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Inspector Ferguson ermittelt #1: Feierabend für Miss Peal

Inspector Ferguson ermittelt #1: Feierabend für Miss Peal

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Inspector Ferguson ermittelt #1: Feierabend für Miss Peal

Länge:
163 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
21. Mai 2019
ISBN:
9783739649085
Format:
Buch

Beschreibung

Inspector Ferguson ermittelt - Fall 1
von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 131 Taschenbuchseiten.

Zwei israelische Agenten werden ermordet aufgefunden. Schnell ist klar, dass die Tat mit einem geplanten Terroranschlag in London zusammenhängt. Auch die Entführung eines Scotland Yard Beamten ist Teil eines ausgeklügelten Plans, die britische Regierung zu erpressen. Inspector Ferguson vom Sonderdezernat IV und sein Team übernehmen den Fall. Können sie den Plan der Terroristen noch verhindern?
Herausgeber:
Freigegeben:
21. Mai 2019
ISBN:
9783739649085
Format:
Buch

Über den Autor


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Inspector Ferguson ermittelt #1 - A. F. Morland

München

FEIERABEND FÜR MISS PEAL

Inspector Ferguson ermittelt - Fall 1

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 131 Taschenbuchseiten.

Zwei israelische Agenten werden ermordet aufgefunden. Schnell ist klar, dass die Tat mit einem geplanten Terroranschlag in London zusammenhängt. Auch die Entführung eines Scotland Yard Beamten ist Teil eines ausgeklügelten Plans, die britische Regierung zu erpressen. Inspector Ferguson vom Sonderdezernat IV und sein Team übernehmen den Fall. Können sie den Plan der Terroristen noch verhindern?

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Der anthrazitfarbene Rover hielt an der mannshohen Backsteinmauer, die das weitflächige Grundstück einfriedete.

Der Mann neben dem Fahrer, ein Kerl mit einem unendlich wehmütigen Blick, wandte sich um und schielte den Burschen im Fond an.

»Wir sind da.«

»Das sehe ich«, knurrte der Mann im Fond. Es war nicht gerade eine Leidenschaft von ihm, freundlich zu sein.

»Seid ihr bereit?«, fragte der Mann neben dem Fahrer.

Die beiden anderen nickten.

»Dann setzt mal schön eure Masken auf die Eierköpfe.« Der Beifahrer grinste und machte es seinen Komplicen mit einer raschen Bewegung vor.

Als sie alle drei maskiert waren, nickte der Mann zufrieden, schaute kurz die Straße hinauf und hinunter, öffnete dann den Wagenschlag und sagte: »Jetzt auf zum großen Happening! Man erwartet uns sicher schon mit einiger Sehnsucht.«

Die Männer überkletterten die Mauer, schlichen vorsichtig durch eine breite Buschreihe, wobei sie sich bemühten, so leise wie möglich zu sein, und erreichten, nachdem sie einen schmalen Rasenstreifen laufend überquert hatten, das im Tudor-Stil erbaute Haus, dem ihr Besuch galt.

Einer von ihnen verschaffte sich mit einem Dietrich Einlass. Die anderen folgten ihm, durchschlichen eine breite Halle und erreichten eine hohe Mahagonitür, hinter der das Geklapper einer Schreibmaschine zu hören war.

Der Anführer der Maskierten nickte den beiden Komplicen kurz zu. Dann trat er als Erster an die Tür, um sie zu öffnen. In diesem Moment schlug drinnen das Telefon mit einem schrillen Laut an. Die nach der Türklinke ausgestreckte Hand zuckte augenblicklich zurück. Die Maskierten warteten ab, während sie mit angehaltenem Atem lauschten.

»... tut mir leid«, sagte eine samtweiche Mädchenstimme hinter der Tür. »Mr. Neves ist nicht da.«

Die Maskierten sahen sich verdutzt an.

Einer murrte sauer: »Verdammt! Es kann aber auch gar nichts glattgehen.« Er wandte sich an ihren Anführer: »Du hast doch gesagt, dass sie alle beide da sein werden.«

Der Angesprochene schüttelte grimmig den Kopf und winkte wütend ab, während er zischte: »Ach, halt’s Maul! Soll ich Neves jetzt vielleicht aus dem Ärmel schütteln?«

„... Mr. Neves befindet sich im Augenblick in seinem Klub«, sagte die Sekretärin und verriet damit den Maskierten ungewollt, was sie wissen wollten. »Er wird Sie zurückrufen«, versprach das Mädchen.

