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Tony Cantrell #29: Das Baby schrie, als Wellman starb: Cassiopeiapress Kriminalroman

Tony Cantrell #29: Das Baby schrie, als Wellman starb: Cassiopeiapress Kriminalroman

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Tony Cantrell #29: Das Baby schrie, als Wellman starb: Cassiopeiapress Kriminalroman

Länge:
136 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
11. Sept. 2018
ISBN:
9783743823525
Format:
Buch

Beschreibung

Privatdetektiv Tony Cantrell #29
von Earl Warren

Der Umfang dieses Buchs entspricht 121 Taschenbuchseiten.

Obwohl Ritchie Wellman sein Baby bei sich hat, wird er kaltblütig erschossen. Er hatte belastende Unterlagen gegen einen der großen Verbrecherbosse. Doch eben diese belastenden Unterlagen sind nicht zu finden. Eine heiße Suche beginnt, an der sich neben der Polizei und dem Cantrell-Team auch die Ganoven beteiligen. Und die kennen keine Rücksicht bei der Suche oder gar bei den Befragungen. Tony Cantrell und seine Leute müssen sich beeilen, um nicht selbst auf der Abschussliste zu stehen.
Herausgeber:
Freigegeben:
11. Sept. 2018
ISBN:
9783743823525
Format:
Buch

Über den Autor


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Tony Cantrell #29 - Earl Warren

München

Das Baby schrie, als Wellman starb

Privatdetektiv Tony Cantrell #29

von Earl Warren

Der Umfang dieses Buchs entspricht 121 Taschenbuchseiten.

Obwohl Ritchie Wellman sein Baby bei sich hat, wird er kaltblütig erschossen. Er hatte belastende Unterlagen gegen einen der großen Verbrecherbosse. Doch eben diese belastenden Unterlagen sind nicht zu finden. Eine heiße Suche beginnt, an der sich neben der Polizei und dem Cantrell-Team auch die Ganoven beteiligen. Und die kennen keine Rücksicht bei der Suche oder gar bei den Befragungen. Tony Cantrell und seine Leute müssen sich beeilen, um nicht selbst auf der Abschussliste zu stehen.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Die Hauptpersonen des Romans:

Ed Gallazzo – Wer zu viel über den Syndikatsboss wusste, tat gut daran, die Lebensversicherungspolice zu überprüfen.

Ritchie Wellman – Er wollte Gallazzo aufs Kreuz legen und fiel prompt auf die Nase.

Sandra Gillman – Sie wollte hoch hinaus und stürzte 28 Stockwerke tief.

Ed Boland, Chubby Checkman und Ryan Robertson – Sie waren clevere Killer, aber sie merkten zu spät, dass sie aufs falsche Pferd gesetzt hatten.

Nora McCandle – Sie teilte mit Ritchie Wellman das Geld, aber nicht das Risiko.

... und das Cantrell-Team.

1

Ritchie Wellman wusste, dass er auf der Abschussliste stand. Ed Gallazzos Killer suchten ihn in der ganzen Stadt. Wer Ritchie Wellman erledigte und damit den Syndikatsboss von einer großen Sorge befreite, würde um fünfzigtausend Dollar reicher sein.

Fünfzigtausend Dollar – eine Menge Geld für einen kleinen Gangster aus East Chicago. Doch nicht zu viel, wenn man bedachte, dass in den Händen dieses kleinen Gangsters das Schicksal von Chicagos Gangster Nummer eins und seiner gesamten Organisation lag.

Wellman drückte sich in eine dunkle Einfahrt. Die Häuser in diesem Viertel waren grau und schäbig. Überquellende Mülltonnen standen auf dem Bürgersteig, und es stank aus der Kanalisation. Es war ein trüber, regnerischer Oktoberabend. Nebel und Smog legten sich beizend auf Lungen und Bronchien.

Wellman hustete. Er trug einen dünnen hellen Mantel, viel zu leicht für diese Jahreszeit. Den Wagen hatte er auf einem Parkplatz ein paar Häuserblocks weiter stehenlassen, denn Gallazzos Killer kannten die Nummer.

