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Ein Köder für den Maulwurf: Kriminalroman

Ein Köder für den Maulwurf: Kriminalroman

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Ein Köder für den Maulwurf: Kriminalroman

Länge:
127 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
6. Juli 2019
ISBN:
9783743829701
Format:
Buch

Beschreibung

Krimi von Thomas West

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Im FBI-Hauptquartier in Washington sitzt ein Maulwurf! Durch seinen Verrat werden mehrere Agenten des CIA im Irak enttarnt und ermordet. Um den Verräter zu entlarven, wirft der FBI-Direktor seiner Spionageabwehrabteilung einen Köder hin: Angeblich soll ein irakischer Geheimagent von den USA als Doppelagent angeworben worden sein, um zwei in Bagdad untergetauchten CIA-Agenten zur Flucht zu verhelfen. Gleichzeitig sollen Agenten des FBI-Districts New York verdeckte Observierungen von vier potenziellen Verdächtigen vornehmen. Derweil soll Special Agent Orry Medina im Irak nach den beiden vermissten CIA-Agenten suchen und Jesse Trevellian deren Flucht über die Grenze nach Saudi-Arabien sichern – ein lebensgefährlicher Auftrag, zumal niemand weiß, wer der Verräter ist ...
Herausgeber:
Freigegeben:
6. Juli 2019
ISBN:
9783743829701
Format:
Buch

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Ein Köder für den Maulwurf - Thomas West

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Ein Köder für den Maulwurf

Krimi von Thomas West

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Im FBI-Hauptquartier in Washington sitzt ein Maulwurf! Durch seinen Verrat werden mehrere Agenten des CIA im Irak enttarnt und ermordet. Um den Verräter zu entlarven, wirft der FBI-Direktor seiner Spionageabwehrabteilung einen Köder hin: Angeblich soll ein irakischer Geheimagent von den USA als Doppelagent angeworben worden sein, um zwei in Bagdad untergetauchten CIA-Agenten zur Flucht zu verhelfen. Gleichzeitig sollen Agenten des FBI-Districts New York verdeckte Observierungen von vier potenziellen Verdächtigen vornehmen. Derweil soll Special Agent Orry Medina im Irak nach den beiden vermissten CIA-Agenten suchen und Jesse Trevellian deren Flucht über die Grenze nach Saudi-Arabien sichern – ein lebensgefährlicher Auftrag, zumal niemand weiß, wer der Verräter ist ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Er sah die roten Armeemützen inmitten der Menge, und er sah die schwarzen Augen der Männer, die sie trugen - alle richteten sie sich auf ihn.

Sie waren zu acht. Vier standen neben Massuds Töpferstand, vier gegenüber, neben dem Geflügelstand.

Es war, als würden sich ihre roten Mütze in seinem Hirn reflektieren: Eine Batterie roter Lampen flammte dort auf. Ian Hopper wusste augenblicklich, dass ihm nur eine einzige Chance blieb. Der Lederwarenstand.

Vielleicht sechzig Schritte trennten ihn noch von den Uniformierten. Er spürte, dass sie auf ihn warteten, er spürte es so gewiss, wie er sein Herz plötzlich in seiner Kehle flattern spürte.

Der Lederwarenstand, oder ein Kerker für den Rest seines Lebens. Ein feuchtes, dunkles Loch, dass man hierzulande schönfärberisch 'Gefängnis' nannte.

Hopper entschied sich für den Lederstand.

Er steuerte den mit Stiefeln und Sandalen beladenen Holztisch an. In der Straßenlaterne zwischen ihm und dem benachbarten Stand glomm Licht auf. Hoppers Rechte tastete nach dem Revolver im Hosenbund unter seinem weißen, langen, hemdartigen Gewand. Dishdasha hieß das Kleidungsstück auf Arabisch.

Salam Alaikum, begrüßte er den Händler.

Wa Alaikum as Salam. Der alte Beduine deutete eine Verbeugung an.

Hopper nahm ein paar Sandalen in die Hand, begutachtete sie, zwinkerte dem Lederhändler zu und legte sie wieder zu den anderen Schuhen.

Von der Querstange unter dem Vordach baumelten zahllose Gürtel herunter. Hopper griff nach einem. Schönes Stück, sagte er anerkennend.

Aus den Augenwinkeln sah er, wie einige der Soldaten sich zunickten. Die Menschenmenge wälzte sich träge in beiden Richtungen am Stand vorbei. Hopper versuchte die Zeit abzuschätzen, die sie brauchen würden, um sich zum Lederstand durchzuarbeiten. Zwei Minuten - höchstens.

Oha! Du hast neue Jacken? An der Schmalseite des langen Tisches vorbei schob er sich ins Innere des Standes, wo an fahrbaren Garderobenständern hunderte von Jacken, Mänteln und Westen hingen.

Beste Ware aus Jordanien. Der Lederhändler, ein Beduine aus dem Südwesten, machte ihm Platz.

Hoppers Augen flogen nach links: Die Soldaten stürzten sich in die Menge. Er drängte sich zwischen zwei Garderobenständer. Willkürlich griff er nach einer Jacke - hellbraun, glatt, hässlich. Gar nicht übel ...

Die beste, die ich habe. Der alte Händler legte die Hände zusammen und deutete eine Verneigung an. Kamelleder, neunhundert Dinare.

