Erfreu Dich an Millionen von E-Books, Hörbüchern, Magazinen und mehr

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Liebe hautnah: Roman

Liebe hautnah: Roman

Vorschau lesen

Liebe hautnah: Roman

Länge:
152 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Juni 2019
ISBN:
9783739619958
Format:
Buch

Beschreibung

Liebesroman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 132 Taschenbuchseiten.

Ist Ingo der richtige Mann für sie? Die attraktive Sandra muss sich entscheiden, als sie den Fotografen Ricky kennenlernt. Doch interessiert sich dieser tolle Mann wirklich für Sandra oder hat er andere Absichten?
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Juni 2019
ISBN:
9783739619958
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Liebe hautnah

Mehr lesen von A. F. Morland

Buchvorschau

Liebe hautnah - A. F. Morland

Liebe hautnah

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 132 Taschenbuchseiten.

Ist Ingo der richtige Mann für sie? Die attraktive Sandra muss sich entscheiden als sie den Fotografen Ricky kennenlernt. Doch interessiert sich dieser tolle Mann wirklich für Sandra oder hat er andere Absichten?

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

Erstveröffentlichung: 1990

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1. Kapitel

Sandra schlug seufzend die Augen auf. Die Nacht war angenehm gewesen, der Schlaf erquicklich. So ausgeruht und wohl wie heute hatte sie sich schon lange nicht mehr gefühlt. Bäume hätte sie ausreißen können. Bevor sie aufstand, gähnte sie herzhaft und streckte die Glieder. Ein Ritual, das sich – mit kleinen Abweichungen – jeden Morgen wiederholte.

Jetzt gab sie sich einen Ruck, warf die Steppdecke schwungvoll zur Seite und verließ das angenehm warme Bett, das sie an manchen Tagen am liebsten mitgenommen hätte. Ulkig hätte das ausgesehen, wenn sie in der Schule im Bett gelegen hätte. »Rossmann, schnarchen Sie nicht!«, hörte sie die Direktorin im Geist ärgerlich rufen. »Wenn Sie schon mitten im Klassenzimmer im Bett herumkugeln müssen, sollten Sie sich wenigstens still verhalten! Sie stören den Unterricht!«

Der Vortrag von Frau Direktor Leiß war stets einschläfernd. Sie unterrichtete Betriebswirtschaftslehre, und nicht nur Sandra hatte Mühe, diese Stunde wachen Auges durchzustehen. Wenn ich einmal wirklich mit dem Bett angerückt käme, dachte Sandra amüsiert, würden die anderen Schüler es mir nachmachen. Das Klassenzimmer würde zum Schlafsaal werden.

Sie stellte sich die Direktorin vor dreißig Betten vor. »Leiß, seien Sie still! Sie stören unseren Schlaf!«

Sandra schüttelte schmunzelnd den Kopf. Was du dir so zusammenspinnst, dachte sie, während sie einen Blick aus dem Fenster warf. Es war ein wunderschöner Herbstmorgen. Die Bäume trugen ein hübsches buntes Blätterkleid, das von goldenen Sonnenstrahlen zum Leuchten gebracht wurde.

Das himmelblaue Nachthemd, das Sandra trug, machte sie sehr sexy, denn es war ziemlich kurz, wodurch ihre langen, schlanken Beine großartig zur Geltung kamen. Außerdem war der Stoff so dünn, dass man ihre Brüste deutlich erkennen konnte. Darunter hatte sie ein gleichfarbiges Spitzenhöschen an. Sandra war blond und hatte veilchenblaue Augen. Ingo, ihr Freund, verglich sie manchmal mit einer großen, zum Leben erweckten Barbie-Puppe. Obwohl er das als Kompliment meinte, gefiel ihr dieser Vergleich nicht, denn sie wollte kein Spielzeug sein.

Ingo ... Er war ein gutaussehender junger Mann, zwanzig war er im vergangenen Monat geworden, und er leistete gerade seinen Zivildienst ab. Er gefiel sich mit einem pechschwarzen Drei-Tage-Bart, den er mit einem speziellen Rasierapparat auf exakt die gleiche Länge brachte. Sandra hätte er mit glatten Wangen besser gefallen, doch er ließ sich nicht überreden, das Gestrüpp, das zu seiner persönlichen Note gehörte, wie er sagte, zu entfernen. Ingo konnte sehr stur sein. Manchmal wünschte sich Sandra, er würde mehr auf sie eingehen, aber im Großen und Ganzen war sie mit ihrer Beziehung zufrieden. Ingo renkte sich nicht den Halswirbel aus, wenn ein hübsches Mädchen an ihm vorbeiging. Er war treu und als Liebhaber nicht übel.

