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Tony Ballard #285: Die Werwolf-Elite: Cassiopeiapress Horror-Roman
Tony Ballard #285: Die Werwolf-Elite: Cassiopeiapress Horror-Roman
Tony Ballard #285: Die Werwolf-Elite: Cassiopeiapress Horror-Roman
eBook138 Seiten1 Stunde

Tony Ballard #285: Die Werwolf-Elite: Cassiopeiapress Horror-Roman

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Über dieses E-Book

Für uns stand fest, dass nur Clint Van Horn als Mörder von Joana Hargitay in Frage kam. Ein Mann, der sich, wann immer er wollte, in eine reißende Bestie verwandeln, der zwischen Gut und Böse nicht mehr unterscheiden konnte, der aus Lust am Töten killte. Er hatte die Frau zerfleischt, deren Geliebter er bis vor kurzem gewesen war, und vielleicht stand Tilda Bloom nun als Nächste auf seiner Liste.
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum25. Mai 2019
ISBN9783739637334
Tony Ballard #285: Die Werwolf-Elite: Cassiopeiapress Horror-Roman
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Buchvorschau

    Tony Ballard #285 - A. F. Morland

    München

    Die Werwolf-Elite

    Tony Ballard Band 285

    von A. F. Morland

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 128 Taschenbuchseiten.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Edition A. F. Morland ist ein Imprint von Alfred Bekker & Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte des Titelbild-Logos by Jörg Martin Munsonius/Edition Bärenklau

    Illustrator: Michael Sagenhorn, 2016

    Über Tony Ballard:

    ... so hieß ich für meine Freunde. Meine Feinde aber nannten mich den Dämonenhasser. Und Feinde hatte ich viele – Kreaturen des Bösen, Vertreter der so genannten schwarzen Macht, kurz, die Hölle selbst war der Feind, gegen den zu kämpfen ich geschworen hatte. Ein Kampf, der damals in meinem Heimatdorf Griddledon, unweit von London, begonnen hatte, als ich es wagte, den sieben Hexen, die das Dorf alle hundert Jahre heimsuchten – nachdem mein Vorfahre, der Hexenhenker Anthony Ballard, sie aufgeknüpft hatte – die Stirn zu bieten.

    Tatsächlich gelang es mir, diesen Fluch zu brechen und die Teufelsbräute zu vernichten, indem ich die Glut ihres Lebenssteins mit meinem Blut löschte. Aber ich hatte mehr getan, als nur mein Dorf zu erlösen – ich hatte meine Berufung gefunden. Fortan herrschte Krieg zwischen mir und den Vasallen der finsteren Mächte. Allerdings wäre ich schnell verloren gewesen, hätte ich mich meinen schwarzblütigen Gegnern mit bloßen Händen und allein gestellt. Was ich aber, gottlob, nicht tun musste ... Mir stand eine Reihe von Waffen zur Verfügung, allen voran mein magischer Ring: Nach meinem Sieg über die Hexen von Griddledon hatte ich ein Stück aus ihrem schwarzen Lebensstein gebrochen, in Form eines Pentagramms schleifen und in einen Goldring einsetzen lassen. Diesem Kleinod wohnten starke weißmagische Kräfte inne, die mir vor allem im Nahkampf gegen meine höllischen Widersacher hervorragende Dienste leisteten. Ebenfalls ständig bei mir trug ich einen Colt Diamondback, der mit eigens für mich gefertigten und geweihten Silberkugeln geladen war – absolut tödlich für viele Schwarzblütler. Meine stärkste Waffe jedoch war zugleich mein bester Freund und treuester Kampfgefährte: Mr. Silver, ein abtrünniger Dämon von der untergegangenen Silberwelt, der seine fantastischen Fähigkeiten für das Gute einsetzte.

