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Bis gestern glaubte ich an ihn: Cassiopeiapress Roman

Bis gestern glaubte ich an ihn: Cassiopeiapress Roman

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Bis gestern glaubte ich an ihn: Cassiopeiapress Roman

Länge:
114 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
19. Feb. 2018
ISBN:
9783743855588
Format:
Buch

Beschreibung

Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Das Ehepaar Marianne und Paul Edinger stehen kurz vor ihrer Silberhochzeit, haben zwei Kinder im Teenager-Alter und führen eine gut gehende Baufirma, d.h. Paul managt alles.
Marianne wird von ihm nur Püppchen genannt und so benimmt sie sich auch, total ahnungslos und verwöhnt, so lange, bis Paul einen Autounfall verursacht, auch noch betrunken ist und seine attraktive Beifahrerin, eine sehr bekannte Künstlerin, dabei tödlich verunglückt. Es stellt sich heraus, dass er mit dieser Frau eine Beziehung hatte. Marianne muss nun ihr Leben neu ordnen oder dabei untergehen.
Herausgeber:
Freigegeben:
19. Feb. 2018
ISBN:
9783743855588
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Bis gestern glaubte ich an ihn - A. F. Morland

München

Bis gestern glaubte ich an ihn

Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Das Ehepaar Marianne und Paul Edinger stehen kurz vor ihrer Silberhochzeit, haben zwei Kinder im Teenager-Alter und führen eine gut gehende Baufirma, d.h. Paul managt alles.

Marianne wird von ihm nur Püppchen genannt und so benimmt sie sich auch, total ahnungslos und verwöhnt, so lange, bis Paul einen Autounfall verursacht, auch noch betrunken ist und seine attraktive Beifahrerin, eine sehr bekannte Künstlerin, dabei tödlich verunglückt. Es stellt sich heraus, dass er mit dieser Frau eine Beziehung hatte. Marianne muss nun ihr Leben neu ordnen oder dabei untergehen.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Es war ein Tag wie jeder andere. Als ich am frühen Morgen das Kalenderblatt abriss, kam mir nicht die Idee, dass dieser 19. Dezember mein Schicksalstag sein würde. Ich dachte nur: O Himmel, in vier Tagen ist Heiliger Abend und Martin hat immer noch kein Geschenk für Opa!

Von einer Ahnung sich nähernden Unheils also keine Spur. Frau Diepholz, von meinen Kindern liebevoll Mimmi genannt, hantierte schon in der Küche wie meist um diese Zeit. Sie war eine liebe alte Seele. Schon seit achtzehn Jahren bei uns, war sie mehr eine Ersatzoma als eine Angestellte.

Sie wusste mehr vom steilen Aufstieg meines Mannes, seiner beruflichen Karriere, dem gigantischen Wachstum seiner Baufirma und wusste auch mehr über unsere Ehe als sonst jemand...

„Martin ist schon fort?", fragte ich.

Mimmi nickte. „Ihr Sohn hat wahrscheinlich die Schularbeiten noch nicht gemacht. Dann braucht er Zeit zum Abschreiben", erklärte sie schmunzelnd.

„Ist Helga schon auf?"

„Ich habe nichts gesehen und gehört von ihr. Aber die Vorlesungen beginnen doch erst um neun, denke ich."

Mimmi deckte flink den Tisch. Für ihr Alter war sie noch ungeheuer beweglich. Sie machte sogar Susi noch etwas vor.

Susi war unser Mädchen, Hausangestellte nannte sie sich. Ein nettes Ding, nicht gerade mit übergroßer Intelligenz gesegnet, aber willig und gut erzogen. Manchmal, so musste ich zugeben, besser erzogen als mein Herr Sohn, der überhaupt in letzter Zeit recht rüde Manieren an den Tag legte. Aber wie Opa schon immer sagte, die Pubertät ist wie eine Krankheit. Da müssen sie durch. Die Jugend heute ist genauso gut und genauso schlecht wie jede Jugend zuvor. Und die Probleme, die wir damit hatten, die hatten die Leute schon vor fünfhundert Jahren mit ihren Jungen.

Es fiel mir manchmal sehr schwer, an Opas Prognosen zu glauben, wenn es um Martin ging.

Aber ich machte mir dennoch keine Sorgen. Ich lebte ja behütet, umsorgt, auf Händen getragen. Meine Ehe mit Paul war wunderbar.

Zwanzig Jahre Ehe und ich liebte ihn wie am ersten Tag! Es war nicht nur der Mann als solcher, den ich liebte, obgleich Paul mir von Anfang an mit seiner großen, kräftigen, muskulösen Gestalt imponiert hatte. Er war ein Bär. Schwer vorzustellen für einen, der ihn heute an der Spitze eines Betriebes sah, in dem fast viertausend Menschen beschäftigt waren, dass dieser Mann früher einmal selbst gemauert hatte!

Damals in den Gründertagen seiner Firma, des Edinger Baues. Heute war es ein Unternehmen, von dem ich, die Frau des Chefs, nicht einmal wusste, wo und was es überall baute. Ich wusste etwas von einem Staudamm in Südamerika, in Brasilien. Ich hatte von einem großen Krankenhaus gehört und ebenso von dem Bau eines Ministeriums. Aber da gab es noch eine Vielzahl von anderen Bauten. Paul hatte den Boom nutzen können, war von dieser Welle, der deutschen Bauwelle, emporgetragen worden und mit ihm war unser Wohlstand gewachsen, dass ich mir gar nicht vorstellen konnte, wie es anfangs gewesen war.

