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Heiße Sonne und Liebe auf Umwegen: Arztroman
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Heiße Sonne und Liebe auf Umwegen: Arztroman
eBook130 Seiten1 Stunde

Heiße Sonne und Liebe auf Umwegen: Arztroman

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Über dieses E-Book

Arztroman von A. F. Morland
 
Der Umfang dieses Buchs entspricht 113 Taschenbuchseiten.
 
Der Chirurg der Wiesen-Klinik, Dr. Büttner, ist urlaubsreif. Seine Reise führt ihn nach Jugoslawien. Dort lernt er eine attraktive Frau kennen. Er verliebt sich in sie. Dass der Mediziner ihr nicht trauen kann, erfährt er fast zu spät...
 
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum11. Apr. 2019
ISBN9783739655697
Heiße Sonne und Liebe auf Umwegen: Arztroman
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Buchvorschau

    Heiße Sonne und Liebe auf Umwegen - A. F. Morland

    Heiße Sonne und Liebe auf Umwegen

    Arztroman von A. F. Morland

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 113 Taschenbuchseiten.

    Der Chirurg der Wiesen-Klinik, Dr. Büttner, ist urlaubsreif. Seine Reise führt ihn nach Jugoslawien. Dort lernt er eine attraktive Frau kennen. Er verliebt sich in sie. Dass der Mediziner ihr nicht trauen kann, erfährt er fast zu spät...

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1

    Müde und abgespannt massierte Dr. Jürgen Büttner seine Nasenwurzel mit Daumen und Zeigefinger.

    „Etwas mehr Verständnis darf ich von dir doch wohl erwarten, Christa, sagte er verstimmt. „Schließlich bin ich nicht Klempner, sondern Mediziner. Wenn ich meinen Dienst antrete, weiß ich nie, ob’s ein Acht-Stunden-Tag wird. Die Patienten haben Vorrang. Wenn sie mich brauchen, muss ich für sie da sein. Mein Gott, so versteh das doch.

    „Ich brauche dich auch, Jürgen, sagte die hübsche Frau am andern Ende der Leitung. „Aber das scheint dich nicht im Geringsten zu kümmern.

    „Ist doch nicht wahr, verteidigte sich der junge Mediziner. „Ich liebe dich. Das weißt du doch.

    „Du hast eine komische Art, mir das zu zeigen, beschwerte sich Christa Sommer. „Ab und zu mal ein kurzer Anruf, zwischen zwei Operationen oder so. Liebesschwüre ... Aber zu sehen bekomme ich dich nie. Ich möchte mit dir zusammen sein, Jürgen, möchte dich spüren, möchte von dir in den Armen gehalten, gestreichelt und geküsst werden. So stelle ich mir eine normale Beziehung vor - nicht Liebe per Telefon.

    „Es geht zur Zeit in der Wiesen-Klinik hoch her, entgegnete Dr. Büttner. „Das ist aber doch kein Dauerzustand. Solche Spitzentage gibt es wohl immer. Das normalisiert sich wieder. Hab’ etwas Geduld, ja? Ich muss jetzt Schluss machen. Ich ruf dich wieder an. Küsschen.

    Büttner legte seufzend den Hörer auf die Gabel zurück. Diese neue Beziehung wurde derzeit einem Zerreisstest unterzogen. Er konnte nur hoffen, dass sie der enormen Belastung standhielt, denn Christa war eine ungemein attraktive, begehrenswerte Frau.

    Müde und abgespannt ging er wieder an die Arbeit zurück. Er hatte heute keinen guten Start gehabt und sich durch den Tag geschleppt. Bestimmt war das auch Dr. Berends, dem Chefarzt und Leiter der Wiesen-Klinik, aufgefallen. Dr. Berends blieb nichts, was in seiner Klinik vorging, verborgen, aber er verlor kein Wort über die mangelnde Spannkraft des jungen Chirurgen. Schließlich war ihm klar, dass man nicht immer in Hochform sein kann, und er erkannte an, dass Dr. Jürgen Büttner in den letzten Tagen ein ganz besonders großes Arbeitspensum absolviert hatte. Irgendwann wird jeder müde.

    Eine Stunde nach dem Telefonat mit Christa Sommer begleitete Dr. Büttner den Chefarzt bei der Visite. Sie hatten ein paar junge Männer von der Freiburger Universität im Schlepptau, die sich die Wiesen-Klinik im Hinblick auf MA-Möglichkeiten ansahen.

    Während der Chefarzt die jungen Leute nach der Visite in sein Büro bat, bekam Dr. Büttner einen Anruf.

    „Ich habe hier eine Neuaufnahme, sagte Dr. Bender, ein noch etwas unsicherer junger Arzt, der keinen Fehler machen wollte. „Möglicherweise einen Infarkt. Würden Sie sich den Patienten mal ansehen, Herr Kollege?

    „Ich komme sofort", entgegnete Dr. Büttner und warf einen Blick auf die Uhr.

    Die Zeit hatte für ihn keine Bedeutung mehr. Er konnte ja doch nicht nach Hause gehen. Manchmal fragte er sich, wie viel Stress er wohl aushielt, und dann dachte er schnell an den Urlaub, den er gebucht hatte.

    Zwei Wochen Jugoslawien . . . Klares Wasser .. . Sonne . . . Stille .. . Ruhe . . . Erholung . . . Und Christa Sommer, denn die würde er nach Porec natürlich mitnehmen.

    Dr. Bender erwartete ihn schon sehr nervös. Immer wieder fuhr er sich mit den Fingern durch das rote Haar. Sein Gesicht war mit Millionen von Sommersprossen bedeckt.

    „Der Patient hat schwere Herzschmerzen", sagte er mit belegter Stimme.

