist geladen, der charmante Journalist, auf den Linda schon seit längerem ein Auge geworfen hat. Doch ihr romantisches Tête-à-tête mit Trevor im nächtlichen Park wird jäh unterbrochen, als der Hilfeschrei einer Frau die Stille zerreißt …

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author/ Cover by pixabay, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Es sieht nach Regen aus, dachte Linda Normington, als sie, den Blick zum Himmel gerichtet, aus ihrem Wagen stieg. Sie wirkte dabei nicht sehr glücklich. Regen war gut für Blumen, Bäume, Felder, Wiesen und für die Bauern. Aber nicht für sie! Linda hob drohend den Zeigefinger und sprach leise, aber bestimmt gen Himmel: »Wenn du es regnen lässt, rede ich nie wieder ein Wort mit dir! Niemand weiß besser als du, was auf dem Spiel steht. Also, tu mir das nicht an.«

Sie gab der Autotür einen sanften Schubs und schloss ab. Ihr Ziel war die Pizzeria gegenüber.

Man konnte dem italienischen Bäcker von der Straße aus bei der Arbeit zusehen. Er trug ein weißes T-Shirt und ein knallrotes Halstuch, mit dem er jeden Stier zur Weißglut hätte bringen können.

Als der Italiener die honigblonde Linda erblickte, hellten sich seine Züge auf und er winkte ihr mit der mehligen Hand zu. Linda, die des öfteren in der Pizzeria zu Gast war, winkte zurück.

»Hallo, Giorgio!«, rief sie durch das Glas. Er konnte es von ihren Lippen ablesen.

»Ciao, Linda!«, kam die Antwort zurück.

Sie betrat die Pizzeria, in der sie von ihrer Freundin Cathy erwartet wurde. Cathy Munro war eine Nummer für sich. Keine Frau in London getraute sich, so verrückte Kleider zu tragen wie sie, doch das hatte nichts mit persönlicher Courage zu tun, sondern in erster Linie mit der Tatsache, dass Cathy Modezeichnerin war — und irgend jemand musste ihre an sanften Irrsinn grenzenden Kreationen schließlich tragen.

Das Kleid, in dem sie sich heute unter die Leute gewagt hatte, war dem Kostüm eines Clowns nachempfunden, — aber Linda hatte noch nie ein Clownkostüm mit einem so gewagten, prall gefüllten Dekollete gesehen. Cathys üppige Brüste quollen aus dem tiefen Ausschnitt, als wären sie ihrer lebenslangen Gefangenschaft überdrüssig. Das streichholzkurze Haar der Freundin hatte einen leichten Stich ins Rötliche und biss sich mit der Korallenkette, die sie um den Hals trug.

Aber Linda sagte nichts, denn sie wusste, dass bei Cathy das alles gewollt war. Cathy wollte stets auffallen und provozieren. Auch mit Farbkombinationen, bei deren Anblick manchem die Augen aus dem Kopf fielen.

»Hallo!«, seufzte Linda. »Da bin ich.«

»Ziemlich gestresst siehst du aus«, meinte die Freundin mit einem kritischen Blick.

Linda setzte sich. »Wundert dich das? Was ich in den vergangenen Wochen um die Ohren hatte, war nicht von ungefähr.«

»Ich habe beinahe ein schlechtes Gewissen«, sagte Cathy mitfühlend.

»Weshalb?«

»Na ja, weil ich dich überredet habe, mit mir heute zu Abend zu essen.«

»Essen muss der Mensch«, erwiderte Linda schmunzelnd. »Wartest du schon lange?«

»Zehn Minuten. Ich war zu früh dran. Du bist pünktlich. Wie gefällt dir mein neues Kleid?«

»Es ist extravagant wie alles, was du trägst.«

»Die Antwort kenne ich. Dahinter versteckst du dich immer, wenn du mir nicht weh tun möchtest«, sagte Cathy stirnrunzelnd.

