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Die Agentin #17: Höllenfahrt zum Nulltarif

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Die Agentin #17: Höllenfahrt zum Nulltarif

Länge:
152 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
17. Juni 2019
ISBN:
9783739672342
Format:
Buch

Beschreibung

Die Agentin – Heiße Fälle im Kalten Krieg
Band 17
von A. F. MORLAND

Der Umfang dieses Buchs entspricht 124 Taschenbuchseiten.


Der US-Amerikaner Rick Powers tötet den grausamen Machthaber des afrikanischen Staates Kogonga, um seinen Bruder zu rächen, der als Journalist über die Gräueltaten des Diktators berichten wollte und dafür hingerichtet wurde. Doch nach dem Attentat schafft es Powers nicht, das Land zu verlassen. Von dem Söldnerführer Melango und seiner Killertruppe gejagt, flüchtet er in den Dschungel. Natalia Ustinov, schöne Top-Agentin einer geheimen US-Regierungsstelle für Spezialeinsätze, soll den Flüchtenden auffinden und sicher außer Landes bringen. Der Auftrag entwickelt sich zu einem lebensgefährlichen Höllentrip, denn die Söldnertruppen sind auch hinter ihr her ...
Herausgeber:
Freigegeben:
17. Juni 2019
ISBN:
9783739672342
Format:
Buch

Über den Autor


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Die Agentin #17 - A. F. Morland

München

Höllenfahrt zum Nulltarif

Die Agentin – Heiße Fälle im Kalten Krieg

Band 17

von A. F. MORLAND

Der Umfang dieses Buchs entspricht 124 Taschenbuchseiten.

Der US-Amerikaner Rick Powers tötet den grausamen Machthaber des afrikanischen Staates Kogonga, um seinen Bruder zu rächen, der als Journalist über die Gräueltaten des Diktators berichten wollte und dafür hingerichtet wurde. Doch nach dem Attentat schafft es Powers nicht, das Land zu verlassen. Von dem Söldnerführer Melango und seiner Killertruppe gejagt, flüchtet er in den Dschungel. Natalia Ustinov, schöne Top-Agentin einer geheimen US-Regierungsstelle für Spezialeinsätze, soll den Flüchtenden auffinden und sicher außer Landes bringen. Der Auftrag entwickelt sich zu einem lebensgefährlichen Höllentrip, denn die Söldnertruppen sind auch hinter ihr her ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author / Cover by Firuz Askin

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Er hatte sich gut auf den Mord vorbereitet.

Neben ihm stand die weinrote Tennistasche, aus der die Griffe zweier Rackets ragten. Er kniete auf dem grauen Dach eines vierstöckigen Hauses, und die Luft flimmerte. Es war zum Umfallen heiß. Gewissenhaft traf Rick Powers seine Vorbereitungen. Eine eiskalte Hinrichtung sollte es werden.

Malon Abete, der Staatspräsident von Kogonga, musste sterben.

Powers setzte das Präzisionsgewehr zusammen, das er in Rom gekauft hatte. Er war Amerikaner und zum ersten Mal in Afrika. Zum ersten und zum letzten Mal, denn wenn der Staatspräsident erledigt war, musste Powers sich schleunigst aus dem Staub machen. Kogonga war ein heißer Boden. Das lag nicht nur daran, dass der kleine afrikanische Staat nahe dem Äquator lag. Es lag vielmehr daran, dass Malon Abete ein Teufel in Menschengestalt war. Ein Revolver-Potentat, vor dessen Zorn keiner sicher war, nicht einmal seine engsten Familienangehörigen. Wenn er ihr Gesicht nicht mehr sehen wollte, ließ er sie unter irgendeinem fadenscheinigen Vorwand verhaften und hinrichten.

Power schraubte den Schalldämpfer auf.

Er war stolz auf das, was er zu tun im Begriff war. Er wollte einen Staat von einem grausamen Tyrannen befreien, doch er war sich der Tatsache bewusst, dass man ihm nach dem Mord nicht aus Dankbarkeit die Füße küssen würde. Abetes Söldner würden ihn wie einen tollen Hund hetzten,und wenn sie ihn zu fassen kriegten, würde er den Tag verfluchen, an dem er geboren worden war.