    Dr. Büttner sah sich den Mann kurz an.

    Dr. Bender hatte den Patienten in der Ambulanz gesehen, aber es gab keine Notiz, keine Verordnung, gar nichts, nicht einmal einen Aufnahmebericht. Also musste Dr. Jürgen

    Büttner den Aufnahmestatus erheben, und er verordnete etwas Morphium, Sauerstoff und ein EKG, das die Schwestern gleich machen sollten, damit Dr. Berends es sehen könne, wenn er käme.

    Sie konnten dem Patienten helfen, und als Dr. Büttner nach Hause kam, fiel er ins Bett, und schlief sofort ein.

    Christas Anruf weckte ihn tags darauf. „Sehen wir uns?, fragte sie. „Ich muss in die Klinik, gab er zur Antwort.

    „Langsam fange ich an, die Wiesen-Klinik zu hassen", sagte Christa giftig und legte wütend den Hörer auf.

    Er rief sofort zurück, doch sie hob nicht ab.

    Nachdem der Mediziner starken schwarzen Kaffee getrunken hatte, betrachtete er seine schlanken, feinnervigen Hände, und er wunderte sich, dass sie immer noch ruhig waren. Sie waren ein Instrument, auf das er sich verlassen können musste. Ein Chirurg mit zittrigen Händen war für die Patienten keine Hilfe, sondern eine Gefahr.

    In der Wiesen-Klinik eingetroffen, sah er sich den OP-Plan an. Da wartete einiges auf ihn.

    Nach vier Stunden im Operationssaal war er so geschlaucht, dass er das Gefühl hatte, nicht mehr weitermachen zu können. Fünfzehn Minuten Pause in der Kantine und ein Gespräch mit Dr. Charlotte Berends, der attraktiven Frau des Chefarztes, brachten ihn wieder auf Trab.

    Dr. Bender wollte etwas über die Wilsonsche Krankheit wissen, weil er sich das Leberversagen einer kleinen Patientin nicht erklären konnte. Dr. Büttner stellte dem Kollegen Fachliteratur zur Verfügung. Er wurde zu einer Patientin geholt, die vor einer Woche einen Infarkt gehabt hatte. Nun klagte sie über Schmerzen in der Brust und leichte Atembeschwerden.

    Als Dr. Büttner das Krankenblatt zur Hand nahm, stellte er fest, dass die Frau Anhängerin der Christlichen Wissenschaft war. Man hatte ihr gegen die Herzschmerzen Demerol oral verordnet, weil sie keine injizierbaren Medikationen haben wollte. Sie erlaubte nicht einmal einen Einstich, um Laboruntersuchungen durchführen zu können. Eine schwierige Patientin.

    Dem Verlaufsbericht entnahm Dr. Jürgen Büttner, dass die Frau streitsüchtig, aufsässig, beleidigend und dergleichen mehr war.

    Doch nun, wo es ihr schlecht ging, war sie sehr friedlich.

    Der Chirurg verordnete Sauerstoff und fühlte den Puls der Patientin. Der war beunruhigend schnell. Er lag bei zweihundertzwanzig pro Minute, und das war bei einem Infarkt sehr schlecht.

    Während der Pfleger die Patientin mit Sauerstoff versorgte, schrieb Dr. Büttner ein EKG, um zu sehen, wie es sich gegenüber dem früheren verändert hatte.

    Es sah aus, als wäre ein ganzer Keil des Herzmuskels ausgefallen, und es war der neunte Tag, also gerade der Zeitpunkt, wo der geschädigte Teil der Herzwand am schwächsten wird.

    Vor ein paar Stunden war der Puls der Patientin noch bei sechsundsiebzig gewesen und nun lag er über zweihundert!

    Entweder kam die hohe Pulsfrequenz von der reizbaren beschädigten Herzkammer, oder die Patientin ging auf ein massives Herzversagen zu.

    Dr. Büttner versuchte Dr. Berends hinzuzuziehen, doch der Chefarzt befand sich nicht in der Klinik. Dr. Viktor Uhlig war auch nicht verfügbar, also musste Dr. Büttner die schwere Last der Verantwortung allein tragen.

    Ein dünner Schweißfilm glänzte auf seiner Stirn.

    Herrgott, bin ich urlaubsreif, dachte er, während er überlegte, wie er die Patientin über den Berg bringen konnte.

    Christa Sommer hätte jetzt hier sein müssen, dann hätte sie in Zukunft vielleicht mehr Verständnis aufgebracht. Manche Frauen waren so schrecklich unvernünftig und egoistisch. Sie dachten nur an sich, an ihr Vergnügen. dass es Wichtigeres im Leben gab, ließen sie nicht gelten.

    Die Patientin hatte in den letzten Tagen Quindin bekommen, und Dr. Büttner befürchtete, dass ihr Digitalis schaden könnte, da die Frau aber immer mehr verfiel, entschloss sich der Mediziner, ihr eine halbe digitalisierende Dosis intravenös zu geben. Sie war zu schwach, um irgendwelche Einwände gegen die Nadel zu erheben.

    Öfter als sonst fühlte Dr. Büttner dann den Puls der Frau. Um zwei Uhr gab er ihr eine zweite Dosis Digitalis, und noch eine um acht Uhr morgens.

    Um zwei Uhr war ihr Puls auf einhundertsechzig runter, aber ihr Blutdruck war nicht mehr messbar. Sie war ganz weiß und reagierte kaum.

    Dr. Büttner kämpfte verbissen um ihr Leben, und am nächsten Morgen ging es ihr halbwegs gut. Der Puls betrug zweiundsiebzig und war langsam und kräftig.

    Hundemüde, aber mit dem guten Gefühl, die

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