»Du weißt doch: über Geschmack lässt sich streiten. Ich bin in Modedingen nicht kompetent. Du bist die Expertin. Wer weiß, vielleicht tragen nächstes Jahr alle Frauen so ein Kleid.«

»Das würde ich mir wünschen.«

»Die Stadt würde aussehen wie ein großer Zirkus.«

Der Kellner brachte in diesem Augenblick die Karten und begrüßte Linda höflich.

»Guten Abend, Alfredo«, erwiderte sie.

Die Freundinnen bestellten einen Aperitif. Für die Wahl der Pizza, mit der sie ihren Gaumen verwöhnen wollten — es gab vierzig verschiedene —, nahmen sie sich Zeit.

»Wie wird das Wetter morgen?«, fragte Cathy über den Kartenrand.

»Wenn es regnet, gebe ich mir die Kugel.«

»Ich glaube nicht, dass es regnen wird.«

»Auf jeden Fall wäre dann die ganze Arbeit umsonst gewesen. Du ahnst ja nicht, was da alles dranhing«, seufzte Linda.

»Ich kann es mir vorstellen.«

Linda schüttelte den Kopf. »Kannst du nicht. Ich wusste auch nicht, was auf mich zukommen würde.«

Linda war Sekretärin bei dem reichen Zeitungsverleger Walter Winslow, der die Idee gehabt hatte, Freunde und Feinde, Geschäftspartner und solche, die es werden wollten, schillernde Vögel aus allen Gesellschaftsschichten, Stars und solche, die sich dafür hielten, zu einem riesigen Barbecue einzuladen. Es sollte ein gesellschaftliches Ereignis allerersten Ranges werden, und im Falle eines Erfolgs — Mr. Winslow zweifelte nicht daran , sollte das Fest zu einer alljährlich wiederkehrenden Einrichtung avancieren.

Linda fiel die ebenso ehrenvolle wie undankbare Aufgabe zu, diese Monsterparty im Freien zu organisieren. Mit Fleiß, Geschick und überdurchschnittlich ausgeprägtem organisatorischem Talent hatte sie so ziemlich alles in den Griff bekommen.

Nur auf das Wetter hatte sie keinen Einfluss. Wenn es morgen regnete, fiel das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Dann war die anstrengende Arbeit vieler Wochen, die Linda manchmal das Letzte abverlangt hatte, umsonst gewesen.

»Zunächst galt es, das Datum festzusetzen«, erzählte Linda. »Das war schon mit unglaublichen Schwierigkeiten verbunden. Jene Leute, die Mr. Winslow unbedingt dabeihaben wollte, haben einen randvollen Terminkalender. Um alle unter einen Hut zu bringen, musste ich koordinieren, jonglieren, telefonieren, zurückrufen, endlose Prominentenlisten durchchecken . . . Als der Termin endlich stand, musste ich mich um die Versorgung der Gäste kümmern, die Blumenarrangements und das Aushilfspersonal bestellen ... Es ging manchmal beinahe über meine Kräfte, und ich dachte, ich würde es nicht schaffen. Und dann die Allüren der Stars! Wenn ich davon anfange, sitzen wir noch morgen früh hier. Ich finde, wir sollten jetzt erst mal unsere Pizza bestellen.«

»Ich nehme die Capricciosa«, sagte Cathy.

»Ich auch«, entschied sich Linda spontan.

»Es ist also sehr viel einfacher zu sagen, wir veranstalten ein Barbecue, als es zu organisieren, wie man sieht«, meinte die Freundin.

»Du hast recht«, ächzte Linda.

»Du siehst wirklich ziemlich fertig aus.«

»Derzeit beginnt bei mir das Morgengrauen mit einem Blick in den Spiegel.«

»Arme, geplagte Linda«, grinste Cathy.

»Wenn nur das Wetter hält«, seufzte Linda erneut und dann winkte sie dem Kellner.

2

Linda wohnte im Londoner Stadtteil Covent Garden. Sie hatte da ein hübsches, geschmackvoll eingerichtetes Apartment, in dem sie sich so wohl fühlte, dass sie sich nicht vorstellen konnte, es jemals aufzugeben.