    Der hünenhafte Ex-Dämon mit dem Silberhaar konnte zum Beispiel seinen Körper in massives Metall verwandeln, ohne dadurch an Beweglichkeit einzubüßen. So schützte er sich vor Verletzungen, derweil er Gegnern mit seinen zu Hieb- oder Stichwaffen umgeformten Silberfäusten zu Leibe rückte. Außerdem konnte er aus seinen perlmuttfarbenen Augen vernichtende Feuerlanzen abschießen, er verfügte über ein »Dämonen-Radar«, und auch darüber hinaus überraschte er mich immer wieder mit neuen Kniffen. Seine »magische Trickkiste« schien unerschöpflich. Noch vor Mr. Silver hatte ich einen anderen Mann kennen gelernt, ohne dessen Hilfe mein Kampf gegen Dämonen, Vampire, Werwölfe und dergleichen weit weniger effektiv gewesen wäre: Der reiche Industrielle Tucker Peckinpah, dem die schwarze Macht selbst einen herben Schicksalsschlag beigebracht hatte, überredete mich, meinen Job als Polizeiinspektor in Griddledon aufzugeben und stattdessen als von ihm exklusiv beschäftigter Privatdetektiv in London ansässig zu werden, um mich so ausschließlich darauf zu konzentrieren, die Hölle in ihre Schranken zu verweisen. Ich willigte ein, und seither hielt mir Tucker Peckinpah mit seinem Geld den Rücken frei und öffnete mir mit seinen weitreichenden Beziehungen zahlreiche Türen, ohne die ich in vielen Fällen nie ans Ziel gelangt wäre. Mithilfe solcher Waffen und Freunde schaffte ich es nicht nur, immer wieder die Oberhand zu gewinnen, sondern letztlich auch den finalen Triumph zu erringen: Asmodis starb – und mit ihm die ganze Hölle!

    Das glaubten wir jedenfalls, wiegten uns in Sicherheit und zogen uns ins Privatleben zurück, das wir uns so viele Jahre lang versagen mussten, weil stets das Damoklesschwert der schwarzen Macht über unseren Köpfen schwebte. Jetzt aber heiratete ich meine langjährige Freundin Vicky Bonney, wir kehrten in unser Heimatdorf zurück, wurden Eltern eines Sohnes und lebten glücklich und zufrieden. Doch diese Idylle war nur von kurzer Dauer ... denn das Böse erwachte zu neuem Leben und griff brutaler als je zuvor nach dem unseren! Die Einwohner von Griddledon wurden zu Handlangern der Hölle und vollstreckten das Todesurteil, das die Mächte der Finsternis über mich und meine Familie verhängt hatten. Und um mich so hart und grausam wie nur möglich zu bestrafen für meine unzähligen Siege über das dämonische Geschmeiß, zwang man mich, dabei zuzusehen, wie Vicky und unser zweijähriger Sohn Andrew, die ich mehr liebte als sonst etwas auf der Welt, mir in den Tod vorangehen mussten ... Das war der Augenblick, in dem die Hölle gesiegt hatte.

    Nach all den Jahren erfolgreicher Schlachten gegen das Böse war ich, Tony Ballard, der gefürchtete Dämonenhasser, bezwungen. Nun gab es nichts mehr, für das ich kämpfen, nicht einmal mehr leben wollte. Meine Familie war tot, und ich hatte sie nicht retten können. Warum also sollte ich nicht auch sterben? Der Tod hatte seinen Schrecken verloren. Und so ging ich ihm entgegen – nicht mutig und stolz erhobenen Hauptes, sondern gebrochen und nur noch auf Erlösung hoffend von der Hölle, zu der mein Leben geworden war ...

    1. Kapitel

    »Mr. Ballard?« Der Mann, der mir entgegentrat, war etwa so alt wie ich.

    Ich nickte. »Ja.«

    »Ich bin Inspektor David Muldoon von Scotland Yard.« Er trug – als wollte er dem klassischen Klischee entsprechen – einen hellen Trenchcoat, war groß und kräftig, hatte ein ehrliches Gesicht und hellgraue, wachsame Augen. Freundlich lächelnd streckte er die Hand vor. Ich ergriff sie. Sein Händedruck war fest. Er machte auf mich den Eindruck eines Mannes, der genau wusste, was er wollte.

    »Hallo«, sagte ich. »Darf ich Ihnen Mr. Silver vorstellen?« Ich deutete auf den Hünen mit den Silberhaaren, der neben mir stand.

    Muldoon gab auch ihm die Hand. »Mr. Silver.«

    »Inspektor«, sagte der Ex-Dämon.

    »Ich habe von oberster Stelle die Order bekommen, so eng wie möglich mit Ihnen zusammenzuarbeiten«, erklärte David Muldoon.

