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DER LETZTE SHOWDOWN

DER LETZTE SHOWDOWN

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DER LETZTE SHOWDOWN

Länge:
221 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 19, 2018
ISBN:
9783743875333
Format:
Buch

Beschreibung

Duster, der Revolvermann, kommt in den kleinen Ort Christmas, wo er seinen toten Kumpan Manness begraben will. Doch der Pfarrer verweigert seine Zustimmung. Durch einen üblen Trick gelingt es Duster dennoch, zu einer Grabstelle zu kommen. So ist Manness verschwunden – obwohl er keineswegs tot ist, sondern weiterhin Banken überfällt. Er zwingt Duster sogar, bei einem neuen Raubzug mitzumachen. Danach hat Duster jedoch endgültig genug von seinem ehemaligen Freund: Er will ein anständiges und ehrliches Leben führen. Deshalb hat er auch keine andere Wahl – er muss mit Manness abrechnen, wenn er endlich Ruhe vor ihm haben will...Max Brand, der "King Of The Pulps", hat 150 Bücher sowie unzählige Kurzgeschichten und Erzählungen geschrieben: Er gilt als der ungekrönte König des klassischen Western-Romans.Der Apex-Verlag veröffentlicht den Roman Der letzte Showdown - erstmals im Jahre 1929 erschienen - in seiner Reihe APEX WESTERN als durchgesehene Neu-Ausgabe, ergänzt um ein Essay von Dr. Karl Jürgen Roth.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 19, 2018
ISBN:
9783743875333
Format:
Buch

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DER LETZTE SHOWDOWN - Max Brand

Roth

Das Buch

Duster, der Revolvermann, kommt in den kleinen Ort Christmas, wo er seinen toten Kumpan Manness begraben will. Doch der Pfarrer verweigert seine Zustimmung. Durch einen üblen Trick gelingt es Duster dennoch, zu einer Grabstelle zu kommen. So ist Manness verschwunden – obwohl er keineswegs tot ist, sondern weiterhin Banken überfällt. Er zwingt Duster sogar, bei einem neuen Raubzug mitzumachen. Danach hat Duster jedoch endgültig genug von seinem ehemaligen Freund: Er will ein anständiges und ehrliches Leben führen. Deshalb hat er auch keine andere Wahl – er muss mit Manness abrechnen, wenn er endlich Ruhe vor ihm haben will...

Max Brand, der »King Of The Pulps«, hat 150 Bücher sowie unzählige Kurzgeschichten und Erzählungen geschrieben: Er gilt als der ungekrönte König des klassischen Western-Romans.

Der Apex-Verlag veröffentlicht den Roman Der letzte Showdown - erstmals im Jahre 1929 erschienen - in seiner Reihe APEX WESTERN als durchgesehene Neu-Ausgabe, ergänzt um ein Essay von Dr. Karl Jürgen Roth.

DER LETZTE SHOWDOWN

1.

Ich hörte von Dusters Rückkehr aus den Bergen, als ich für die Leeman-Ranch oben in den Kerry Hills arbeitete. Bud Towers und ich saßen gerade beim Mittagessen in der Küche, als Old Man Weldy hereinkam und uns erzählte, dass Duster sich in die Öffentlichkeit wagte. Wir alle überlegten, welchen Unfug Duster jetzt wohl wieder anstellen würde. Merkwürdig war allerdings, dass Duster nicht im Sattel saß; er fuhr einen Wagen mit einem Gespann. Wir beschuldigten Weldy, uns eben einen Bären aufgebunden zu haben, aber er schwor, mit Chick Monroe gesprochen zu haben... und Monroe hatte alles mit eigenen Augen gesehen.