Fertig.

Powers lud das Gewehr. Kein Muskel regte sich in seinem Gesicht. Ein Schweißfilm glänzte auf seiner Stirn, und sein khakifarbenes Hemd wies Schweißflecken unter den Achseln und entlang der Wirbelsäule auf.

Ein glatter, perfekter Mord sollte es werden. Eine unwiderrufliche Sache. Powers hatte die Kugel, die er auf den Staatspräsidenten von Kogonga abfeuern wollte, an der Spitze eingekerbt. Ein Dumdum-Geschoss, das bekanntlich einen verheerenden Schaden anrichtet. Es war ein Ende, das der Staatsmann hundertfach verdiente. Rick Powers konnte nicht begreifen, dass nicht schon vor ihm jemand diesen Mord begangen hatte, wer auch immer dafür infrage kommen mochte. Malon Abete war niemandes Freund. Die ganze Welt hatte irgendeinen Grund, ihn zu beseitigen.

Wieso hatte es noch keiner getan?

Wieso war Abete nicht schon längst in der Hölle, wohin er bereits gehört hatte, ehe er die Macht in diesem Staat übernommen hatte?

Powers schob sich ein Pfefferminzplättchen zwischen die Zähne und begann gelassen zu kauen. Sein Puls ging nur unwesentlich schneller. Er hatte keine Angst, und das, was er vorhatte, regte ihn kaum auf. Nur eine kleine Spannung kribbelte in seinem feuchten Nacken.

Werde ich mein Ziel treffen?

Awambe, die Hauptstadt von Kogonga, war an diesem Mordtag festlich geschmückt. Malon Abete feierte in ganz großem Stil seinen Geburtstag. Er hatte sich eigens für diesen Tag eine neue Marshall-Uniform nähen lassen, und im Morgengrauen waren vier politische Gegner von ihm persönlich den Krokodilen vorgeworfen worden. Das war sozusagen sein Geburtstagsgeschenk gewesen.

An den Straßen von Awambe wehten Fahnen und Fähnchen.

Abetes Leute patrouillierten in Militärfahrzeugen durch die Stadt, und wehe dem, der »vergessen« hatte, Abetes Bild ins Fenster zu stellen. Man holte ihn aus seiner Wohnung und knüppelte ihn von da direkt ins Staatsgefängnis, das zur Zeit mal wieder übervoll war ...

Powers prüfte die Schärfeneinstellung des Zielfernrohrs.

Er korrigierte um wenige Teilstriche und setzte das Gewehr dann wieder ab. Alle 45.000 Einwohner von Awambe schienen auf den Beinen zu sein. Sie hassten den Staatspräsidenten, erwünschten sich die baldige Befreiung von ihm, doch sie trugen Fahnen und Transparente, auf denen sie Abete vergötterten, ihn den klügsten Staatsmann aller Zeiten nannten und ihm ein langes Leben in Gesundheit wünschten, zum Wohle von Kogonga.

Auf langen Stangen trugen sie sein Bild. Sein schwarzes Gesicht war zu einem breiten, verbrüdernden Grinsen verzogen, doch seine Augen machten bei diesem Täuschungsmanöver nicht mit. Sie entlarvten Malon Abete als einen grausamen, herzlosen Menschen, dessen Seele dem Satan gehörte.

Powers blickte auf seine Rolex.

Jeden Moment würde Malon Abete auf dem Balkon des Präsidentenpalastes erscheinen. Eine Menge Mikrophone waren da aufgebaut. Abetes Ansprache sollte im ganzen Land gehört werden, und die Leute, die weit genug von ihm weg waren und sicher sein konnten, dass sie von niemandem dabei beobachtet wurden, würden ihren Radioapparat anspucken und die Stimme, die daraus kam, verfluchen.

Eine unübersehbare Menge wartete auf dem Platz vor dem Präsidentenpalast. In Sprechchören verlangten sie Abete zu sehen. Der Teufel ließ sich lange bitten. Die Balkontüren blieben geschlossen. Malon Abete war bekannt dafür, dass er seine Auftritte in der Öffentlichkeit zu einem Monsterspektakel hochstilisierte.

Drüben blitzte es kurz.

Powers straffte seine Muskeln.