Sandra ging ins Bad, zog sich aus und stieg in die Duschkabine. Vorsichtig drehte sie das Wasser auf, denn der erste Schwall war immer kalt, und sie hatte keine Lust, ihn voll abzubekommen. Als das Wasser warm wurde, drehte sie ganz auf und drückte reichlich Bade-Gel in ihre hohle Hand. Mit streichelnden Bewegungen verteilte sie das Gel auf ihrem nackten Körper. Sie massierte ihre Brüste ein wenig, weil sie gelesen hatte, dass das gut für ein straffes Gewebe war, strich mit beiden Händen über den flachen Bauch abwärts, seifte auch die Schenkel und den festen Po ein. Ihre Taille war so schmal, dass Ingo sie mit seinen Händen mühelos umfassen konnte. Ingo!, dachte Sandra. Schon wieder Ingo.

Sie dachte sehr oft an ihn. Ihr Tag begann und endete mit ihm.

Selbst in der Schule konnte sie nicht verhindern, dass sich ihr Geist mit ihm beschäftigte.

»Rossmann, wo sind Sie schon wieder mit Ihren Gedanken?«, wetterte die Direktorin häufig.

»Na, wo schon?«, war sie manchmal versucht zu antworten. »Bei Ingo natürlich!«

Als Sandra wenig später zwar dezent geschminkt, aber im superkurzen Minirock die Küche betrat, warf ihr ihre Mutter einen missbilligenden Blick zu.

»Findest du, dass das die richtige Kleidung für die höhere Handelsschule ist?«

»Miniröcke sind modern«, erwiderte Sandra und setzte sich an den Küchentisch. »Außerdem habe ich hübsche Beine. Warum soll ich sie verstecken?«

»Du bist immerhin achtzehn Jahre alt, und ihr habt Lehrer, die nicht viel älter sind.«

»Die sind Minis gewohnt«, gab Sandra unbekümmert zurück.

Frau Rossmann goss Kaffee in eine Tasse und stellte sie vor ihre Tochter hin. Sie trug einen altmodischen Morgenrock, und ihr kurzes blondes Haar war fürs erste schnell mit wenigen Bürstenstrichen in Ordnung gebracht. Erst wenn alle aus dem Haus waren, nahm sie sich Zeit für sich. Ihr Mann hatte sich mit dem üblichen flüchtigen Kuss auf die Wange vor zwanzig Minuten verabschiedet, und Sandra würde in wenigen Minuten zur Tür hinausflitzen.

»Heutzutage scheint es Mode zu sein, stets unpassend gekleidet aufzutreten«, sagte Frau Rossmann verständnislos. Sie bestückte den Toaster mit zwei Weißbrotscheiben. »Man beraubt den Theaterbesuch seines festlichen Rahmens, indem man mit schiefgelaufenen Sportschuhen erscheint, geht in schmuddeligen Jeans ins Konzert und zieht seine älteste, verwaschenste und natürlich ungebügelte Bluse für die Oper an.«

»Die Leute tragen einfach das, worin sie sich am wohlsten fühlen«, erklärte Sandra.

»Als dein Vater und ich jung waren, waren wir an den Arbeitstagen anders angezogen als am Wochenende. Heute macht das kein Mensch mehr. Ich finde diese Gleichschaltung der Wochenenden und Wochentage schade. Das ist typisch für die Null-Bock-Generation, der du angehörst. Genaugenommen seid ihr zu bedauern.«

Das fand Sandra überhaupt nicht, aber sie widersprach ihrer Mutter nicht. Solche Diskussionen konnten sich über mehrere Stunden hinziehen, ohne was zu bringen, denn sie hatten beide ihre feste Meinung, von der sie nicht abzugehen bereit waren.

Die Weißbrotscheiben hüpften aus dem Toaster. Frau Rossmann legte sie auf Sandras Teller und entnahm dem Warmhaltekorb ein Ei.

»Gibt es irgendetwas Neues in der Schule?«, erkundigte sich Frau Rossmann, während sie ihrer Tochter beim Essen zusah.

»Die hat doch eben erst begonnen.«

»Deswegen kann es doch schon was Neues geben.«

»Es geht alles seinen gewohnten Trott«, sagte Sandra und nahm einen Schluck vom lauwarmen Kaffee. Dass Eltern immer auf Sensationen erpicht waren, dachte sie.

Im Wohnzimmer läutete das Telefon. Frau Rossmann verließ die Küche. Sandra hörte, wie sie sich mit »Ja, hallo!« meldete.