Selbstverständlich überlegten wir, was Duster wohl veranlasst haben könnte, einen Wagen zu benutzen. Vielleicht, so dachten wir, war er .dahintergekommen, dass es für ihn zu leicht war, sich aus dem Staub zu machen, wenn er ein schnelles Pferd zwischen den Beinen hatte. Weldy meinte, dass Duster den Dingen wahrscheinlich ein wenig mehr Reiz verleihen wollte, indem er seinen Gegenspielern zu einem Vorsprung verhalf. Aber Towers und ich waren uns darin einig, dass Duster sich inzwischen wohl schon zu viele Kugeln eingefangen hatte, um noch länger auf einem Pferd reiten zu können. Oder er musste übergeschnappt sein. Es gab mindestens fünfhundert Männer, die nur so darauf brannten, in mit Blei vollzupumpen!

Schließlich sagte ich zu Weldy: »Aber es kann doch gar nicht stimmen! Ich kenne doch Chick. Er hat Ihnen bestimmt etwas vorgelogen.«

»Aber Chick hat alles bis in die kleinste Einzelheit beschrieben!«, antwortete Weldy. »Sogar die Pferde. Zwei Braune. Einer hat drei weiße Fesseln, und der andere hat eine Stirnblesse und eine weiße Fessel. Außerdem ein altes OH- Brandzeichen auf der Schulter.«

Das brachte mich auf die Beine. »Das ist Dolly!«, sagte ich.

»Wer ist Dolly?«, fragte Towers.

»Die beste Stute, die je einen Schritt getan hat«, sagte ich ihm, und das stimmte. »Das also ist aus ihr geworden? Wenn Duster sie jetzt hat, muss er sie wieder hergeben.«

»Willst du sie ihm etwa abnehmen?«, fragten mich die anderen. Sie grinsten sich dabei gegenseitig an.

Ich aber ließ sie einfach stehen und ging schnurstracks ins Ranchhaus, um mit Leeman zu reden. Ich sagte ihm, wohin ich gehen wollte und warum. Leeman war ein zäher, alter, komischer Kauz, aber ich muss sagen, dass er zu mir stets sehr anständig gewesen war. Er wies mich darauf hin, dass ich erst ein Jahr bei ihm war, aber dass er mich trotzdem schon zum Vormann gemacht hatte. Bei ihm würde ich es rasch zu etwas bringen.

»Außerdem«, so fügte er noch hinzu, »sollte sich ein Mann Ihres Alters wirklich schämen, sich mit Revolverhelden und nutzlosem Gesindel wie diesem Duster abzugeben! Ob der Kerl mm ein Pferd von Ihnen hat oder nicht.«

»Hören Sie, Leeman«, sagte ich. »Diese Stute gehorcht mir aufs Wort. Sie kommt, wenn ich sie rufe. Sie legt sich hin, wenn ich sie dazu auffordere. Sie kann sich auf einem Dollar umdrehen und einer Kugel ausweichen. Sie kann...«

»...vielleicht auch noch Französisch sprechen?«, fiel mir Leeman ins Wort. »Na, schön. Gehen Sie hin. Holen Sie Ihren Wundergaul, wenn Ihnen so viel daran liegt. Sollten Sie es eines Tages leid sein, sich in den Bergen herumzutreiben, kommen Sie zurück... und ich werde Ihren Lohn um zehn Dollar erhöhen.«

Ich bedankte mich aufrichtig bei ihm. Für einen Mann, der allmählich auf die Fünfzig zuging, war es schon wichtig, eine gute Stellung zu haben, und man findet nicht jeden Tag einen Boß, der bereit ist, gleich zehn Dollar pro Monat zuzulegen. Meistens bürden sie einem nur immer mehr Arbeit auf und denken, der Titel eines Vormannes genügt schon. Als ob man sich dafür Brot und Fleisch, Whisky und Kugeln kaufen könnte!

Ich besaß einen Rotschimmel; einen guten, zähen Wallach, der als wilder Mustang eingefangen worden war. Er hatte das Herz einer Klapperschlange und die Kraft einer Sprengladung. Das störrische Biest trug mich in einem mörderischen Ritt aus den Kerry Hills nach Christmas, und wenn ich auch arg durchgerüttelt und halb von Sinnen dort ankam, so hatte der Gaul diese lange, beschwerliche Strecke doch in erstaunlich kurzer Zeit zurückgelegt.

