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Tony Ballard #276: Die Drachentöterin: Cassiopeiapress Horror

Tony Ballard #276: Die Drachentöterin: Cassiopeiapress Horror

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Tony Ballard #276: Die Drachentöterin: Cassiopeiapress Horror

Länge:
125 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
22. März 2018
ISBN:
9783739636696
Format:
Buch

Beschreibung

Der Wasserfall rauschte so laut, dass Tegro nicht verstand, was sein Bruder rief. Aus großer Höhe stürzten die schweren weißen Wassermassen donnernd herab, und ein kalter Sprühregen legte sich auf die halb nackten, muskulösen Körper der beiden jungen Männer.
"Was hast du gesagt?", brüllte Tegro in den ohrenbetäubenden Lärm.
"Du sollst dich vorsehen!", schrie Yenno. "Hier gibt es Wasserschlangen."
"Hab noch nie eine gesehen."
"Das bedeutet noch lange nicht, dass nicht stimmt, was ich sage." Yenno war älter als Tegro. Er gehörte schon zu den Kriegern. Einige Narben auf dem Rücken und an den Oberarmen zeugten davon, dass er bereits gekämpft hatte. Tegro bewunderte ihn. Er schaute zu Yenno auf als wäre er ein Gott. Oder zumindest ein Halbgott.
Sie lebten in einer Welt voller Gefahren. Hexen, Zauberer, Teufel und Monster jeder Art machten ihnen bisweilen das Leben schwer. Es war nicht immer ganz einfach, die vielen Bedrohungen, die überall lauerten, heil zu überstehen.
Herausgeber:
Freigegeben:
22. März 2018
ISBN:
9783739636696
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

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Tony Ballard Band 276

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 114 Taschenbuchseiten.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Edition A. F. Morland ist ein Imprint von Alfred Bekker & Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte des Titelbild-Logos by Jörg Martin Munsonius/Edition Bärenklau

Illustrator: Michael Sagenhorn, 2016

Über Tony Ballard:

... so hieß ich für meine Freunde. Meine Feinde aber nannten mich den Dämonenhasser. Und Feinde hatte ich viele – Kreaturen des Bösen, Vertreter der so genannten schwarzen Macht, kurz, die Hölle selbst war der Feind, gegen den zu kämpfen ich geschworen hatte. Ein Kampf, der damals in meinem Heimatdorf Griddledon, unweit von London, begonnen hatte, als ich es wagte, den sieben Hexen, die das Dorf alle hundert Jahre heimsuchten – nachdem mein Vorfahre, der Hexenhenker Anthony Ballard, sie aufgeknüpft hatte – die Stirn zu bieten.

Tatsächlich gelang es mir, diesen Fluch zu brechen und die Teufelsbräute zu vernichten, indem ich die Glut ihres Lebenssteins mit meinem Blut löschte. Aber ich hatte mehr getan, als nur mein Dorf zu erlösen – ich hatte meine Berufung gefunden. Fortan herrschte Krieg zwischen mir und den Vasallen der finsteren Mächte. Allerdings wäre ich schnell verloren gewesen, hätte ich mich meinen schwarzblütigen Gegnern mit bloßen Händen und allein gestellt. Was ich aber, gottlob, nicht tun musste ... Mir stand eine Reihe von Waffen zur Verfügung, allen voran mein magischer Ring: Nach meinem Sieg über die Hexen von Griddledon hatte ich ein Stück aus ihrem schwarzen Lebensstein gebrochen, in Form eines Pentagramms schleifen und in einen Goldring einsetzen lassen. Diesem Kleinod wohnten starke weißmagische Kräfte inne, die mir vor allem im Nahkampf gegen meine höllischen Widersacher hervorragende Dienste leisteten. Ebenfalls ständig bei mir trug ich einen Colt Diamondback, der mit eigens für mich gefertigten und geweihten Silberkugeln geladen war – absolut tödlich für viele Schwarzblütler. Meine stärkste Waffe jedoch war zugleich mein bester Freund und treuester Kampfgefährte: Mr. Silver, ein abtrünniger Dämon von der untergegangenen Silberwelt, der seine fantastischen Fähigkeiten für das Gute einsetzte.