Hopper riss an der Jacke - der Garderobenständer stürzte zwischen ihn und den Beduinen. Der Mann fluchte. An der Rückseite des Bazarstandes warf Hopper sich auf die Knie. Hoch mit der Zeltplane, raus aus dem Zeltverschlag!

An einer weiß gekalkten Lehmwand richtete er sich auf. Rechts der Eingang einer schmalen Gasse. Zwischen Wand und Plane schob er sich darauf zu.

Er spähte um die Hausecke: Etwa achtzig Schritte entfernt lehnten zwei Männer gegen eine Hauswand. Sie trugen die Uniform der irakischen Streitkräfte, und sie plauderten und rauchten. Die möglichen Fluchtwege wurden also auch schon überwacht.

Hopper zog den Kopf ein und presste sich gegen die Hauswand. Von der Vorderseite der Stände her hörte er laute Rufe: Soldaten brüllten Befehle.

Er zog sich den rot-weiß karierten Stoff seiner Kafiya ins Gesicht, drückte die schwarze Kordel, mit der das Tuch auf dem Kopf zusammengehalten wurde in die Stirn und setzte die Sonnenbrille auf.

Dann los - um die Hausecke und die Gasse hinunter. Ganz entspannt, nur nicht zu schnell.

Ohne jede Hast schlenderte er den Posten entgegen. In den kleinen Häusern brannten Lichter hinter offenen Fenstern. Es roch nach Kohl und gegrilltem Fleisch. Und nach Staub. Kindergeschrei und Gesang von Frauenstimmen drangen aus den Hinterhöfen. Unter seinem Umhang schraubte Hopper den Schalldämpfer auf den Revolverlauf.

Die Soldaten blickten auf. Junge, braunhäutige Kerle, Anfang zwanzig, allerhöchstens. Hopper fühlte seinen Mund trocken werden. Er blickte starr geradeaus.

Sie warfen ihre Zigaretten weg und stießen sich von der Hauswand ab. Ein paar Schritte nur, und sie standen breitbeinig mitten auf der Straße. Ein paar Meter vor ihnen hielt Hopper an. Ja? Er tat überrascht.

Papiere! Einer streckte die Hand aus, der andere richtete den Lauf seines Gewehres auf Hopper.

Kein Problem. Er lächelte, während er seine Taschen durchwühlte. Natürlich hatten sie gesehen, dass er Ausländer war. Er suchte in den Taschen seines Umhangs. Hab mein Visum immer dabei. Er suchte in den Hosentaschen.

Sie merkten nicht, wie er die Waffe aus dem Hosenbund zog. Durch den Stoff des Umhangs hindurch schoss er, zweimal, es ging blitzschnell. Nacheinander brachen sie zusammen.

Hopper spurtete los. Die Gasse hinunter, links in die nächste, und wieder rechts. Dann in einen Hof, über eine Mauer, in den nächsten Hof, dann wieder eine Gasse. Er kannte sich aus in Bagdads Altstadt.

Eine halbe Stunde oder länger arbeitete er sich zum Westrand der Altstand vor. Von Haus zu Haus, von Straße zu Straße, von Mauer zu Mauer. Die Dämmerung fiel in die Gassen und Höfe wie schmutziger Dampf. Das Geschrei der Soldaten schien allgegenwärtig zu sein.

Vor einem der eng aneinandergebauten, windschiefen Häuser entdeckte er einen Karren mit einem Maultiergespann. Plastikmüllsäcke stapelten sich auf dem Karren, prallvolle Säcke. Hopper blickte sich um. Kein Mensch zu sehen. Er lüftete die Plane und kroch unter die Abfallsäcke.

Es stank erbärmlich. Auch, als er sich längst zusammengekauert hatte und reglos zwischen den Säcken lag, raschelte es noch um ihn herum. Ratten oder Mäuse. Gestank und feuchte Hitze schlossen ihn ein. Schon nach wenigen Minuten war er schweißgebadet.

Sein Handy drückte gegen seine Brust. Seine Nackenhaare richteten sich auf. Verdammt, du musst das Ding abstellen ...

Nicht auszudenken, es würde plötzlich losorgeln und ihn verraten. Noch immer tobte ihm das Herz im Brustkasten herum. Die ersten klaren Gedanken formten sich wieder in seinem Schädel. Und du musst Sue warnen ...

Behutsam glitt seine Hand über seine Brust, fuhr unter den Umhang und griff nach dem Handy. Schritte wurden laut, jemand hustete. Der Karren bewegte sich, Holz und Achsen knarrten - jemand hatte sich auf den Kutschbock gesetzt. Hopper drückte die Codetaste für Sues Nummer.

Der Karren fuhr an. Träger Hufschlag der Maultiere, behäbiges Schaukeln. Viele Schritte näherten sich - Soldaten! Hopper hörte Männerstimmen. Sie palaverten mit dem Karrenkutscher. Stimmen und Schritte entfernten sich rasch.

Sues Mailbox meldete sich. Bullshit! Warum stellt sie das Handy aus?

Der Karren schaukelte durch Schlaglöcher und über Steine. Hopper und die Säcke um ihn herum wurden durchgeschüttelt. Manchmal tat sich eine Lücke zwischen dem Abfall auf, und er sah Straßenbeleuchtung, Neonreklame oder ein Stück Himmel. Es wurde dunkel. Der Lärm der abendlichen Stadt und der Gestank des Mülls umgab ihn.

Ein oder zwei Stunden ging das so. Wieder und wieder versuchte er Sue zu erreichen. Und endlich ihre vertraute Stimme aus

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