Dann hörten die Männer, wie der Telefonhörer auf die Gabel klapperte.

Sie handelten.

Blitzschnell traten sie ein. Jeder hatte eine Pistole in der Faust. Mit wenigen Schritten waren sie bei dem Mädchen, das erschrocken und verdattert den Kopf gehoben hatte und die Eintretenden verwirrt anstarrte.

»Feierabend, Miss Peal!«, sagte der Chef der Maskierten.

Miss Peal reagierte instinktiv. Ihre Hand schnellte zur obersten, halb offenstehenden Schreibtischlade.

Sie griff nach dem kleinen Browning, der darin lag.

Doch die Banditen ließen ihr nicht die Zeit, die Waffe aus der Lade zu reißen.

Die drei Pistolen traten gleichzeitig in Aktion. Drei grelle Flammenzungen jagten Alice Peal sengend heiß entgegen ...

2

Peter Neves legte mit einem verlegenen Lächeln die Spielkarten weg.

»Tut mir leid, meine Herren«, sagte er in die Runde. »Ich bin heute in einer miserablen Verfassung. Es wäre wohl besser gewesen, an so einem Tag die Karten nicht anzurühren.«

Neves trug einen schlichten, eleganten Modellanzug. Er war hochgewachsen, hatte dunkles, gewelltes Haar und machte den Eindruck eines stets hungrigen Frauenfressers.

Die drei Männer, die mit ihm am Spieltisch im Klub saßen, entschuldigten seine Unpässlichkeit mit einem gütigen Lächeln.

Einer von ihnen sagte dann mit einem sehr breiten und sehr verständnisvollen Grinsen: »Sie sind mit Ihren Gedanken wahrscheinlich bei einem sehr hübschen, sehr willigen Mädchen, Mr. Neves.«

Die anderen lachten scheppernd.

Auch der Kiebitz lachte. Er stand schon eine Weile hinter Neves und war mit absolut gar nichts einverstanden, was Neves gemacht hatte.

»Mit einem solchen Mädchen können wir drei selbstverständlich nicht konkurrieren«, bemerkte der grauhaarige Mann, der Neves gegenübersaß.

»Wenn Sie wollen, springe ich gerne für Sie ein, Mr. Neves«, machte sich der Kiebitz erbötig.

Neves nahm dieses Angebot sofort an. »Gut. Das wäre wirklich sehr nett von Ihnen.«

Er erhob sich schnell.

Der andere nahm Platz und griff ausgehungert nach den Spielkarten. Seine entschlossene Miene vermittelte den Eindruck, als wollte er den Spielpartnern nun die Knöpfe von ihren Hosen abgewinnen.

»Es war mir trotz allem ein Vergnügen, Gentlemen«, sagte Peter Neves.

Die Runde nahm diese Versicherung wohlwollend zur Kenntnis.

Neves ging.

Er verließ den Spielraum und begab sich in die geräumige, getäfelte Halle, um zu telefonieren. Er rief zu Hause an.

Niemand meldete sich. Das beunruhigte ihn.

Er hängte ein, nahm den Hörer nach einer halben Minute noch einmal zur Hand und wählte erneut jene Nummer, die er sogar im tiefsten Schlaf hätte von hinten nach vorn abratschen können.

Wieder dasselbe. Alice Peal meldete sich nicht.

Peter Neves schöpfte sofort Verdacht. Er durchlief die Halle und strebte dem Ausgang zu. Er musste zu Hause unbedingt nach dem Rechten sehen.

»Sie wollen uns schon wieder verlassen, Mr. Neves?«, fragte ein dicker Mann, dessen Gesicht wie eine Speckschwarte glänzte. Er war der Sekretär dieses Klubs.

»Ja. Eine wichtige Verabredung«, erwiderte Neves hastig. »Ich hätte sie beinahe vergessen. An manchen Tagen habe ich ein Hirn wie ein Sieb.«

Der Dicke lachte so herzlich, dass ihm der schwere Bauch beinahe aus der Hose gesprungen wäre.

»So geht es uns doch irgendwann mal allen, Mr. Neves.«

Der murmelte einen flüchtigen Gruß und stürmte aus dem Haus.