Der hünenhafte Ex-Dämon mit dem Silberhaar konnte zum Beispiel seinen Körper in massives Metall verwandeln, ohne dadurch an Beweglichkeit einzubüßen. So schützte er sich vor Verletzungen, derweil er Gegnern mit seinen zu Hieb- oder Stichwaffen umgeformten Silberfäusten zu Leibe rückte. Außerdem konnte er aus seinen perlmuttfarbenen Augen vernichtende Feuerlanzen abschießen, er verfügte über ein »Dämonen-Radar«, und auch darüber hinaus überraschte er mich immer wieder mit neuen Kniffen. Seine »magische Trickkiste« schien unerschöpflich. Noch vor Mr. Silver hatte ich einen anderen Mann kennen gelernt, ohne dessen Hilfe mein Kampf gegen Dämonen, Vampire, Werwölfe und dergleichen weit weniger effektiv gewesen wäre: Der reiche Industrielle Tucker Peckinpah, dem die schwarze Macht selbst einen herben Schicksalsschlag beigebracht hatte, überredete mich, meinen Job als Polizeiinspektor in Griddledon aufzugeben und stattdessen als von ihm exklusiv beschäftigter Privatdetektiv in London ansässig zu werden, um mich so ausschließlich darauf zu konzentrieren, die Hölle in ihre Schranken zu verweisen. Ich willigte ein, und seither hielt mir Tucker Peckinpah mit seinem Geld den Rücken frei und öffnete mir mit seinen weitreichenden Beziehungen zahlreiche Türen, ohne die ich in vielen Fällen nie ans Ziel gelangt wäre. Mithilfe solcher Waffen und Freunde schaffte ich es nicht nur, immer wieder die Oberhand zu gewinnen, sondern letztlich auch den finalen Triumph zu erringen: Asmodis starb – und mit ihm die ganze Hölle!

Das glaubten wir jedenfalls, wiegten uns in Sicherheit und zogen uns ins Privatleben zurück, das wir uns so viele Jahre lang versagen mussten, weil stets das Damoklesschwert der schwarzen Macht über unseren Köpfen schwebte. Jetzt aber heiratete ich meine langjährige Freundin Vicky Bonney, wir kehrten in unser Heimatdorf zurück, wurden Eltern eines Sohnes und lebten glücklich und zufrieden. Doch diese Idylle war nur von kurzer Dauer ... denn das Böse erwachte zu neuem Leben und griff brutaler als je zuvor nach dem unseren! Die Einwohner von Griddledon wurden zu Handlangern der Hölle und vollstreckten das Todesurteil, das die Mächte der Finsternis über mich und meine Familie verhängt hatten. Und um mich so hart und grausam wie nur möglich zu bestrafen für meine unzähligen Siege über das dämonische Geschmeiß, zwang man mich, dabei zuzusehen, wie Vicky und unser zweijähriger Sohn Andrew, die ich mehr liebte als sonst etwas auf der Welt, mir in den Tod vorangehen mussten ... Das war der Augenblick, in dem die Hölle gesiegt hatte.

Nach all den Jahren erfolgreicher Schlachten gegen das Böse war ich, Tony Ballard, der gefürchtete Dämonenhasser, bezwungen. Nun gab es nichts mehr, für das ich kämpfen, nicht einmal mehr leben wollte. Meine Familie war tot, und ich hatte sie nicht retten können. Warum also sollte ich nicht auch sterben? Der Tod hatte seinen Schrecken verloren. Und so ging ich ihm entgegen – nicht mutig und stolz erhobenen Hauptes, sondern gebrochen und nur noch auf Erlösung hoffend von der Hölle, zu der mein Leben geworden war ...