Hin und wieder war es allerdings schwierig, in dieser Gegend einen Parkplatz zu finden, aber an diesem Abend hatte sie Glück. Und es regnete auch nicht. Noch mal Glück! Durch die Wolkendecke drang sogar hin und wieder das ermutigende Leuchten des Mondes. Linda schmunzelte.

Meine Drohung scheint ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben, dachte sie amüsiert. Sie betrat das Haus, in dem sie wohnte, und begab sich zum Fahrstuhl.

»Der Himmel mag dich«, sprach sie leise vor sich hin. »Warum auch nicht? Du bist ein nettes Mädchen.«

Sie fuhr zur vierten Etage hoch und pflückte vor ihrer Wohnungstür den Inhalt ihrer Handtasche um. Je größer die Tasche, desto mehr nimmt man mit, dachte sie, während ihr Lippenstift, Eyeliner, Konturenstift, Nagelfeile, Ohrclips und Puderdose unter die Finger kamen. Wo waren sie denn, die verflixten Wohnungsschlüssel? Endlich wurde sie fündig.

Als sie die Tür aufschloss, schob sich ein dunkler, bedrohlich wirkender Schatten von hinten auf sie zu. Sie bemerkte ihn jedoch nicht, öffnete die Tür, zog den Schlüssel ab und wollte eintreten.

Da packte der Schatten zu. Lindas Herz übersprang einen Schlag. Ein krächzender Schrei, den die Nachbarn mit Sicherheit nicht hörten, entrang sich ihrer zugeschnürten Kehle. Sie wirbelte mit schreckgeweiteten Augen herum und riss die Fäuste hoch, um sich zu wehren. Doch dann erkannte sie, dass das nicht nötig war.

»Peter!«, stieß sie heiser hervor.

»Hallo, Linda.«

»Meine Güte, mussten Sie mich so erschrecken?«, fragte sie vorwurfsvoll.

»Es tut mir leid.«

»Mich hätte der Schlag treffen können.«

»Das glaube ich nicht. Sie sind robust.« Er sprach mit schwerer Zunge, war betrunken. Sein Atem roch nach Whisky, sein Blick war glasig und er schwankte.

Peter war ein hübscher Junge, elegant auch dann, wenn er blau wie ein Veilchen war, und wenn er lächelte, konnte ihm kein Mensch böse sein. Mit seiner gewinnenden Art kam er überall an, und auch Linda mochte ihn sehr, aber es wäre ihr nie in den Sinn gekommen, sich näher mit ihm einzulassen, denn erstens war er erst achtzehn und zweitens der Sohn ihres Chefs.

Peter Winslow hätte das nicht so eng gesehen. Er hatte ein großes Herz.

»Darf ich reinkommen, Linda?«, fragte er flehend.

»Natürlich«, sagte sie. »Kommen Sie.«

Im Wohnzimmer forderte sie ihn auf, sich zu setzen.

»Kann ich was zu trinken haben?«, fragte Peter.

»Ich denke, für heute reicht es«, erwiderte sie.

»Etwas Alkoholfreies meine ich. Ich habe Durst.«

Linda brachte ihm einen Ananassaft, den sie mit Mineralwasser verdünnt hatte, und setzte sich zu ihm. »Sie trinken zu viel, wenn Sie glücklich sind, Peter. Darf ich fragen, aus welchem Grund Sie heute blau sind?«

»Heute bin ich unglücklich«, murmelte er kläglich.

»Sie sind doch nicht etwa mit dem Wagen hier?«

»Warum denn nicht?«

»Na hören Sie mal, in Ihrem Zustand . . .«

»Im Wagen schwanke ich nicht«, meinte er trotzig.

»Es ist unverantwortlich, Auto zu fahren, wenn man so betrunken ist!«, sagte Linda streng.

»Ich fahre absolut sicher.«

»Das meinen Sie, aber

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