Mit Mühe hatte er die Verfolger abschütteln können. Wellman blickte auf das Bündel in seinen Armen. Es war gut eingepackt in warme Decken. Ein leises Greinen drang heraus, das Greinen eines Babys.

„Ruhig, flüsterte Wellman, „ganz ruhig. Papa schafft das schon. Gleich sind wir in Sicherheit.

Doch er war ganz und gar nicht so zuversichtlich. Er überlegte, ob er das Bündel irgendwo ablegen sollte, in einem Hausflur oder vor einer beleuchteten Schaufensterscheibe. Das Baby, sein vier Monate alter Sohn Roy, behinderte ihn nur.

Es wog knapp vierzehn Pfund, aber Wellman, der nicht gewohnt war, ein so kleines Wesen richtig zu halten, stellte sich ungeschickt an.

Ihm erschien der Kleine wie eine Zentnerlast.

Ich muss ihn mitnehmen, sagte sich Wellman. Ich kann ihn hier nicht einfach liegenlassen wie ein wertloses Gepäckstück. Wenn es hart auf hart geht, schießen sie vielleicht nicht auf mich, wenn ich das Kind dabei habe.

Verdammt, gab es hier denn keine Telefonzelle? Wellman fror und schwitzte zugleich.

Er war durch Hinterhöfe gerannt und durch kaum beleuchtete Seitenstraßen; langsam nur beruhigten sich sein Atem und sein Herzschlag.

Er musste an dem Spielsalon vorbei, durch dessen große Frontscheibe Licht auf den Bürgersteig und die geparkten Wagen fiel. Dann musste er eine Telefonzelle finden, und dabei galt es, von Gallazzos Killern nicht gesehen zu werden, die zu Fuß und im Wagen in diesem Stadtteil patrouillierten.

Wellman trat aus der Einfahrt und hastete die Straße entlang, den Kopf im Nieselregen gesenkt, den Mantelkragen hochgestellt.

Das Baby quäkte nun lauter. Vielleicht war ihm kalt, oder es hatte sich nass gemacht.

Wellman blickte flüchtig in den Spielsalon. Flipperautomaten, Tischfußballspiele, Billardtische, an denen zumeist junge Burschen standen und die Zeit totschlugen. Einer sah aus dem Fenster, auf ein Queue gestützt, die Kippe im Mundwinkel. Für einen Moment sah er Wellman in die Augen.

Lässig zertrat der lange, bleiche Junge die Zigarettenkippe unter dem Absatz. Er stelzte zu der Telefonzelle im Hintergrund.

Zwei junge Burschen mit Lederjacken standen darin. Der Lange klopfte mit einer Münze an die

Scheibe. Einer öffnete die Tür einen Spalt.

„Hau ab, jetzt telefoniere ich. Ihr habt jetzt Sendepause. Verzieht euch, oder soll ich Rusty holen?"

Rusty war der Anführer einer im Viertel berüchtigten Rockerbande.

Die beiden trollten sich ohne ein weiteres Wort. Denn wer sich mit einem von Rustys Freunden anlegte, handelte sich meist einen Krankenhausaufenthalt ein.

Der lange Junge wählte eine Nummer. Nach einer Weile wurde am anderen Ende abgehoben, und eine tiefe heisere Männerstimme meldete sich.

„Hier ist Herman Green, sagte der Junge aufgeregt. „Ich gehöre zu Rustys Totenkopfbande und ...

„Was willst du? Woher hast du diese Nummer?"

„Von Rusty, das wollte ich doch gerade sagen. Ihr sucht Ritchie Wellman?"

Hastiges Atmen am anderen Ende.

„Weißt du, wo er steckt, Junge?"

„Gerade ist er draußen vorbeigekommen. Vor McMurtrie’s Automatensalon in La Grange."

„Ich weiß, wo das ist. Okay, Junge, wir werden uns drum kümmern.

„Selbstverständlich ... Ich wollte noch ..." Plötzlich platzte der Junge damit heraus: „Was ist mit meiner Belohnung?‟

„Keine Sorge, Junge. Wenn wir Wellman kriegen, bekommst du deinen Riesen. Wir sind nicht knauserig."

Es wurde eingehängt. Herman Green behielt noch einen Moment den Hörer in der Hand. Dann hängte er gleichfalls ein. Er stolperte aus der Zelle. Während er sich eine Zigarette ansteckte, überlegte er. Einen Riesen, tausend Dollar – soviel hatte er noch nie in der Hand gehabt.

„Hoffentlich kriegen sie den Kerl", murmelte er leise.

Er überlegte, ob er etwas von dem Bündel hätte erzählen sollen, das Ritchie Wellman mit sich schleppte, dachte dann aber, dass das nicht so wichtig sei.

Wenn er sich damit abschleppte, obwohl Dutzende von Killern auf seinen Fersen waren, musste es verdammt wichtig sein. Herman Green brachte an diesem Abend kein ordentliches Billardspiel mehr zustande. Seine Gedanken waren bei Ritchie Wellman und den tausend Dollar, die er für seinen Tipp bekommen konnte.

Dass er einen Menschen ans Messer geliefert hatte, belastete Herman Green nicht.

2

Ritchie Wellman hatte eine Telefonzelle gefunden. Eine ältere Frau mit graublau getöntem Haar und einem kleinen Hund stand darin und schwatzte unermüdlich mit ihrer Schwester. Wellman sah sich gehetzt nach allen Seiten um.

Da war die Straße, auf der ab und zu ein Wagen vorbeifuhr. Da war der dunkle Park hinter der Telefonzelle. Aus einem vorbeifahrenden Wagen oder aus dem Park konnten sie ihn umlegen. Wellman drückte das Bündel mit dem Baby fester an seine Brust.

Er fror vor Angst und Kälte. Seine Augen flackerten. Der Colt Agent in der Manteltasche verlieh ihm keine Sicherheit. Wellman war nie ein guter Schütze gewesen,und er wusste, wie schlecht seine Chancen gegen ein paar schwerbewaffnete Killer waren.

Er pochte entschlossen an die Türscheibe der Telefonzelle. Nur weg von hier, raus aus dem Licht. Er musste es schnell hinter sich bringen.

Die Frau in der Zelle drehte sich um, und Wellman deutete auf das Bündel in seinem Arm. Er zog den Deckenzipfel weg und zeigte auf das Gesicht des Babys, das in diesem Augenblick wegen des kalten Luftzugs zu brüllen anfing.

Die Frau blickte aus der Zelle.

„Mein Junge ..., stammelte Wellman, „er ist krank. Ich muss den Doktor anrufen. Lassen Sie mich doch mal schnell zwei Minuten telefonieren, ja? Ich will dann gleich zum Arzt fahren mit dem Kleinen.

„Ja, sind Sie denn verrückt? Bei dem Wetter mit dem Kind auf der Straße? Es kann sich den Tod holen, Mister."

„Eine seltene Krankheit. Er muss gleich zum Arzt. Es geht nicht anders. Aber kann ich jetzt bitte endlich telefonieren?"

„Ja, ja, natürlich. Die alte Frau sagte noch ein paar Worte ins Telefon. Das Hündchen kläffte Wellman an. „Bitte, Mister.

Endlich war die Alte draußen und zog mit ihrem lächerlich bekleideten Zwergpinscher davon. Wellman legte das Bündel mit dem plärrenden Roy auf die weiß gestrichene zerkratzte Ablage unter dem Blechpult mit dem Telefonbuch. Das Gesicht des Säuglings war krebsrot angelaufen.

Er plärrte, als stecke er am Spieß. „Ruhig, sagte Wellman, „ruhig.

Mit zittriger Hand zog er sein Notizbuch aus der Tasche. Er überflog die Seiten.

„Palmero ... Quincey ... Cantrell. Ah, da ist er ja."

Er wählte eilig. Es tutete ein paarmal, aber niemand nahm ab. Wellman fluchte und biss auf seiner Unterlippe herum. Er boxte gegen den unschuldigen Telefonautomaten.

„Verdammt, verdammt, wo

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