»Ja, sie ist noch hier. Einen Augenblick.« Mit erhobener Stimme rief sie: »Sandra, Telefon!«

Sandra schob sich den Rest der zweiten Toastscheibe zwischen die Zähne und stand auf. Sie begegnete ihrer Mutter in der Küchentür.

»Wer ist es denn?«, erkundigte sie sich.

»Ingo. Sag mal, hat er immer noch diesen schrecklichen Bart, der ihn aussehen lässt, als wäre er permanent schmutzig?«

»Ich werde ihm zu Weihnachten eine Enthaarungscreme schenken.« Sandra nahm lächelnd den Hörer ab. Ihre Mutter schloss diskret die Küchentür. Ob sie wusste, dass sie mit Ingo schon schlief? fragte sich Sandra unwillkürlich. Wahrscheinlich vermutete sie es, sie verdrängte es aber vehement – wie alles, was ihr unangenehm war.

»Na, du!«, rief Ingo gut gelaunt in den Hörer.

»Na, du selber«, gab Sandra keck zurück.

»Gut geschlafen?«

»Hervorragend.«

»Von mir geträumt?«

Sie kicherte. »Nein, einen Alptraum hatte ich nicht.«

»Das wagst du nur zu sagen, weil du nicht vor mir stehst. Bist ein schlimmes Mädchen. Ich werde dich bei der nächsten Gelegenheit übers Knie legen.«

»Und was weiter?«

»Das wirst du dann schon sehen. Apropos sehen. Sehen wir uns heute Nachmittag?«

»Hatten wir das nicht abgemacht?«, fragte Sandra verwundert.

»Ich wollte mich nur vergewissern, dass es dabei bleibt«, meinte Ingo. »Kannst dich schon mal freuen.«

»Worauf?«

»Auf eine sturmfreie Bude. Meine Eltern sind freundlicherweise für zwei Tage nach München gefahren. Wir haben das Haus für uns allein.«

»Na, wenn das keine gute Nachricht ist«, kicherte Sandra amüsiert.

Die Stunden zogen sich wie zähflüssiger Sirup. Am schlimmsten war die letzte mit Frau Direktor Leiß, deren Lieblingsschülerin Sandra war.

»Rossmann, sagen Sie uns dies …« – »Rossmann, erklären Sie uns das …«– »Stellen Sie sich vor, Rossmann, Sie haben ein kleines Unternehmen, das rote Zahlen schreibt ...« – »Rossmann, schreiben Sie folgendes an die Tafel …« – »Was muss man hierbei berücksichtigen – Rossmann?« – »Wie würden Sie dieses Problem lösen – Rossmann?«

Manchmal hatte Sandra echt den Eindruck, sie würde sich mit der Leiß allein in der Klasse befinden. »Rossmann, Rossmann, Rossmann …« Sie kam kaum dazu, an Ingo zu denken, aber wenn er ihr ganz kurz einfiel, wurde sie von einem Gefühl angenehmer Vorfreude erfüllt.

Sie war sehr gern mit ihm allein. Wenn seine Eltern nicht da waren, nutzten sie das immer weidlich aus. Was hatten sie in dem großen Haus nicht schon alles angestellt. Ein leises Lächeln erschien auf Sandras Lippen.

»Rossmann, was gibt es zu grinsen?«, wollte die Leiß, die in ihrem Leben wohl noch nie gelacht hatte, unfreundlich wissen.

»Nichts, Frau Direktor«, antwortete Sandra rasch – und dann war die Stunde endlich um.

»Heute hatte dich die Leiß mal wieder fast pausenlos im Visier«, sagte Tommy Braun beim Verlassen des Schulgebäudes mitfühlend.

Sandra zuckte gleichmütig die Schultern. »Dieses eine Jahr verkrafte ich sie noch, aber danach will ich nie wieder von ihr hören.«

»Sie kann verdammt lästig sein.«

»Ich habe gelernt, mit ihr zu leben.«

»Mir würde sie gewaltig auf den Geist gehen«, meinte Tommy. »Wenn du möchtest, nehme ich dich auf meinem Moped mit.«

»Ich bin mit dem Familien-Mofa da«, erwiderte Sandra.

»Mein Pech.« Das Bedauern war ernst gemeint, denn Tommy hatte sehr viel für Sandra übrig. Deshalb versuchte er auch immer, ihr irgendeinen Gefallen zu tun. Leider gab es Ingo. Tommy wusste, dass es ihm nie möglich

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Liebe hautnah denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen