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Tony Ballard #345: Der schlafende Koloss: Cassiopeiapress Horror-Serie
Tony Ballard #345: Der schlafende Koloss: Cassiopeiapress Horror-Serie
Tony Ballard #345: Der schlafende Koloss: Cassiopeiapress Horror-Serie
eBook119 Seiten1 Stunde

Tony Ballard #345: Der schlafende Koloss: Cassiopeiapress Horror-Serie

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Über dieses E-Book

Ein silbriges Flimmern entstand auf den Händen meines hünenhaften Freundes. Ich biss mir gespannt auf die Lippen. Würde Mr. Silver dem bedauernswerten Schwarzen, der völlig unschuldig in dieses Dilemma geraten war, helfen können? Der Ex-Dämon ließ seine riesigen Pranken über den malträtierten Körper des Tansaniers schweben.
Er berührte Sembo nicht, aber zwischen dem reglosen Leib und den nach unten gerichteten Handflächen entstand ein unsichtbares Kraftfeld.
Auch ich sah es nicht, aber ich wusste, dass es da war und auf den Leib des Afrikaners einwirkte. Ich bewegte mich nicht, sprach nicht und atmete ganz flach, um Mr. Silvers Konzentration nicht zu stören, denn er befand sich auf einer extrem heiklen Gratwanderung, und ich wollte nicht, dass durch meine Schuld etwas schiefging.
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum9. März 2018
ISBN9783739656915
Tony Ballard #345: Der schlafende Koloss: Cassiopeiapress Horror-Serie
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Buchvorschau

    Tony Ballard #345 - A. F. Morland

    München

    Der schlafende Koloss

    Tony Ballard Band 345

    von A. F. Morland

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 109 Taschenbuchseiten.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1. Kapitel

    Mr. Silver handelte augenblicklich. Schneller als Sembo – beziehungsweise die schwarze Kreatur, die in ihm steckte – reagieren konnte, stand mein Freund aus der Silberwelt hinter ihm und riss ihm die Arme brutal nach hinten.

    Der Farbige klemmte wie in einem lebensgroßen, mit Silbermagie geladenen »Schraubstock« fest, aus dem er sich nicht befreien konnte.

    Er versuchte es mit schwarzer Magie, doch Mr. Silver machte diese mit seiner Silberkraft gleich im Ansatz zunichte. Als Sembo merkte, dass er nicht freikam, schrie er um Hilfe, aber es wagte sich niemand herein. Wir blieben mit ihm allein.

    Ich grinste ihn eiskalt an. »Jetzt wird es eng für dich, Mistkerl.«

    Ich ließ meine Faust auf und ab wippen. Sein Blick klebte am schwarzen Stein meines magischen Rings, der kunstvoll zu einem Pentagramm geschliffen war.

    Panik glänzte in Sembos Augen. »Das darfst du nicht tun, Ballard«, geiferte er.

    Ich bleckte die Zähne. »Du weißt ja noch gar nicht, was ich vor habe.«

    »Du darfst mich nicht foltern«, krächzte der Farbige.

    »Wer sagt das?«

    »Es gibt Gesetze ...«

    »Nicht für Dämonen«, schnitt ich ihm scharf das Wort ab.

    »Ich bin kein Dämon.«

    »Du bist schwarze Energie, die von Sembo Besitz ergriffen hat, ihn einhüllt und beherrscht, und ich werde dich zwingen, von dem armen Mann abzulassen.«

    Das Böse verzog seine kantige Visage. »Mit anderen Worten: Du willst den armen Mann umbringen.«

    »Das habe ich nicht gesagt.«

    »Aber darauf wird es hinauslaufen, denn wenn du mich aus Sembos Körper vertreibst, nehme ich sein Leben mit.«

    Ich forderte das Böse auf, mir endlich seinen Namen zu nennen. Bei Exorzismen ist es wichtig, dass man weiß, wie der Feind heißt, damit man ihn direkt ansprechen kann.

    Er lachte meckernd. »Sembo. Ich heiße Sembo – Sembo – Sembo, Massa Ballard.«

    »Okay«, sagte ich trocken. Ich ließ mich von ihm nicht verarschen. »Und wie noch?«

    »Reicht dir Sembo nicht, Dämonenhasser?«

    »Nein.«

    »Tja, dann kann ich dir l-e-e-e-i-i-i-d-e-r nicht helfen.« Er zog das »leider« so provokant in die Länge, dass es mich ziemlich heftig in der Faust juckte.

    Ich beschloss, ihm zu zeigen, wie beschissen die Situation für ihn war, und dass es für ihn absolut nichts zu lachen gab. Deshalb holte ich aus und schlug zu.

    Derek Currans »Verkehrsunfall« löste nicht einmal die kleinste Welle aus. Niemand im Camp Paradise bekam davon etwas mit, und wenn Don Livio nicht – gewissermaßen als Insider – von der Sache gewusst hätte, hätte er nie erfahren, auf welch tragische Weise sein bedauernswerter Landsmann ums Leben gekommen war.

    Der Capo und seine Leibwächter verschwendeten keinen weiteren Gedanken an den verunglückten Earth-Power-Arbeiter, sondern richteten ihr Augenmerk fortan nur noch auf Steve Manilow, auf dessen bestens florierende Strandbar, auf das angenehme Leben, das er hier in Tansania führte, und auf die schöne Zwena, die ihm dieses Leben merklich versüßte.

    Sie beobachteten die Zielperson aus sicherer Entfernung. Manilow hatte keinen blassen Schimmer davon. Er wähnte sich völlig sicher und lebte glücklich und zufrieden in den Tag hinein, während sich im Verborgenen ein Unheil zusammenbraute, dessen teuflische Ausmaße er sich nicht im Entferntesten hätte vorstellen können.

    Nach einer wohltuenden Ganzkörpermassage im Wellnessbereich von Camp Paradise sagte Don Livio zu seinen Bodyguards: »Habt ihr gesehen, wie Steve Manilow und seine schwarze Braut miteinander umgehen?«

    Die Brutalos nickten.

    »Der Mann liebt Zwena«, sagte Falcone. »Das ist nicht zu übersehen. Ich bin sicher, er würde alles für sie tun. Das macht es leicht für uns, ihn unter Druck zu setzen. Wir brauchen uns nur seine schwarze Rose zu krallen, und schon tanzt er selbst die ausgefallenste Choreografie nach unserer Pfeife.«

    »So sehen wir das auch, Boss«, sagte einer der beiden Knochenbrecher. »Sollen wir Zwena kassieren?«

    Der Capo überlegte kurz. Dann sagte er: »Wir warten noch.«

    Als mein magischer Ring das Höllenwesen, zu dem Sembo geworden war, traf, heulte es laut auf. Mr. Silver hielt das Wesen weiterhin so fest, dass es sich in seinem harten Griff nur schmerzvoll winden konnte.

    Sembo produzierte gleich noch mehr weißen Geifer. Er röchelte dabei so sehr, dass es sich anhörte, als wäre er im Begriff zu ersticken.

    Ich forderte den schwarzen Unhold abermals auf, mir seinen Namen zu nennen, und er spuckte ihn mir förmlich vor die Füße. Er hieß Rasul und war entstanden aus dem Schlangengift zweier Hexer namens Akil und Sibwana.

    »Na also«, knurrte ich. »Geht doch.«

    Rasul bestätigte, dass die Hexer mich mit Sembo zu einer Hütte gebracht hatten, die Akil gehörte. Von da wäre die Kiste, in die sie mich gesteckt hatten, dann irgendwann abgeholt worden.

    »Von wem?«, wollte ich wissen.

    »Das weiß ich nicht.«

    Ich holte zu einem neuerlichen Schlag aus.

    »Ich weiß es wirklich nicht«, keuchte Rasul. Sein Mienenspiel war sehenswert. Angst, Wut, Hass, Panik, Schmerz ... All das und noch mehr zuckte über das eckige Gesicht.

    »Wo finden wir Akil und Sibwana?«, fragte ich hart.

    Auch das wusste er nicht. Ich fragte ihn nach dem Schamanen-Teufel.

    »Sein Name ist Ado Bebe«, gab Rasul zur Antwort.

    »Hält er sich hier in der Nähe auf?«

    »Er kann überall sein.«

    »Was tut er?«

    »Er kann Höllenstürme entfachen, Erdbeben auslösen, Tsunamis erschaffen und viele weitere Naturkatastrophen verursachen.«

    Ich wagte einen Schuss ins Blaue: »Behütet Aandara einen schwarzen Schatz?«

    Rasul weigerte sich, weitere Fragen zu beantworten. Ich ließ mich von ihm nicht ärgern, setzte ihm so lange gnadenlos mit meinem Ring zu, bis er nicht länger schweigen konnte. So erfuhren wir, dass Aandara tatsächlich die Hüterin eines schwarzen Schatzes war.

    »Was ist das für ein Schatz?«, fragte ich schneidend. »Ein Dämonenauge?«

    Rasul bestätigte meine Vermutung. Er litt entsetzliche Qualen, doch ich hatte kein Mitleid mit ihm, war bereit, ihn gleich von Neuem mit meinem Ring zu malträtieren, falls es erforderlich sein sollte.

    »Was für eine Bewandtnis hat es damit?«, wollte ich mit rauer Stimme wissen.

    »Das Auge kann in die Vergangenheit sehen ...«, gurgelte Rasul. Wenn Mr. Silver ihn nicht festgehalten hätte, wäre er kraftlos zusammengesackt. »Sehr weit zurück«, ergänzte Rasul.

    »Wie weit?«, fragte ich.

    »Bis zum Anfang ...«

    Ich zog die linke Augenbraue hoch. »Anfang?«

    »Zum Ursprung allen Seins«, keuchte Rasul ziemlich erledigt, »zur Entstehung von Gut und Böse ...«

    »Wem gehört das Auge?«

    »Kawimba, dem schlafenden Koloss«, antwortete Rasul.

    Jan van Vermeer erlaubte dem Schamanen-Teufel aufzustehen. Der Schwarze war mit sich merklich nicht im Reinen, weil er das Kräftemessen mit dem Weißen verloren hatte, doch der Holländer machte ihm klar, dass es keine Schande sei, von ihm besiegt zu werden.

    Er schilderte mit einer Arroganz, die er für angemessen hielt, welche Position er in der Höllenhierarchie einnahm. Dass Loxagon zurzeit nicht gut auf ihn zu sprechen war, erwähnte er allerdings nicht.

    Nafisika hatte aufmerksam mitgehört und pirschte sich nun merklich unterwürfig an den schwarzen Ritter heran. Sie blickte zu ihm auf, als wäre sie von seiner Stärke und von seiner Stellung im Gefüge des Bösen mächtig beeindruckt. Van Vermeer beachtete sie nicht.

    Er sah den Schamanen-Teufel finster an. »Hast du einen Namen?«

    Der Farbige nickte. »Ich heiße Ado Bebe.«

    »Die Tamaolen werden eine Weile ohne dich auskommen müssen«, sagte der Niederländer – nun doch mit einem kurzen Seitenblick auf Nafisika.

    »Was erwartest du von mir?«, wollte Ado Bebe wissen.

    »Nichts, wozu du nicht imstande wärst«, lautete die kryptische Antwort des schwarzen Ritters.

    Ado Bebe nickte ergeben. Seit der schwarze Ritter

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