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass Duster nur aus den Bergen gekommen war, um Christmas auszuplündern. Obwohl er unsere Gegend schon weiß Gott oft genug heimgesucht hatte, war er der Stadt Christmas bisher geflissentlich aus dem Weg gegangen. Dabei war das doch auch eine sehr schöne Stadt, die einem Mann wie Duster das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen musste. Ich meine, es gab eine Bank, deren Safe nicht mehr allzu neu war. Dazu zwei Leihhäuser, deren Schaufenster einen im Vorbeigehen geradezu blendeten; überladen mit wertvollen Ringen, Krawattennadeln und solchem Zeug, das unglückliche Cowboys hier hatten zurücklassen müssen. Aber es gab auch noch viele gute andere Möglichkeiten. Zum Beispiel das Geschäft von Mason & Baxter. Aber selbst wenn alles das nicht geklappt hätte, so wäre Duster immer noch imstande gewesen, sich beim Pokern im Hotel die Taschen vollzustopfen. Es gab nämlich immer noch ein paar Leute, die sich zum Pokern mit Duster an einen Tisch setzen würden. Durchweg Berufsspieler. Die einen wollten noch etwas von Duster lernen, die anderen waren einfach zu stolz, eine Einladung abzulehnen.

Vielleicht, so hatte ich weiter gedacht, war Duster deshalb auch mit einem Wagen gekommen. Wahrscheinlich rechnete er mit mehr Beute, als er in zwei Satteltaschen hätte fortschaffen können.

In Christmas suchte ich zuallererst Dick Kenyons Saloon auf, um ein paar Neuigkeiten zu erfahren. Dick freute sich mächtig, mich zu sehen. Wir beide hatten damals zusammen den Goldrausch in Klondyke mitgemacht. Da wird man sich ja vorstellen können, wie das so ist, wenn zwei Oldtimer wie wir Zusammenkommen. Er bewirtete mich sofort mit einem Drink und gab seinem jüngsten Sohn Anweisung, sich um mein Pferd zu kümmern und es in den Stall zu bringen.

Dick hatte mir viel über seine Familie und seine alten Freunde zu erzählen, aber schließlich kam er doch auf den Mann zu sprechen, über den ich etwas wissen wollte: Duster.

Es war Tatsache. Ein Dutzend Leute hatten Duster an verschiedenen Orten gesehen. Und er benutzte wirklich einen prächtigen Wagen mit großen Gummireifen. Das Gespann trug silberverziertes Geschirr. Zwei sehr schöne Pferde.

»Das ist's ja gerade!«, sagte ich. »Wenn ich mit ihm fertig bin, wird er nur noch ein Pferd vor seinem Wagen haben.«

»Willst du dich etwa mit Duster anlegen?«, fragte Dick und lachte dabei ein wenig.

»Und ob!«, antwortete ich, dann verließ ich ziemlich ein geschnappt den Saloon, weil Dick mir nicht glauben wollte. Aber ich konnte mir selbst glauben.

An sich ging es mir wohl nicht nur um Dolly, obwohl sie das beste und schnellste Pferd war, das ich je gesehen hatte. Aber, um es einmal ganz allgemein auszudrücken, ich wurde einfach schon zu alt, um mich noch mit Räubereien abzugeben. Aber ich hatte nun mal bereits zwei Leuten gesagt, was ich zu tun beabsichtigte, und da konnte ich jetzt nur noch schlecht kneifen.

Vor allem aber hatte ich wohl damit gerechnet, noch etwas mehr Zeit zu haben, bevor ich mit Duster Zusammentreffen würde.

Ich war gerade Pudge Larkin begegnet. Ihm gehörte die Bank. Er hatte dieser Gegend auch den Namen Christmas gegeben, noch bevor es im Tal überhaupt eine Stadt gegeben hatte. Als er nach einer Frachtfahrt durch die Wüste hierhergekommen war, hatte ihn die grüne Landschaft dazu bewogen, sie Christmas zu taufen, und dieser Name war bis heute geblieben.