Die mächtigen Flügeltüren öffneten sich. Ein Sonnenstrahl traf auf das Glas und huschte gleißend über den Dachrand, hinter dem sich der Attentäter verbarg. Ein elegant gekleideter Schwarzer erschien. Die Menge begrüßte ihn mit einem Freudengeheul. Der Mann sprach ein paar Worte zu den Leuten, pries den Himmel, der Kogonga das Glück beschert hatte, Malon Abete zu senden.

Es begann auf dem Platz vor dem weißen Präsidentenpalast - der aus Mitteln, die von westlichen Entwicklungshilfen abgezweigt worden waren, errichtet war - zu kochen. Die Bilder mit Abetes Konterfei fingen wie verrückt zu tanzen an.

Rick Powers schüttelte den Kopf.

Da wurde ein Mann gefeiert, als wäre er der Liebling von Kogonga, dabei hätte ihn jeder Einzelne dort unten, der ihn jetzt hochjubelte, mit seinen eigenen Händen erwürgt, wenn ihnen allen nicht diese schlimme Angst im Nacken gesessen hätte.

Powers knirschte mit den Zähnen. Leute von Kogonga, ich schaffe euch diesen fettgefressenen Kretin vom Hals!, rief er im Geist. Ich befreie euch von diesem Alptraum. Ihr werdet nach vielen Jahren der Furcht und der Knechtschaft endlich aufatmen können. Freie Menschen werdet ihr sein, in einem freien, aufblühenden Land!

Der Mann hinter den Mikrophonen verstieg sich in lächerliche Lobeshymnen. Er salbte den Staatspräsidenten mit schönen Worten und kündigte den Herrscher dann wie den Superstar des Jahrhunderts an.

Die Heuchelei erreichte ihren Gipfel, als Malon Abete den Balkon betrat. Die Bürger von Awambe schienen bei seinem Auftauchen vor Freude und Verzückung in Ohnmacht zu fallen. Stürmische Ovationen flogen dem Potentaten entgegen. An seiner Brust glänzten etwa zwanzig Orden, die er in einschlägigen Geschäften im Ausland gekauft hatte. Kein einziger war ihm tatsächlich verliehen worden.

Malon Abete genoss den falschen Begeisterungssturm seines Volkes, denn er hielt ihn für echt. Er lächelte wohlwollend auf die Vielzahl von Köpfen hinunter, und es war nicht sicher, ob dieser oder jener seinen Kopf am nächsten Tag noch auf seinen Schultern tragen würde.

Als Abete die Arme hob, verstummte das Geheul.

Der große schwarze Mann stand da wie ein Dirigent, de reinen riesigen Chor zur Verfügung hatte. Jeder kleine Wink konnte Tausende von Kehlen losbrüllen lassen. Ein gewaltiges Instrument stand Malon Abete da zur Verfügung, auf dem er nach Belieben spielen konnte.

Er trat einen Schritt näher an die Mikrophone heran und begann mit scharf akzentuierten Worten zu sprechen. Die Menge kuschte. Abete schoss zunächst ein Feuerwerk auf seine politischen Gegner ab, mit denen er in den nächsten Wochen hart ins Gericht zu gehen gedachte. Danach griff er das Ausland an, beschimpfte Ost und West, weil man ihn da missverstand, fand grobe Worte für die UNO und schwenkte schließlich mit Engelszungen auf den Weg der Sanftheit ein, sprach von der Vorsehung, die ihn an die Macht geführt hatte, und dass Kogonga sich glücklich preisen könne, ihn zu haben, denn niemand wäre aufopfernder für sein Land da als - Malon Abete.

Nun durfte das Volk jubeln.

Rick Powers hob sein Gewehr.

Abete hatte genug gelogen. Nun war es für ihn an der Zeit, abzutreten.

Langsam kroch das Fadenkreuz über den stattlichen Mann auf dem Balkon, es glitt über die vielen wertlosen Orden, erreichte die Kehle, aus der so viele falsche Töne gekommen waren, wanderte weiter über das hochmütige Gesicht und erreichte kurz darauf Abetes Stirn.

Nun hielt Powers die Luft an.

Er wollte den Schuss nicht verwackeln.

Langsam

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