Wenige Augenblicke später saß er in seinem Wagen und fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit nach Hause. Er achtete weder auf Verkehrszeichen noch auf Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Zu Hause war etwas schiefgelaufen.

Er spürte das. Es hatte sicherlich etwas Schlimmes zu bedeuten, dass Miss Peal, seine Sekretärin, nicht abgehoben hatte.

Sein Wagen fegte über die gewundene Auffahrt hinauf.

Gleich darauf knirschten die gebremsten Pneus. Neves sprang aus dem Fahrzeug, knallte den Wagenschlag kräftig zu und lief zum Hauseingang.

Zwei Sekunden danach eilte er schon durch die Halle.

»Alice!«, rief er.

Sein Ruf geisterte durch das Gebäude und kam als gespenstisch zitterndes Echo zu ihm zurück.

»Alice?«

Er lief zu jener Tür, hinter der Miss Peals Arbeitszimmer lag. Er stieß sie auf und stürmte in den Raum.

Plötzlich blieb er wie angewurzelt stehen.

Seine Stirn hatte sich mit einem glänzenden Schweißfilm überzogen. Seine Augen weiteten sich nun entsetzt.

»Alice!«, entfuhr es ihm ungläubig.

Miss Peal lag neben ihrem Schreibtisch auf dem Teppichboden. Sie lag auf dem Bauch, das bleiche Gesicht mit den gebrochenen Augen zur Seite gewandt. Unter ihrem jungen Körper glänzte eine dunkelrote Blutlache.

Peter Neves eilte zu dem Mädchen.

Er ging neben der Toten in die Hocke, fasste nach ihrem Handgelenk und musste feststellen, dass er für dieses Mädchen nichts mehr tun konnte.

Erschüttert schüttelte er den Kopf.

Da gefror ihm plötzlich das Blut in den Adern, als jemand hinter ihm mit höhnischer Stimme sagte: »Ja ja, die arme Miss Peal. Als Verkäuferin in einem Eisgeschäft wäre ihr ein so tragisches Ende erspart geblieben.«

Peter Neves richtete sich steif wie eine Gliederpuppe auf. Sein Gesicht war bleich wie kaltes Hammelfett.

Wie eine Figur von der Fadenbühne wandte er sich um.

Er wusste, was jetzt kommen würde. Er sah die sechs Augen, die ihn aus den Masken fanatisch glühend anstarrten. Er sah die drei Pistolen, die schon Miss Peal zu einem schrecklichen Ende verholfen hatten.

Sie würden erneut losbellen. Und dann war die Reihe an ihm, das Zeitliche zu segnen.

Der Anführer der Maskierten lachte frostig.

»Spätestens jetzt müssten Sie erkennen, dass Sie auf der falschen Seite stehen, Neves.«

Die Lippen des Mannes bebten vor Aufregung. Eine grenzenlose Wut ließ seine Augen zu schmalen Schlitzen werden.

»Ihr werdet es nicht wagen, mich umzubringen!«, keuchte er mit gefletschten Zähnen.

Der Boss der Maskierten schüttelte langsam den Kopf.

»Das ist keine Frage des Mutes, sondern eine Frage der Notwendigkeit, Neves. Wir müssen es tun. Sie wissen, dass wir das nicht als Mord ansehen. Wir sind im Krieg. Im Krieg gibt es keinen Mord. Ich gebe zu, es ist ein schmutziger Krieg, trotzdem können wir nicht umhin, ihn zu führen. Wir haben keine andere Wahl. Die Welt muss auf uns aufmerksam werden, immer wieder. Wir müssen sie wachrütteln und wachhalten. Die Welt muss wissen, dass sie mit uns zu rechnen hat. Wir haben eine Menge Forderungen zu stellen. Und wir verlangen, dass man diese Forderungen akzeptiert. Aus diesem Grund ...«

Das Telefon schlug an.

Peter Neves zuckte nervös zusammen.

Blitzschnell kam ihm eine Idee. Er kreiselte herum und stürzte sich auf den Apparat. Mit beiden Händen wollte er nach dem Hörer fassen.

Da spuckten die Pistolen der Banditen Feuer. Neves stieß einen langgezogenen, gurgelnden Schrei aus. Die drei Kugeln warfen ihn am Schreibtisch vorbei und dahinter zu Boden.

Das Telefon klingelte weiter.

Peter Neves war jedoch

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