Pudge schien sich auch sehr zu freuen, mich mal wiederzusehen; wir hatten früher so manchen Fracht-Trip gemeinsam gemacht, bevor Pudge dann reich geworden war.

Als ich ihn eben wieder verlassen wollte, kam ein Mann atemlos angerannt und sagte zu Pudge: »Duster ist hier!«

»Zum Teufel, nein!«, entfuhr es Pudge erschrocken. »Doch nicht am helllichten Tag! Das würde nicht mal er wagen!«

»Aber ich hab' ihn doch mit eigenen Augen gesehen«, behauptete der andere Mann. »Sonst würde ich's ja auch nicht glauben. Er wird in einer halben Minute dort um die Ecke kommen.«

Und genau das tat Duster dann auch.

Pudge Larkin bat mich, ihn zur Bank zu begleiten und ihm zu helfen, sie zu bewachen; sein Sonntagswächter, so sagte er, sei keinen Pfifferling wert. Aber ich blieb, wo ich war. Pudge rannte die Straße hinab und torkelte dabei leicht hin und her, weil er inzwischen schon so dick geworden war.

Dass Duster hier war, hatte sich bereits in der Stadt verbreitet. Gesichter tauchten an Fenstern auf. Aber mir fiel auf, dass verdammt wenige Männer auf den Gehsteigen zu sehen waren. Nun, ja, bei Duster konnte man nie genau voraussehen, was er tun würde. Er könnte sogar über diese Straße hier fahren und irgendjemanden kaltblütig abknallen. Den Nerv und das nötige Selbstvertrauen besaß er. Kein Wunder, dass er an sich glaubte, denn schließlich hatte man ihn wegen Raubes und Mordes schon fünfmal vor Gericht gestellt, aber er war jedes Mal freigesprochen worden.

Ich war grimmig entschlossen, Duster anzuhalten und mein gestohlenes Pferd von ihm zu verlangen. Aber es kam dann doch alles ganz anders.

Duster kam um die Straßenecke.

Aber als ich ihn sah, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen, obwohl man mir sein neues Auftreten doch schon anschaulich genug geschildert hatte.

Da war zunächst einmal das Gespann. Das Pferd auf der mir zugewandten Seite war tatsächlich meine eigene gute Stute Dolly, wie ich es vermutet hatte. Aber ich trat keineswegs auf die Straße hinaus, um Duster anzuhalten, wie ich es mir so fest vorgenommen hatte. Ich konnte es einfach nicht. Mein Kopf war viel zu sehr mit dem beschäftigt, was ich sah.

Zunächst einmal muss man sich wohl das Bild von Duster ins Gedächtnis zurückrufen, wie man es sonst zu sehen gewohnt war. Ein stattlicher junger Bursche mit genügend Farbe in der Kleidung, um damit einen Regenbogen an den Himmel zeichnen zu können. Zwei Revolver mit Perlmuttgriffen in den Sattel-Holstern. Viel Silber und Gold in Sattel und Zaumzeug eingearbeitet. Sein Pferd schien ständig von glühenden Hufeisen beschlagen zu sein; es tänzelte vorwiegend auf den Hinterbeinen.

Das alles war jetzt gründlich verändert.

Die beiden Braunen trotteten sehr ruhig und gemächlich dahin. Sie zogen einen frisch gestrichenen Wagen mit hohen gummibereiften Rädern. Auf dem Bock saß Duster, ganz in Schwarz gekleidet. Lediglich um den Hals trug er ein weißes Tuch. Und er trug gelbe Wildlederhandschuhe! Sogar an der Waffenhand! Allerdings waren sie, wie ich selbst bei flüchtigem Hinsehen feststellen konnte, offenbar kaum dicker als die Haut eines Regenwurms.