1. Kapitel

Der Wasserfall rauschte so laut, dass Tegro nicht verstand, was sein Bruder rief. Aus großer Höhe stürzten die schweren weißen Wassermassen donnernd herab, und ein kalter Sprühregen legte sich auf die halb nackten, muskulösen Körper der beiden jungen Männer.

»Was hast du gesagt?«, brüllte Tegro in den ohrenbetäubenden Lärm.

»Du sollst dich vorsehen!«, schrie Yenno. »Hier gibt es Wasserschlangen.«

»Hab noch nie eine gesehen.«

»Das bedeutet noch lange nicht, dass nicht stimmt, was ich sage.« Yenno war älter als Tegro. Er gehörte schon zu den Kriegern. Einige Narben auf dem Rücken und an den Oberarmen zeugten davon, dass er bereits gekämpft hatte. Tegro bewunderte ihn. Er schaute zu Yenno auf als wäre er ein Gott. Oder zumindest ein Halbgott.

Sie lebten in einer Welt voller Gefahren. Hexen, Zauberer, Teufel und Monster jeder Art machten ihnen bisweilen das Leben schwer. Es war nicht immer ganz einfach, die vielen Bedrohungen, die überall lauerten, heil zu überstehen.

In zwei Jahren würde auch Tegro ein Krieger sein und für die Sicherheit seines Stammes sorgen dürfen. Zwei lange Jahre musste er sich bis dahin allerdings noch in Geduld üben – erst dann würde man ihn im Dorf endlich ernst nehmen und nicht mehr belächeln und als Hitzkopf abtun, wenn er aufbrausend die Hände zu Fäusten ballte und sich leidenschaftlich dafür aussprach, einen Feind anzugreifen, bevor der es zuerst tat.

Die Brüder legten ihre Kleidung ab. Tegro durfte noch keine Waffen tragen. Yenno schon. An seinem Gürtel aus weichem Ziegenleder hing eine kunstvoll mit bunten Farben bemalte Lederscheide, in der ein großer Dolch steckte.

Tegro streckte sein Bein ins Wasser. Es war eiskalt und hatte die Eigenschaft, nicht nur zu erfrischen, sondern jenen, die darin badeten, auch Kraft zu verleihen.

Während Tegro sich bedenkenlos kopfüber in die kristallklaren Fluten stürzte, blieb Yenno sehr wachsam. Sein Blick wanderte argwöhnisch umher.

Tegro tauchte prustend auf. »Komm rein!«, rief er. »Das Wasser ist herrlich! Ich fühle mich unbeschreiblich wohl!«

»Bleib in der Nähe des Ufers!«

Tegro lachte. »Hey, hier ist nichts! Keine Gefahr!«

Yenno kletterte an einem glatten, nassen Felsen zum Wasser hinunter. Tegro bespritzte ihn übermütig. Diese Unbekümmertheit machte Yenno manchmal Sorgen. Tegro wusste verborgene Bedrohungen noch nicht richtig einzuschätzen. Manchmal hatte Yenno den Eindruck, dass sein Bruder sich für unverwundbar, unbesiegbar, vielleicht sogar für unsterblich hielt. Wenn er diese jugendliche Sorglosigkeit nicht bald ablegte, konnte sie ihm irgendwann zum Verhängnis werden.

Yenno tauchte langsam unter. Er genoss das kalte Prickeln auf seiner Haut und spürte die Kraft des Flusses in seinen Körper sickern.

»Angenehm, was?«, sagte Tegro. Das schulterlange blonde Haar klebte nass an seinem Kopf. »Tut gut, so ein Bad in diesem magischen Wasser. Ich fühle mich ungemein stark.«

»Das birgt aber auch gewisse Gefahren in sich«, gab Yenno zurück.

»Welche denn?«

»Dass man sich sehr leicht überschätzt.«

Tegro schwamm zur Flussmitte.

»Komm zurück!«, rief Yenno beunruhigt.

»Was hast du denn? Entspann dich. Es

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