Anfangs, als er sich das Geld für das Taxi von seinem Freund geliehen hatte, mit dem wir nach der Trauung nach Hause gefahren sind.

Susi, unser blondes Hausmädchen, trat ein und riss mich aus meinen Gedanken.

„Gnädige Frau, trinken Sie den Kaffee im Frühstückszimmer oder..."

„Ich trinke ihn mit meiner Tochter zusammen im Frühstückszimmer", erwiderte ich.

Ich hatte es mir abgewöhnt, dem Mädchen beim Tischdecken helfen zu wollen. Susi sah das nicht gern.

Jetzt kam Helga, meine neunzehnjährige Tochter, trällernd herein. Das lange blonde Haar hatte sie heute zur Abwechslung mal zu Zöpfen geflochten, trug Jeans, die fast aus den Nähten platzten, so eng waren sie und ein Hemd von ihrem Bruder. Das war das Neueste, dass sie seine Hemden trug. Aber ich musste zugeben, dass sie ihr standen.

„Hallo, Mami!", rief Helga und umarmte mich. Sie war viel größer als ich, sah Paul sehr ähnlich und hatte wohl von ihm auch einen ganzen Teil seiner Kraft bekommen. Mir taten jedes Mal die Schultern weh, wenn sie mich umarmte. Dazu hatte sie die Angewohnheit, mir einen Kuss so dicht ans Ohr zu geben, dass ich jedes Mal meinte, es sei etwas neben mir explodiert.

Als sie mich losließ und ich wieder zu Atem kam, wirbelte sie schon zu Frau Diepholz, umarmte auch sie und trompetete ein fröhliches: „Hallo, Mimmi! Gut geschlafen?"

Wir frühstückten gemeinsam und ich spürte, dass Helga mich beobachtete.

„Was siehst du mich die ganze Zeit so an?"

„Ich weiß, dass ihr zwanzig Jahre verheiratet seid. Und ich habe mich gefragt, erklärte sie, „ob du es vergessen hast und dann frage ich mich, ob es Papa etwa auch vergessen hat.

„Ich habe es nicht vergessen und dein Vater hat gestern Abend angerufen. Du weißt ja, dass er eine wichtige Besprechung in Straßburg hat. Die Verhandlungen ziehen sich hin und ich kann leider nicht beurteilen, ob das nun wirklich unaufschiebbar ist."

Sie zeigte mit dem Marmeladenlöffel auf mich und fuhr mir damit vor dem Gesicht herum. „Das ist dein Fehler!, rief sie. „Du kümmerst dich um nichts, was mit Papas Geschäften zu tun hat. Du solltest viel mehr davon wissen. Die Frauen, die den Beruf ihres Mannes nicht kennen, dürfen sich nicht wundern, wenn ihnen die Männer später davonlaufen.

„Ich bin zwanzig Jahre mit ihm verheiratet. Er ist noch nicht davon gelaufen ."

„Was nicht ist, kann noch werden", bemerkte sie lachend.

„Bei Papa nicht. Weißt du, ich bin nie eifersüchtig gewesen, ich vertraue ihm", erklärte ich.

„Du bist ein Schatz, Mami! Wenn ich dein Mann wäre, ich wüsste das wirklich zu würdigen. Aber weißt du, du solltest dich nicht so sicher fühlen. Wenn die Männer um die fünfundvierzig bis fünfzig sind, dann machen sie mitunter tolle Sachen."

.„Du musst es ja wissen", sagte ich und lachte.

Meine Tochter seufzte tief. „Wenn ich mir so überlege... Mein Helmut, ob der auch mal so wird?"

„Vielleicht wird er mal so, erwiderte ich. „Aber es ist noch nicht gesagt, dass du ihn heiratest, oder? Ich sagte ihr nicht, dass ich Helmut nicht ausstehen konnte. Schon die Tatsache, dass er immer mit dem Motorrad kam, vor der Haustür so herausfordernd mehrmals Gas gab und dann, wenn er wegfuhr, einen Krach vollführte, als wollte er zum Mond starten.

Aber ich wollte nicht jeden Tag Streit. Ich hatte damit aufgehört, den Versuch zu machen, sie von diesem Jungen abzubringen. Paul wollte Helmut in den Semesterferien bei sich arbeiten lassen in irgendeiner seiner Kolonnen. Und da, hatte Paul mir schon prophezeit, würde er Helmut auf Herz und Nieren prüfen!

„Ich finde es trotzdem hässlich von Papi, dass er dich hier sitzen lässt.

Zwanzig Jahre verheiratet und du musst alleine frühstücken!"

Ich lächelte nur. Auf die Idee, dass mir an diesem Tage, am zwanzigsten Hochzeitstage, eine Welt zusammenstürzen würde, darauf kam ich gar nicht.

Wie immer hatte es Helga eilig. Und wenn sie noch soviel Zeit gehabt hätte, sie wollte weg, denn ich hörte es schon draußen auf der Straße knattern. Ein halbes Brötchen in der Linken, ihre Tasche mit den Unterlagen in der Rechten, so stürmte Helga hinaus.

„Zieh einen Mantel über!", rief ich.

Sie antwortete gar nicht. Ich hörte sie draußen schimpfen. Vermutlich war ihre Parka am Haken hängengeblieben oder hatte sich irgendwo verfangen, dann knallte die Haustür, kurz

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