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N.Y.D. - Die Menschenhändler: New York Detectives

N.Y.D. - Die Menschenhändler: New York Detectives

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N.Y.D. - Die Menschenhändler: New York Detectives

Länge:
172 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Juni 2019
ISBN:
9783739632582
Format:
Buch

Beschreibung

Kriminalroman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 145 Taschenbuchseiten.

Beim Verlassen einer Bar torkelt den drei Freunden, Privatdetektiv Bount Reiniger und den beiden Cops Captain Toby Rogers und dessen Stellvertreter Lieutenant Ron Myers, ein schwer verletzter Mexikaner entgegen und stirbt kurz darauf. Bei dem Toten handelt es sich um einen illegalen Einwanderer, wie es sie zuhauf in New York gibt. Menschenhandel in ganz großem Stil ist äußerst lukrativ und floriert derzeit. Die Polizei ist machtlos, weil sie den Hintermännern nicht auf die Spur kommt, da die Illegalen aus Angst schweigen.
Reiniger nimmt den Vorfall persönlich und macht sich auf die Suche nach dem Kopf des Menschenhändlerrings.
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Juni 2019
ISBN:
9783739632582
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Buchvorschau

N.Y.D. - Die Menschenhändler - A. F. Morland

Die Menschenhändler

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 145 Taschenbuchseiten.

Beim Verlassen einer Bar torkelt den drei Freunden, Privatdetektiv Bount Reiniger und den beiden Cops Captain Toby Rogers und dessen Stellvertreter Lieutenant Ron Myers, ein schwer verletzter Mexikaner entgegen und stirbt kurz darauf. Bei dem Toten handelt es sich um einen illegalen Einwanderer, wie es sie zuhauf in New York gibt. Menschenhandel in ganz großem Stil ist äußerst lukrativ und floriert derzeit. Die Polizei ist machtlos, weil sie den Hintermännern nicht auf die Spur kommt, da die Illegalen aus Angst schweigen.

Reiniger nimmt den Vorfall persönlich und macht sich auf die Suche nach dem Kopf des Menschenhändlerrings.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

Erstveröffentlichung: 1980

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Er war sein Leben lang ein Gejagter. Er sah aus, als befände er sich ständig auf der Flucht. Und er hatte immer Angst. Doch in der Nacht vom 12. zum 13. September sollte es damit für immer zu Ende sein.

Der Sommer schickte sich an, sich allmählich zu verabschieden. Die Natur gefiel sich in stiller, verträumter Melancholie. Welkes Laub fiel auf die Straßen. Die Meteorologen prophezeiten nach einem miesen, zu kühlen Sommer einen angenehm milden Herbst.

Doch in New York würde man davon nicht allzu viel mitbekommen. Im größten Müllhaufen der Welt, wie die Stadt von denen, die sie liebten, genannt wurde, ging die Hetzjagd nach dem Dollar weiter. Dieses mörderische Karussell würde sich ewig weiterdrehen.

Dennoch war New York für viele Menschen ein Magnet, von dem sie sich unwiderstehlich angezogen fühlten. Auch der junge schwarzhaarige Mexikaner mit den dunklen Glutaugen war von dieser Weltstadt fasziniert.

Deshalb war er hierhergekommen. Illegal. Auf verborgenen Wegen, die gerissene Geschäftemacher heimlich erschlossen hatten, um sich an armen, unglücklichen Menschen zu bereichern.

Der hübsche schlanke Junge trug alte Hosen, schief gelaufene Schuhe und ein Hemd, an dem die Knöpfe fehlten. An einem schwarzen Lederriemen hing ein großes, vergoldetes Kreuz um seinen Hals.

Er blickte sich unsicher um. Vor wenigen Augenblicken hatte er das Gefühl gehabt, als wäre jemand hinter ihm her.

Wie ein Hase, den man im Kornfeld aufstöbert, so hatte er Reißaus genommen. Nun wollte er in die Freemont Street in Morrisiana einbiegen.

Doch plötzlich waren sie da!

Ihr Erscheinen war ein Schock für den Jungen. Entsetzt riss er die Augen auf. Die beiden vierschrötigen Männer schienen aus dem Boden gewachsen zu sein. Der Junge wich zitternd vor ihnen zurück.

„Hallo, Mex!", sagte einer der beiden Gangster.

Der Junge starrte sie voller Furcht an. „Was wollen Sie?", fragte er in schlechtem Englisch.

„Es gibt ein Problem, das wir regeln müssen", antwortete der zweite Verbrecher. Er hatte Blumenkohlohren und eine eingeschlagene Nase.

Panik stieg in dem jungen Mexikaner hoch. Er begann zu schwitzen. Sein Atem ging schneller. Bestürzt beobachtete er, wie einer der Männer seine Hand in die Außentasche des Jacketts gleiten ließ.