Dieser so gänzlich ungewohnte Anblick von Duster brachte mich vollkommen aus der Fassung. Aber das war noch gar nichts im Vergleich zu dem, was ich empfand, als Duster eine Hand hob, mir zunickte und sagte: »Guten Morgen, Mr. Wye.«

Es war das erste Mal seit fünfzehn Jahren, dass mich jemand anders als Baldy genannt hatte!

  2.

An diesem Sonntagmorgen hatte man in der Stadt Christmas weiter nichts zu tun, als neue Zügel zu flechten, Sättel zu säubern oder sich neue Lügen für die Nachbarn einfallen zu lassen. Ein paar Leute gingen allerdings auch in die Kirche.

Und genau dorthin fuhr auch Duster.

An sich hatte man hier selbst sonntags wenig Verwendung für eine Kirche. Es ging sowieso kaum jemand hin. Aber es kam doch sehr gelegen, einen Prediger bei der Hand zu haben: für Hochzeiten, Taufen und Begräbnisse. Außerdem konnte Reverend Kenneth Lamont bei jeder Gelegenheit gute Ansprachen halten, angefangen von einer Hauseinweihung bis hin zum 4. Juli. Diesem Pastor sprudelten die Worte genauso leicht aus dem Mund wie das Bier aus einem Fass, wenn man erst mal den Spund herausgeschlagen hat. Nebenbei hatte er sich eine kleine, aber gute Rinderherde zugelegt. Fast jeden Tag konnte man eins seiner blonden Kinder barfuß auf bloßem Pferderücken durch die Stadt reiten sehen. Ihr Vater war ein recht hartgesottener Bursche, und seine Kinder waren allen überlegen, die sich auf zwei Beinen in der Stadt bewegten.

Nun wird man sich wohl auch schon so ungefähr denken können, was für eine Kirche Reverend Kenneth Lamont hatte. Sie stand auf einem kahlen Hügel östlich der Stadt und sah aus wie eine Hütte, die man skalpiert hatte. Sie war in freiwilliger Arbeit aus gespendetem Holz erbaut worden, und danach sah sie auch aus. Es gab bestimmt hundert Astlöcher, groß wie eine Männerfaust. Wenn man hinausging, was ich bis zu diesem Tage noch niemals getan hatte, konnte man den Sonnenschein auf seinen Händen beobachten.

An diesem Morgen machten noch viele andere Leute in Christmas mit mir zusammen den Gang zur Kirche, und das nur, weil Duster auch hingefahren war und sein Gespann im Pferdestall neben der Kirche untergebracht hatte.

Es war kurz vor dem Gottesdienst. Der Pastor war schon drin und zerrte mächtig am Glockenstrang. Als Reverend Kenneth Lamont aus der Kirche kam, sah er einen Mann, der sich beim kleinen Friedhof auf der Südseite des Hügels aufhielt. Der Pastor ging hinauf und rief den Fremden an.

»Suchen Sie einen Freund?«, fragte Lamont.

»Ich suche einen Platz für meinen Freund«, antwortete der Fremde.

»Dort in der südlichen Ecke ist eine gute Stelle«, schlug Lamont vor. Er sah dem Fremden zum erstenmal richtig ins Gesicht und rief: »Duster!«

»Höchstpersönlich«, sagte Duster. »Wie geht's Ihnen, Mr. Lamont?«

»Schlecht«, sagte der Pastor. »Weil nämlich kaum noch anständige Leute in meine Kirche kommen, nur Spieler, Gauner, Bankräuber und so weiter.«

»Na, das sollte doch recht aufregend sein, was?«, meinte Duster. »Lassen Sie doch mal'n paar Reporter herkommen.

Aber was diesen Platz dort in der Ecke betrifft - ich möchte ihn mir ganz gern mal ansehen.«

Lamont ging mit ihm hin, und beide betrachteten diese Stelle. Die Südmauer spendete Schatten, so dass es wohl auch im Sommer hier ein bisschen grün sein würde.

Die Stelle schien Duster zu gefallen, aber er wies doch darauf hin, dass die Aussicht nicht allzu gut war.

Der Pastor sagte: »Wer hier begraben

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