    Ich sah ihn an. »Haben Sie damit ein Problem?«

    Er schüttelte den Kopf. »Überhaupt nicht. Ich kann jede Unterstützung gebrauchen.«

    Wir befanden uns in der Chefetage des Fernsehsenders »PerfectTV«. Ein grauenvoller Mord war verübt worden, und der reiche Industrielle Tucker Peckinpah hatte mich gebeten, mich in die Ermittlungen einzuklinken. Normalerweise ist das für einen »gewöhnlichen« Privatdetektiv nicht möglich. Aber erstens bin ich alles andere als ein gewöhnlicher Privatdetektiv, und zweitens ist für meinen Partner Peckinpah so gut wie nichts unmöglich. Er räumt mir mit seinen sagenhaften Verbindungen stets alle Stolpersteine und Fallstricke aus dem Weg, damit ich mich voll und ganz auf meinen gefährlichen Job kann – der Jagd nach Geistern, Teufeln und Dämonen.

    »Haben Sie einen guten Magen, Mr. Ballard?«, erkundigte sich Inspektor Muldoon.

    »Ich denke schon.«

    Der Scotland-Yard-Mann richtete seinen Blick auf eine Tür. »Sie werden ihn brauchen.«

    Ich las den Namen, der an der Tür stand: JOANA HARGITAY. Klingt ungarisch, dachte ich. Dem Opfer hatten drei Viertel des Senders gehört. Joana Hargitay hatte das Unternehmen so geführt, wie sie es für richtig hielt. Dem Vernehmen nach war sie hart und nicht besonders fair gewesen. Die Sekretärin Tilda Bloom saß jetzt zum Beispiel nur deshalb auf der Straße, weil sie sich mit dem Nachrichten-Anchorman Clint Van Horn eingelassen hatte, obwohl dieser noch – er hatte sich von ihr trennen wollen – Joana Hargitays Lover gewesen war. Doch der Mann, den sie anmaßend als ihren alleinigen Besitz betrachtete, solange es ihr passte, durfte keiner anderen Frau gehören.

    David Muldoon öffnete die Tür. Seine Leute waren darum bemüht, so viele Spuren wie möglich zu sichern. Sie trugen weiße Arbeitsmäntel und einen Plastikschutz über ihren Schuhen.

    In Joana Hargitays Büro sah es aus wie in einem Schlachthof. Blut, wohin man blickte. Auf dem Boden, an den Wänden, sogar an der Decke.

    Die Leiche der Frau sah grauenvoll aus. Sie war total zerfetzt, und ihr Körper war nicht mehr komplett. Es fehlten der Magen, die Gedärme, das Herz ... Muldoon hatte Recht. Dieser Anblick war wirklich nichts für schwache Nerven. Hier hatte kein Mensch gewütet, sondern eine Bestie. Ein Werwolf, um es auf den Punkt zu bringen.

    Ich warf Mr. Silver einen kurzen Blick zu. Er nickte kaum merklich, und seine perlmuttfarbenen Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen.

    Für mich stand fest, dass das hier Clint Van Horns Werk war. Ein Unbekannter hatte ihn entführen lassen und zum Monster gemacht, und das Besorgniserregende an der Geschichte, die auch so schon schlimm genug gewesen wäre, war, dass Van Horn offensichtlich nicht die Kraft des Vollmondes benötigte, um sich in einen Werwolf zu verwandeln. Er konnte jederzeit zur reißenden Bestie werden. Sogar am helllichten Tag. So etwas hatte es bisher noch nie gegeben. Werwölfe hatten immer nur in Vollmondnächten auf die Jagd gehen können.

    Wie konnte dieses uralte Gesetz außer Kraft gesetzt werden?, fragte ich mich beunruhigt. Womit hat der Mann im Hintergrund das geschafft?

    Wir blieben nicht lange in Joana Hargitays Büro.

    »Habe ich zu viel gesagt?«, fragte Inspektor Muldoon.

    Ich schüttelte den Kopf.

    »Ich hatte noch nie so einen fürchterlichen Mordfall am Hals«, seufzte Muldoon. »Ich war bisher immer ein Gegner der Todesstrafe, aber dieses Mal bin ich der Meinung, dass eine dermaßen entmenschte Bestie nicht am Leben bleiben

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