Der Junge schüttelte verzweifelt den Kopf. Er wusste, dass er es mit Menschenjägern zu tun hatte. Er gab sich keiner Illusion hin. Sie würden es immer wieder schaffen, ihn zu stellen, wenn es ihm jetzt gelingen sollte, davonzurennen.

„Ich habe nichts getan!", beteuerte der Junge.

„Da ist jemand aber ganz anderer Meinung, widersprach der Kerl. „Du hast gegen gewisse Gesetze verstoßen. So dämlich kannst du doch nicht sein, dass du das nicht gemerkt hast!

„Ich bin mir keiner Schuld bewusst."

„Das sagt ihr alle. Wenn man euch im Griff behalten möchte, muss man ab und zu ein abschreckendes Exempel statuieren. Hinterher sind die andern für eine Weile wieder so klein mit Hut." Der Gangster zeigte mit Daumen und Zeigefinger etwa zwei Zoll.

Dem Jungen stockte der Atem. „Ihr wollt mich ... „Von wollen kann keine Rede sein. Wir müssen. Es ist unser Job, verstehst du? Persönlich haben wir nichts gegen dich. Wenn es nach uns ginge, könntest du hundert Jahre alt werden, aber ... Man kann nicht immer nur das tun, was einem Spaß macht.

Der Killer zog die Hand aus der Jacketttasche.

Der Junge vernahm ein metallisches Klicken. Er sah die lange Stahlklinge aufschnappen und zuckte wie unter einem Peitschenhieb zusammen. Verstört rang er die Hände.

„Ich flehe euch an, habt Mitleid!"

„Sorry, Mex, sagte der Gangster und hob die Schultern. „Aber Mitleid ist etwas, das wir beide uns nicht leisten können!

Er machte zwei schnelle Schritte auf den Jungen zu. Der Mexikaner wollte herumwirbeln, aber die Klinge war schneller. Wie ein Blitzstrahl flog sie auf ihn zu. Mit vernichtender Genauigkeit traf sie ihr Ziel.

Ein Leben, das aus Not, Flucht und Angst bestanden hatte, erlosch ...

2

Es kam nicht oft vor, dass der Privatdetektiv Bount Reiniger, Captain Toby Rogers und dessen Stellvertreter Lieutenant Ron Myers einen Abend gemeinsam verbrachten. Zumeist war einer von ihnen verhindert.

Doch diesmal hatte es ausnahmsweise geklappt. Bount hatte die Freunde in eine nette Bar eingeladen, und sie hatten über alles geredet, nur nicht über ihren Job. Dieses Thema war tabu.

Gegen 23 Uhr brachen sie auf. Toby wäre noch gern eine Weile sitzen geblieben, aber der sommersprossige, schlaksige Myers musste am nächsten Morgen früh aus den Federn, und da man von ihm erwartete, dass er geistig fit zum Dienst erschien, brauchte er wenigstens sechs Stunden Schlaf.

Bount beglich die Rechnung. Toby Rogers legte ihm seine Pranke auf die Schulter und meinte auf dem Weg zur Tür: „Hör mal, wenn sich unser Baby schon in die Falle schmeißt, müssen wir zwei Hübschen deswegen doch nicht dasselbe tun, Bount."

„Der Schlaf vor Mitternacht ist der gesündeste", bemerkte Bount Reiniger lächelnd.

„Wenn wir tot sind, können wir schlafen, so viel wir wollen."

„Was hast du noch vor?"

„Wir könnten zu ,Lizzys‘ gehen und ein bisschen die Puppen tanzen lassen."

„Kannst du dir das mit deinem kärglichen Gehalt leisten?"

Toby grinste. „Ich hab’ ja einen Freund, der gut verdient und den ich anpumpen kann, wenn ich pleite bin."

„Würde der mir auch etwas pumpen?"

„Spiel bloß nicht den Doofen. Du weißt, wen ich meine."

„Auch ich bin hin und wieder abgebrannt", sagte Bount.

Der Captain wiegte den Kopf und sagte zu Ron Myers: „Es ist was Wahres dran an dem Sprichwort, dass man erst in der Not seine Freunde kennenlernt. Wir können uns nur wünschen, niemals in eine finanzielle Sackgasse zu geraten, denn unser lieber Bount würde uns da nicht herausholen. Bount, du bist ein verdammter Egoist. Aber ich geh’ mit dir trotzdem zu ,Lizzys‘. Noch kann ich es mir leisten."

Sie traten aus der Bar.

„Macht es gut, ihr beiden, sagte Ron Myers. „Und versackt nicht total, sonst kann ich euch morgen früh von der Sitte loseisen. Ron lachte. „Mann, wäre das ein Spaß ..."

Der Lieutenant unterbrach sich. Er hatte ein kurzes Röcheln vernommen. Auch Bount und Toby hatten das Geräusch gehört.

Schlurfende Schritte näherten sich.

Die drei Freunde blickten alle in dieselbe Richtung. Im nächsten Moment torkelte ein junger Mexikaner um die Ecke. Sein Gesicht war schmerzverzerrt. Er ging wie ein Betrunkener. Mit der Schulter stieß er immer wieder gegen die Hausmauer.

Seine beiden Hände presste er fest gegen die Brust. Blut quoll zwischen seinen Fingern hervor. Der Griff eines Springmessers ragte den Männern entgegen.

„Verdammt!", stieß Captain Toby Rogers hervor.

Der Mexikaner starrte sie verzweifelt an. Seine dunklen Augen bettelten um Hilfe, doch Bount Reiniger und seine Freunde hatten längst erkannt, dass diesem Jungen nicht mehr zu helfen war.

Als der Mexikaner nach vorn kippte, sprang Ron Myers hinzu, um ihn aufzufangen. Auch Toby eilte dem Sterbenden zu Hilfe.

Ein dritter Mann war da nicht mehr erforderlich, deshalb wollte sich Bount Reiniger um den Mistkerl kümmern, der für dieses Verbrechen verantwortlich war.

Bounts Hand zuckte zur Schulterhalfter. Er riss die 38er Automatic heraus und stürmte los. Die Tat war eben erst begangen worden. Folglich konnte sich der Killer noch nicht weit abgesetzt haben.

Bount Reiniger wollte ihn sich kaufen. Es war das Einzige, was er für den Mexikaner noch tun konnte.

Bount erreichte die Ecke. Er entsicherte seine Pistole und spähte in die schmale Straße. Er vernahm hastige Schritte und sah zwei Gestalten durch die Dunkelheit wischen.

Bount spurtete hinter den Killern her. Sie bemerkten ihn und griffen sofort zu ihren Kanonen. Mündungsfeuer blitzten auf. Schüsse krachten. Mehrere Kugeln pfiffen knapp an Bount vorbei.

Er suchte hinter einem Mauervorsprung Deckung und erwiderte das Feuer. Die Gangster setzten sich schießend ab. Ein Projektil fetzte vor Bount in Augenhöhe den Verputz von den Ziegeln.

Bount Reiniger stieß sich von der Wand ab. Er sprang in Combat-Stellung und versuchte einen der beiden vierschrötigen Kerle kampfunfähig zu schießen. Sein Geschoss verfehlte den Mann nur um wenige Millimeter.

Der Verbrecher verschwand sofort aus Bounts Schussfeld. Reiniger pirschte sich weiter vorwärts. Seine Nerven waren angespannt. Mit schmalen Augen versuchte er, die Dunkelheit zu durchdringen.

Vorsichtig näherte er sich der Gebäudeecke, hinter der sich die Gangster zurückgezogen hatten. Er lauschte. Kein verräterisches Geräusch drang an sein Ohr. Mit schussbereiter Waffe erreichte er die Ecke.

Als er in die Querstraße blickte, sah er die Killer für einen Augenblick wieder. Dann verschwanden sie in der Ausfahrt eines vierstöckigen Parkhauses. Bount schlich hinterher.

Er erreichte die breite Ausfahrt, huschte um den Schlagbalken herum und betrat das Gebäude. Es stank intensiv nach Benzin, Öl und Abgasen. Irgendwo summte eine Entlüftungsanlage. Hunderte von Möglichkeiten gab es hier, sich zu verstecken.

Die Gangster waren Bount Reiniger gegenüber im Vorteil. Sie brauchten sich nur still zu verhalten, konnten ihn kommen lassen, während er sie suchen musste. Bount hörte das Brummen eines Automotors und quietschenden Pneus. Augenblicke später war es still. Ein Fahrzeug musste das Parkhaus durch eine der Ausfahrten verlassen haben.

Bount lief durch das um diese Zeit nur noch spärlich beleuchtete Erdgeschoss. Er gelangte zur engen Auffahrtsrampe. Einen Stock höher fiel etwas um. Eine Eisenstange vielleicht.

Bount Reiniger war schon dorthin unterwegs. Sein Gesicht sah in diesem Moment aus, als wäre es aus Stein gehauen. Für ihn war ein Menschenleben etwas Einmaliges. Kein Mensch hatte das Recht, es einem andern zu nehmen.

Bount erreichte die erste Etage. In düsteren Parktaschen standen matt schimmernde Automobile. Und in allen Boxen konnte der Tod auf Bount Reiniger lauern.

Bount ließ seine Zungenspitze über die Lippen gleiten. Behutsam schlich er durch die Etage. Als er die Stange eines eisernen Wagenhebers auf dem Betonboden liegen sah, wusste er, dass er den richtigen Weg eingeschlagen hatte.

Aber wo waren die Killer?

Wohin hatten sie sich zurückgezogen? Stand hier irgendwo ihr Wagen, mit dem sie abhauen wollten?

Bount ging

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